AT11309U1 - Vorrichtung zum ermitteln der menge an beschichtungsmittel in einzelnen beschichtungsmittelschichten beim mehrschichtigen vorhangbeschichten - Google Patents

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Abstract

Vorrichtung zum Ermitteln der Menge von Beschichtungsmittel in auf eine Faserbahn (W) aufgebrachten Beschichtungsmittelschichten (44) in Bezug auf einzelne Beschichtungsmittelschichten beim mehrschichtigem Vorhangbeschichten, wobei die Faserbahn (W) mittels Vorhangbeschichten mit zwei oder mehreren Beschichtungsmittelschichten (44) unter Verwendung eines Gleitzufuhr-Vorhangbeschichters beschichtet wird, welcher einen Düsenbalken (4 0) mit wenigstens zwei Zufuhrkammern (12) und die mit denselben in Verbindung stehenden Düsenschlitze (30) zum Zuführen von wenigstens zwei Beschichtungsmittelschichten auf die durch den Düsenbalken (40) gebildete Ablaufgleitbahn (35) aufweist, wobei zum Messen der Menge des Beschichtungsmittelstroms in jeder Beschichtungsmittelschicht Messeinrichtungen (28) in der Zufuhrleitung (22) der jeweiligen Beschichtungsmittelschichte vor dem Zuführen des Beschichtungsmittels in die Zufuhrkammer (12) der Beschichtungsmittelschicht angeordnet sind, und dass die Menge des Beschichtungsmittels in der jeweiligen Beschichtungsmittelschicht auf der Faserbahn dafür vorgesehen ist, auf der Basis der Menge des Stroms ermittelt zu werden, welcher gemessen wird durch gleichzeitiges Berücksichtigen von wenigstens der Geschwindigkeit (V) der Faserbahn (W) und der Breite der auf die Faserbahn (W) aufgebrachten Beschichtung (14).

Description

österreichisches Patentamt AT 11 309 U1 2010-08-15
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ermitteln der Menge von Beschichtungsmittel in auf eine Faserbahn aufgebrachten Beschichtungsmittelschichten in Bezug auf einzelne Beschichtungsmittelschichten beim mehrschichtigem Vorhangbeschichten, wobei die Faserbahn mittels Vorhangbeschichten mit zwei oder mehreren Beschichtungsmittelschichten unter Verwendung eines Gleitzufuhr-Vorhangbeschichters beschichtet wird, welcher einen Düsenbalken mit wenigstens zwei Zufuhrkammern und die mit denselben in Verbindung stehenden Düsenschlitze zum Zuführen von wenigstens zwei Beschichtungsmittelschichten auf die durch den Düsenbalken gebildete Ablaufgleitbahn aufweist.
[0002] Beim mehrschichtigen Vorhangbeschichten besteht ein Problem darin, wie Informationen bezüglich der Mengen und Dicken der Beschichtung in einzelnen Beschichtungsmittelschichten schnell und zuverlässig erlangt werden können. Die Dicke der Beschichtung wurde unter anderem mittels Durchführen von Bahnmessungen zum Beispiel mittels eines Messrahmens sowohl vor als auch nach dem Aufbringen der Beschichtung gemessen. Beim mehrlagigen Vorhangbeschichten kann die Menge von Beschichtung in den unterschiedlichen Schichten jedoch nicht durch Messen der Bahn mit Online-Messuhren nach der Aufbringung ermittelt werden. Eine Messung auf der Oberfläche der Bahn würde auch detailliertere Informationen hinsichtlich der Zusammensetzung der gemessenen Beschichtung erfordern, wie zum Beispiel Dichte und Kappa. Diese Eigenschaften variieren jedoch in den einzelnen Beschichtungsmittelschichten. Ein weiteres Problem wird durch die Mengen der verwendeten Beschichtung bewirkt, insbesondere beim Vorhangbeschichten, welche im niedrigsten Fall sehr gering sind, und zwar in der Größenordnung von 2,5 - 3 g/m2. Die Auflösung des zur Messung auf der Oberfläche der Bahn verwendeten Messrahmens ist nicht ausreichend, um zuverlässige Messergebnisse mit derart geringen Mengen an Beschichtung zu erhalten.
[0003] Änderungen in der Zusammensetzung von Beschichtungsmitteln haben des weiteren zusätzliche Probleme für die Messung mit sich gebracht. Bei konventionellen Beschichtungsverfahren ist die Menge der Beschichtung von dem Papier zum Beispiel als eine Differenz im Flächengewicht oder Aschegehalt vor und nach der Beschichtung gemessen worden. Das Problem mit der Messung des Aschegehalts besteht darin, dass heutzutage häufig Pasten verwendet werden, welche keine Pigmente oder andere anorganische Substanzen beinhalten. Dies macht die Aschegehaltmessung annähernd sinnlos. Vom Gesichtspunkt der Echtzeiteinstellung ist ein auf Aschegehaltmessung basierendes Messverfahren außerdem bedauerlicherweise langsam.
[0004] In der früheren Veröffentlichung WO 2005080681 des Anmelders ist andererseits ein Verfahren zum Messen der Dicke von einzelnen Beschichtungsmittelschichten direkt auf der Ablaufgleitbahn als Online-Messung beschrieben. Jedoch ist auch wenn auf dem Auslauf bzw. Ablauf gemessen wird, das Problem beim Messen der Menge der Beschichtung wie oben angegeben die Notwendigkeit, die genauen Eigenschaften des Beschichtungsmittels für jede einzelne Beschichtungsmittelschicht einzeln zu kennen.
[0005] Des weiteren wird besonders beim mehrschichtigen Vorhangbeschichten die Situation durch die mögliche Tatsache behindert, dass die Breite des Beschichtungsvorgangs oder die Breite des Düsenbalkens der Vorhangvorrichtung von der Beschichtung selbst abweicht. Das durch die auf die Faserbahn aufgebrachte Beschichtung erzeugte Band entspricht nämlich nicht notwendigerweise der Breite des Beschichtungsbands auf der Ablaufgleitbahn des Düsenbalkens oder der Breite des Beschichtungsvorhangs, welcher später von der Ablaufgleitbahn fällt, oder korreliert zumindest nicht direkt mit derselben. Die folgenden Fälle können als ein Beispiel angegeben werden: [0006] 1) der Düsenbalken wird verwendet, um die Ränder der auf der Ablaufgleitbahn gebilde ten Streichpastenschichten einzustellen, und ein Teil des Beschichtungsmaterials wird gleichzeitig recycelt, was dazu führt, dass die Breite des Beschichtungsvorhangs analog der Breite des realisierten Vorhangs ist oder zumindest direkt mit seiner Breite korreliert - abzüglich der Tatsache, dass geringfügiges nominales Kriechen in dem 1/8 österreichisches Patentamt AT 11 309 U1 2010-08-15
Beschichtungsvorgang vor dem Aufbringpunkt auftreten kann.
[0007] 2) die Ränder der Beschichtungsmaterialschichten sind nicht auf die Ablaufgleitbahn des Düsenbalkens eingestellt, sondern in einer sogenannten Überbestreichung überschreitet ein Teil des Beschichtungsvorhangs die Ränder der Bahn.
[0008] 3) die Ränder der Beschichtungsmaterialschichten werden auf die Ablaufgleitbahn des Düsenbalkens eingestellt und ein Teil des Beschichtungsmaterials wird in diesem
Schritt recycelt und zusätzlich wird ein Teil des Beschichtungsvorhangs über den
Rand der Bahn geleitet.
[0009] Die letztliche Menge der Beschichtung auf der Bahn selbst hängt unter anderem von dieser Auswahl des Beschichtungsverfahrens sowie davon ab, ein wie großer Anteil des gesamten Stroms des Beschichtungsmaterials, welches für einzelne Beschichtungsmaterialschichten kennzeichnend ist, welche in der Beschichtungsvorrichtung zirkulieren, auf der Oberfläche der Faserbahn ankommt und ein wie großer Anteil recycelt wird oder so gelenkt wird, dass er die Faserbahn passiert.
[0010] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, die oben genannten Probleme zu lösen und eine einfache und zuverlässige Vorrichtung zum Messen der Menge an Beschichtung in einzelnen Beschichtungsmittelschichten zu schaffen, und zwar auch unabhängig von den oben genannten Beschichtungsverfahren. Ein weiteres Ziel besteht darin, die Kosten der auf den derzeitigen Messverfahren basierenden Technologie zu reduzieren. Die Vorrichtung gemäß der Erfindung ist durch das gekennzeichnet, was in dem kennzeichnenden Teil des ersten Anspruchs angegeben ist. Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0011] Gemäß der sich auf die Erfindung beziehenden Vorrichtung ist die Messung des Stroms des Beschichtungsmittels zuerst dafür vorgesehen, auf jeder Beschichtungsmittelschicht durchgeführt zu werden, und zwar auf ihrer Zulaufleitung, bevor das Beschichtungsmittel in die Zufuhrkammer der Beschichtungsmittelschicht in der Düseneinheit und von dort weiter zu der Ablaufgleitbahn zugeführt wird. Die Messung der Menge des Beschichtungsmittels wird aus diesem Grund in Schichten durchgeführt, vorzugsweise separat für jede Schicht des Beschichtungsmittels. Somit können sowohl die Mengen als auch die Dicken der Schichten zuverlässig für jede Beschichtungsmittelschicht ermittelt werden. Zweitens wird die Menge des Beschichtungsmittels in einer einzelnen Beschichtungsmittelschicht gemäß der Erfindung auf der Basis der Messergebnisse berechnet, wobei zumindest die Laufgeschwindigkeit der Maschine und die Breite des Beschichtungsbands in Betracht gezogen wird, welches letztendlich auf die Faserbahn aufgebracht worden ist, oder der Breite des auf die Bahn aufgebrachten Beschichtungsvorhangs oder sogar die Breite der Beschichtung auf der Ablaufgleitbahn des Düsenbalkens. In diesem Zusammenhang deckt die Überwachung der Breite der Beschichtung alle oben genannten Arten frei ausgewählt ab. Andererseits steht die Breite für die Breite in der Querrichtung (CD) der Faserbahn. Die Messung der Menge des Beschichtungsmittels kann offensichtlich für eine oder mehrere oder jede Beschichtungsmittelschicht durchgeführt werden.
[0012] Auf der Basis der erlangten Messergebnisse kann die Beschichtungsmittelzufuhr wie gewünscht für jede Beschichtungsmittelschicht erhöht oder reduziert werden. Die Vorrichtung gemäß der Erfindung ist einfach und zuverlässig. Mittels der Vorrichtung ist es möglich, eine der Aufbringung folgende Online-Messung vollständig zu vermeiden. Signifikante Einsparungen werden gleichzeitig im Hinblick auf Investitions- und Betriebskosten des letztgenannten Messrahmens gemacht. Die Vorrichtung gemäß der Erfindung ist besonders gut für die mehrlagige Vorhangbeschichtung von Druckpapieren und Spezialpapieren geeignet, bei denen die Mengen von Beschichtungsmittel in einzelnen Beschichtungsmittelschichten klein sein können. In einem solchen Fall ist das Ermitteln der Mengen von Beschichtungsmitteln und der Flächengewichte von unterschiedlichen Schichten mittels anderer Verfahren besonders schwierig. Insbesondere in Verbindung mit Spezialpapieren können die Mengen von Beschichtungsmittel zum Beispiel aufgrund des hohen Preises der Beschichtungsmittel besonders klein sein. 2/8 österreichisches Patentamt AT 11 309 U1 2010-08-15 [0013] Die Erfindung wird nachfolgend mittels Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen detaillierter beschrieben, in welchen: [0014] Figur 1 sehr schematisch eine Vorrichtung zeigt, welches das Verfahren zum Ermitteln der Menge des Beschichtungsmittels durchführt, welches kennzeichnend für eine Schicht eines Beschichtungsmittels ist, [0015] Figur 2 eine schematische Schnittansicht des Bereichs eines Rands des Düsenbalkens in Verbindung mit einer Ausführungsform der Erfindung zeigt.
[0016] Figur 1 zeigt sehr schematisch die Vorrichtung gemäß der Erfindung zum Beschichten einer Faserbahn W mittels eines Gleitzufuhrauftragsbalkens 1 als mehrschichtiges Vorhangbeschichten. In dieser Ausführungsform wird die Bahn W mit einer Beschichtung 14 beschichtet, die aus drei separaten Beschichtungsmaterialschichten besteht.
[0017] Die Messung des Beschichtungsmittelstroms selbst kann jeweils auf der Zufuhrleitung 22 von jeder Beschichtungsmittelschicht 44 durchgeführt werden, bevor das Beschichtungsmittel in die für jede Beschichtungsmittelschicht spezifische Zufuhrkammer 12 in der Düseneinheit 33 zugeführt wird. Die Messung wird am bevorzugtesten nach der Beschichtungsmittelzuführ-pumpe 54 mittels der Messvorrichtungen 28 durchgeführt, welche jeweils in jeder Zufuhrleitung 22 angeordnet sind.
[0018] Das Messergebnis kann in eine Einstelleinrichtung 10 eingegeben werden, mittels welcher die schichtspezifische Zufuhr von Beschichtungsmittel wie gewünscht eingestellt werden kann. In ähnlicher Weise können die von dem Messrahmen, der der Beschichtungsvorrichtung vorangeht, erhaltenen Messergebnisse in die Einstellvorrichtung 10 eingegeben werden. Die Einstellung der Menge der Zufuhr von Beschichtungsmittel kann zum Beispiel mittels der Beschichtungsmittelzufuhrpumpen 54 oder auf eine andere bekannte Art und Weise des Einstellens stattfinden, welche die Menge des Stroms beeinflusst.
[0019] Wenn die Menge der Beschichtung berechnet wird, werden sowohl die Bahngeschwindigkeit, dies bedeutet die Laufgeschwindigkeit der Maschine, als auch die Breite des Beschichtungsvorhangs 4 in Betracht gezogen. In dem Fall, dass die Breite der Beschichtung von derjenigen des Beschichtungsvorhangs unterschiedlich ist, wird speziell die Breite der Beschichtung in Betracht gezogen. Das Verfahren kann somit bei einem mehrschichtigen Vorhangbeschichten sowohl als Trockenrand-Beschichtung als auch als Überbestreichung angewandt werden. In der Überbestreichung, bei welcher der Beschichtungsvorhang so dimensioniert ist, dass er sich über die Ränder der Bahn erstreckt, wird zusätzlich der Teil des gesamten Stroms des Beschichtungsmittels in Betracht gezogen, der nicht auf der Bahn verbleibt. Im Prinzip wird dies aus der Differenz der Breite zwischen dem Beschichtungsvorhang und der Bahn erhalten. In ähnlicher Weise kann beim Trockenrand-Beschichten die Breite des trockenen Rands, also des nicht aufgebrachten Bahnstreifens oder entsprechend die Breite der aufgebrachten Beschichtung und, falls notwendig, von der auf die Bahn aufgebrachten Beschichtung der Teil auf ihrem Randbereich, welcher zum Beispiel mittels Absaugung entfernt werden muss, in Betracht gezogen werden. Sowohl bei der Überbestreich-Aufbringung als auch bei der Trockenrand-Beschichtung wird, wenn ein Teil des Beschichtungsmittels auf dem Rand der Beschichtung von ihrem Rand oder Randerhöhung erlangt wird, wird auch der mögliche Rückführzyklus des Beschichtungsmittels zu dem Maschinenzyklus und zu der Aufbringvorrichtung in Betracht gezogen.
[0020] Bei der mehrschichtigen Vorhangbeschichtung wird normalerweise ein Bypass bzw. eine Umgehung 47 des Beschichtungsmittels von der Zufuhrkammer 12 verwendet, welche es verhindert, dass das Beschichtungsmittel sich verdickt oder an den Wänden ansammelt. Das Verhältnis des Bypass des gesamten Stroms des Beschichtungsmittels, in diesem Fall der Paste, beträgt typischerweise nur 5%, aber dieses Verhältnis des Bypass kann bis auf 30% erhöht werden. Dies kann zum Beispiel durchgeführt werden, falls es wünschenswert ist, das Querrichtungsprofil der Beschichtung auf eine bestimmte Art und Weise zu beeinflussen. Je breiter die verwendete Maschine ist, desto geringer kann das Bypassverhältnis in jedem Fall 3/8 österreichisches Patentamt AT 11 309 U1 2010-08-15 eingestellt werden. Zusätzlich kann das Verhältnis der Bypassschleife für separate Beschich-tungsmaterialschichten sogar auch stark beim mehrschichtigen Vorhangbeschichten variieren, wenn die Einstellung der Breite von separaten Beschichtungsmaterialschichten und somit das Zurichten bzw. Trimmen bereits auf der Ablaufgleitbahn verwendet wird. Falls dies der Fall ist, sollte das Verhältnis der Bypassschleife für jede separate Beschichtungsmaterialschicht einzeln in Betracht gezogen werden, um die Menge des Beschichtungsmittels auf der Faserbahn zu ermitteln.
[0021] Bei dem Verfahren kann die Wirkung des Bypass auf die Messung selbst ganz und gar verhindert werden, falls dies erforderlich ist. Falls die Messung des Beschichtungsmittels außerhalb der Bypassschleife durchgeführt wird, haben Variationen in dem Bypassteil keinen Effekt auf das Messergebnis. In diesem Fall findet der Rücklauf des Bypass zu der Zufuhrleitung 22 nicht bis nach der Messung 28 statt, wie in der Ausführungsform von Figur 1 vorgesehen.
[0022] Die Messung des Bypass kann jedoch entweder separat in der Bypassleitung 26 selbst angeordnet sein oder der Rücklauf des Bypass ist vor der Messung 28 der Menge des Beschichtungsmittels 29 angeordnet und ihr Verhältnis wird auf das Messergebnis, also auf den Gesamtstrom des Beschichtungsmittels angerechnet. Das relative Verhältnis des Bypass in den gesamten Strom mit unterschiedlichen Mengen von Beschichtung ist ohne separate Messung verhältnismäßig genau bekannt und das zu der Bahn zugeführte Verhältnis kann somit von der Differenz zwischen dem Gesamtstrom und der Umgehung genau berechnet werden Vorzugsweise ist eine Druckzunahme, zum Beispiel eine Pumpe, an einer geeignete Stelle in der Umgehungsrücklaufleitung zum Anheben des Umgehungsstroms angeordnet.
[0023] Die Messung des Beschichtungsmaterialstroms kann als solche durch Mittel von aus dem Stand der Technik bekannten Einrichtungen durchgeführt werden, insbesondere durch die Verwendung von kontaktloser Messung. Als für die sich auf die Erfindung beziehende Lösung anwendbare Messmethoden kann elektromagnetische Mengenmessung genannt werden, falls mit elektrischen Eigenschaften versehene Beschichtungsmittel verwendet werden, eine sogenannte Coriolis-Mengenmessung, Wirbelmessung, Strömungsmessung basierend auf Ultraschall, Messung der thermisch wirksamen Masse und Strömungsmessung basierend auf Druckdifferenz. Als Messparameter können aus diesem Grund gemäß dem Erfordernis die Strömungsrate, die Dichte des Beschichtungsmittels und der Wassergehalt der Beschichtung oder zum Beispiel das Verhältnis von entsprechenden leicht flüchtigen Bestandteilen ausgewählt werden. Mittels der Messung können unter anderem sowohl der Volumenstrom als auch der Massenstrom ermittelt werden. Die Mengen der Beschichtung sowohl hinsichtlich Masse als auch Dicke können für ein fertiges Produkt sowohl für die gesamte Beschichtung oder für jede individuelle Schicht zum Beispiel auf der Basis von Beschichtungsmittelmasse, Trockenmassengehalt und Dichte ermittelt werden.
[0024] Gemäß einem früheren Messverfahren wurde die Bahn somit mit zwei separaten Messrahmen sowohl vor als auch nach dem Aufbringen der Beschichtung gemessen und die Menge der Beschichtung wurde auf der Basis der Differenz berechnet. Zum Beispiel sind die Feuchtigkeiten und die Mengen der Bahn und Beschichtung über den Streichkopf berechnet worden und zum Beispiel sind Flächengewichte auf der Basis derselben berechnet worden. Mittels der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist es möglich, das Messen der Bahn mittels eines Messrahmens sowohl vor als auch nach der Beschichtung zu vermeiden. Dies bedeutet aus diesem Grund das Einsparen der gesamten Kosten für einen Messrahmen.
[0025] Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist mittels des Messrahmens 20, welcher der Beschichtungsvorrichtung vorangeht, zum Beispiel das Messen der Feuchtigkeit der Faserbahn und möglicherweise auch das Flächengewicht angeordnet bzw. vorgesehen. Die Messung kann vorzugsweise als Online-Messung ausgeführt werden und die Messdaten können zu der Einstelleinheit 10 übermittelt werden.
[0026] Insbesondere beim Mehrfachbeschichten besteht das Problem, dass der Teil des Beschichtungsmittels, der von dem aufzubringenden Beschichtungsvorhang abgeschnitten wird, 4/8 österreichisches Patentamt AT 11 309 U1 2010-08-15 nicht wiederverwendet werden kann, weil unterschiedliche Schichten miteinander vermischt worden sind. Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist zusätzlich zu dem Messen der Menge der Beschichtung zumindest teilweise eine Vorrichtung zum Einstellen der Breite oder der Position des Beschichtungsvorhangs angewendet worden, welche somit dieses sich auf das mehrschichtige Vorhangbeschichten beziehende Problem löst.
[0027] In dem früheren finnischen Patent Nr. 117176 des Anmelders ist eine Vorrichtung zum Einstellen der Aufbringbreite eines Gleitzufuhr-Vorhangbeschichters, dies bedeutet gleichzeitig die Breite des Beschichtungsvorhangs, beschrieben. Wie in Figur 2 schematisch dargestellt, weist die Vorrichtung eine seitlich bewegliche Einsteilvorrichtung 40 auf, die zumindest auf einer der Randbereiche der Ablaufgleitbahn 35 angeordnet ist, wobei die Vorrichtung in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel ein Abdeckelement 41, ein Rakelteil 42 und ein Grundelement 50 aufweist. Das Rakelteil 42 limitiert die seitliche Dimension S der Beschichtungspaste 2 9, welche die Strömungsebene hinunterströmt. Zum Beispiel ein Band, dessen Größe gleich B ist, kann von der die Ablaufgleitbahn 35 hinuntergleitenden Beschichtung abgetrennt werden. In dem Fall, dass dieses Trimmen für jede Beschichtungsmaterialschicht separat durchgeführt wird, kann das Beschichtungsmittel zurück zu dem Maschinenzyklus geleitet werden. Mittels der Vorrichtung kann aus diesem Grund sowohl die Breite als auch die Querrichtungs-CD-Position des Beschichtungsvorhangs eingestellt werden. Es ist gleichzeitig möglich, das Zufuhrprofil des Balkens in der Querrichtung beizubehalten, und zwar unabhängig von der Aufbringbreite.
[0028] Der Strom der Paste B außerhalb der Aufbringbreite kann somit zusätzlich über Leitungselemente 4 6 zurück zu dem Maschinenzyklus oder, falls notwendig, außerhalb des Maschinenzyklus geführt werden. In dem das Grundelement 50 und das Abdeckelement 41 aufweisenden Führungselement ist nämlich an jedem Düsenschlitz ein Rinnenelement (nicht dargestellt) angeordnet, welches es der Paste außerhalb dieser Aufbringbreite ermöglicht, in die Leitungselemente 4 6 in den Grundelement 50 zu strömen. Diese Lösung erlaubt es, dass die von einem einzelnen Düsenschlitz ausgegebene Paste auf die gewünschte Art und Weise behandelt wird, was zum Beispiel bedeutet, dass einige der Pastenschichten, falls gewünscht, wieder zu dem Maschinenzyklus zurück und wieder in die Zufuhrkammer, vorzugsweise zusammen mit dem Bypass 47, geführt werden können.
[0029] Zusätzlich ist es denkbar, dass im Vergleich mit anderen Beschichtungsmaterialschichten ein breiterer Düsenschlitz 30 in der Querrichtung zum Beispiel für eine einzelne Beschichtungsmaterialschicht angewendet wird, was dazu führt, dass dieses getrimmte Band B breiter geformt wird als die anderen Schichten, so dass im Vergleich mit anderen Schichten ein gleich breiter Beschichtungsmaterialfilm in dem tatsächlichen Beschichtungsvorhang erreicht wird. Die getrimmten Bänder mit unterschiedlichen Größen können zum Beispiel angewendet werden, falls mögliche Fehlerstellen in Randbereichen, die durch Störungen der Strömung verursacht wurden, durch Verwendung eines besonders großen Zurichtbands für einzelne Beschichtungsmaterialschichten eliminiert werden müssen.
[0030] Das Messverfahren und die Vorrichtung gemäß der Erfindung können vorzugsweise mit dieser breiten Einstellung der Vorhangbeschichtung kombiniert werden, wo der Teil der Beschichtung, der von dem Beschichtungsmittel in jeder Beschichtungsmittelschicht abgeschnitten worden ist, wieder zurück zu dem Zulauf geführt werden kann. Die Menge des Beschichtungsmittels pro Schicht, welche in Verbindung der Breiteneinstellung zurückgeführt wird, ist nun in einfacher Weise festzustellen, und zwar durch Messen mittels der Messvorrichtung gemäß der Erfindung, und somit können die schichtspezifischen Mengen an Beschichtung, die auf die Bahn aufgebracht werden, unabhängig davon, ob die Trimmung der Breite der Beschichtung zum Beispiel für eine einzelne oder mehrere Beschichtungsmaterialschichten aufgebracht wird oder sogar ob unterschiedliche Größen für einzelne Beschichtungsmaterialschichten getrimmt werden, zuverlässig festgestellt werden. Das wieder zugeführte Beschichtungsmittel kann auch entweder in die Bypassströmungsleitung 26 oder direkt in die Zufuhrleitung und in jedem Fall entweder vor oder nach dem Messpunkt zum Messen der Menge des Beschichtungsmittels gemäß der Erfindung zurückgeführt werden. Aufgrund dieser weiteren Ausführungsform der Erfindung ist es möglich, durch eine unfehlbare und zuverlässige Art und Weise, die Mengen 5/8

Claims (4)

  1. österreichisches Patentamt AT 11 309 U1 2010-08-15 von Beschichtungsmittel unabhängig von den oben genannten verschiedenen Laufparametern kontinuierlich zu ermitteln. Ansprüche 1. Vorrichtung zum Ermitteln der Menge von Beschichtungsmittel in auf eine Faserbahn (W) aufgebrachten Beschichtungsmittelschichten (44) in Bezug auf einzelne Beschichtungsmittelschichten beim mehrschichtigem Vorhangbeschichten, wobei die Faserbahn (W) mittels Vorhangbeschichten mit zwei oder mehreren Beschichtungsmittelschichten (44) unter Verwendung eines Gleitzufuhr-Vorhangbeschichters beschichtet wird, welcher einen Düsenbalken (1) mit wenigstens zwei Zufuhrkammern (12) und die mit denselben in Verbindung stehenden Düsenschlitze (30) zum Zuführen von wenigstens zwei Beschichtungsmittelschichten auf die durch den Düsenbalken (1) gebildete Ablaufgleitbahn (35) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass zum Messen der Menge des Beschichtungsmittelstroms in jeder Beschichtungsmittelschicht Messeinrichtungen (28) in der Zufuhrleitung (22) der jeweiligen Beschichtungsmittelschichte vor dem Zuführen des Beschichtungsmittels in die Zufuhrkammer (12) der Beschichtungsmittelschicht angeordnet sind, und dass die Menge des Beschichtungsmittels in der jeweiligen Beschichtungsmittelschicht auf der Faserbahn auf der Basis der Menge des Stroms ermittelt wird, welcher gemessen wird durch gleichzeitiges Berücksichtigen von wenigstens der Geschwindigkeit (V) der Faserbahn (W) und der Breite der auf die Faserbahn (W) aufgebrachten Beschichtung (14).
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil des Beschichtungsmittels in jeder Beschichtungsmittelschicht als Bypass von der Zufuhrkammer (12) zurück zu der Zufuhrleitung zurückgeführt wird, und dass die Messung der Menge des Beschichtungsmittels vor der Bypass-Rückführleitung (26) oder nach derselben durchgeführt wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass auch die Menge des Bypass für jede Beschichtungsmittelschicht gemessen wird.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine seitlich verschiebliche Einsteilvorrichtung (40) aufweist, welche auf wenigstens einer der Randbereiche der Ablaufgleitbahn angeordnet ist, wobei die Vorrichtung ein Rakelteil (42) aufweist, welches die seitliche Abmessung (S) der Beschichtungspaste (29) in jeder Beschichtungsmittelschicht beschränkt, welche aus dem Düsenschlitz (30) ausströmt, und ein Rückflusssteuerungselement (41,50) aufweist, welches dafür vorgesehen ist, den Strom der Beschichtungspaste von jeder Beschichtungsmittelschicht, welche von dem Teil des Düsenschlitzes kommt, welcher sich über die Aufbringbreite erstreckt, welche durch das Rakelteil (42) beschränkt ist, zurück zu dem Maschinenzyklus entweder in die Bypass-Strömungsleitung (26) oder direkt in die Zufuhrleitung (22) zu leiten. Hierzu 2 Blatt Zeichnungen 6/8
AT0901007U 2006-10-03 2007-10-02 Vorrichtung zum ermitteln der menge an beschichtungsmittel in einzelnen beschichtungsmittelschichten beim mehrschichtigen vorhangbeschichten AT11309U1 (de)

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