AT113317B - Verfahren zur Aufarbeitung des bei der elektrolytischen Gewinnung von Zinn aus zinnhaltigen Bleilegierungen zurückbleibenden Anodenschlammes. - Google Patents

Verfahren zur Aufarbeitung des bei der elektrolytischen Gewinnung von Zinn aus zinnhaltigen Bleilegierungen zurückbleibenden Anodenschlammes.

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AT113317B
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Theodor Dr Kittl
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Jacob Neurath Fa
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  Verfahren zur Aufarbeitung des bei der elektrolytischen Gewinnung von Zinn aus zinnhaltigen Bleilegierungen   zurückbleibenden   Anodenschlammes. 



   Bleilegierungen, die nach dem Verfahren gemäss Stammpatent Nr. 102289, das ein Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von Zinn aus zinnhaltigen Bleilegierungen zum Gegenstande hat, verarbeitet werden, enthalten im allgemeinen ausser Zinn und Blei in mehr oder minder reichem Masse noch andere Komponenten, teils als Verunreinigungen, teils als beabsichtigte Zusätze, so insbesondere Antimon und Kupfer, die in technischen Blei-Zinn-Legierungen fast niemals fehlen. Diese Verunreinigungen, denen sich Reste von Zinn und Blei zugesellen-letzteres untermengt mit Bleisulfat, sofern im Sinne des Patentes Nr. 102289 ein   S04, -Zusatz   erfolgt ist-, sammeln sich bei der Elektrolyse als Anodenschlamm an ; die Aufarbeitung dieses Anodenschlammes ist Gegenstand vorliegender Erfindung. 



   Insbesondere infolge des Gehaltes an Kupfer-Zinn-Antimon-Kristallen, die einer Aufschliessung mit den gebräuchlichen Reagentien bekanntlich nur äusserst schwer zugänglich sind, sind die erhaltenen Anodenreste auf bekannte Art nicht aufarbeitbar. Es wurde nun überraschenderweise gefunden, dass eine Aufschliessung dieser Schlämme nur dann möglich ist, wenn innerhalb der Behandlung mit konzentrierter heisser Salzsäure bzw. salzsaurer Chloridlösung eine Periode eingeschaltet wird, in der die noch vorhandenen Schlammreste zu verwittern vermögen.

   Zu diesem Behufe werden die Schlämme, nachdem sie eine Zeitlang der Einwirkung heisser konzentrierter Salzsäure, die einen Teil des Zinns löst, ausgesetzt waren, der Säure entzogen und, in Haufen geschichtet, den Einflüssen der Atmosphäre überlassen ; hiedurch erst werden sie der beabsichtigten vollen Einwirkung der Salzsäure zugänglich. Dieser Verwitterungsprozess dauert monatelang ; er geht in der kalten Jahreszeit langsamer vor sich als in der warmen ; insbesondere im Winter wird er zweckmässig dadurch unterstützt, dass man den Luftzutritt zu dem Inneren der Haufen durch Schaffung geeigneter Löcher und Kanäle möglichst erleichtert.

   Erst nach Beendigung dieses   Verwitterungsprozesses wird   die unterbrochene   Aufschliessung durch Säure   wiederaufgenommen ; nun erst ist der Schlamm-bis auf zurückbleibendes   Bleichlorid-glatt   und schnell   aufsehliessbar   geworden. Nach Abtrennung des   sshlorbleis   wird die salzsaure Lösung mit Eisen zementiert, wobei Kupfer und Antimon gefällt werden und Zinn zu Stannosalz reduziert wird. Das Fällungsprodukt wird auf Halden noch ein zweites Mal verwittern gelassen, wobei basisches Kupferkarbonat entsteht, das durch Schwefelsäure ausgelaugt und so von Antimon geschieden wird. Aus der salzsauren   Zinnchlorürlösung   wird Zinn herauselektrolysiert.

   Das abgetrennte Bleichlorid wird in Eisenkesseln in Gegenwart von Zink eingeschmolzen, wobei neben Blei Zinkchlorid entsteht, das ausgelaugt und seiner bekannten Verwendung zugeführt wird. 



   Die oben geschilderte   Aufschliessung   mittels Säure wird in ihren beiden Perioden wesentlich unterstützt, wenn sie mit einer Art Vermahlung des Schlammes Hand in Hand geht ; zu diesem Zwecke erfolgt sie in säurefest ausgekleideten Trommeln, die eine Kombination von Nassmühlen und Lösegefässen darstellen und während des   Aufsehliessungsprozesses   rotieren ; um bei der Rotation der gewaltigen trägen Masse Stösse zu vermeiden, werden sowohl die Schienen, auf denen die Rotation erfolgt, als auch der eiserne Trommelmantel nahtlos   geschweisst.   



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Aufarbeitung des bei der elektrolytischen Gewinnung von Zinn aus   zinnhaltigen   Bleilegierungen nach Stammpatent Nr. 102289   zurückbleibenden     Anodenschlammes,   dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb der Behandlung mit Salzsäure bzw. salzsaurer Chloridlösung eine Periode der Verwitterung der noch vorhandenen Schlammreste eingeschaltet wird. 

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Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der aus der erhaltenen Lösung gewonnene Zementationsniederschlag einer neuerlichen Verwitterung ausgesetzt wird, worauf das Verwitterungsprodukt mit Schwefelsäure gelaugt wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT113317D 1924-09-19 1927-07-12 Verfahren zur Aufarbeitung des bei der elektrolytischen Gewinnung von Zinn aus zinnhaltigen Bleilegierungen zurückbleibenden Anodenschlammes. AT113317B (de)

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