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Vorrichtung zur Verstärkung der Lautwirkung von mit Resonanzboden versehenen
Musikinstrumenten mittels als Tonverst rker dienenden Mikrophons.
Es ist bereits bekannt geworden, Saiteninstrumente mit einem als Tonverstärker dienenden Mikrophon in der Weise zu versehen, dass geeignete Vorrichtungen, lautsprechende Telephone od. dgl., den Saiten gegenüber angeordnet werden, welche die vom Mikrophon ausgesandten Wellen wieder auf die Saiten richten. Ferner sind Saiteninstrumente nicht mehr neu, in deren Innerem ein Mikrophon untergebracht ist, dessen schwingender Stromkreis, nach Verstärkung mittels Kathodenröhren od. dgl., ein lautsprechendes Telephon betätigt, zum Zweck, die Lautwirkung des Saiteninstrumentes zu verstärken.
Allen diesen bekannten Vorrichtungen haftet der Übelstand an, dass infolge der unmittelbaren Verbindung des Resonanzbodens mit dem aufnehmenden Mikrophon alle Nebengeräusche in verstärktem Masse wiedergegeben werden, was den Effekt der Tonverstärkung grundsätzlich vermindert. Auch ist die Gegenüberstellung des lautsprechenden Telephons dem Saiteninstrument gegenüber im ersten Falle für die Lautwirkung insofern schädlich, als die Übertragung der Tonschwingungen durch den Luftzwischenraum auf den Resonanzboden nur eine beschränkte sein kann. Daher ist die erzielte Wirkung der bekannten Vorrichtungen durchaus ungenügend.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Vorrichtung zur Verstärkung der Lautwirkung von mit Resonanzboden versehenen Musikinstrumenten, wie Violine, Zither od. dgl., der bekannten Art, bei denen zur Tonverstärkung Mikrophone angewandt werden, bei der jedoch die vorhin beschriebenen Unzuträglichkeiten vermieden werden. Das Neue der Erfindung beruht darin, dass das aufzunehmende Mikrophon mit dem Resonanzboden durchaus nicht mechanisch verbunden, also nicht gekuppelt ist, sondern von demselben durch eine Luftschicht getrennt ist und der Empfänger, z. B. ein lautsprechendes Telephon, seine Schwingungen auf den Resonanzboden unmittelbar mechanisch oder mittelbar mag-
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versetzt wird.
Zur Übertragung der Schwingungen der Empfangsvorriehtung auf den Resonanzboden kann
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anderseits den Resonanzboden berührt. Es kann jedoch erfindungsgemäss zwischen der Empfängermembran und dem Resonanzboden eine mechanische lose Kopplung, z. B. mittels einer Feder, vorhanden sein. Geschieht die Übertragung der Schwingungen des Empfängers auf den Resonanzboden auf magnetischem Wege, so wird der letztere zweckmässig ganz oder teilweise unmittelbar als Membran in der Weise ausgebildet, dass er z. B. galvanisch mit einer ELsenschicht bedeckt wird, worauf dann der Elektromagnet des Empfängers den Resonanzboden unmittelbar in Schwingungen versetzen kann.
In der Zeichnung ist die neue Vorrichtung an Hand von zwei Ausfiihrungsbeispielen dargestellt worden. Fig. 1 stellt die Vorrichtung in einer bestimmten Ausführung schematisch dar ; Fig. 2 ist ein Schnitt durch einen Teil eines mit dem Empfänger gemäss einer andern Ausführungsform versehenen Musikinstrumentes.
In der Nähe des Resonanzbodens j ! (Fig. l) eines beliebigen Saiteninstrumentes, z. B. eines Klaviers, ist eine zur Umwandlung akustischer Schwingungen in elektrische Schwingungen geeignete Vorrichtung 2, :. B. ein Mikrophon, angeordnet, dessen Stromkreis 3 entweder unmittelbar mit einem Empfängerapparat 6 z. B. einem lautspreehenden Telephon) verbunden ist oder aber, wie in Fig. 1 dargestellt, nach dem
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Stromverstärker 4 (z. B. Kathodenlampenverstärker) geleitet wird, von wo ein besonderer Stromkreis 5 die schon verstärkten elektrischen Schwingungen nach dem Empfänger 6 leitet. Der Empfänger 6 ist an einem geeigneten Gestell 9 fest angeordnet, in welchem die Drehachse 8 eines einarmigen Hebels 7 schwingbar gelagert ist. Das eine Ende 11 des Hebelarmes 7 berührt z.
B. die Membran des Empfängers 6, während das zweite Ende 10 den Resonanzboden 1 in einem richtig ermittelten Schwingungspunkte berührt.
Wird durch Anschlagen einer Saite des Instrumentes ein leiser Ton erzeugt und hiedurch der Resonanzboden in schwache Anfangsschwingungen versetzt, überträgt sich der Ton auf das Mikrophon 2, wird hier in elektrische Schwingungen verwandelt, welche nach erfolgter Verstärkung im Verstärker 4 einen lauten Ton im Telephon 6 erzeugen. Die starken Membransehwingungen des Empfängers 6 rufen Schwingungen des Hebels 7 und dieser weitere Schwingungen der Membran 1 (des Resonanzbodens) des Instrumentes hervor. Hiedurch wird der ursprünglich leise Ton des Instrumentes in einem Masse ver- stärkt, welches nur von der Stärke des im Verstärker erzeugten sekundären schwingenden Stromes abhängt.
Der Resonanzboden 1 fängt also an, verstärkt zu schwingen, wodurch wiederum eine Rück- wirkung auf die betreffende Instrumentsaite zustande kommt. Es wird also eine lang andauernde verstärkte Tonwirkung von grosser Reinheit und Schönheit erzielt.
In Fällen, in denen eine starre Verbindung des Empfangsapparates mit dem Resonanzboden des Musikinstrumentes ungeeignet erscheint, kann z. B. eine lose Kopplung zwischen Membran des Empfängers und dem Resonanzboden angeordnet werden. Diesen Fall stellt die Fig. 2 dar, welche den Hinter-
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eines lautsprechenden Telephons mit Wickelung 18 und Membran 19 angebracht ist. Im vorliegenden Falle ist die Membran 19 mit dem Resonanzboden 13 durch eine Feder 20 lose gekoppelt. Die starken Schwingungen der Membran 19, welche durch den schwingenden Stromkreis in 21 erzeugt werden, setzen sich durch die Feder 20 auf den Resonanzboden 13 der Violine elastisch fort, hiedurch den Resonanzboden nach und nach in starkes Mitschwingen versetzend.
Bei einer andern Ausführungsform kann ein Teil des Resonanzbodens selbst unmittelbar in eine schwingende Membran des Empfangs apparates dadurch verwandelt werden, dass an der betreffenden
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der Wirkung des Elektromagneten ausgesetzt wird.