<Desc/Clms Page number 1>
Einrichtung zum Anzeigen von Stromstössen, z. B. Wanderwellen.
Elektromagnetische Relais sind gegen Wanderwellen und andere Stromstösse ähnlich kurzer Dauer zu träge, um anzusprechen. Die Erfindung lässt daher solche Stromstösse, um sie anzuzeigen, nicht
EMI1.1
wird, dass er die Anzeigevorrichtung beherrscht.
Die Zeichnung stellt einige Beispiele der Erfindung schematisch dar. Fig. 1 zeigt ein Beispiel, dessen Elektronenröhre an zwei Stellen mit dem zu beobachtende Leiter verbunden ist. Die Fig. 2-4 veranschaulichen je ein Beispiel, dessen Elektronenröhre nur eine Anschlussstelle an die zu beobachtende Leitung hat. Andere Beispiele sind in der Beschreibung angedeutet.
Nach Fig 1 ist das Gitter 1 der Elektronenröhre : 2 durch eine Kapazität. 3 mit dem auf das Auf- treten von Wanderwellen od. dgl. hin zu beobachtende Leiter 4 verbunden und durch einen regelbaren Kondensator 5 an die Erde 6 angeschlossen. Dem Kondensator 5 ist ein regelbarer Widerstand 7 parallel oder, wie die Zeichnung zeigt, in Reihe zugeordnet. Die Glühkathode 8 liegt über eine Kapazität 9 gleich- falls an dem Leiter 4 und ist zugleich mit der Kapazität C verbunden, die der Einrichtung gegen Erde eigen ist. In dem Anodenkreise ist ein Relais 11 angeordnet.
Zwischen die Heizbatterie 10 der Kathode 8 und das Gitter 1 ist ein Widerstand 12 und parallel zu ihm ein Kondensator 1. 3 geschaltet.
Wenn der Leiter 4 Wechselstrom führt, werden die Ströme, welche durch die Kapazitäten 3, 9 von ihm abgezweigt werden, durch Einstellen des Kondensators 5 sowie des Widerstandes 7 so abge- glichen, dass kein Aufladen des Gitters 1 erfolgt. Wanderwellen oder ähnliche Stromstösse aber, die sich längs des Leiters 4 fortpflanzen, bewirken, dass zwischen den Kapazitäten 3,9 ein Spannungsunterschied entsteht. Dieser gleicht sich über die Erde 6 aus.
Sobald das Gitter 1 dabei positiv wird, strömen von der Kathode 8 Elektronen nach dem Gitter, an dem sie sich aufspeiehern. Diese Elektronen können, nachdem der beim Ausgleichen jenes Spannungsunterschiedes stattfindende Stromstoss erfolgt ist, nicht unmittelbar zur Kathode zurückkehren, sondern die Ladung, die sie bilden, muss sich langsam über die nicht vollkommen isolierende Glaswand sowie über den Widerstand-M ausgleichen. Der Anodenstrom der Röhre 2 sinkt infolgedessen, so dass das Relais 11 anspricht, um eine Lampe, eine Klingel oder irgend- ein anderes Warnmittel oder eine zum Aufzeichnen dienende Vorrichtung einzuschalten.
Diese Vorrichtung kann unmittelbar statt des Relais in dem Anodenkreis liegen.
EMI1.2
Kapazität 5 an dem zu beobachtende Leiter 4 und über einen Widerstand 15 an der Erde 6. Der Widerstand 15 kann z. B. ein rein Ohmscher Widerstand, eine Selbstinduktion, eine Kapazität oder eine beliebige Vereinigung solcher Mittel sein. In dem Anodenkreise befindet sich ein Relais 11. 8 bezeichnet die Glühkathode.
Wenn eine Wanderwelle od. dgl. den Leiter 4 durcheilt, entsteht über den Widerstand 15 ein Spannungsabfall, der über den Kondensator 14 auf das Gitter 1 wirkt. Sobald das Gitter durch diesen Stromstoss positiv wird, so strömen von der Kathode 8 Elektronen nach dem Gitter, an dem sie sich aufspeichern. Diese Elektronen können, nachdem der Stromstoss erfolgt ist, nicht zur Kathode zurück- kehren, sondern die Ladung, die sie bilden, muss sich wie bei der durch Fig. 1 veranschaulichten Einrichtung langsam über die nicht vollkommen isolierende Glaswand oder über einen vom Gitter zur Kathode geschalteten hochohmigen Widerstand ausgleichen.
Der Anodenstrom der Röhre 2 sinkt infolgedessen,
<Desc/Clms Page number 2>
so dass das Relais 11 anspricht, um eine Lampe, eine Klingel oder irgendein anderes Warnmittel oder eine zum Aufzeichnen dienende Vorrichtung zu betätigen. Diese Vorrichtung kann unmittelbar statt des Relais 11 in dem Anodenkreise liegen.
Statt der Kapazität oder des Kopplungskondensators. 3 kann eine Funkenstrecke angeordnet werden.
Die Kapazität 3 kann ferner durch den bekannten Glimmschutz gebildet werden und diese Einrichtung dann anzeigen, wann der Glimmschutz in Tätigkeit getreten ist. Der Widerstand 15 ist hiezu vorzugsweise als rein Ohmscher, nur wenige Ohm betragender Widerstand zu wählen
Nach Fig. 3 ist der Leiter 4 durch eine Petersenspule 16 mit der Erde 6 verbunden. Die Erd- leitung der Spule 16 ist von einer Ringspule 17 umschlossen. Deren Enden sind je über einen Kondensator 18 an das Gitter 1 je einer Elektronenröhre 2 angeschlossen. Die beiden Kathoden 8 haben einen gemeinsamen Heizstromkreis. Die Mitte der Spule 17 ist bei 19 geerdet. Diese Anordnung ist ein Beispiel dafür, wie zwei Elektronenröhren angeschaltet werden können, um das Aufzeichnen von Strömenstössen jeder Richtung zu bewirken.
Fig. 4 zeigt eine ähnliche Einrichtung wie Fig. 3. Diese Einrichtung hat aber nicht zwei Röhren 2, sondern nur eine. Die Spule 17 ist durch eine Kapazität 20 zu einem Sehwingungskreise ergänzt. Ein Stromstoss durch die Petersenspule 16 zur Erde stösst den Schwingungskreis 17, 20 an, so dass das Gitter 1 sich negativ aufladet, unabhängig davon, in welcher Richtung sich der Stromstoss über den Weg 16, 6 fortpflanzt.
Es werden also bei jedem dieser Beispiele die kurzen Stromstösse dazu geführt, einen Elektronenstrom auszulösen, der lange genug dauert, um das Betätigen einer Anzeigevorrichtung einzuleiten.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektromagnetische Schaltvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltmittel, z. B. ein Relais (11), von dem Anodenkreise einer Elektronenröhre (2) beherrscht wird, vor deren Gitter (1) Sperrmittel (z. B. 12) geschaltet sind, damit das Schaltmittel (11) durch einen das Gitter (1) treffenden Stromstoss unabhängig von dessen Dauer betätigt wird.