AT113921B - Einrichtung zum Anzeigen von Stromstößen, z. B. Wanderwellen. - Google Patents

Einrichtung zum Anzeigen von Stromstößen, z. B. Wanderwellen.

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AT113921B
AT113921B AT113921DA AT113921B AT 113921 B AT113921 B AT 113921B AT 113921D A AT113921D A AT 113921DA AT 113921 B AT113921 B AT 113921B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Einrichtung zum Anzeigen von   Stromstössen, z. B. Wanderwellen. 



   Elektromagnetische Relais sind gegen Wanderwellen und andere   Stromstösse   ähnlich kurzer Dauer zu träge, um anzusprechen. Die   Erfindung lässt   daher solche Stromstösse, um sie anzuzeigen, nicht 
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 wird, dass er die Anzeigevorrichtung beherrscht. 



   Die Zeichnung stellt einige Beispiele der Erfindung schematisch dar. Fig. 1 zeigt ein Beispiel, dessen Elektronenröhre an zwei Stellen mit dem zu beobachtende Leiter verbunden ist. Die Fig. 2-4 veranschaulichen je ein Beispiel, dessen Elektronenröhre nur eine   Anschlussstelle   an die zu beobachtende Leitung hat. Andere Beispiele sind in der Beschreibung angedeutet. 



   Nach Fig 1 ist das Gitter 1 der   Elektronenröhre : 2 durch   eine   Kapazität.   3 mit dem auf das Auf-   treten von Wanderwellen od. dgl. hin zu beobachtende Leiter 4 verbunden und durch einen regelbaren Kondensator 5 an die Erde 6 angeschlossen. Dem Kondensator 5 ist ein regelbarer Widerstand 7 parallel   oder, wie die Zeichnung zeigt, in Reihe zugeordnet. Die Glühkathode 8 liegt über eine Kapazität 9 gleich- falls an dem Leiter 4 und ist zugleich mit der Kapazität C verbunden, die der Einrichtung gegen Erde eigen ist. In dem Anodenkreise ist ein Relais 11 angeordnet. 



   Zwischen die Heizbatterie 10 der Kathode 8 und das Gitter 1 ist ein Widerstand 12 und parallel zu ihm ein Kondensator 1. 3 geschaltet. 



   Wenn der Leiter 4 Wechselstrom führt, werden die Ströme, welche durch die Kapazitäten 3, 9 von ihm abgezweigt werden, durch Einstellen des Kondensators 5 sowie des Widerstandes 7 so abge- glichen, dass kein Aufladen des Gitters 1 erfolgt. Wanderwellen oder ähnliche Stromstösse aber, die sich längs des Leiters 4 fortpflanzen, bewirken, dass zwischen den Kapazitäten 3,9 ein Spannungsunterschied entsteht. Dieser gleicht sich über die Erde 6 aus.

   Sobald das Gitter 1 dabei positiv wird, strömen von der Kathode 8 Elektronen nach dem Gitter, an dem sie sich   aufspeiehern.   Diese Elektronen können, nachdem der beim Ausgleichen jenes Spannungsunterschiedes stattfindende Stromstoss erfolgt ist, nicht unmittelbar zur Kathode   zurückkehren,   sondern die Ladung, die sie bilden, muss sich langsam über die nicht vollkommen isolierende Glaswand sowie über den   Widerstand-M ausgleichen.   Der Anodenstrom der Röhre 2 sinkt infolgedessen, so dass das Relais 11 anspricht, um eine Lampe, eine Klingel oder irgend- ein anderes Warnmittel oder eine zum Aufzeichnen dienende Vorrichtung einzuschalten.

   Diese Vorrichtung kann unmittelbar statt des Relais in dem Anodenkreis liegen. 
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   Kapazität 5 an   dem zu beobachtende Leiter 4 und über einen Widerstand 15 an der Erde 6. Der Widerstand   15   kann z. B. ein rein Ohmscher Widerstand, eine Selbstinduktion, eine Kapazität oder eine beliebige Vereinigung solcher Mittel sein. In dem Anodenkreise befindet sich ein Relais 11. 8 bezeichnet die Glühkathode. 



   Wenn eine Wanderwelle od. dgl. den Leiter 4   durcheilt,   entsteht über den Widerstand 15 ein Spannungsabfall, der über den Kondensator 14 auf das Gitter 1 wirkt. Sobald das Gitter durch diesen Stromstoss positiv wird, so strömen von der Kathode 8 Elektronen nach dem Gitter, an dem sie sich aufspeichern. Diese Elektronen können, nachdem der Stromstoss erfolgt ist, nicht zur Kathode   zurück-   kehren, sondern die Ladung, die sie bilden, muss sich wie bei der durch Fig. 1 veranschaulichten Einrichtung langsam über die nicht vollkommen isolierende Glaswand oder über einen vom Gitter zur Kathode geschalteten hochohmigen Widerstand ausgleichen.

   Der Anodenstrom der Röhre 2 sinkt infolgedessen, 

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 so dass das Relais 11 anspricht, um eine Lampe, eine Klingel oder irgendein anderes Warnmittel oder eine zum Aufzeichnen dienende Vorrichtung zu betätigen. Diese Vorrichtung kann unmittelbar statt des Relais 11 in dem Anodenkreise liegen. 



   Statt der Kapazität oder des   Kopplungskondensators. 3   kann eine Funkenstrecke angeordnet werden. 



   Die Kapazität 3 kann ferner durch den bekannten Glimmschutz gebildet werden und diese Einrichtung dann anzeigen, wann der Glimmschutz in Tätigkeit getreten ist. Der Widerstand 15 ist hiezu vorzugsweise als rein Ohmscher, nur wenige Ohm betragender Widerstand zu wählen
Nach Fig. 3 ist der Leiter 4 durch eine Petersenspule 16 mit der Erde 6 verbunden. Die Erd-   leitung der Spule 16 ist von einer Ringspule 17 umschlossen. Deren Enden sind je über einen Kondensator 18   an das Gitter 1 je einer Elektronenröhre 2 angeschlossen. Die beiden Kathoden 8 haben einen gemeinsamen Heizstromkreis. Die Mitte der Spule 17 ist bei 19 geerdet. Diese Anordnung ist ein Beispiel dafür, wie zwei Elektronenröhren angeschaltet werden können, um das Aufzeichnen von   Strömenstössen   jeder Richtung zu bewirken. 



   Fig. 4 zeigt eine ähnliche Einrichtung wie Fig. 3. Diese Einrichtung hat aber nicht zwei Röhren 2, sondern nur eine. Die Spule 17 ist durch eine Kapazität 20 zu einem Sehwingungskreise ergänzt. Ein Stromstoss durch die Petersenspule 16 zur Erde stösst den Schwingungskreis 17, 20 an, so dass das Gitter 1 sich negativ aufladet, unabhängig davon, in welcher Richtung sich der Stromstoss über den Weg 16, 6 fortpflanzt. 



   Es werden also bei jedem dieser Beispiele die kurzen Stromstösse dazu geführt, einen Elektronenstrom auszulösen, der lange genug dauert, um das Betätigen einer Anzeigevorrichtung einzuleiten. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektromagnetische Schaltvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltmittel, z. B. ein Relais   (11),   von dem Anodenkreise einer Elektronenröhre   (2)   beherrscht wird, vor deren Gitter   (1)   Sperrmittel (z. B. 12) geschaltet sind, damit das Schaltmittel   (11)   durch einen das Gitter   (1)   treffenden Stromstoss unabhängig von dessen Dauer betätigt wird.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektronenröhre (2) in einem Nebenschluss eines die Stromstösse führenden Leiters (4) liegt.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nur das Gitter (1) der Elektronenröhre (2) an den Leiter (4) angeschlossen ist.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Gitter (1) induktiv mit dem Leiter (4) gekoppelt ist.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die induktive Kopplung (17) über eine Erdleitung bewirkt ist (Fig. 3,4).
    6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Gitter (1) durch einen Schwingungskreis (17, 20) mit dem Leiter (4) verbunden ist (Fig. 4).
AT113921D 1926-09-13 1926-09-13 Einrichtung zum Anzeigen von Stromstößen, z. B. Wanderwellen. AT113921B (de)

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