<Desc/Clms Page number 1>
Polstermaterial.
Die Erfindung betrifft ein Polstermaterial, das sieh als Füllstoff für Kissen, Deckbetten, Steppdecken und ähnliche Zwecke eignet. Das Material kennzeichnet sich dadurch, dass es aus Samenfasern und Federästen besteht, die auf maschinellem Wege innig miteinander gemischt worden sind.
Unter Federästen sind sowohl einzelne Federäste als auch Gruppen von unverfitzten Federästen zu verstehen.
Das Polstermaterial kann z. B. auf folgende Weise hergestellt werden : Die Samenfasern werden, z. B. durch Saugkraft, in eine schnell rotierende Maschine eingeführt, die zwei Sätze von Armen enthält, welche abwechselnd in Reihen angebracht sind, und die sich, wenn die Maschine in Betrieb ist, mit ver- schiedenen Geschwindigkeiten bewegen, indem z. B. der eine Satz unbeweglich ist, während der andere Satz auf einer Welle angebracht ist und mit deren Geschwindigkeit rotiert. Diese zwei Sätze von Armen laufen aneinander mit einem Zwischenraum vorbei und bewirken ein Ausschlagen der Samenfasern, indem deren einzelne Fasern teilweise voneinander getrennt werden. Wenn man den Samenfasern während dieser Behandlung Federäste zusetzt, so entsteht die durch die Erfindung bezweckt intensive Ineinanderverarbeitung der verschiedenen Materialien.
Die Federäste brauchen jedoch den Samenfasern nicht zugeführt zu werden, während sich diese in der Maschine befinden, sondern sie können z. B. den ausgeschlagenen Samenfasern dadurch zugesetzt werden, dass sie in einen Luftstrom mit schwebenden Samenfasern gesaugt oder geblasen werden.
Der Erfindung liegt der von der Natur bekannte Umstand zugrunde, dass die Fahne einer Feder mit stehen und Strahlen besetzt ist, wovon z. B. bei der Schwungfeder eines Kranichs laut "Newtons Dictionary of Birds"eine Anzahl von etwa 780.000 auf der Innenfahne allein vorhanden sind und im ganzen über 1 Millionen auf einer Feder. Die Hälfte dieser Strahlen ist mit Häkchen versehen, die um den andern Halbteil der Strahlen greifen, die keine Häkchen haben, und diese festhalten.
Samenfasern allein rollen sich zusammen und bilden beim Gebrauch Klumpen, unzweifelhaft durch die verhältnismässig grosse Reibung zwischen den Fasern unter sich. Der Erfindung zufolge wird dieser Neigung zum Zusammenrollen dadurch entgegengewirkt, dass sich die mit Häkchen versehenen Federästchen an solche Fasern anhängen, diese dadurch voneinander halten und sogar bewirken, dass sich eine Luftschicht zwischen den Fasern bildet, wodurch das Material in höherem Grade ein schlechter Wärmeleiter wird, was ja auch für dessen Anwendung zu Deckbetten, Kissen, Steppdecken u. dgl. von Bedeutung ist.
Infolge der erwähnten unvorteilhaften Eigenschaften haben Samenfasern als Füllstoff bisher nur eine begrenzte Anwendung gefunden, während sie durch inniges Zusammenwirken mit Federästchen in der angegebenen Weise einen billigeren und haltbareren Füllstoff als Samenfasern allein ergeben.
Das Mischungsverhältnis zwischen Samenfasern und Federästen kann, unter Beibehaltung der angegebenen besonderen Wirkung, innerhalb geeigneter Grenzen willkürlich gewählt werden.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.