AT114217B - Verfahren zur Herstellung eines Brennstoffes für Verbrennungskraftmaschinen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Brennstoffes für Verbrennungskraftmaschinen.

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  Verfahren zur Herstellung eines Brennstoffes für Verbrennungskraftmaschinen. 



   Bekanntlich werden den aus Kohlenwasserstoffen bestehenden Brennstoffen für Verbrennungkraftmaschine Metallverbindungen, wie Teträthylblei zu dem Zweck zugesetzt, den kritischen Kompressionsdruck dieser Brennstoffe, bei dem das sogenannte Klopfen eintritt, zu erhöhen. Solche Zusätze haben jedoch die Neigung, unter den Betriebsbedingungen der Kraftmaschine Ablagerungen im Innern der Maschine zu erzeugen.

   Um die Bildung solcher sehr lästiger Ablagerungen zu verhüten,   schlägt   die britische Patentschrift Nr. 224. 102 vor, dem Brennstoff nebst der Metallverbindung organische Halogenverbindungen, u. zw. entweder aliphatisehe oder aromatische zuzusetzen, welche, indem sie in der Verbrennungskammer der Kraftmaschine mit den Metallverbindungen in Reaktion treten, unter den Betriebsbedingungen der Maschine flüchtige Metallverbindungen bilden, die somit keine Ablagerungen im Innern der Maschine hervorrufen. 
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 gegebene Reaktion nicht herbeiführen, sondern fast zur Gänze unzersetzt durch die Maschine gehen und an den kühleren Teilen der Maschine, wie Ventilstangen und Ventilen, Ablagerungen bilden, die 
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 bilden. 



   Das Wesen der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass man dem Brennstoff nebst der das Klopfen verhindernden Metallverbindung und einer aliphatischen Halogenverbindung, welche bei der Verbrennung mit der Metallverbindung reagieren eine flüchtige und somit keine Ablagerungen in der Kraftmaschine verursachende Metallverbindung liefert, noch eine aromatische Halogenverbindung zusetzt, welche, ohne mit der Metallverbindung erheblich zu reagieren, sieh an kühleren Teilen der Maschine, wie Ventilstangen und Ventilen, ablagert und für diese Teile als Schmiermittel dient. 



   Ausserdem können der Ladung noch die   gebräuchlichen   Schmiermittel zugesetzt werden. 



   Man erhält beispielsweise eine Masse oder Mischung zur Verhütung des Klopfens durch Vermengen von 40 Raumteilen Bleiteträthyl, 18 Raumteilen Dibromäthylen, 7 Raumteilen Monochlornaphthalin und 5 Raumteilen Dibrompropylen. 4   cm3   dieser Mischung werden zu   4'5 l   Petroleum oder Benzin zugesetzt ; aus dem Gemisch wird die Ladung hergestellt, die in der Kraftmaschine verbrannt wird. 



  Statt Monochlornaphthalin kann auch Chlorbenzol oder Chlortoluol verwendet werden. 



   Benzin und Petroleum, die hier übrigens nur als Beispiele von nur eine geringe Kompression zulassenden Brennstoffen angeführt werden, sind Brennstoffe, die beim Verbrennen unter verhältnismässig hoher Kompression Klopfen verursachen. Der Zusatz der oben angegebenen Mischung verringert das Klopfen und gestattet den Kompressionsdruck in den Arbeitszylindern zu erhöhen. 



   Ein Gemisch von Dibromäthylen und-propylen wird bei kaltem Wetter bevorzugt, weil der Gefrierpunkt der beiden sehr tief liegt. Man kann bei dem Brennstoff auch bloss die eine oder die andere dieser beiden Substanzen verwenden oder auch Chlorbromäthylen oder Chlorbrompropylen oder-butylen oder-amylen, Bromäthyl oder andere Bromverbindungen. Wenngleich zur Zeit den Bromverbindungen vor den Chlorverbindungen der Vorzug gegeben wird, können doch auch Dichloräthylenpropylen oder   -but.   butylen oder Trichloranilin oder andere Chlorverbindungen benutzt werden. Die verwendete Menge jedes dieser Stoffe hängt von ihrem Halogengehalt ab. Von Chlorverbindungen sind erheblich grössere Mengen zu verwenden als von Bromverbindungen. 

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   Für praktische Verwendung im grösseren Massstab ist eine Mischung zu bevorzugen, nämlich eine "einphasige" oder homogene Flüssigkeit, die in Öl löslich und bei den Betriebsbedingungen der Maschine flüchtig ist. Die Mischung nach dem vorstehend angegebenen Beispiel besitzt diese Eigenschaften. Werden Stoffe, wie Tribromphenol, benutzt, so erhält man ein Gemisch von verschiedenen Phasen, die aber alle in Benzin oder im Brennstoff loslieh sind. 



   Wenn gewünscht, können auch zur Beförderung der Vermischung dienende Stoffe, wie Benzol, verwendet werden. Der Zusatz der gebräuchlichen Schmiermittel ist zu bevorzugen. 



   Es hat sich gezeigt,   dass Monochlornaphthalin   für sich dem Klopfen etwas entgegenwirkt, doch ist diese Wirkung weitaus kleiner als die der oben angegebenen Gemische. 



   Das gewählte Öl oder sonstige gebräuchliche Schmiermittel hat vorteilhafterweise im Benzin   löslich   zu sein, so dass die zuzusetzende Menge vorher bestimmt und mit dem Benzin in den Zylinder eingeführt werden kann. 



   Die vorstehend angegebene Zusammensetzung der zuzusetzenden Mischung ist nur als Beispiel anzusehen, ohne dass die Erfindung auf sie beschränkt wäre. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung eines Brennstoffes für Verbrennungskraftmaschinen, welchem eine das Klopfen verhindernde Verbindung, wie eine Metallverbindung, z. B. Bleiteträthyl, und eine aliphatische Halogenverbindung, wie ein aliphatisches Bromid, einverleibt ist, welche bei der Verbrennung mit der Metall (Blei) verbindung   reagierend eine   flüchtige, keine Ablagerungen verursachende Halogen   (Brom)-   verbindung des Metalles (Bleies) liefert, dadurch gekennzeichnet, dass dem Brennstoff noch eine aromatische Halogenverbindung als Schmiermittel zugesetzt wird, die, ohne mit der Metall (Blei) verbindung erheblich zu reagieren, sich an kühleren Teilen der Maschine ablagernd, lediglich als Schmiermittel dient.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die aromatische Halogenverbindung Chlor-oder Brom-, Naphthalin,-Benzol, oder-Toluol ist.
AT114217D 1925-01-30 1925-01-30 Verfahren zur Herstellung eines Brennstoffes für Verbrennungskraftmaschinen. AT114217B (de)

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