AT11451U1 - Vorrichtung zum beschicken von futtermischern in fütterungsanlagen - Google Patents
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Abstract
Bei einer Vorrichtung zum Beschicken von Futtermischern (8) in Fütterungsanlagen, wird für die Zufuhr von schwierig handhabbaren Zutaten, wie pulverförmigen Futterergänzungen, z. B. Mineralstoffen, ein Gebläseförderer (3, 3a, 6) mit wenigstens einer Förderleitung (3) vorgesehen, die von den die Zutaten enthaltenden Vorratsbehältern (1, 1a, 1b), insbesondere Silos, über von gesteuerten Sperren (2) freigebbare Auslässe vorbestimmte Mengen der jeweiligen Zutat bzw. Zutaten aufnimmt und über einen Luftabscheider (4) an den Futtermischer (8) abgibt.
Description
österreichisches Patentamt AT 11 451 U1 2010-11-15
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Beschicken von Futtermischern in Fütterungsanlagen.
[0002] Die Beschickung von Futtermischern in Fütterungsanlagen für Haustiere mit den Hauptbestandteilen des jeweiligen Futters, z. B. Wasser, Silage und Kraftfutter, bereitet normalerweise wenig Schwierigkeiten, da diese Zutaten über normale Zubringer eingefüllt werden können und die Zugabemenge, z. B. durch Verwendung eines Wiegebehälters, genau vorausbestimmbar ist. Zumindest periodisch ist es aber erforderlich, dem Futter weitere Zutaten zuzufügen, die genau dosiert und möglichst gleichmäßig in der Futtermischung verteilt werden sollen. In Sonderfällen werden solche Zutaten auch nur einem Teil des im Behälter gemischten Futters zugeführt, wobei die Futtermischung erst nach Austeilung eines größeren Futteranteiles mit diesen Zutaten versehen wird, damit nur jene Tiere mit diesen Zutaten beteilt werden, für die sie erforderlich bzw. günstig sind. Pulverförmige oder staubförmige Stoffe, z. B. Mineralstoffe in entsprechender Form, müssen vorsichtig beigegeben werden, um ihre gleichmäßige Verteilung ohne Klumpenbildung zu gewährleisten. Für eine automatische Zugabe solcher Zutaten wurde bisher noch keine befriedigende Lösung gefunden.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist demnach die Schaffung einer Vorrichtung, welche die erwähnten Schwierigkeiten beseitigt.
[0004] Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass für die Zufuhr von schwierig handhabbaren Zutaten, wie pulverförmigen Futterergänzungen, z. B. Mineralstoffen, ein Gebläseförderer mit wenigstens einer Förderleitung vorgesehen ist, die von den die Zutaten enthaltenden Vorratsbehältern, insbesondere Silos, über von gesteuerten Sperren freigebbare Auslässe über die Sperren vorbestimmte Mengen der jeweiligen Zutat bzw. Zutaten aufnimmt und über einen Luftabscheider geführt an den Futtermischer abgibt.
[0005] Durch die Verwendung von Luft als Fördermittel wird gewährleistet, dass die Zutaten nicht verklumpen und mit einer Geschwindigkeit zugeführt werden können, die sicherstellt, dass beim laufendem Mischvorgang keine ungünstigen Ansammlungen dieser Zutaten im Futter auftreten. Diese Geschwindigkeit lässt sich durch entsprechende Einstellung der Förderluft und der gesteuerten Sperren genau regeln. Im Normalfall wird mit einer gemeinsamen Förderleitung für zwei oder mehrere Silos das Auslangen gefunden, wobei auch die Möglichkeit besteht, im Bedarfsfall durch entsprechende Einstellungen der Sperren Mischungen dieser Zutaten vorzubereiten und dann gemeinsam in den Luftabscheider und von da an den Futtermischer abzugeben. Bei Zutaten, die vor der Mischung nicht in Berührung kommen sollen, könnte man auch gesonderte Förderleitungsteile bis zum Luftabscheider verwenden.
[0006] Nach einer möglichen Ausführungsform ist die Förderleitung als Saugleitung ausgebildet und dem Luftabscheider eine Auslassschleuse zur Weitergabe der Zutat bzw. der Zutaten an den Futtermischer nachgeordnet. Die Auslassschleuse wird vorgesehen, um im Abgabebereich des Luftabscheiders ein unerwünschtes Ansaugen von Luft durch diesen Abgabebereich zu vermeiden. Als Beispiel für eine Auslassschleuse wird eine Kammerschleuse mit drehend antreibbarem Rotor vorgesehen, dessen Schaufeln mit konzentrischen teilzylinderförmigen Wandabschnitten kämmen, sodass sie bei Freigabe ihrer Zwischenräume gegen den Luftabscheider das zugebrachte Material aufnehmen, dann unter Eingriff mit der Zylinderwandung im abgedichteten Raum weiterführen und schließlich an den Auslass abgeben. Bei dieser Ausführung können bei belüfteten Vorratsbehältern die Zutaten auch aus den Silos abgesaugt werden.
[0007] Konstruktiv wird derzeit eine Ausführung bevorzugt, bei der ein weiterführender z. B. zur Ansaugseite des Fördergebläses führende Teil der Ansaugleitung über eine Filteranordnung an einen Sammelraum des Luftabscheiders anschließt.
[0008] Nach einer anderen ebenfalls möglichen Ausführungsform ist die Förderleitung als Druckleitung ausgeführt, wobei zur Vermeidung eines Einblasens der Druckluft in die Silos die gesteuerten Sperren dieser Vorratsbehälter als Auslassschleusen, z. B. in der beschriebenen 1/4
Claims (4)
- österreichisches Patentamt AT 11 451 U1 2010-11-15 Art und Weise, ausgeführt sind. [0009] In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel in [0010] Fig. 1 der für die vorliegende Erfindung interessante Teil einer Fütterungsanlage bei Verwendung einer Saugleitung im Schema veranschaulicht. [0011] Fig. 2 zeigt in gleicher Darstellungsweise eine Ausführungsform, bei der eine Drucklei tung verwendet wird. [0012] Bei der Ausführung nach Fig. 1 sind für schwierig handhabbare Zutaten für das Futter ein oder mehrere Vorratssilos 1, 1a, 1b vorgesehen. Diese Silos weisen Auslässe auf, die über gesteuerte Sperren 2 an eine gemeinsame, als Förderleitung dienende Saugleitung 3 anschließen, wobei der Durchlass der Saugleitung 3 auch bei geschlossener Sperre 2 freigehalten bleibt. Vorzugsweise werden die Sperren 2 über eine zentrale Steuereinheit eines Mischcomputers der Fütterungsanlage aktiviert. [0013] In weiterer Folge führt die Saugförderleitung 3 in einen Luftabscheider 4 aus dem die zugeführte Futterzutat über eine Zellradschleuse 5 abgegeben wird, deren Antrieb ebenfalls über die Steuereinheit aktiviert wird. Ein zu einem Sauggebläse 6 weiterführender Teil 3a der Saugleitung ist über einen Filter 7 zur Abscheidung des Fördergutes an den Luftabscheider 4 angeschlossen. [0014] Von der vorgesehenen Fütterungsanlage wurde lediglich ein Mischbehälter 8 mit Rührwerk 9 gezeigt, der sich über eine Wiegeeinrichtung 10 abstützt und das gemischte Futter über eine Pumpe 11 an eine Futterleitung 12 abgeben kann. Weitere Einzelheiten der Fütterungsanlage, z. B. Zubringeranschlüsse für die Hauptbestandteile des Futters und Wassers und mit der Futterleitung 12 oder Spüleinrichtung verbundene Rückleitungen wurden nicht dargestellt. [0015] In Fig. 2 wurden gleiche bzw. entsprechende Teile mit den gleichen Bezugszeichen wie in Fig. 1 versehen. Der entscheidende Unterschied zu Fig. 1 besteht darin, dass als Förderleitung eine Druckleitung 3a Verwendung findet, die von einem Gebläse 13 beaufschlagt wird und dass die Sperren 2 nach Fig. 1 durch Zellradschleusen 14 ersetzt sind. Hier muss dem Luftabscheider 4 nicht in jedem Fall eine Zellradschleuse nachgeordnet werden. Ansprüche 1. Vorrichtung zum Beschicken von Futtermischern in Fütterungsanlagen, dadurch gekennzeichnet, dass für die Zufuhr von schwierig handhabbaren Zutaten, wie pulverförmigen Futterergänzungen, z. B. Mineralstoffen, ein Gebläseförderer (3, 3a, 6; 3b, 13) mit wenigstens einer Förderleitung (3, 3b) vorgesehen ist, die von den die Zutaten enthaltenden Vorratsbehältern (1, 1a, 1b), insbesondere Silos, über von gesteuerten Sperren (2, 14) frei-gebbare Auslässe vorbestimmte Mengen der jeweiligen Zutat bzw. Zutaten aufnimmt und über einen Luftabscheider (4) an den Futtermischer (8) abgibt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderleitung (3) als Saugleitung ausgebildet und dem Luftabscheider (4) eine Auslassschleue (5) zur Weitergabe der Zutat bzw. der Zutaten an den Futtermischer (8) nachgeordnet ist.
- 3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein weiterführender z. B. zur Ansaugseite des Fördergebläses (6) führende Teil (3a) der Ansaugleitung über eine Filteranordnung (7) an einen Sammelraum des Luftabscheiders (4) anschließt.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderleitung als Druckleitung (3b) ausgebildet ist und als gesteuerte Sperren der Vorratsbehälter (1, 1a, 1b) Auslassschleusen (14) vorgesehen sind. Hierzu 2 Blatt Zeichnungen 2/4
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