<Desc/Clms Page number 1>
Beleuchtungssystem.
EMI1.1
Zwecke besteht das Bedürfnis nach Beleuchtungssystemen. welche auf wirtschaftliche Weise die Er- zielung eines weissen, dem Sonnenlicht nahekommenden Lichtes von hoher Kerzenstärke und kleiner Flächenhelligkeit gestatten.
EMI1.2
dampflampen) bedient, weil diese ein intensives und photochemisch wirksames Licht aussenden. Für sich allein können jedoch Lampen dieser Art wegen der grünlichblauen Farbe ihres Lichtes ihren Zweck nur sehr mangelhaft und in gewissen Fällen, beispielsweise für panchromatische Aufnahmen. überhaupt nicht erfüllen.
Die Erfindung geht nun von dem an sich bekannten Gedanken aus, den Metalldampflampen Lichtquellen anzugliedern, welche jene Strahlen, die dem Metalldampfspektrum im Vergleich zum Sonnenlicht fehlen, also insbesondere rote und gelbe Strahlen, liefern. Erfindungsgemäss werden Metalldampflampen und die Lampen mit an roten und gelben Strahlen reichem Spektrum derart nebeneinander angeordnet und ausgebildet, dass sie streifenförmige Lichtbündel aussenden.
Diese streifenförmigen Lichtbündel können durch Lampenanordnungern erhalten werden, welche sehr einfach und billig in der Herstellung und in der Montage sind, eine gute Ranmausnutzung bei grosser Lichtkonzentration ermöglichen und insbesondere auch in ausserordentlich vollkommener Weise die richtige Mischung der versehiedenfarbigen Lichtstreifen zu einem gleichmässigen, dem Sonnenlicht nahekommenden weissen Licht gestatten.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt, u. zw. zeigen die
EMI1.3
Zündung mittels Hochspannungsstoss dienen.
Abwechselnd mit den Quecksilberlampen 7 und 2 sind zwei Metallfadenlampen 3 und 4 angeordnet,
EMI1.4
sind. Die MetalJfadenlamprn 3, 4 besitzen die Form langgestreckter Röhren, welche im räumlichen Sinne parallel zu den Quecksilberröhren liegen. In elektrischer Hinsicht sind die Metallfadeulampen 3, 4 in Serie mit den Quecksilberlampen 1, 2 geschaltet. Sie ersetzen auf diese Weise die sonst für die Queeksilberlampen nötigen Vorsehaltwiderstände entweder zur Gänze oder zumindest zu einem grossen Teil. so dass die sonst in den Vorschaltwiderständen verlorengehende Energie in Form von Licht nutzbar gemacht ist.
Die Quecksilberlampen und die Metallfadenlampen sollen zueinander parallele streifenförmige Strahlenbündel von vorzugsweise annähernd gleicher Länge aussenden. Im allgemeinen werden die Quecksilberlampen grössere Rohrlänge haben müssen, als sie die Metallfadenlampen auch bei der dargestellten langgestreckten Röhrenform besitzen. Damit bei der vorliegenden Anordnung die Queck-
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
U-förmig abgebogenes Rohr verwendet werden, in welch letzerem Falle für eine gegebene Länge der Quecksilberröhre ihre Bauhöhe auf die Hälfte dieser Länge verkürzt ist.
Anstatt die Metallfadenlampen nur seitlich von den Quecksilberlampen anzubringen, könnten solche Metallfadenlampen auch zwischen den Schenkeln der abgebogenen Quecksilberröhren ange- ordnet sein.
Jede der langgestreckten rohrförmigen Metallfadenlampen erzeugt einen einheitlichen Lichtstreifen von im Wesen derselben Länge wie die benachbarte Quecksilberlampe. Dieser einheitliche Lichtstreifen könnte gegebenenfalls auch durch eine Reihe von Lichtpunkten ersetzt sein, indem statt einer langgestreckten Röhre eine Reihe von in üblicher Weise, z. B. kugelförmig, ausgeführter Metallfadenlampen verwendet werden. Im allgemeinen wird jedoch den langen rohrförmigen Lampen der Vorzug zu geben sein.
Die in Verbindung mit den Queeksilberlampen zu verwendenden Glühlampen werden in der Regel so bemessen, dass sie je nach dem zu erzielenden Liehteffekt 25-75% der Netzspannung verbrauchen, während der Rest (abgesehen von den Verlusten) auf die Quecksilberlampen entfällt.
Gemäss Fig. 2 sind geradlinige Quecksilberlampen 25,26, 27 und 28 vorgesehen, von denen je zwei in Serie geschaltet sind. Um bei der hier gegenüber der Anordnung nach Fig. 1 vorhandenen grösseren Bauhöhe der Quecksilberlampen durch getallfadenlampen Lichtstreifen von der gleichen Länge zu erhalten, wie sie die Queeksilberlampen aussenden, sind zwischen je zwei Queeksilberlampen 25 und 26 bzw. 27 und 28 je zwei Metallfadenlampen 29 und 30 bzw. 31 und 32 angebracht, welche gleichachsig zueinander angeordnet sind, so dass jedes der erwähnten Metallfadenlampenpaare 29 und 80 bzw.. 31 und. 32 Lichtstreifen von derselben Länge liefert, wie die benachbarten Quecksilberlampen.
Die beiden Glühlampen jedes Paares sind untereinander parallel und zu den Quecksilberlampen in Serie geschaltet.
33, 34, 35 und 36 bedeuten die Kathoden, 37, 38, 39 und 40 die Anoden und 41, 42, 48 und 44 die Staniolbeläge der Queeksilberröhren. 45, 46, 47 und 48 sind die üblichen Induktanzen und 49 und. 50 kleine Vorsehaltwiderstände zur Ausgleichung kleiner Differenzen der Netzspannung. 51 und 52 sind
EMI2.2
sind mit 55,56, 57 und 58 bezeichnet.
Es ist klar, dass an Stelle der hier der Einfachheit halber gewählten Gleichstromqueeksilberlampen sinngemäss auch Wechselstromlampen verwendet werden können. Da sich solche Weehselstromlampen, abgesehen von ihrem elektrischen Zubehör, nur durch die Ausbildung ihrer Elektroden von Gleichstromlampen unterscheiden, so kann auf eine nähere Beschreibung einer solchen Wechselstromanordnuna : verzichtet werden.
Statt wie bisher beschrieben, zur Kompensation des grünlichblauen Lichtes der Quecksilberlampen Metallfadenlampen zu verwenden, können in gewissen Fällen auch Edelgasröhren, z. B. Neon-, Heliumoder Argonröhren Verwendung finden, welche gleichfalls Liehtquellen mit an roten und gelben Strahlen reichem Spektrum darstellen. Da die Stromstärke dieser Edelgasröhren bedeutend kleiner als die der
Quecksilberlampen ist, werden solche Leuchtröhren in der Regel nicht in Serie sondern parallel zu den
Quecksilberlampen geschaltet.
Das beschriebene Beleuchtungssystem kann in Bele. uehtungsvorrichtungen verschiedenster Art Verwendung finden. So ist in den Fig. 3 und 4 eine mit dem erfindungsgemässen Beleuchtungssystem ausgestattete Bühnenlaterne für Horizontalbeleuchtung dargestellt. Die Quecksilberlampen 25 usw. und die Metallfadenlampen 29 und. 30 usw. sind mit Klammern 59,60 bzw. Fassungen 61, 62 an einem Reflektor 63 befestigt. Dieser Reflektor bildet den hinteren Abschluss eines Blechgehäuse 64, welches einen Oberteil 65 und einen Unterteil 66 aufweist. Die ganze Laterne ist z. B. mittels Schellen 67, 68 auf rohrförmigen Trägern montiert. Vor dem Lampensystem ist eine Verteilungsseheibe 69 angebracht, welche in einem Rahmen 70, 71 festgehalten ist.
Diese Verteilungsscheibe ist so ausgebildet, dass durch sie die von den Lampen verschiedenen Spektrums ausgehenden parallelen Lichtstreifen ausgebreitet werden, so dass sie einander in weitem Masse übergreifen, wodurch eine vollkommene Mischung der verschiedenfarbigen Lichtstreifen zu einem dem Tageslicht nahekommenden weissen Licht erzielt wird. Beispielsweise kann die Verteilungsscheibe 69 zu dem angegebenen Zwecke in der Längsrichtung, die Lichtstreifen prismatisch gerieft sein.
Zur Ausbreitung der Lichtstreifen kann auch der Reflektor 63 herangezogen werden, indem dessen reflektierende Fläche geeignet gewellt oder gerieft ausgeführt wird. Selbstverständlich können der Reflektor 68 und die aus Glas oder sonstigem durchsichtigem Material bestehende Verteilungsseheibe 69 auch gleichzeitig zur zweckmässigen Mischung der verschiedenfarbigen Lichtstreifen herangezogen werden.
Zur Darstellung von farbigem Licht können der die Mischung der verschiedenfarbigen Liehtstreifen besorgenden Verteilungsscheibe 69 Farbfilter 72 und 7. 3 vorgeschaltet werden, welche zweckmässig in
<Desc/Clms Page number 3>
bekannter Weise, beispielsweise dureli Seilzüge 7-,'7- 5 auf-und abwärtsgezogen werden können. Die Farbfilter können unmittelbar jene Farben besitzen, welche das von der Beleuchtungsvorrichtung ausgesandte Licht haben soll, u. zw. deshalb, weil durch die oben beschriebene Mischung der verschiedenfarbigen Lichtstreifen ein rein weisses Licht erzeugt wird, das demnach zur Überführung in bestimmte Farbtöne nicht erst der Verwendung von komplementärfarbigen Filtern bedarf.
Statt in der dargestellten Bühnenlaterne fix kann das erfindungsgemässe Beleuchtungssystem auch in einer Tragvorrichtung montiert sein, welche eine Einstellung der Lampen nach allen Richtungen, also nach oben und unten, nach der Seite und auch hinsichtlich des Neigungswinkels gestattet. Mit Vorteil könnte beispielsweise eine Beleuehtungsvorrichtung verwendet werden, wie sie in den Patenten Nr. 72804 und 84252 des Erfinders beschrieben ist.
Wie ersichtlich, kann man durch das Beleuchtungssystem gemäss der Erfindung sowohl rein weisses Lieht als auch Licht von jeder beliebigen Farbennuance auf sehr einfache und wirtschaftliche Weise erzielen, wobei das mit verhältnismässig sehr geringem Wattverbrauch erzeugte Licht grosse Kerzenstärke bei kleiner Flächenhe11igkeit besitzt. Das Beleuchtungssystem ist daher für die Ausleuchtung grosser Räume sowie für die Aufnahme grosser Szenen in Filmateliers auf panchromatischen Filmen in hervorragender Weise geeignet.
Wie vorher beschrieben wurde, werden die neben den Metalldampflampen verwendeten Metallfadenlampen oder Edelgasröhren in der Regel Liehtstreifen auszusenden haben, welche die gleiche Länge wie die Lichtstreifen der Metallfadenlampen besitzen. In manchem Falle kann es jedoch erwünscht sein, die Lampen verschiedenen Spektrums ungleich lang auszubilden, beispielsweise dann, wenn das
EMI3.1
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Beleuchtungssystem bestehend aus Metalldampflampen und Lampen mit an roten und gelben Strahlen reichem Spektrum, dadurch gekennzeichnet, dass die Lampen verschiedenen Spektrums derart nebeneinander angeordnet und ausgebildet sind, dass sie streifenförmige Lichtbündel aussenden.