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Die Erfindung betrifft ein Scharnierband zur gelenkigen Befestigung einer Türe o. dgl. an einem Korpus, wobei das Scharnierband ausschliesslich Bauteilen besteht, die aus Holz hergestellt sind. Die vorliegende Erfindung ist insbesonders für Verwendung für Türen von Möbeln gedacht, sie ist jedoch ebenso alle anderen Einsatzzwecke verwendbar, bei denen die in der Folge beschriebene Problematik auftritt.
Beim Bau von Möbeln aus natürlichen Werkstoffen, besteht das Bedürfnis, die Verwendung von Bauteilen aus Metall zu vermeiden. Bei der Ausbildung von Scharnierbändern, die ausschliesslich aus Holz gefertigt sind, müssen aufgrund der Eigenheiten des Werkstoffs andere Wege beschritten werden, als dies bei herkömmlichen Bauteilen der Fall ist.
Es sind Lösungen bekannt, bei denen Bauteile aus Holz eingesetzt werden, die jedoch teilweise miteinander verschraubt oder unter Umständen verleimt werden müssen. Ausserdem ist bei manchen bekannten Lösungen die Funktion oder die Belastbarkeit eingeschränkt.
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und ein Scharnierband zu schaffen, das ausschliesslich aus Holz hergestellt ist und das voll funktionsfähig und zugleich belastbar und langlebig ist. Insbesonders soll ein grosser Öffnungswinkel für die mit diesem Scharnierband befestigten Türen problemlos erreichbar sein, vorzugsweise 1800. Für den Fall, dass mehrere Kästchen nebeneinander angeordnet sind, soll die gegenseitige Beeinträchtigung durch das Öffnen der Türen möglichst gering sein.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass das Scharnierband aus folgenden Bauteilen besteht : aus einem Topfteil, der fest mit der Innenwand des Korpus verbunden ist und der eine Führung aufweist, die parallel zur Ebene des Korpus und rechtwinkelig zur Drehachse ausgerichtet ist ; einem Bandmittelteil, der in die Führung des Topfteils eingeschoben ist und der an einem Ende eine Bohrung zur Aufnahme einer Achse aufweist ; einem Fixierstift zur zusätzlichen Befestigung des Bandmittelteils an dem Korpus ; einer Achse zur Herstellung der gelenkigen Verbindung ; und aus Bandaussenteilen, die fest mit
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der Türe verbunden sind und die eine Bohrung zur Aufnahme der Achse aufweisen.
Auf diese Weise kann das Scharnierband ohne die Verwendung von Schrauben oder anderen Metallteilen hergestellt werden. Es ist sogar möglich, ohne die Verwendung von Leim auszukommen, wenngleich es auch möglich ist, Leim teilweise zu verwenden. Es ist ohne weiteres möglich, eine mit dem erfindungsgemässen Scharnier angelenkte Tür um 1800 zu öffnen, solange dem keine sonstigen Hindernisse entgegenstehen. Dies wird insbesonders dann erreicht, wenn die Bandaussenteile an der Stirnseite der Türe befestigt sind und wenn die Achse vollständig vor der Ebene angeordnet ist, die die Vorderseite der Türe bildet.
Ein besonderer Aspekt der Erfindung ergibt sich dadurch, dass der Aufbau der Scharnierbänder auch bei geschlossener Türe von aussen sichtbar ist. Dies stellt ein Designelement dar, das dem Möbelstück eine besondere Note verleiht und für einen vollständig aus Naturprodukten hergestellten Gegenstand passend ist.
Eine besonders platzsparende und stabile Bauweise kann man dadurch erzielen, dass der Fixierstift durch eine Bohrung des Bandmittelteils hindurchtritt, die zwischen der Bohrung für die Achse und dem Topfteil angeordnet ist. Dabei ist es günstig, wenn in der Stirnseite der Tür eine Ausnehmung angeordnet ist, die für die Aufnahme des Kopfes des Fixierteils im geschlossenen Zustand vorgesehen ist.
Die Verwendung von Leim kann vermieden werden, wenn der Topfteil mit einer Schnappverbindung am Korpus befestigt ist.
In der Folge wird die Erfindung durch das in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel näher erläutert. Die Figuren zeigen :
Fig. 1 eine Ansicht eines erfindungsgemässen Scharnierbandes auf die Stirnseite der Türe wobei der Korpus weggelassen ist ;
Fig. 2 einen Schnitt durch Korpus, Topfteil und Bandmittelteil, im wesentlichen nach Linie II - II von Fig. 1 ;
Fig. 3 einen Schnitt nach Linie III-III von Fig. 1 bei geöffneter Türe ;
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Fig. 4 ¯und Fig. 5 axonometrische Ansichten des erfindungsgemässen Scharnierbandes, wobei der Korpus jeweils weggelassen ist.
Das erfindungsgemässe Scharnierband besteht aus einem Bandmittelteil 1, an dem über eine Achse 2 zwei Bandaussenteile 3 gelenkig befestigt sind. Die Achse 2 ist durch entsprechende Bohrungen la und 3a im Bandmittelteil 1 bzw. in den Bandaussenteilen 3 geführt. Der Bandmittelteil l ist, wie dies aus der Fig. 2 ersichtlich ist, in seinem Querschnitt mit einer ausgefrästen Schwalbenschwanzführung versehen, die in einen entsprechend ausgebildeten Topfteil 4 eingeführt ist, der eine entsprechende Profilierung aufweist. Der Topfteil 4 ist in der Art eines Schnappverschlusses in einen Korpus 5 eines nicht näher dargestellten Möbelstücks eingepresst. Ein Fixierstift 6 dient zur weiteren Befestigung des Bandmittelteils 1 an dem Korpus 5.
Der Fixierstift 6 ist zwischen dem Topfteil 4 und der Achse 2 angeordnet. Die Bandaussenteile 3 sind an der Stirnseite einer nur teilweise dargestellten Türe 7 des Möbelstücks befestigt.
Eine Bohrung 8 in der Stirnseite der Türe 7 dient dazu, den Kopf des Fixierstifts 6 aufzunehmen. Der Fixierstift 6 dient auch dazu, eine Einstellung der Türe beim Einbau zu ermöglichen. Dazu wird die Türe eingerichtet, indem der Bandmittelteil 1 im Topfteil 4 entsprechend verschoben wird. Erst dann wird in den Korpus 5 die Bohrung für den Fixierstift 6 gebohrt.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht eine formschöne und stabile Befestigung von Türen an Möbelstücken, die in hohem Masse funktionell ist.