AT115563B - Elektrisches Entladungsgefäß, insbesondere Gleichrichter. - Google Patents

Elektrisches Entladungsgefäß, insbesondere Gleichrichter.

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  Elektrisches Entladungsgefäss, insbesondere Gleichrichter. 



   Die Erfindung betrifft ein elektrisches Entladungsgefäss. insbesondere aber einen   Gleichrichter   mit einer oder mehreren Anoden und einer   Glühkathode,   die aus anderem Stoff als reinem Wolfram besteht und an und für sich oder aber mit beigefügten Zusätzen Elektronen aussendet. 
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 dass mit den bisher auf dem   Starkt befindlichen   und auf Grund älterer Vorschläge eutwickelten Gleichrichtern Spannungen von etwa 250 Volt bis   2500 Volt nicht zu beherrschen waren, während es   mit einen) Gleichrichter gemäss der Erfindung gelingt. Wechselströme beliebiger Frequeuz gleichzurichten. auch wenn die Seheitelspannung 2500 Volt um ein Vielfaches übertrifft. Ebenso gelingt es aber. mit einem 
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   beschränkt   ist. 



   Es wurde bereits vorgeschlagen. Gleichrichter mit einer reinen Wolframkathode und einer Füllung inerter Gase zu bauen, wobei der Druck des eingefüllten Gases höher als 1 mm Quecksilbersäule betragen 
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 den   Gleichrichter gemäss   der Erfindung erreichbaren Höhe zu bewältigen. 



   Ebenso wurde bereits vorgeschlagen, Gleichrichter mit thoriertem Molybdändruht und einer   Argonfüllung   herzustellen. Über die   anzuwendenden     Drücke   in dem eingefüllten Gas ist dort nichts angegeben, und man hat zunächst. den Ergebnissen mit Gleichrichtern mit einer reinen Wolframkathode folgend, Drucke von 30 mm und höher für das Gas angewendet. Hier konnte man aber nur Spannungen 
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 keiten. 



   Die Erfindung gelangte auf Grund umfangreicher Versuche zu dem   überraschenden Ergebnis,   dass ganz ausgezeichnete Resultate dann erzielt werden können, wenn die Reinheit, der Gasfüllung aufrechterhalten wird. 



   Dementsprechend besteht die Erfindung darin, dass die Kathode aus einer festen Lösung oder aber Legierung eines oder mehrerer Grundstoffe (z. B. Wolfram. Molybdän). welche die Basis der Elektronenemission bilden, und eines oder mehrerer metallischer Zusatzstoffe (z. B.   Thorium).   welche die Austrittsarbeit bei der Elektronenemission erniedrigen, besteht, und eine   Füllung   inerter Gase. insbesondere' Edelgase oder   Metalldämpfe, sowie Mittel   vorgesehen sind, welche die Reinheit der Gasfüllung aufrechterhalten. 
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 besonders vorteilhaft hat sich ein Druck der Gas- oder Metalldampffüllung zwischen 3 und 25 mm Quecksilbersäule erwiesen. 



   Wendet man in einem solchen Falle eine Glühkathode aus einem Stoff an. der nicht Wolfram ist und dementsprechend einen niedrigeren Schmelzpunkt besitzt, ebenso aber auch bei erheblich niedrigerer Temperatur als Wolfram zerstäubt, so erreicht man die folgenden Vorteile :
Die Gasfüllung wird, entsprechend dem niedrigen Druck, auch eine niedrigere absolute Gasmenge erfordern, und es wird daher an dem meist kostbaren Gas, wie Argon. Neon, Helium, gespart. Wendet man an Stelle eines solchen Edelgases Stickstoff oder   Metalldämpfe   an, so fallen diese Vorteile der Kostenersparnis zwar weniger ins Gewicht. Der kleinere Gasinhalt weist jedoch eine geringere   Wärmeleitfähig-   keit auf und es wird infolgedessen die   Wärmeableitung   aus der Glühkathode an das Gleichrichtergefäss vorzugsweise aus Glas.

   Quarz oder einer sonstigen glasigen Schmelze herabgesetzt. Infolgedessen kann man auch die wärmeabgebende Oberfläche dieses Gefässes kleiner bemessen, ohne auf unzulässig hohe Temperaturen des letzteren zu gelangen. Dies führt somit zunächst zu kleineren Kolben aus Glas od. dgl. und der Gleichrichter wird auch hiedurch verbilligt, einfacher herstellbar und leichter unterbringbar. 

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   Durch Verringerung der Wäreabgbe durch Leitung wird aber auch der Heizstrom. der zur Aufrechterhaltung der Emissionstemperatur der Glühkathode erforderlich ist, entsprechend geringer, da er jetzt einen kleineren. durch Ableitung bedingten Wärmeverlust zu deeken hat. 



   Gelingt es derart. den Heizstrom zu verringern. so ergibt sich. dass auch für gleiche Leistungen   Heizstromeinführungen kleineren Durchmessers erforderlich sind für   die Glühkathode. umgekehrt also 
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   Ferner wurde das   überraschende Ergebnis festgestellt.   dass trotz Anwendung eines solch niedrigeren Druckes bei gleicher Leistung die   Glühtemperatur   weiter erniedrigt und   hiedurch ausserordentlich   grosse Lebensdauern   erzielt werden können. Ein Grund hiefür   mag darin bestehen. dass wegen Verringerung 
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   Dieser Vorteil tritt besonders in Erscheinung bei   Glühkathoden. die einen Grundstoff   an sich grösserer   Zerstäubungsfähigkeit   bei gleicher Temperatur wie reines   Wolfram   aufweisen. wie beispielsweise Molybdän. ferner aber auch bei   solchen Kathoden, weiche einen   die Elektronenemission fördernden Zusatzstoff vorzugsweise in der Aussenhaut aufweisen, der durch die aufprallenden Gasionen gleichsam abgesprengt werden kann und etwa in   Thorium.     Uranium   usw. besteht. 



   Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass bei gegebener Spannung die Elektroden einander näher angeordnet werden   können   als bei dem bisher allein verwendeten   höheren   Gasdruck, umgekehrt also bei gegebener Elektrodeuentferung höhere Spannungen beherrscht werden können. 
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 Reinigungsmethoden für das Gas zur Verfügung stehen. 



   Es liegt nun auf der Hand. dass durch Verringerung des Druckes and somit der absoluten Menge des   eingefüllten   Gases die absolute Menge der   Verunreinigungen herabgesetzt wird,   die mit dem Gas in das Gefäss gelangen. Da ferner, wie früher auseinandergesetzt, der absolute Inhalt des   Gefässes   selbst bei gegebener Spannung oder Stromstärke bzw.

   Leistung herabgesetzt werden kann, wird hiedureh die 
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 nach dem bisherigen Stand der wissenschaftlichen Forschung mit eine Ursache dafür. dass die Lebensdauer der Glühkathode herabgesetzt wurde, weil während des Betriebes diese Verunreinigungen auf der Glühkathode abgesetzt werden und an dieser haften blieben.   hiebet gleichsam sonst   aktive Oberflächenteile der Kathode abdeckten und somit von der weiteren Klektronenemission asusschlossen. 



   Diese Verunreinigungen waren ferner nach   der   gleichen   Erkenntnis,   auf die sieh die Erfinder 
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   gleichpoligen Elektroden, also   den Anoden, eingehalten werden mussten. um unmittelbare   Durchschläge   zwischen diesen Elektroden unter Umgehung der Kathode   auszuschliessen.   Bringt nun die Erfindung die Folge mit sich, dass die   eingeführten   Verunreinigungen absolut verringert werden, so wird   hindurch   auch die direkte Durchschlagsmöglichkeit berabgesetzt, und hieraus ergibt sich wohl eine Erklörung dafür, dass in einem Gleichrichter gemäss der Erfindung der Elektrodenabstand herabgesetzt und hiedurch auch   die Abmessungen   des   Gefässes,   insbesondere sein Gasinhalt,

   weiterhin verringert werden können. 



   Es wurde eine weitere   merkwürdige   Erscheinung bei einem Gleichrichter gemäss der Erfindung beobachtet : Während   nämlich   der Fusspunkt des Lichtbogens auf der Kathode in Gleichrichtern, die mit inerten   Gasen von 30 ww Quecksilbersäulendruck   und höher gefüllt werden, tanzte, also von keiner bestimmten Stelle der Kathode   ausging,   ferner auch wanderte und sich mit Vorliebe in der Nähe der   Schweiss- bzw, Klemmstelle   des Kathodendrahtes an der   Einführung   festsetzte und die letztere alsbald beschädigte oder aber zerstörte, ist ein Tanzen des Lichtbogens ebenso wie ein Wandern bei einem Gleichrichter mit geringeren   Gasdrücken gemäss   der Erfindung nicht festzustellen.

   Er bleibt vielmehr gleich-   mässig   verteilt und ruhig auf der wirksamen, aktiven Fläche der Kathode selbst stehen, auch dann, wenn der Anschluss eines Pols der Wechselstromquelle gar nicht symmetrisch zu den Speiseenden der   Hieraus-   führungen der Glühkathode erfolgt. 



   Als Anordematerial ist jeder Stoff verwendbar. der bei hinreichender Bemessung der Eintrittsfläche des Stromes und den hiebei un vermeidlichen Erwärmungen nicht zerstäubt. Im besonderen kann als   Anodenmaterial   ausser Tantal und Wolfram auch Molybdän. Nickel. Graphit, ja sogar Eisen verwendet werden. 



   Überraschend günstige Ergebnisse wurden insbesondere mit kathoden der Dunkelglüherbauart" erzielt, die aus Molybdän bestanden, denen Thorium in Prozentsätzen von   etwa 0#75-10%, bezogen   auf die erhaltene feste   Lösung bzw. Legierung, beigemengt   war. Ebenso aber gelang es, durchaus günstige und   ausreichende Resultate mit einer Wolfram-Thoriumkathode zu erhalten, sogar auch dann, wenn die Kathode ausser Wolfram und etwa 0#25-3% Thorium erhebliche Mengen von Molybdän. bis zu etwa 20%   

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 und mehr. enthielt, und somit nur von einem Wolframlegierungsdraht als Grundstoff und keineswegs mehr von reinem Wolfram als Grundstoff gesprochen werden kann. 



   Diese Erwägungen und Beobachtungen der Erfinder treffen nicht nur auf die angeführten Glühkathodenarten zu. sondern auch auf alle andern. in denen   Wolfram. Molybdän   oder sonstige Metalle und Metalloide als Grundstoff und   Thorium     oder sonstige Metalle und Metalloide,   die vom   Grundstoff   verschieden sind. als Zusatzstoff verwendet werden. ebenso aber auch dann. wenn eine Mischung der gewählten Grundstoffe stattfindet und diesen wiederum ein Zusatzstoff oder ein Gemisch von solchen   Zusatzstoffen einverleibt wird. Ausser Wolfram und Molybdän   als Grundstoff kann ebensowohl Tantal. 
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 stoffe auch andre radioaktive Substanzen, wie z. B. Uran, ferner seltene   Erdmetalle.   in Betracht (zu denen Thorium gleichfalls gezäht wird). 



   Die Herstellung eines Gleichrichters gemäss der Erfindung erfolgt im übrigen in gleicher Weise 
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 je einem Ende. Es kann aber auch bei Ausbildung mit zwei oder mehreren Anoden einen mittleren Teil zur   Aufnahme   der Kathode und angesetzte. zweckmässig abgebogene Arme entsprechend der Zahl der angewandten Auodenbesitzen. wobei die let zteren in Nähe des Endes des betreffenden Armes eingebaut sind. 



   Es hat sich   nun   gezeigt bei Anwendung von Glühkathoden besonders   der #Dunkelglüherbauart"   mit empfindlicher aktiver oder zu aktiveierenden Oberflächenhant (wie Wolfram-Thorium. ebenso aber auch mit niedriger schmelzenden Grundstoffen. wie Molybdän mit   einverleibtem   Thorium od. dgl.). dass   man   beim Entgasen mit Temperaturen der Kathode auskommt, die irgendeine Zerstörung der empfindliehen   Oberflächenschicht   oder eine Zerstäubung des Kathodenmaterials bzw. eines Bestandteils desselben ausschliesst, wenn man die Kathode mit einer vorzugsweise ganz dünnen Schicht aus Magnesium. 



  Aluminium. Kohle, metallischem Thorium od. dgl. bedeckt. Diese Schicht wird z. B. mit Wasser oder einem sonstigen   Bindemittel,   z. B.   Kollodium,   als Schleim oder   Paste angerührt, sodann   auf die Kathode aufgetragen und trocke\nengelassen. Wird   z.   B. eine   Glühkathode aus Molybdän-Thorium derart behandelt.   so zeigt sieh. dass der   Pumpproz ? ss ausserordentlich erleichtert wird.   Die aufgebrachte, möglichst dünne Schicht aus Maguesium usw. verschwindet hiebei und die Kathode verbleibt mit reinster Oberfläche und 
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 Elektroden oder dem Gefäss selbst etwa während des Betriebes austretende Gase unschädlich gemacht werden. die absichtlich eingeführte Gasfüllung jedoch unverändert bestehen bleibt. 



    PATENT-ANSPRÜCHE:  
1. Elektrisches Entladungsgefäss. insbesondere Gleichrichter mit   Glühkathode,   die aus einer   homogenen.   festen Lösung oder Legierung eines oder mehrerer Grundstoffe (Molybdän). welche die Basis der Elektronenemission bilden und eines oder mehrerer metallischer Zusatzstoffe (Thorium). welche 
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 niedrigen. besteht und mit einer Füllung inerter Gase. insbesondere Edelgase oder   Metalldämpfe, dadurch   gekennzeichnet. dass die   Gasfüllung   einen niedrigeren Druck als 30 mm. jedoch höheren als   l mm Queck-   silbersäule aufweist. und insbesondere zwischen 3 und 25 mm Quecksilbersäule gewählt wird und dass Mittel vorgesehen sind, die Reinheit der Gasfüllung aufrechtzuerhalten. 
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Claims (1)

  1. Aluminium. Kohle und # oder metallischem Thorium aufgebracht und hierauf die Kathode während des Auspumpens des Gefässes auf eine Glühtemperatur erhitzt wird, die nicht oberhalb der Betriebstemperatur liegt.
AT115563D 1927-01-20 1928-01-16 Elektrisches Entladungsgefäß, insbesondere Gleichrichter. AT115563B (de)

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