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Hebelschiene zur Beseitigung des hallux valgus.
Es ist bekannt, für Hallux-valgus-Leidende alle möglichen Bandagen und Apparate zu verwenden, die alle den Zweck haben sollen, die Deformität der grossen Zehe zu beheben, die Zehe an ihrem richtigen Platz zu fixieren und damit den Fuss vor Entzündung des Grosszehengelenkes, knöchernen Auflagerungen (Frostbeulen), Schmerzen etc. zu bewahren. Alle diese Apparate, auch die in der deutschen Patentschrift Nr. 353001 beschriebene Vorrichtung zur Behandlung von Zehen, erreichen diesen Zweck aber nur teilweise oder gar nicht. Manche dieser Vorrichtungen, wie z. B. Kautschukkeile, die zwischen der grossen Zehe und den Nachbarzehen eingelegt werden, sind direkt schädlich, da sie die kleineren Zehen als Widerlager benutzen und diese daher noch mehr seitwärts drängen.
Alle aber sind mit den grössten Unbequemlichkeiten für den Patienten verbunden, ohne ihm nur einigermassen etwas Erspriessliches zu leisten. Durch die gegenwärtige Erfindung wird die eingangs erwähnte Wirkung erreicht. Sie ist eine Schiene in der Form eines zweiarmigen Hebels, dessen einer Arm. der hinter den Grosszehenballen zu liegen kommt, eine Platte darstellt und dessen anderer Arm an seinem Ende eine Platte aufweist, die zwischen der grossen und dernächstenZehezuliegenkommtund mitdererstenPlattedureh ein, nach der Form der grossen Zehe gebogenes. verjüngtes Mittelstück verbunden ist. Vorteilhafterweise ist in diesem Mittelstück ein Gelenk angebracht, das ein Abbiegen des vorderen Armes in der Sagittalebene gestattet. Dieses Gelenk hat den Zweck, die Abwicklung des Fusses zu gestatten.
In der Zeichnung ist eine Aus- führungsform der Hebelschiene in vier Ansichten dargestellt, u. zw. in der Fig. 1 in Draufsicht, in der Fig. 2 in Seitenansicht, in der Fig. 3 eingelegt an der grossen Zehe in ihrer fehlerhaften Lage und in der Fig. 4 an der grossen Zehe in der korrigierten Lage. Der Arm a, der flach gewölbt ist, schmiegt sich dem oberen Teil der Fusswölbung genau an, sein gegen die Zehen gerichteter Teil, endet leicht konkav, und dieses konkave Ende der Platte dient als Drehachse und liegt unmittelbar hinter dem
Grosszehenballen an.
Am oberen Teil dieser Platte beginnt das verjüngte Mittelstück c, folgt in seinem
Verlaufe genau der Wölbung der grossen Zehe und endet in der ebenfalls leicht gewölbten Platte b, welche sich zwischen grosser und nächstliegender mittlerer Zehe einschiebt und bis nahe an das vordere Ende der grossen Zehe reicht. Am Fuss wird der ganze Apparat durch ein elastisches Band d, das durch zwei Schlitze der Hauptplatte a geht, unverrückbar fixiert. Die Wirkung ist nun folgende : Wenn die Platte b an die innere Fläche der aus ihrer Lage gebrachten grossen Zehe angelegt wird, liegt der als Drehachse dienende (konkave) Rand der Platte a hinter dem Grosszehenballen an ; der übrige Teil der Platte steht ab.
Im Augenblick aber, wenn die Platte a durch das Band an den Fuss angezogen wird. tritt sofort die Hebelwirkung ein. die Platte b drückt auf die Innenseite der grossen Zehe, und die Deformität ist ver- schwunden (siehe Fig. 4). Selbstverständlich muss der Apparat des einen Fusses als Spiegelbild für den andern hergestellt werden. Über den Fuss und den angelegten Apparat kann jeder gewöhnliche Strumpf gezogen werden, auch jeder gewöhnliche Schuh, wenn er anders nur genügend Spielraum für die grosse Zehe hat. verwendet werden. Erwähnt zu werden verdient vielleicht noch. dass dieser Apparat unschwer zur Korrektur sämtlicher Zehen verwendet werden kann.
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