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Siebblech für Zellulose-und Papiermasse.
Siebbleehe für Zellulose-und Papiermasse bestehen, wie bekannt aus verhältnismässig grossen Blechen, die mit einer grossen Anzahl Reihen von parallelen, sehr schmalen Schlitzen versehen sind. Der Abstand zwischen den Schlitzreihen ist dabei derart zu wählen, dass keine Formveränderung oder Verzerrung der Schlitze durch Biegen der zwischen den Schlitzreihen gelegenen und parallel zu diesen laufenden Träger entstehen kann. Wenn die Schlitze an der ganzen Blechbreite entlang innerhalb gewisser im voraus bestimmter Rahmenlinien oder Umrisse angebracht werden, sind wegen der verhältnismässig grossen Länge der Schlitze die zwischenliegenden Träger verhältnismässig breit zu machen, d. h. die Schlitze sind in einem verhältnismässig grossen Abstand voneinander anzubringen.
Hiedurch erhält aber das Siebbleeh eine sehr kleine Siebfläche pro Flächeneinheit, weshalb die Leistungsfähigkeit des Bleches klein wird.
Um dies zu beseitigen, wurde schon früher vorgeschlagen, die Schlitze nicht durchlaufend anzubringen, sondern jeden Schlitz in kleinere, in derselben Linie liegende Schlitze aufzuteilen, die dabei in benachbarten Reihen im Verhältnis zueinander versetzt liegen können. Die parallel zu den Schlitzen gelegenen Träger werden hiedurch verkürzt und die Schlitze lassen sich demnach näher aneinander anbringen, und daraus ergibt sieh eine etwas erhöhte Siebfläche pro Flächeneinheit des Siebbleches.
Nach der Erfindung, die sich auf ein Siebblech der Art bezieht, in welcher die Siebschlitze in benachbarten Reihen versetzt zueinander liegen, lässt sich nun die Siebfläche pro Flächeneinheit noch weiter erhöhen, so dass die Leistungsfähigkeit des Siebbleches noch in erheblichem Masse erhöht wird.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass zwischen je zwei Reihen von kürzeren Schlitzen, eine Reihe mit weniger Schlitzen grösserer Länge angeordnet ist. Hiedurch erhalten nicht nur die zwischen den Schlitzen in benachbarten Reihen liegenden und zu den Schlitzen parallelen Träger eine kürzere freitragende Länge als die entsprechenden Schlitze, sondern die Gesamtlänge der Schlitze wird auch grösser als in bisher bekannten Siebblechen.
Anstatt, wie an einem gebräuchlichen Siebbleeh, 25 Schlitze pro Dezimeter anzubringen, kann man nach der Erfindung etwa 33 Schlitze pro Dezimeter anordnen, ohne dass die Widerstandsfähigkeit des Siebbleches hiedurch herabgesetzt wird. Dies bedeutet eine um etwa 33% erhöhte Siebleistung.
In der Zeichnung ist in Fig. 1 ein nach einem bekannten Verfahren hergestelltes Siebblech dargestellt, während die Fig. 2 und 3 ein nach der Erfindung hergestelltes Siebblech in Draufsicht und im Querschnitt zeigen.
Wie Fig. 1 zeigt, sind die Schlitze 1 in drei Gruppen angeordnet, die teils durch die parallel zu den Schlitzen gelegenen Träger 5, teils durch die senkrecht zu den Schlitzen 1 gelegenen Träger 6 getrennt sind. Die Länge der zwischen zwei benachbarten Schlitzen gelegenen Träger ist bei dieser bekannten Bauart der Eigenlänge der Schlitze gleich und wird in Fig. 1 mit s bezeichnet. Für eine gewisse Länge s muss die Breite der Träger von einer bestimmten Breite dsein, wenn das Siebblech die erforderliche Festigkeit aufweisen soll.
Nach der Erfindung, bei der die Schlitze in an sich bekannter Weise in benachbarten Reihen versetzt zueinander angeordnet sind, ist zwischen je zwei Reihen von kürzeren Schlitzen eine Reihe mit weniger Schlitzen grösserer Länge angeordnet.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, sind die Schlitze 7 aller geraden Reihen länger, jedoch in geringerer Anzahl angeordnet als die Schlitze der benachbarten Reihen und zu diesen versetzt, so dass jeder Schlitz 7
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sich längs eines Teiles von zwei Schlitzen 1 der Nachbarreihen erstreckt. Hiedurch werden die senkrecht zu den Schlitzen gelegenen Träger 6 in Fig. 1 in kürzere Trägerstücke unterteilt. Die freie Länge der Träger 9 wird hiedureh kleiner als die Länge der Schlitze. Diese Trägerlängen sind in Fig. 2 mit 1 und mit l'bezeichnet. Wegen der kleineren Länge der Träger 9 lassen sich die Schlitze näher zueinander anbringen, so dass die Trägerbreite b erheblich kleiner als die Trägerbreite cl in Fig. 1 wird.
Ausserdem soll der Abstand zwischen den Schlitzen in jeder einzelnen Reihe 5-8mal so gross wie der Abstand zwischen den Schlitzreihen gewählt werden.
Diese Tatsache in Verbindung mit der gewählten, verschiedenen Anzahl von Schlitzen in benachbarten Reihen und der grösseren Länge der Schlitze, in den Reihen, die die kleinere Anzahl von Schlitzen enthalten, bringt mit sich, dass die Siebfläche des Siebbleches pro Flächeneinheit erhöht wird. Wie aus einem Vergleich zwischen Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, weist Fig. 1 fünf Schlitzreihen auf der Länge (t auf, Fig. 2 dagegen sieben Schlitzreihen auf derselben Länge.
Da ferner die Summe der Schlitzlänge in zwei benachbarten Reihen bei der Anordnung nach Fig. 2 annähernd ebenso gross wie bei der Anordnung nach Fig. 1 ist, so bedeutet die Erfindung eine erhebliche Erhöhung der Leistungsfähigkeit des Siebbleehes.
Die Erfindung ist selbstredend nicht auf Siebbleche mit drei oder zwei Schlitzen bzw. in benachbarten Schlitzreihen begrenzt, sondern auch bei andern Anzahlen von Schlitzen in nebenliegenden Sehlitzreihen wird der von der Erfindung angestrebte Zweck erreicht. Ferner brauchen die Schlitze in jeder einzelnen Reihe untereinander nicht von derselben Grösse sein. In Fig. 2 wird beispielsweise der mittlere Schlitz in den Schlitzreihen, die drei Schlitze enthalten, länger als die beiden seitlichen Schlitze dargestellt.
Ferner können die Schlitzreihen, welche die grössere Anzahl von Schlitzen enthalten, sich über eine grössere Breite der Siebbleehe als die übrigen Schlitzreihen erstrecken.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Siebblech mit parallelen Reihen von in derselben Linie liegenden Schlitzen, die in benachbarten Reihen versetzt, zueinander liegen, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen je zwei Reihen von kürzeren Schlitzen eine Reihe mit weniger Schlitzen grösserer Länge angeordnet ist.