AT117044B - Verfahren zum Entwickeln von Solen. - Google Patents

Verfahren zum Entwickeln von Solen.

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  Verfahren zum Entwickeln von Solen. 



   Die Entwicklung der Sole, insbesondere solcher, die sich von den Leukoverbindungen indigoider Farbstoffe ableiten, erfolgt in der   Hitze durch schwach überspannten Wasserdampf   unter dem katalytischen Einfluss durch die Hitze in Freiheit gesetzter Wasserstoffionen. Als Körper, welche unter den gegebenen Umständen die erforderlichen Wasserstoffionen liefern, kommen nur solche in Frage, die Faser und Farbstoff nicht ungünstig beeinflussen. Den bisher hauptsächlich benutzten Rhodaniden haftet der Mangel an, dass sie die Nuance gewisser empfindlicher Farbstoffe verändern. Um diesem Mangel abzuhelfen, hat man das Diäthyltartrat vorgeschlagen, allein man muss-da die Weinsäure ja eine sehr schwache Säure ist-davon sehr viel   (10%   und mehr) zur Anwendung bringen, wobei der hohe Preis hindernd im Wege steht. 



   Es wurde nun gefunden, dass sich Sole, insbesondere solche, die sich von den Leukoverbindungen indigoider Farbstoffe ableiten, sehr-glatt und ohne   unerwünschten   Nebenreaktionen auf Faser und Farbstoff   entwickeln lassen, wenn man als wasserstoffionenliefernde   Stoffe Chloride, Ester oder Anhydride starker organischer Säuren, insbesondere organischer Sulfosäuren zusetzt. Durch Verwendung der genannten Abkömmlinge starker Säuren hat man'den Vorteil, mit sehr kleinen Mengen auskommen zu können, dazu sind die betreffenden Körper sehr leicht zugänglich und äusserst billig. Die Beständigkeit der betreffenden Stoffe ist eine ausgezeichnete, auch nach Zusatz zu den Druckpasten, so dass eine vorzeitige Entwicklung nicht zu befürchten ist.

   Anderseits setzt die Entwicklung in der Wärme sicher ein, so dass keine Fehlausfälle zu befürchten sind ; dazu erhält man unter allen Umständen den dem Farbstoff eigenen Farbton. 



   Verbindungen der genannten Art sind beispielsweise : Benzol-1.   3-disulfochlorid,   Benzolsulfosäureanhydrid, Benzolsulfosäurephenylester,   Naphtalin-1-sulfochlorid,     Naphtalin-1-sulfosäureäthylester,   
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 chlorid. Das letztgenannte reagiert bereits langsamer, es ist also bei Verwendung dieser Substanz eine längere Entwicklungszeit notwendig, noch langsamer entwickelt das 4-Methyl-benzol-l-sulfochlorid und die entsprechenden Ester. Sehr geeignet ist auch z. B. das Terephtaloylehlorid, es entwickelt schneller als die oben angeführten Verbindungen. Ähnliche Ergebnisse erhält man mit dem   Benzol-1-karbonsäurechlorid-3-sulfochlorid,   dem   2-Naphtoesäurechlorid   usw. 



   Beispiel. 



   Zur Erzeugung eines Druckes auf Baumwollgewebe nimmt man 8 Gewichtsteile eines handels- üblichen Sols, z. B. 8 Gewichtsteile Indigosolrosa HR. Dieses teigt man mit 30 Gewichtsteilen Wasser 
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   Naphtalin-1-slùfochlorid   in 3 Gewichtsteilen Azeton. Bei Verwendung eines   schwerlöslichen   Sols ersetzt man das Wasser vorteilhaft teilweise durch ein geeignetes organisches Lösungsmittel. Diese Druckpaste bringt man dann nach einem der üblichen Verfahren auf die Faser und setzt zur Entwicklung fünf Minuten der Einwirkung von gesättigtem Dampf aus. Anschliessend seift man kochend und trocknet. 



   Durch Ersatz des   Naphtalin-1-sulfochlorids   durch eines der oben beispielsweise angeführten Säurechloride, Säureanhydride und Säureester erhält man Druckpasten, die gleichermassen im Dampf entwickelt werden können, lediglich die Einwirkungszeit des gesättigten Dampfes, die zur Entwicklung nötig ist, ist allenfalls dann eine andere. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zum Entwickeln von Solen, insbesondere solcher, die sich von Leukoverbindungen indigoider Farbstoffe ableiten, dadurch gekennzeichnet, dass man auf diese Sole die Chloride, Ester oder Anhydride starker organischer Säuren, insbesondere organischer Sulfosäuren zur Einwirkung bringt. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT117044D 1928-04-30 1929-04-12 Verfahren zum Entwickeln von Solen. AT117044B (de)

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