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Im Patente Nr. 112425 ist ein Verfahren zur Darstellung von hochwirksamen Extrakten aus Keimdrüsen beschrieben, dadurch gekennzeichnet, dass man die frischen Organe auf so tiefe Temperaturen abkühlt, dass sie erstarren, und dieselben in diesem Zustande, gegebenenfalls unter Beigabe wasserbindender Mittel, pulverisiert, worauf das erhaltene Organpulver mit Lösungsmitteln extrahiert und der so gewonnene Extrakt gewünschtenfalls in üblicher Weise gereinigt wird.
Es wurde gefunden, dass sieh das Verfahren auch zur Darstellung hochwirksamer Extrakte beliebiger anderer tierischer oder pflanzlicher Bestandteile eignet.
Beispiel 1 : 500 g Hypophysenvorderlappen werden mit fester Kohlensäure vermischt und nach einigem Stehen vermahlen. Die gepulverte Masse wird hierauf mit 1 Volumen Alkohol übergossen, längere Zeit gut gerührt und abgesaugt. Der Organrückstand wird wiederholt, zuletzt in der Wärme, mit Alkohol ausgezogen. Aus den vereinigten Lösungen wird das organische Lösungsmittel, eventuell unter Ersatz durch Wasser, vertrieben. Es bleibt eine wässerige Emulsion zurück, der die Lipoide durch Ausschütteln mit einem wasserunlöslichen Fettlösungsmittel entzogen werden.
Der Rückstand der Lipoidlösung ist eine gelblich gefäibte halbfeste Masse. Die klare wässerige Lösung wird, gegebenenfalls im Vakuum, konzentriert oder zur Trockne verdampft. Sie zeigt eine sehr kräftige H ypophysenvorderlappenhormonwirkung.
Beispiel 2 : 1 kg gute Presshefe wird durch Vermischen mit fester Kohlensäure auf-70 gekühlt und gepulvert. Die Substanz wird nun mit 2 Volumen Alkohol übergossen, einige Zeit umgerührt und abgesaugt. Die Extraktion mit kaltem Alkohol wird wiederholt. Die Aufarbeitung der vereinigten Alkoholauszüge erfolgt wie bei Beispiel 1.
Der wasserlösliche Teil ist nach dem Trocknen ein äusserst zerfliessliches, klar wasserlösliches Pulver.
Der Rückstand der Lipoidlösung ist ein gelbliches Öl. Ausbeute zirka 1'5% der frischen Hefe.
Beim Stehen scheidet sich daraus Ergosterin in schönen Kriställchen ab.
Beispiel 3 : Herzen oder Teile von solchen warmblütiger Tiere werden mit flüssigem Stickstoff gekühlt und gepulvert. Nach dem Auftauen wird der Organbrei mit dem mehrfachen Volumen verdünntem Alkohol gut durchgerührt und zentrifugiert. Aus der eingedampften Lösung wird die Hauptmenge der Eiweissstoffe in bekannter Weise entfernt, dann werden die Lipoide durch Schütteln mit einem wasserunlöslichen Lipoidlösungsmittel herausgelöst. Die klare wässerige Lösung zeigt starke Herzwirkung.
Beispiel 4 : Knochenmark wird grob zerkleinert, mit fester Kohlensäure vermischt und nach Erreichen einer Temperatur von-70 mit der Kohlensäure gemahlen. Die Substanz wird jetzt mit Alkohol oder Methylalkohol übergossen und mehrmals mit diesen Lösungsmitteln ausgezogen. Man erhält eine klare, gelbe Lösung, aus der das organische Lösungsmittel unter Zusatz von Wasser entfernt wird.
Die zurückbleibende Emulsion wird mit Äther oder andern wasserunlöslichen Lipoidlösungsmitteln ausgeschüttelt. Der Rückstand der Lipoidlösung ist ein gelbliches Öl.
Beispiel 5 : Stierprostata wird vom Bindegewebe befreit, grob zerkleinert und mit fester Kohlensäure zermahlen. Der Organbrei wird zuerst mit schwach angesäuertem 80% igem. dann mehrmals mit 60% igem Alkohol extrahiert. Die vereinigten Auszüge werden wie bei Beispiel 1 verarbeitet. Dabei wird neben einer Lipoidfraktion ein wasserlöslicher Teil erhalten. Beide zeigen starke Hormonwirkung.
Beispiel 6 : 1 kg Rindermilz wird in kleine Stücke zerschnitten und mit fester Kohlensäure vermischt. Hierauf wird gemahlen und nun erschöpfend mit wässerigem Azeton extrahiert. Die Lösung wird vom Azeton befreit und mit Äther ausgeschüttelt. In der wässerigen Lösung können die Eiweisssubstanzen auf übliche Weise gefällt werden. Nach dem Verdunsten des Wassers bleibt ein sehr zer- fliessliehes gelbes Pulver zurück, das physiologisch wirksame Substanzen enthält.
Beispiel 7 : Frisches Rindsblut wird mit fester Kohlensäure auf-70 gekühlt, pulverisiert und dann das Gemisch mit Alkohol überschüttet. Während und nach dem Auftauen wird gut gerührt und hierauf filtriert. Die Extraktion ist noch mehrmals zu wiederholen. Die weitere Aufarbeitung erfolgt wie bei Beispiel 1 unter Trennung in eine Lipid-und in eine wässerige Fraktion, von denen die erstere die Blutgerinnung beschleunigt.
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Patent No. 112425 describes a process for the preparation of highly effective extracts from gonads, characterized in that the fresh organs are cooled to such low temperatures that they solidify, and in this state, if necessary with the addition of water-binding agents, pulverized, whereupon the organ powder obtained is extracted with solvents and the extract obtained in this way is purified in the usual way, if desired.
It has been found that the process is also suitable for the preparation of highly effective extracts from any other animal or vegetable constituents.
Example 1: 500 g of the anterior pituitary gland are mixed with solid carbonic acid and ground after standing for a while. The powdered mass is then poured over with 1 volume of alcohol, stirred well for a long time and suctioned off. The organ residue is repeatedly extracted with alcohol, last in the warmth. The organic solvent is driven off from the combined solutions, possibly with replacement by water. An aqueous emulsion remains, from which the lipoids are removed by shaking out with a water-insoluble fat solvent.
The residue of the lipoid solution is a yellowish colored semi-solid mass. The clear aqueous solution is concentrated, if appropriate in vacuo, or evaporated to dryness. It shows a very strong anterior lobe hormone effect.
Example 2: 1 kg of good compressed yeast is cooled to -70 by mixing with solid carbon dioxide and then powdered. The substance is then poured over 2 volumes of alcohol, stirred for a while and suctioned off. The cold alcohol extraction is repeated. The combined alcohol extracts are worked up as in Example 1.
After drying, the water-soluble part is an extremely deliquescent, clear water-soluble powder.
The residue of the lipoid solution is a yellowish oil. Yield about 1'5% of the fresh yeast.
When standing, ergosterol is deposited in beautiful crystals.
Example 3: Hearts or parts of such warm-blooded animals are cooled with liquid nitrogen and powdered. After thawing, the organ pulp is stirred well with several volumes of diluted alcohol and centrifuged. Most of the protein substances are removed from the evaporated solution in a known manner, then the lipoids are dissolved out by shaking with a water-insoluble lipoid solvent. The clear aqueous solution shows strong cardiac effects.
Example 4: Bone marrow is roughly comminuted, mixed with solid carbon dioxide and, after reaching a temperature of −70, ground with carbon dioxide. The substance is now doused with alcohol or methyl alcohol and extracted several times with these solvents. A clear, yellow solution is obtained from which the organic solvent is removed with the addition of water.
The remaining emulsion is shaken out with ether or other water-insoluble lipoid solvents. The residue of the lipoid solution is a yellowish oil.
Example 5: Bull prostate is freed of connective tissue, coarsely comminuted and ground with solid carbonic acid. The organ pulp is first made with weakly acidified 80%. then extracted several times with 60% alcohol. The combined extracts are processed as in Example 1. In addition to a lipoid fraction, a water-soluble part is obtained. Both show strong hormonal effects.
Example 6: 1 kg of beef spleen is cut into small pieces and mixed with solid carbonic acid. It is then ground and then extracted exhaustively with aqueous acetone. The solution is freed from acetone and extracted with ether. The protein substances can be precipitated in the usual way in the aqueous solution. After the water has evaporated, a very fluid, yellow powder remains that contains physiologically active substances.
Example 7: Fresh cattle blood is cooled to -70 with solid carbonic acid, pulverized and then the mixture is showered with alcohol. During and after thawing, the mixture is stirred well and then filtered. The extraction has to be repeated several times. The further work-up takes place as in Example 1 with separation into a lipid and an aqueous fraction, the former of which accelerates blood coagulation.
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