<Desc/Clms Page number 1>
Stromwandler mit zur statischen Spannungsmessung dienenden, zwischen einem
Primärleiter und einem geerdeten Teil liegenden Nossbelägen.
Es ist bereits bekannt, bei Durchführungsisolatoren aussen auf oder in dem Isolierkörper leitende Beläge vorzusehen, um diese zur statischen Spannungsmessung zu verwenden. Der Belag bildet dabei den einen Pol, während der isoliert von diesem angeordnete, den Durchführungsisolator tragende geerdete Flansch, den andern Anschlusspol für eine Messanordnung bildet. Weiterhin sind Metallisierungen an der Flanschstelle von besonders ausgebildeten Isolierkörpern zur Aufnahme von Stromwandler bekannt geworden, die nur zur Vergleichmässigung des elektrischen Feldes an dieser Stelle angebracht sind und sich bis in die Kehle der ersten Isolierrille erstrecken.
Erfindungsgemäss werden solche, an sich bekannte, leitende Messbeläge, die sich zwischen einem Primärleiter und einem geerdeten Teil des Stromwandler befinden, auf einem zur Aufnahme des Stromwandlerinduktionssystems vorgesehenen Querlochisolierkörper angebracht, u. zw. unter Trennung von den zur Vergleichmässigung des elektrischen Feldes auf dem Isolierkörper befindlichen Metallisierungen.
Mit der Anordnung nach der Erfindung wird der Vorteil erreicht, dass die Messbeläge durch die zur Vergleichmässigung des elektrischen Feldes auf dem Isolierkörper vorgesehenen Metallisierungen gleichzeitig gegen elektrische Störfelder abgeschirmt sind.
In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Ansicht und einen teilweisen Schnitt eines bekannten Durchführungsquerloch- isolators, Fig. 2 gibt den Einbau des Stromwandlers an dem Isolierkörper nach Fig. 1 wieder.
Das den Isolierkörper 11 durchsetzende Querloch 12 wird von dem Primärleiter 13 umschlungen und ist durch die Wandung 14 des Isolierkörpers von der Sekundärwicklung-M, die auf dem Schenkel 16 des das Querloch 12 durchsetzenden Eisenkernes angeordnet ist, und durch die Wandung 17 von dem geerdeten Flansch 18 getrennt. Die Joche 19 des Eisenkernes legen sich um den äusseren Umfang des Isolierkörpers 11 herum und werden von dem Flansch 18 zusammen mit dem Isolierkörper 11 gehalten.
Der Isolierkörper 11 ist aussen an der Stelle, an der die Joche und der geerdete Befestigungsflansch sitzen, erfindungsgemäss mit einem Messbelag 20 versehen, der sich um die Doppelwand 14/17 des Isolierkörpers 11 an der Stelle des Querloches 12 herumschlingt.
Wie Fig. 1 zeigt, ist dieser leitende Messbelag 20, um gegen elektrische Störfelder abgeschirmt zu
EMI1.1
getrennt angeordnet, also derart, dass eine leitende Verbindung mit dem Messbelag 20 und den leitenden Belägen 21, 22 nicht besteht.
Fig. 2 lässt erkennen, dass der leitende Messbelag 20 sich isoliert zwischen dem Primärleiter 13 und dem geerdeten Flansch 18 des Isolierkörpers 11, also einem Stromwandlerteil, befindet.
In Fig. 3 ist die Anwendung des Querloehisolierkörpers auf Topfstromwandler gezeigt, wobei der untere Teil des Isolierkörpers 23 gemäss einer Flasche ohne Boden ausgebildet ist.
In dem Isolierkörper befindet sich irgendeine Isolierfüllung 24, etwa Öl, Quarzsand od. dgl. Der Messbelag kann bei dieser Stromwandlerart in gleicher Weise wie oben am Querloch 12 angeordnet werden oder auch als Boden 25 für die Flasche dienen. Im letzteren Falle wird der als Boden 25 aus- ge bildete Me ssbelag 20 durch die Isolierfüllung 24 von dem Primärleiter 13 einerseits und von dem geerdeten Gefäss 26 des Stromwandlers anderseits getrennt.
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
zur Vergleichmässigung des elektrischen Feldes dienenden leitenden Metallbelag 28 wieder abgetrennt.
Es kann aber auch hier der Messbelag 20 sich um die Wand des Querlochs 22 schlingen.
Schliesslich zeigt Fig. 5 die Anwendung auf einen gestaffelten Stromwandler, der aus mehreren ineinandergestellten Isolierkörpern 27, 29 gebildet ist, bei dem sich der Messbelag 20 an dem Boden des untersten Isolierkörpers 29 befindet, da nur dessen als Flansch ausgebildeter Topf 30 geerdet ist.
Will man den Topf bzw. den Flansch des Stromwandlers als geerdeten Teil benutzen, so kann man, wie dies z. B. an dem oberen Stromwandler nach Fig. 5 dargestellt ist, auf dem Messbelag 20 unter Zwischenschaltung einer entsprechenden Isolation 31 einen besonderen Messbelag 32 anordnen, der seinerseits geerdet wird. Der Vorteil dieser Anordnung liegt darin begründet, dass die durch die Dielektrika gebildeten Teilkapazitäten in ihren Grössenwerten festliegen und unabhängig von der Isolierfüllung sind.
Die Messbeläge 20 werden beispielsweise auf den Isolierkörper nach an sich bekannten Verfahren aufgebracht bzw. aufgespritzt. An diese können die verschiedensten Instrumente angeschlossen werden, so z. B. Spannungsmesser, Synchronisiervorrichtungen, Überspannungsanzeiger und Leistungsmesser.
Es empfiehlt sich, die Messbeläge stärker als die bisherigen Metallisierungen auszuführen, um die Anschlussleitungen 33, die bis zu den Klemmen 34 am Stromwandler führen, unmittelbar an diese Beläge anzuschliessen, beispielsweise bei Litzen unter fächerförmigen Ausbreiten der Litzenenden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Stromwandler mit zur statischen Spannungsmessung dienenden, zwischen einem Primärleiter und einem geerdeten Teil liegenden Messbelägen, gekennzeichnet durch Anbringen der Messbeläge auf einem zur Aufnahme des Stromwandlerinduktionssystems vorgesehenen Querlochisolierkörper unter Trennung von den zur Vergleichmässigung des elektrischen Feldes auf dem Isolierkörper befindlichen Metallisierungen.