AT117788B - Schaltungsanordnung zur Übertragung von Stromstößen. - Google Patents

Schaltungsanordnung zur Übertragung von Stromstößen.

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AT117788B
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Description


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  Schaltungsanordnung zur Übertragung von Stromstössen. 



   Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zum Steuern der Übertragung von elektrischen Stromstössen von einem Teil eines elektrischen Netzes auf den andern. 



   Gemäss der Erfindung wird eine Anordnung zum Steuern oder Korrigieren von elektrischen Stromstossen vorgesehen, die aus einer Gasentladeröhre und einem elektrischen Kondensator besteht, die derart miteinander zusammenarbeiten, dass sie eine Reihe von einlangenden unregelmässigen Stromstössen in eine Reihe von regelmässigen   Stromstössen   umwandeln, die zu einer auf Stromstoss ansprechenden Vorrichtung weitergeleitet werden. 



   Die Spannung der Gasentladeröhre wird normal auf einem Punkt erhalten, der um ein Geringes unter ihrem kritischen oder   Zündungspunkt liegt, doch   wird diese Spannung bei Ankunft eines elektrischen Stromstosses auf einen Punkt erhöht, der um ein Geringes oberhalb der kritischen Spannung der   Röhre   liegt, wodurch diese zum Aufleuchten gebracht wird und ein Relais betätigt, das in ihrem Stromkreis eingeschaltet ist und über dessen Kontakt ein Stromstoss zu einem andern Teil des elektrischen Netzes, das einen auf Stromstösse ansprechenden Apparat enthalten kann, weitergesandt wird. 



   Die Erfindung ermöglicht durch Verwendung einer solchen Röhre in Kombination mit einem Kondensator und einer Spannungsquelle die Steuerung und nötigenfalls die Richtigstellung einer ein-   langenden'Stromstossreihe,   bevor diese zu einem auf sie ansprechenden Apparat gesandt werden. 



   Ein Beispiel, bei dem diese Anordnung nach der Erfindung mit Vorteil verwendet werden könnte, würde sich bei einem Stromkreis für ein Maschinenschaltsystem ergeben. Die Stromstösse mögen von einem Ende eines solchen Stromkreises (bzw. Leitung) ausgesendet werden, um an dessen. anderm Ende einen Wähler zu steuern. Infolge des Umstandes, dass diese Stromstösse eventuell manuell ausgesendet wurden, oder infolge Verzerrungen im Stromkreis könnten diese Stromstösse beim Wähler oder bei einem   andern Maschinenschaltapparat   mit verzerrtem Charakter oder in einer   unerwünschten   Beziehung zueinander ankommen.

   Durch die erfindungsgemässe Anordnung werden jedoch die einlangenden Stromstösse in eine Reihe von gleichmässigen Stromstössen übersetzt, bevor sie in dem besonderen Apparat, den sie betätigen sollen, zur Verwendung gelangen.   Natürlich   können diese   Stromstossempfangs-und   Korrektureinrichtungen ausser in der hier für Erklärungszwecke angeführten Schaltung in vielen andern Fällen und Schaltungen benutzt werden. 



   In der Zeichnung stellt Fig. 1 ein Schaltungsschema dar, das die   erfindungsgemässe   Anordnungsform veranschaulicht. Fig. 2,3 und 4 sind schematische Darstellungen von Zeichen und Stromstössen, die mittels der Einrichtungen nach der Erfindung gesandt oder empfangen werden   können.   



   Fig. 1 zeigt einen Abschnitt 1 einer Ubertragungsleitung, von deren entferntem Ende Stromstösse ausgesandt werden. Zum Zweck der Erläuterung sei angenommen, dass diese Stromstösse zur Betätigung eines Wählers in einem Maschinenschaltapparat 2 benutzt werden sollen. In Brücke zur Leitung J ist ein Stromkreis angeschlossen, der eine Siebkette 4 enthalten kann, die auf die Frequenz der gesandten Signalstromstösse selektiv wirkt. Der Stromkreis 3 enthält die   Primärwicklung   eines Transformators 5. 



  Die sekundäre Wicklung des Transformators 5 liegt in einem geerdeten Stromkreis, welcher die Gasentladungsröhre 6 mit geringem Gasdruck, das Relais 10 und den Kondensator 7 enthält und über   einen Widerstand 8 an eine Batterie 9 angeschlossen ist, Die Röhre 6 ist   mit einem Gas von niederem Druck gefüllt, wie Neon, Argon, Helium oder Kombinationen dieser Gasgruppe, und besitzt die Eigenschaft, dass sie bei einer gewissen Spannung zündet, hiedurch leitend wird und nach dem Zünden bei einer 

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Zustand. Sobald jedoch ein Stromkreis über Leitung 1 einlangt und über Transformator 5 gesandt wird, wird die zur Spannung der Batterie 9 hinzugefügte Spannung des Stromstosses hinreichen, um die Röhre 6 zu zünden. Durch dieses Zünden der Röhre 6 wird Relais 10 betätigt und der Kondensator 7 entladen.

   Nachdem der einlangende Stromstoss aufgehört hat, wird jedoch die Röhre 6 nicht mehr aufleuchten, trotzdem die Spannung der Batterie   9. höher   ist als die, welche dazu nötig ist, die Röhre 6 in leitendem Zustand zu erhalten. Dies ist dem Umstand zuzuschreiben, dass der Kondensator 7 beim
Aufleuchten ¯der Röhre entladen wird. Sobald der Kondensator sich wieder aufladet, wird die Röhre nichtleitend werden und die Spannung aus Batterie 9 wird so lange keinen genügend hohen Wert zum neuerlichen Zünden der Röhre   erreiehen, bis sie duleh   die Spannung des nächsten einlangenden Strom- stosses unterstützt wird. Dementsprechend, kann ersehen werden, dass die Röhre 6 bei Einlangen eines jeden hereinkommenden Stromstosses zündet und das Relais 10 betätigt.

   Dadurch wird ein Stromkreis 11 zur Betätigung   des Wählers oder eines sonstigen Apparates in der Maschinenschalteinriehtung geschlossen.   



   Die Zeitdauer des durch die zusätzliche Spannung der einlangenden Stromstösse eingeleiteten
Aufleuchten der Röhre 6 kann durch Einstellen des Wertes eines der Stromkreiselemente, u. zw. des
Wertes der Kapazität des Kondensators 7, bestimmt werden. Mit andern Worten, der Röhrenkreis kann durch Einstellen der Kapazität des Kondensators   7   auf die Frequenz der einlangenden Zeichen abgestimmt werden. Demgemäss werden den Maschinenschalteapparaten   über den Stromkreis 11 nur   vollkommene Signale übermittelt werden, wenn auch die einlangenden Zeichen in verzerrtem Zustand ankommen sollten. 



   Es soll also damit gesagt werden, dass die Funktion des die Entladeröhre 6 enthaltenden Stromkreises durch das Verhältnis der Auf-und Entladezeit des Kondensators 7 gesteuert wird. Der letztgenannte wird wiederum durch seine ihm eigene Kapazität und die Werte des Widerstandes 8 und der
Spannungsquelle 9 gesteuert. Da diese Elemente auf einen konstanten Wert eingestellt werden können, so kann die Schaltungsanordnung so eingerichtet werden, dass sie in   gleichmässiger   Weise funktioniert und als Folge davon eine Reihe von   gleichförmigen   oder unverzerrten Zeichen, wie solche in Fig. 2 gezeigt sind, hervorgebracht werden.

   Selbst wenn die einlangenden Stromstösse die in Fig. 3 gezeigte Verzerrung aufweisen würden, oder, wie in Fig. 4 dargestellt, einen langen Stromstoss bilden würden, würde doch im Stromkreis   H   eine Reihe von gleichförmigen Stromstössen, wie sie in Fig. 2 gezeigt sind, zur Maschinenappäratur geleitet werden. Die   einlangende verzerrte Stromstossreihe,   wie sie in Fig. 3 gezeigt ist, kann   z. B. durch Störungen auf-der   Leitung infolge anderer Signale hervorgerufen werden. 



   Die Erfindung wurde wohl in dieser Beschreibung auf gewisse spezielle Einrichtungen angewendet, doch kann sie in vielen andern und weit veränderten Arten zum Ausdruck kommen, ohne von dem Erfindungsgedanken, wie er in den Ansprüchen festgelegt ist, abzuweichen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : l. Schaltungsanordnung zur Übertragung von Stromstössen, gekennzeichnet durch eine Gasentladeröhre und einen elektrischen Kondensator, die derart miteinander zusammenarbeiten, dass sie eine Reihe von einlangenden unregelmässigen Stromstössen in eine Reihe von regelmässigen Stromstössen umwandeln, die zu einer auf Stromstösse ansprechenden Vorrichtung weitergeleitet werden.

Claims (1)

  1. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannung der Gasentladeröhre normalerweise um ein weniges unterhalb ihres kritischen Wertes erhalten wird, und dass die Gasentladeröhre derart mit dem Kondensator verbunden ist, dass sie bei Empfang eines Stromstosses aufleuchtet, wodurch der Kondensator entladen und eine auf Stromstösse ansprechende Vorrichtung betätigt wird, worauf die Entladeröhre so lange nichtleitend gemacht wird, bis die Wiederaufladung des Kondensators bewerkstelligt ist.
    3. Schaltuügsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Entladeröhre und der Kondensator parallel an eine Batterie angeschaltet sind, deren Spannung zur Zündung der Röhre nicht ausreicht, aber genügt, die Röhre so lange in leitendem Zustand zu erhalten, bis sich der Kondensator entladen hat.
    4. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die einlangenden Stromstösse durch eine Siebkette und einen Transformator gehen, bevor sie die Gasentladeröhre erreichen, deren Aufleuchtezeit durch Einstellen der Kapazität des Kondensators gesteuert werden kann.
AT117788D 1928-11-02 1928-11-02 Schaltungsanordnung zur Übertragung von Stromstößen. AT117788B (de)

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