<Desc/Clms Page number 1>
Wälzlagerung für Walzen von Papiermaschinen.
Bei der Lagerung der nicht angetriebenen Walzen in Papiermaschinen besteht die Schwierigkeit, Wälzlager im Support, der am Maschinenrahmen angebracht ist, unterzubringen. Wohl ist die Möglichkeit gegeben, die Lager in ein Spezialgehäuse zu setzen, das in der Mitte eingeschnürt ist und so in den Support passt. Der eingeschnürte Gehäuseteil wird aussen kugelig ausgebildet, was notwendig ist, um Durchbiegungen der Walze auszugleichen und um ein einseitiges Anheben der Walzen zu ermöglichen.
Der Ausgleich der Walzendurchbiegungen geschieht hiebei in Form von gleitender Reibung in der Kugelfläche. Dadurch entstehen Zusatzkräfte, die von den Lagern aufgenommen werden müssen, was für diese naturgemäss von Nachteil ist. Ausserdem ist unbedingt die Anordnung von zwei Querlagern erforderlich, so dass die Lagerung der Walzen nach dieser Konstruktion verhältnismässig teuer zu stehen kommt.
Eine weitere Möglichkeit, Leitwalzen zu lagern, besteht gemäss der Anordnung nach der deutschen Patentschrift Nr. 401561 darin, dass die Walzen als sogenannte Loswalzen ausgebildet sind und die Wälzlager in den Walzen sitzen, während die stillstehende Walzenwelle vermittels eines besonderen Kopfstückes in dem Support liegt. Diese Anordnung bringt es mit sich, dass die Aussenringe der Wälzlager umlaufen, was insofern von Nachteil ist, als dadurch bei gleicher Belastung die Lebensdauer der Lager herabgesetzt wird. Auch erfordert der umlaufende Aussenring eine stramme Passung im Gehäuse, wodurch sich die Montage schwieriger gestaltet.
Die Nachteile der vorher erwähnten Lagerungen werden durch die vorliegende Erfindung vermieden. Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass ein Wälzlager mit dem Innenring auf dem als Zapfen ausgebildeten Walzenende sitzt, während der Aussenring sich in einem topfartig erweiterten Gehäuse befindet, das auf der stillstehenden Walzenwelle befestigt ist und an der Befestigungsstelle im Support aufliegt.
Durch eine derartige Konstruktion ist es möglich, die Aussenabmessungen des Gehäuses im Support verhältnismässig klein zu halten, so dass eine allgemeine Änderung des Supports und des Maschinenrahmens nicht notwendig ist ; anderseits ist durch entsprechende Ausbildung des Gehäuses im Support die Möglichkeit gegeben, die Walzen seitlich anzuheben und zu regulieren, ohne dass irgendein Einfluss auf die Lager ausgeübt wird, oder dass irgendeine zusätzliche Belastung infolge der Reibung in der Kugelfläche entsteht. Als Wälzlager wird zweckmässigerweise ein selbsteinstellendes Lager genommen, das imstande ist, Durchbiegungen der Walze und der Welle in sich auszugleichen.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform gemäss der Erfindung beispielsweise dargestellt.
In Fig. 1 ist die Lagerung im einzelnen gezeigt ; in Fig. 2 die Anordnung der Walze mit beiden Lagerseite.
In Fig. 1 ist auf der Welle 1, die stillsteht und durch die Walze 4 bis zum andern Walzenende durchgeht, das Gehäuse 2 befestigt, das aussen kugelig-ausgebildet ist und im Support 3 aufliegt. Bei dem Ausführungsbeispiele der Zeichnung ist die Auflagefläche im Support 3 gleichfalls kugelig, während sie auf der andern Walzenseite, wie aus Fig. 2 hervorgeht, zylindrisch ist ; so dass die Walze auf der einen Seite axial geführt ist. Das Gehäuse 2 ist mit der Welle 1 durch irgendein Mittel fest verbunden, in der Zeichnung beispielsweise durch einen Keil. Das Gehäuse ist dann seitwärts erweitert und bildet einen Gehäuseteil 8, der das Wälzlager 7 aufnehmen kann. Im Gehäuseteil 8 befindet sich der Aussenring 11 des Lagers, während der Innenring 12 unter Zwischenschaltung einer SpannhÜlse 6 auf dem halsartig ausgebildeten Ende 5 der Walze 4 befestigt ist.
Die Spannhülse 6 ist durch die Mutter 10 angezogen.
<Desc/Clms Page number 2>
Naturgemäss ist auch eine andere Befestigung des Innenringes 12 möglich. Die Abdichtung des Lagers nach der Walzenseite zu erfolgt durch den Deckel 9. Als Wälzlager ist ein selbsteinstellendes Pendelrollenlager dargestellt. Wenn sich also Walze oder Welle durchbiegen, wird dies in dem Lager ausgeglichen.
Die Seitenverschiebung des Gehäuses 8 bzw. 2 im Support 3 bei einem Regulieren der Walzen ist dadurch möglich, dass sich der Teil 2 in dem zylindrisch ausgebildeten Teil des Supports 3 bewegen kann. Ausserdem ist hier eine geringe Verschiebung infolge von seitlichen Temperaturunterschieden möglich. Diese Versohiebungsmöglichkeit kann auch anders ausgebildet werden. Man kann z. B. auf beiden Walzenseiten kugelig ausgebildete Supporte verwenden und die Verschiebung zwischen Welle 1 und Gehäuse 2 verlegen. Auf der einen Walzenseite muss naturgemäss eine Befestigung des Gehäuses an der Welle vorhanden sein.
Die Erfindung hat hauptsächlich Bedeutung für Leitwalzen in Papiermaschinen. Sie kann aber auch für alle andern nicht angetriebenen Walzen Verwendung finden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
L Wälzlagerungfür Walzen von Papiermaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass der Aussenring (11) des Lagers seitwärts des Supports (3) in einem topfartig erweiterten Gehäuse (8) sitzt, das im Support selbst stark verengt und an der durch die Walze gehenden stillstehenden Welle (1) befestigt ist, während der Innenring (12) des Lagers auf dem halsartig ausgebildeten Walzenende (5) sitzt.