AT1181U1 - Führung für einen schiebetisch - Google Patents
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Description
AT 001 181 Ul
Die Erfindung betrifft eine Führung für einen Schiebetisch, insbesondere für Holzbearbeitungsmaschinen, mit Leichtmetallschienen, die beidseitig am Tisch angebracht sind und entlang des Tisches verlaufen, und mit Leichtmetallschienen, die am Trägergestell des Tisches angebracht sind und parallel zu den Schienen des Tisches entlang des Trägergestelles verlaufen, wobei an den Schienen des Tisches und an den Schienen des Trägergestelles jeweils mindestens ein eine ebene Stahllauffläche bildendes Stahlprofil angebracht ist.
Bei solchen Schiebetischen wurden bisher die Schienen des Tisches und des Trägergestelles als ganzes aus Stahl hergestellt und die ebenen Stahllaufflächen waren als integrierter Bestandteil der Stahlschienen ausgebildet. Das Verschieben des Schiebetisches wird durch zylindrische Walzen ermöglicht, die zwischen den Laufflächen das Lager bilden. Diese Vollstahlschienen mußten in einem ihrer Formgebung folgenden Arbeitsschritt gehärtet werden, damit die Stahllaufflächen beim Verschieben des Tisches der Belastung standhielten und kein allzu großer Verschleiß auftrat.
Diese Vorgangsweise hatte neben einer Erhöhung der Herstellungskosten auch den Nachteil, daß die Vollstahlschienen durch das Härten immer verzogen waren und durch ihre eigene Steifigkeit damit den ganzen aus weicherem Aluminium bestehenden Schiebetisch mitverzogen haben. Zudem hat sich durch die verschiedenen Wärmeausdehnungskoeffizienten von Stahl und Aluminium der Schiebetisch bei größeren Temperaturdifferenzen stark verzogen und die notwendige Qualität des Schiebetisches konnte dadurch bei größeren Temperaturschwankungen nicht mehr gewährleistet werden. 2 AT 001 181 Ul
Aufgrund dieser Nachteile der Vollstahlschienen wurden bereits bisher Leichtmetallschienen hergestellt, in die zur Ausbildung von Stahllaufflächen Stahlprofile eingesetzt wurden. Werden geeignete, beispielsweise gehärtete Stahlprofile verwendet, so sind die Stahllaufflächen bereits hart genug und müssen nicht mehr nachbehandelt werden. Als Leichtmetall wurde insbesondere Aluminium oder eine Aluminiumlegierung verwendet, die preislich wesentlich günstiger als Vollstahl sind. Auch können die Leichtmetallschienen mit den eingesetzten Stahlprofilen den Schiebetisch nicht verziehen, da dazu die Leichtmetallschienen selbst viel zu weich sind und die Stahlmenge der Stahlprofile dazu nicht ausreicht.
Bei einer bereits bekannten Führung für einen Schiebetisch wurden zur Ausbildung von Stahllaufflächen jeweils zwei Rundstahlstangen, zwischen denen als Wälzkörper Kugeln laufen, in die Leichtmetallschienen eingesetzt. Bei einer anderen Führung wurden in die Leichtmetallschienen jeweils zwei ebene Stahlprofile, zwischen denen ebenfalls Kugeln laufen, eingeschraubt oder eingeklebt.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Führung für einen Schiebetisch bereitzustellen, die sich speziell für zylindrische Walzen als Wälzkörper eignet, wobei keine Vollstahlschienen verwendet werden sollen und bei einem einfachen Herstellungsprozeß ein guter Sitz der zur Ausbildung von ebenen Laufflächen eingesetzten Stahlprofile erreicht werden soll.
Erfindungsgemäß wird dies bei einem Schiebetisch der eingangs erwähnten Gattung dadurch erreicht, daß das Stahlprofil in die Leichtmetallschiene eingepreßt ist und zur Sicherung gegen ein Herauslösen aus der Schiene zusätzlich in dieser formschlußartig gehalten ist. 3 AT 001 181 Ul
Bei der Herstellung werden die Stahlprofile vorteilhafterweise in Längsrichtung in dafür vorgesehene Ausnehmungen (Nuten) der Leichtmetallschiene eingefädelt, wobei zwischen Lauffläche und Leichtmetall noch ein gewisses Spiel bleibt, etwa einige zehntel Millimeter. Dann wird das Leichtmetall so umgeformt, daß die Lauffläche fest in die Leichtmetallschiene gepreßt wird. Auf diese Weise wird mittels eines einfachen Herstellungsprozesses aufgrund des Einpressens und der foraschlußartigen Verbindung ein sicherer Sitz der Stahlprofile in der Leichtmetallschiene gewährleistet. Günstig ist es, zur Ausbildung von Laufflächen gehärtete Stahlprofile zu verwenden und/oder Stahlwalzprofile zu verwenden, bei denen durch die Materialumformung bei ihrer Herstellung bereits eine Härtung ein-tritt.
Als Querschnitt der Stahlprofile kommen im Sinne der Erfindung unterschiedliche Formen infrage, insbesondere ein im wesentlicher trapezförmiger oder ein T-förmiger Querschnitt.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden in den folgenden bevorzugten Ausführungsbeispielen der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung erläutert. Darin zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch einen Schiebetisch, der mit Hilfe eines Linearführungssystems an einem Trägertisch geführt wird,
Fig. 2 ein Detail A aus Fig. 1 und
Fig. 3 einen Querschnitt einer alternativen Ausge staltung des Stahlprofils für die Lauffläche. 4 AT 001 181 Ul
An einem Schiebetisch l sind beidseitig Leichtmetallschienen 2,2' angeschraubt oder auf eine andere Art befestigt, beispielsweise indem Schienen und Tisch aus einem Teil gefertigt sind. Parallel zu den Schienen des Tisches verlaufen Leichtmetallschienen 3,3', die an einem Trägergestell 4 angeschraubt oder auf eine andere Art befestigt sind. In die Leichtmetallschienen 2,2' des Tisches 1 und die Leichtmetallschienen 3,3' des Trägergestelles 4 sind in diesem Ausführungsbeispiel jeweils zwei Stahlprofile 5, die ebene Laufflächen bilden, eingepreßt. Die Leichtmetallschienen bestehen vorzugsweise aus Aluminium bzw. aus einer Aluminiumlegierung.
Wie besser aus Fig. 2 ersichtlich, laufen zwischen den Stahllaufflächen 5 der Leichtmetallschienen 2,3 des Tisches l und des Trägergestelles 4 zylindrische Walzen 6, die um eine Achse 7 rotierbar sind, welche parallel zu den Stahllaufflächen und in der Ebene der Abbildung liegt. In Fig. 2 ist außerdem der Walzenkäfig 8 bezeichnet, in dem die Walzen 6 angeordnet sind. Die Querschnitte der Stahlprofile 5 in Fig. l und Fig. 2 sind im wesentlichen trapezförmig, wobei die schmälere der parallelen Seiten die Lauffläche bildet. Die Stahlprofile 5 werden bei der Herstellung in Längsrichtung in dafür vorgesehene Nuten in den Leichtmetallschienen 2,2',3,3' eingefädelt und anschließend durch Umformung des Leichtmetalls eingepreßt. Die Trapezform der Stahlprofile 5, deren im Querschnitt schmalere Seite die Lauffläche bildet, sichert die Stahlprofile 5 formschlußartig gegen ein Herauslösen aus der Schiene.
Eine alternative Form des Querschnittes des Stahlprofiles für die Laufflächen ist in Fig. 3 dargestellt. Hier ist ein T-förmiges Stahlprofil 15 in eine Leichtmetallschiene 16 eingepreßt. 5 AT 001 181 Ul
Natürlich sind auch andere Querschnittsformen der Stahlprofile durchaus denkbar und möglich. Das Profil soll nur so ausgebildet sein, daß der Querschnitt des Stahlprofiles im Inneren der Leichtmetallschiene breiter ist als an deren Oberfläche, wodurch einem Herauslösen des Stahlprofiles entgegengewirkt wird. Auch ist die Erfindung nicht darauf beschränkt, daß jeweils zwei Stahllaufflächen pro Schiene vorgesehen sind. Bei einer anderen Anordnung und/oder Form der Leichtmetallschienen können durchaus auch eine einzelne Stahllauffläche oder mehr als zwei Stahllaufflächen an jeder Schiene vorgesehen sein. 6
Claims (7)
- AT 001 181 Ul Ansprüche : 1. Führung für einen Schiebetisch, insbesondere für Holzbearbeitungsmaschinen, mit Leichtmetall-schienen, die beidseitig am Tisch angebracht sind und entlang des Tisches verlaufen, und mit Leicht-metallschienen, die am Trägergestell des Tisches angebracht sind und parallel zu den Schienen des Tisches entlang des Trägergestelles verlaufen, wobei an den Schienen des Tisches und an den Schienen des Trägergestelles jeweils mindestens ein eine ebene Stahllauffläche für Wälzkörper bildendes Stahlprofil angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Stahlprofil (5) in die Leichtmetallschienen (2,2',3,3 ') durch ümformen des Leichtmetalls eingepreßt ist und zur Sicherung gegen ein Herausfallen aus der Schiene zusätzlich in dieser formschlußartig gehalten ist.
- 2. Führung für einen Schiebetisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für das die Lauffläche bildende Stahlprofil (5) ein gehärtetes Stahlprofil ist.
- 3. Führung für einen Schiebetisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für das die Lauffläche bildende Stahlprofil (5) ein Stahlwalzprofil ist.
- 4. Führung für einen Schiebetisch nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des Stahlprofiles (5) im Inneren der Leichtmetallschiene (2,2^3,31) breiter ist als an deren Oberfläche. 7 AT 001 181 Ul
- 5. Führung für einen Schiebetisch nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des Stahlprofiles (5) eine im wesentlichen trapezförmige Form aufweist.
- 6. Führung für einen Schiebetisch nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,-daß der Querschnitt des Stahlprofiles (5) eine im wesentlichen T-förmig Form aufweist.
- 7. Führung nach einem der Ansprüche l bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweils einander gegenüberliegenden, mit den Stahlprofilen (5,15) versehenen Leichtmetallschienen (2,2·;3,31) des Schiebetisches (l)und des Trägergestelles (4) V-förmig ineinandergreifen. 8
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