AT118212B - Verfahren zur Herstellung von Natrium- und Kaliumhydrid. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Natrium- und Kaliumhydrid.Info
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Description
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Verfahren zur Herstellung von Natrium-und Kaliumhydrid.
Die Darstellung von Alkalihydrid in technichem Massstab ist bis jetzt nicht gelungen. Es wurde nun gefunden, dass man Alkalihydrid unter Erzielung guter Ausbeuten in glatt verlaufender Reaktion dadurch herstellen kann, dass Wasserstoff bei höheren Temperaturen auf fein zerteiltes Alkalimetall einwirken gelassen wird. Der Wasserstoff kann hiebei unverdünnt oder auch in Gegenwart von Fremdgasen oder Dämpfen, sofern die letzteren die Reaktion nicht stören, angewendet werden. Die Reaktionsgase oder Gemische können auch dazu verwendet werden, um die erforderliche Wärme ganz oder zum Teil zuzuführen, z. B. dadurch, dass man sie in erhitztem Zustande in die Reaktionszone einführt. Die Anwesenheit von Feuchtigkeit ist zu vermeiden. Es empfiehlt sich daher, die in den Reaktionsraum einzuführenden Gase gegebenenfalls vorher zu trocknen.
Die Überführung des Alkalimetalls in fein zerteilte Form kann z. B. dadurch erfolgen, dass festes Alkalimetall in Gegenwart geeigneter Verdünnungsmittel vermahlen wird. Selbstverständlich müssen die Verdünnungsmittel inert sein. Unter anderem kann man z. B. Kohle, z. B. Holzkohle oder Metallpulver, z. B. Eisenpulver oder geeignete Salze, z. B. Alkalichlorid, Alkaliearbonat, als Verdünnungsmittel verwenden. Bei Verwendung des Alkalimetalls in feinzerteiltem Zustand vollzieht sich die Reaktion
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kommenden Arbeitstemperaturen dürften z. B. bei 200 bis 2500 liegen ; man kann aber auch in gegebenen Fällen höhere Temperaturen anwenden. Zur praktischen Durchführung des Verfahrens kann man z. B. so vorgehen, dass das Natriummetall zusammen mit dem Verdünnungsmittel in geeigneten Zerkleinerungvorrichtungen, z. B.
Kugelmühlen, vermahlen und dass das Metall in zerteiltem Zustand enthaltende Mischgut bei Reaktionstemperaturen mit Wasserstoff behandelt wird, Die Zuführung des Wasserstoffes kann dabei bereits während des Mahlvorganges erfolgen.
Weiterhin kann man zwecks Überführung des Alkalimetalls in den gewünschten Zustand der Zerteilung, z. B. auch so vorgehen, dass man geschmolzenes Alkalimetall mit geeigneten festen Verdünnungsmitteln mischt, wobei Schmelzvorgänge und Mischung miteinander vereinigt werden können, z. B. derart, dass das Alkalimetall in fester Form zugeführt und der Mischvorgang bei Temperaturen vorgenommen wird, welche oberhalb der Schmelztemperatur des Alkalimetalls liegen.
Der Prozess kann mit Vorteil auch kontinuierlich durchgeführt werden, z. B. derart, dass das Alkalimetall in das obere Ende eines auf Realdionstemperatur gehaltenen, umlaufenden, mit Verdünnungsmitteln beschickten Rohres eingeführt wird, Der Wasserstoff wird hiebei zweckmässig in das untere Ende des Rohres eingeleitet und dem Alkalimetall im Gegenstrom entgegengeführt. Durch passende Bemessung der Rohrlänge, der Fördergeschwindigkeit usw. kann man so arbeiten, dass das gesamte, oben eingeführte Alkalimetall bis zum Verlassen des Rohres in Alkalihydrid übergeführt ist.
Das Verdünnungsmittel kann zusammen mit dem Alkalimetall oder auch für sich in das obere Rohrende eingeführt werden. Das das Rohr verlassende Produkt stellt dann eine Mischung von Alkalihydrid mit dem Verdünnungsmittel dar. Derartige Mischungen können für manche Reaktionen ohne weiteres verwendet werden. In gegebenen Fällen wird man das Verdünnungsmittel unter dem Gesichtswinkel der Weiterverwendung des Reaktionsproduktes auswählen.
Man kann z. B. auch derart verfahren, dass man fremdartige Verdünnungsmittel nur für die Einleitung des Prozesses verwendet. Im weiteren Verlaufe des Prozesses wirkt dann das bereits erzeugte, in dem Reaktionsraum befindliche Alkalihydrid, wie gefunden wurde, selbst als Verdünnungsmittel,
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so dass man auf die weitere Zufuhr fremdartiger Verdünnungsstoffe verzichten und abgesehen von dem Anfangsstadium reines Alkalihydrid als Reaktionsprodukt gewinnen kann.
Die Erkenntnis der Anwendbarkeit von Alkalihydrid als Verdünnungsmittel für das Alkalimetall ermöglicht auch die Durchführung des Prozesses unter Verzicht auf die Mitwirkung anderer Verdünnungsmittel. Man kann z. B. auch von vornherein aus früheren Operationen stammendes Alkalihydrid als Verdünnungsmittel anwenden. Die Anwendbarkeit von Alkalihydrid als Verdünnungs-und Verteilungskörper für das Alkalimetall ist selbstverständlich nicht auf den Drehrohrofenbetrieb beschränkt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Natrium-und Kaliumhydrid durch Behandeln der entsprechenden
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in Gegenwart yon festen und bei der Reaktion festbleibenden Verteilungs- und Verdünnungsmitteln, wie z. B. Alkalichlorid ; Alkalicarbonat u. dgl. der Einwirkung des Wasserstoffes unterworfen sind.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Alkalihydrid selbst als Verdünnungsmittel für das Alkalimetall verwendet wird.3. Verfahren nach den Ansprüchen l und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktion in einem Drehrohr durchgeführt wird, wobei Alkalihydrid unverdünnt im kontinuierlichen Betrieb gewonnen werden kann.-
Applications Claiming Priority (1)
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| AT118212T | 1926-09-13 |
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