<Desc/Clms Page number 1>
Schutzilberzug für Brennfliissigkeitsbeh lter.
Die Erfindung betrifft einen Schutziiberzug an Behältern für flüssigen Brennstoff, vorzugsweise Benzin u. dgl. leichte Kohlenwasserstoffe, welcher Überzug den Zweck hat, bei Durchlochungen des Behälters, z. B. durch Gewehrgeschosse, das Ausströmen des Brennstoffs und namentlich die damit verbundene Feuersgefahr zu verhüten.
Es sind schon mannigfache Schutzüberzüge dieser Art bekannt geworden, darunter auch Ausführungen mit je mehreren Schichten aus vulkanisiertem Kautschuk und aus Rohkautschuk, womit erreicht werden soll, dass die in den unlöslichen Kautschukschichten entstehenden Risse durch den von der Brennflüssigkeit aufgelösten Rohkautschuk zugeschlämmt, d. h. verstopft werden. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass dabei nicht genügend Rohkautschuk aufgelöst wird, und deshalb die Verstopfung unzureichend ist, weil die Rohkautschukschichte von der Behälterwand durch eine in der Brennflüssigkeit unlösliche Schichte, z. B. aus vulkanisiertem Kautschuk getrennt ist.
Dieser Übelstand wird gemäss der Erfindung dadurch beseitigt, dass die erste Rohkautschukschichte mit der Behälterwand in unmittelbarer Berührung steht oder von ihr nur durch eine für den flüssigen Brennstoff durchlässige Schichte getrennt ist. Es wird dadurch erreicht, dass der nach dem Einschlagen eines Geschosses in die Behälterwand durch die Ein-und Ausschussöffnung entweichende flüssige Brennstoff unmittelbar mit der ersten Rohkautschukschichte in Berührung tritt und wenn er die äussere Schichte von elastischem vulkanisiertem Kautschuk erreicht, so viel gelösten oder gequollenen Kautschuk mitführt, dass die in der äusseren Schichte von vulkanisiertem Kautschuk durch das Geschoss hervorgebrachten,
sich rasch verengenden Löcher und Risse sich mit Kautschuklösung füllen und infolge der raschen Verdunstung des flüssigen Brennstoffes durch den in ihnen sich abscheidenden Rohkautschuk dicht verklebt werden.
EMI1.1
führungsform der Erfindung. Fig. 3 ist ein der Fig. 2 ähnlicher Schnitt einer andern Ausführungsform.
Es ist 1 die Wandung des Behälters, 2 ein grossmaschiges Gewebe, das die äussere Schichte 5 aus vulkanisiertem und sehr elastischem Kautschuk dicht an die innere Schichte 4 aus rohem, unvulkanisiertem Kautschuk drückt, der so rein wie möglich sein soll. Ein ähnliches Gewebe 2'kann ausserdem noch unmittelbar um die Behälterwandung 1 selbst gelegt werden. In Fig. 1 sind zwischen das Gewebe 2' die Behälterwandung 1, falls man das Gewebe 2'fortlässt und die Wandung 4 aus rohem Kautschuk zueinander parallele Leisten 6, in beliebigen Abständen über dem Umfang des Behälters verteilt angeordnet, die aus einem im Brennstoff unlöslichen Stoff, vorzugsweise vulkanisiertem Kautschuk bestehen.
Zwischen den auf der Kautschukschichte 4 aufgeklebten oder bloss durch den Druck des Gewebes 2 festgehaltenen Leisten 6 verbleiben zueinander parallele Kanäle 7. Die einzelnen Leisten bzw. Kanäle sind vorteilhaft in bei eingebautem Behälter lotrechter oder nahezu lotrechter Richtung angeordnet, um das Ausfliessen der Flüssigkeit zu erleichtern. Ein in den Behälter eingedrungenes Geschoss durchbohrt bei Ausschuss die zweite Behälterwandung, das Gewebe 2', die Schichte 4 sowie die Schichte 5.
Das in der Schichte 5 befindliche Loch schliesst sich nun infolge der grossen Elastizität des Kautschuks von selbst. Der aus dem Behälter ausströmende Brennstoff erfüllt nach und nach einen Kanal 7, löst mindestens die Ränder des Loches in der Schichte 4 aus nichtvulkanisiertem Kautschuk und diese
<Desc/Clms Page number 2>
Kautschuklösung dringt in die noch vorhandenen Ritzen der Schichte 5. Die völlige Verstopfung'des Loches in'der Schichte 5 erfolgt'so vollkommen selbständig.
Das in Fig. 3 dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt die Übereinanderlagerüng zweier Schutz- überzüge der in Fig. 1 und 2 dargestellten Art, die aus denselben Einzelheiten bestehen. Es sind also auch für den zweiten Überzug Leisten 6, eine nicht vulkanisierte Kautschukschichte 4, eine vulkanisierte Kautschuk-Schichte 5 und grobmaschig Gewebe 2 und 2'vorgesehen.
Die für gewöhnlich mit Luft gefüllten Kanäle'7 bieten einige wichtige Vorteile. Sie verringern das Gewicht des ganzen Schutzüberzuges,, der eine Dicke von mindestens 20 mm haben soll, ferner stellen sie verhältnismässig grosse Räume dar, in welchen an der Aussehussseite der vom Geschoss mitgerissene flüssige Brennstoff sich ausbreiten kann, ohne auf den Schutzüberzug einen Stoss von solcher Stärke auszuüben, dass durch das Zerreissen oder Bersten desselben der Ausschuss übermässig gross wird. Ausserdem bieten. sie dem sich in sie ergiessenden flüssigen Brennstoff eine ansehnliche Oberfläche von löslichem Rohkautschuk, wodurch die Bildung einer ausreichenden Menge von genügend konzentrierter Kautschuklösung. begünstigt wird. Der zur Herstellung der Schichte 5 dienende vulkanisierte Kautschuk soll grosse Leichtigkeit und hohe Elastizität besitzen.
Der zur Herstellung der Schichte 4 dienende Rohkautschuk soll im flüssigen Brennstoff möglichst leicht löslich oder quellbar sein, also möglichst rein sein, doch kann man dem Rohkautschuk noch Stoffe wie Harze beimengen, um ihn weicher und weniger kälteempfindlich zu machen.PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Schutzüberzug für Brennflüssigkeitsbehälter mit mindestens je einer Schichte aus Rohkautschuk und aus vulkanisiertem Kautschuk, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Rohkautsehukschichte mit der Behälterwand in unmittelbarer Berührung steht oder von ihr nur durch eine brennflüssigkeitsdurchlässige Schichte getrennt ist.