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Elektrische Überwachung für Weichen-und Signalstellwerke.
Bei den Kraftstellwerken werden zur Überwachung der Weichen und Signale Magnete angewendet, deren Stromkreise bei Übereinstimmung der Lagen der Bedienungshebel mit denen der Weichen oder
Signale geschlossen sind. Die angezogenen Anker der Überwachungsmagnete zeigen durch Farbscheiben die Ruhelage an und in abgefallenem Zustande Störung. Ausserdem steuern sie Überwachungskontakte in den Stromkreisen der abhängigen Fahrstrassen und Signale, deren Sperrmagnete nur dann zur Freigabe Strom erhalten, wenn die Überwachungskontakte geschlossen sind.
Um Falschmeldungen der Überwachungsmagnete durch Kleben ihrer Anker zu vermeiden, wodurch Fahrstellung der Signale bei falschen Weichenstellungen möglich wären, werden die Anker beim Umlegen der Bedienungshebel abgedrüekt, ohne dadurch volle Betriebssicherheit der Überwachungseinrichtungen zu erreichen. Auch ist es bei Verwendung von Wechselstrom für die Überwachung schwierig, die Vibration der Magnetanker zu vermeiden, die in der Ruhelage dauernd angezogen sind.
Es ist daher von besonderem Vorteil, statt der Mechanisierung'des elektrischen Stromes durch magnetische Steuerung der Überwachungselemente, sie induktiv auf die Signalstromkreise wirken zu lassen, indem bei richtiger Weichenlage Strom in den Signalstromkreis induziert wird zur Freigabe des
Signals bei erregtem Sperrmagneten. Bei falscher Weichenlage dagegen kann die Induktionsspule im Signalstromkreis drosselnd wirken.
Am einfachsten ist es, Transformatoren zu verwenden, deren Primärwicklungen in den Überwachungsstromkreisen liegen, während ihre Sekundärwicklungen je nach Bedarf in die Signal-und Abhängigkeitsstromkreise eingeschaltet werden, um die Signal-und Fahrstrassensperrmagnete zu erregen, wenn Überwachungsstrom bei übereinstimmender Hebel- und Weichenstellung fliesst, dagegen bei unterbrochenem Überwaehungsstrom als Drossel in den Magnetstromkreisen wirken.
In den Stromlaufübersichten nach Fig. 1#4 ist Drehstrom zum Betriebe zweier Weichen W 50 und W 51 angenommen, die beispielsweise mit ihrer Überwachung auf drei Fahrstrassen a1, as und as Einfluss haben. Hiefür wird eine Phase des Drehstromes benutzt. Es kann selbstverstänalich auch Wechselstrom angewendet werden oder auch bei Gleichstrombetrieb für die Weichenumstellungen Wechselstrom für die induktive Überwachung mittels eines Umformers erzeugt werden.
Die jeweils geschlossenen Kreise für Primärströme sind durch stark ausgezogene Linien und die für Sekundärströme durch stark punktierte Linien gekennzeichnet, während die stromlosen Leitungen durch schwache Linien entsprechend angedeutet sind.
D ist der Drehstrommotor im Weichenantrieb, der mit den Leitungen 1 : 3 und 2 : 4 an den zwang-
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die Phasen 1 und 11 an die Leitungen 1 und 5'bei und , Fig. l angeschlossen werden, läuft der Weichenmotor in der einen Richtung und beim Anschluss 2 und 4 in der entgegengesetzten Richtung, Fig. 2, zum Umstellen der Weiche, vorausgesetzt, dass die Leitungen 1, 3 und 2,4 bei Wl und M an den Motor angeschaltet sind. Die Phase 111 ist durch Leitung 7 dauernd mit dem Motor verbunden. Nach beendeter Umstellung werden die Stelleitungen im Antrieb jeweils vom Motor abgeschaltet, wie bei M und M'g in Fig. 1 und bei wu und 104 in Fig. 2.
Bei Beginn der Antriebsbewegung werden die Leitungen im Antrieb sofort wieder angeschaltet, so dass in den Zwischenlagen des Antriebes alle fünf Stelleitungen an den Motor angeschlossen sind zur beliebigen Umkehrung der Antriebsbewegung durch Zurücklegen des
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liegt u. zw. erhält der Transformator 8 nur Strom, wenn bei + = Lage des Hebels, wo Leitung 1 an Phase I angeschlossen ist, auch Leitung 1 im Antrieb an den Transformator 8 angeschlossen ist, entsprechend der + = Lage der Weiche, Fig. 1.. In der - = Lage des Hebels bei der Verbindung der Phase I mit Leitung 2 durch muss auch im Antrieb Leitung 2 mit 8 durch verbunden sein, entsprechend der Lage der Weiche.
Die Sekundärwicklung des Transformators 8 überträgt dann den Überwachungsstrom mit den Leitungen 5 und 6 auf Transformatoren 9, 10 und 11 im Stellwerk, deren Primärwicklungen parallel an dem Überwachungsstromkreis 5, 6 liegen. Mit dem Transformator 10 wird die Überwachungslampe 12 gespeist, die bei übereinstimmender Hebel-und Weichenlage, Fig. 1 und 2, aufleuchtet. Der Transformator 11, dessen Sekundärwicklung mit dem des andern Weichenhebels in Reihe geschaltet ist, erzeugt mit diesem gemeinsam eine Spannung im Transformator 13, wodurch die des Klingeltransformators 14, weil entgegengerichtet, aufgehoben wird. Die Klingel 15 ist demzufolge stromlos und tönt nicht.
Wird die Ruhelage einer der beiden Weichen, beispielsweise an Weiche W 50 gestört, so dass wie in Fig. 3 dargestellt, der Antriebskontakt w, den Stromkreis des Transformators 8 unterbricht und die Transformatoren im Stellwerk auch stromlos werden, so erlischt die Überwachungslampe 12, und die
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Leitung 18 hintereinander geschaltet sind. Wird der Fahrstrassenhebel a1 umgelegt, Fig. 4, so unterbricht der mit a1 bezeichnete Fahrstrassenhebelkontakt die Verbindung zum Transformator 9 der Weiche W 51
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Strom erhält, sofern der Transformator 9 bei übereinstimmender Hebel- und Weichenlage durch den Antriebstransformator 8 gespeist wird.
Ist aber bei falscher Weichen ! age der die Leitung 1 mit dem Transformator 8 verbindende Kontakt W 1 im Antrieb der Weiche W 50 unterbrochen, so wird der Transformator 9 nicht gespeist, der Sperrmagnet 16 nicht erregt. und der Fahrstrassenhebel oder das Signal nicht stellbar.
In diesem Falle ist, aber der Transformator 9 nicht nur stromlos, sondern er hat auch eine drosselnde Wirkung im Stromkreise des Sp. errmagneten 16, so dass bei mehreren Transformatoren in der Sperr- magnetleitung 18 der Magnet J6 nicht wirksam erregt werden kann, wenn einer. der Transformatoren nicht gespeist wird. Die drosselnde Wirkung der Transformatoren kann also die Unterbrechung der Über-
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Wenn der Fahrstrassenhebel a2 umgelegt wird, so schliesst der Kontakt U22 den Transformator 9 der Weiche W 50 aus und nur die Weiche W 51 ist dann in dem Sperrmaginetstromkreis. Nur für die Fahrstrasse a, kommen beide Weichen in Frage.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektrische Überwachung für Weichen-und Signalstellwerke mit Überwachlmgselementen der Weichen in den Signalstromkreisen, dadurch gekennzeichnet, dass der wechselnde Zustand der Über- wachungse1emente bei der Überwachung der Weichen-und Signalstellungen induktiv auf die Signalstromkreise wirkt.