AT118330B - Verfahren zur Verhinderung des Ansatzes von Stein bzw. Kristallen an metallischen Oberflächen. - Google Patents

Verfahren zur Verhinderung des Ansatzes von Stein bzw. Kristallen an metallischen Oberflächen.

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AT118330B
AT118330B AT118330DA AT118330B AT 118330 B AT118330 B AT 118330B AT 118330D A AT118330D A AT 118330DA AT 118330 B AT118330 B AT 118330B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Verhinderung des Ansatzes von Stein bzw. Kristallen an metallischen 
Es sind eine Reihe von Verfahren bekanntgeworden, die sich zum Ziele setzen, den Ansatz von Kesselstein an Kesselwänden durch elektrische Beeinflussung zu verhindern. Als Elektrizitätsquellen werden entweder spezielle   Dynamomaschinen bzw.   der von solchen kommende Gleich-oder Wechselstrom oder Thermoelemente herangezogen. Ferner werden, speziell bei Verwendung von Thermoelementen als Stromquelle,   Unterbrecher   in den Stromkreis eingeschaltet, da sich nach Angabe der Erfinder herausgestellt haben soll, dass der ruhende Thermostrom allein ohne Wirkung bleibt. 



   Vorliegendes Verfahren bedient sich nicht der oben genannten   Elektrizitätsquellen,   sondern es wird eine Anordnung getroffen, die es   ermöglicht,   den zu   schützenden   Kessel unter die Wirkung atmosphärischer Elektrizität zu bringen. Man erreicht dies beispielsweise durch Erdung des Kessels, die gegebenenfalls an mehreren Stellen vorgenommen wird. 



   Eine sehr wirksame Ausführungsform sei nachstehend beschrieben. 



   Man erdet den Kessel gut und verbindet ihn dann etwa am Dom mittels eines Leitungsdrahtes mit einer isoliert vom Erdboden aufgestellten und in die Luft ragenden, zweckmässig spitz zulaufenden Metallstange. Es hat sich gezeigt, dass es besser ist, den Kessel möglichst an zwei Stellen mit der Erde zu verbinden. Kessel, die an sich durch die Speiseleitung schon gut geerdet sind, benötigen nur noch eine weitere Erdung. 



   Infolge Spitzenwirkung findet ein ständiger Potentialausgleich durch die Kesselwände zwischen den elektrischen Ladungen der Erdoberfläche und den elektrischen Ladungen der Atmosphäre statt. 



   Man kann statt des Spitzenapparates eine Antenne, wie sie bei Radioeinrichtungen üblich ist, anwenden. Dabei fällt die Wirkung besser aus, wenn die Antenne oder auch die Zuleitungsdrähte möglichst parallel zu etwa in der Nähe befindlichen Licht-oder   Kraftleitungen   gerichtet wird, nicht aber senkrecht zu diesen, wie dies bei Radioanordnungen vorgeschrieben wird. An diese Antenne können eine oder mehrere Spitzen angebracht werden, um den Potentialausgleich der Erd-und Luftladungen zu erleichtern. Jede der Erdungsplatten kann nicht nur an je einem Punkt, z. B. am Speiserohr und am Ablassstutzen, sondern auch je an mehreren Punkten mit dem Kessel verbunden werden. 



   Den   Antenneanschluss   macht man am besten   am höchsten   Kesselpunkt, also am Dom. 



   Man kann auch künstlich in irgendeiner an sich bekannten Weise ein   Potentialgefälle   erzeugen, welches dem Potentialausgleich zwischen den elektrischen Ladungen der Erdoberfläche und den elektrischen Ladungen der Atmosphäre entspricht. In diesem Falle werden die entsprechenden Potentiale an den Kessel gelegt, indem man die Quellen der elektrischen Energie leitend mit dem Kessel verbindet. 



  Gegegebenenfalls unterbricht man diese Leitung an einer oder mehreren Stellen durch Zwischenlegen voneinander gegenüberstehenden, aber sich nicht berührenden Metallspitzen, so dass der Potentialausgleich über diese erfolgen muss. 



   Ein mit einer der beschriebenen Einrichtungen versehener Kessel oder sonstige metallische Behälter setzt keinen Kesselstein mehr an. Es wurde sogar beobachtet, dass bereits anhaftender Stein sich nach und nach lockert, zerbröckelt und schliesslich abfällt. Die Kesselreinigung beschränkt sich auf Ausspritzen mittels eines kräftigen Wasserstrahl. 

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 EMI2.1 
 aus Salzlösungen unterbinden. Infolgedessen ist das neue Verfahren überall geeignet, wo die Verhütung des Ansatzes von Kristallen an Flächen, welche mit den Salzlösungen in Berührung stehen, erwünscht ist. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Verhinderung bzw. Beseitigung des Ansatzes von Stein oder Kristallen an metallischen Oberflächen, dadurch gekennzeichnet, dass die zu schützenden Flächen an einer oder mehreren Stellen geerdet werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das zu schützende metallische Gefäss noch an einer oder mehreren Stellen an eine oder mehrere in die Luft ragenden, gegen die Erde isolierten Metallspitzen anschliesst.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man an Stelle der in die Luft EMI2.2 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Antenne möglichst parallel zu der in der Nähe derselben befindlichen elektrischen Licht- oder Rraftleitung gerichiet ist.
    5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Antenne mit einer oder mehreren in die Luft ragenden Metallspitzen versehen ist.
    6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass künstlich in an sich bekannter Weise elektrische Ladungen erzeugt werden, die der elektrischen Ladung der Erdoberfläche einerseits und der elektrischen Ladung der Atmosphäre anderseits entsprechen, und der Potentialausgleich vermittels einer leitenden Verbindung der Energiequellen mit dem zu schützenden Gegenstand über diesen EMI2.3
AT118330D 1928-02-17 1929-02-08 Verfahren zur Verhinderung des Ansatzes von Stein bzw. Kristallen an metallischen Oberflächen. AT118330B (de)

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