AT118335B - Abschlammeinrichtung an Röhrenkesseln. - Google Patents

Abschlammeinrichtung an Röhrenkesseln.

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AT118335B
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desludging
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pipes
desludged
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Martin Dipl Ing Eule
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Siemens Ag
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    Abschaammemrichtung   an   Röhrenkesselu.   



   Dampfkessel, die lediglich aus einem beheizten Röhrensystem bestehen, sind gegen unreines Speisewasser sehr empfindlich. Setzen sieh während des Betriebes in einzelnen Rohren grössere Schlammengen ab, so wird der   Durchfluss   des Arbeitsmittels unterbrochen, die Rohre werden nicht mehr genügend gekühlt, sie erwärmen sich über das zulässige Mass hinaus und können, da sie den auftretenden Festigkeitsbeanspruchungen nicht mehr standzuhalten vermögen, zerstört werden. Bei derartigen Kesseln genügt es deshalb nicht, wenn man in grösseren Zeitabständen den Betrieb stillsetzt und den Kessel einer Reinigung unterzieht, vielmehr muss man die   Entschlammungseinriehtung   so ausbilden, dass die einzelnen Elemente jederzeit unabhängig voneinander selbst während des Kesselbetriebes entschlammt werden können.

   Zu diesem Zweck kann man die einzelnen Parallelstränge durch Ventile an eine Entschlammungsleitung anschliessen. Dadurch entsteht ein grösseres   Druckgefälle   und die Strömungsgeschwindigkeit in dem zu entschlammenden Rohre steigt. Durch die starke Strömung des Arbeitsmittels werden die Schlammteilchen mitgerissen. Man kann die Leitungen, die zum Entschlammungsrohr führen, entweder an dem Eintritts-oder dem Austrittsende der einzelnen Parallelstränge anbringen. Befinden sie sich am Austrittsende, so bleibt die Betriebsströmungsrichtung in dem Parallelstrang während des Entschlammens erhalten.

   Befinden sich die Anschlussleitungen dagegen an dem Eintrittsende der Parallelstränge, so wird infolge des höheren Druckes im Sammelbehälter, in den die einzelnen Parallelstränge einmünden, das zu entschlammende Rohr in dem der normalen Strömung entgegengesetzten Sinne durchflossen. 



   Besonders schwierig werden die Verhältnisse, wenn die Parallelstränge durch besondere Mischoder   Ausgleichsbehälter   untereinander verbunden sind, in denen sich die einzelnen Arbeitsmittelströme mischen und von denen aus sie wieder auf die Parallelstränge verteilt werden. Diese Behälter haben den Zweck, die Erzeugung von Dampf gleichen Druckes und gleicher Temperatur in den verschiedenen Strängen zu begünstigen. Auf die angedeutete Weise kann man entweder nur den vor dem Mischbehälter liegenden Rohrteil oder den hinter dem   Mischbehälter   liegenden entschlammen, jedoch nicht beide zu gleicher 
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 werden können. 



   Die vorhandenen Schwierigkeiten werden durch die Erfindung beseitigt. Sie besteht darin, die Entschlammungseinrichtung so auszubilden, dass für alle Parallelstränge nur ein einziges Schaltorgan vorhanden ist, mit dem jeder Rohrstrang an die Entschlammungsleitung angeschlossen werden kann, ohne dass der Mischvorgang für die übrigen Rohre unterbrochen wird. Lässt man die zu entschlammenden Rohre in den Boden des als zylinderförmigen Behälter ausgeführten Mischraumes münden, kann man über dem Boden eine mit Bohrungen versehene drehbare Scheibe anordnen, die einen Verbindungskanal zur Entschlammungsleitung enthält. Damit sieh der Verbindungskanal zur Entschlammungsleitung genau über die Mündungsöffnung des zu entschlammenden Rohres legt, kann eine Teilvorrichtung vorgesehen sein.

   Dadurch muss jedesmal, nachdem der Entschlammungsvorgang für ein Rohr beendet ist, die Scheibe um so viel verdreht werden, dass die Öffnung der Verbindungsleitung sich genau vor die Mündungs- 
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 mit Hilfe einer Spindel abgehoben werden. Die   Entsehlammungsleitung   muss dann vorher durch ein besonderes Ventil abgesperrt werden. 

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   In den Figuren ist eine Ausführungsform des Erfindungsgedankens dargestellt. In der Fig. 1 soll an einem runden   Sollachtkessel   die Rohranordnung mit dem eingebauten   Mischbehälter   gezeigt und gleichzeitig erklärt werden, wie die Entschlammungseinrichtung nach der Erfindung arbeitet. 



   1 ist der. Strahlungsraum eines runden Schachtkessels, der durch die Düsen 2 befeuert wird und in dem die Dampferzeugerrohre liegen. Das Speisewasser gelangt durch die Leitung 3 zu einem Verteiler 4, von dem aus es den einzelnen Rohrsträngen   5   zugeführt wird. Durch die absteigenden Äste der Rohrstränge 5 gelangt das Wasser in den Strahlungsraum 1. Durch die aufsteigenden Äste der Rohrstränge 5 strömt das Arbeitsmittel, sei es in flüssigem, sei es in dampff örmigem Zustande, in den Mischraum 6 und von dort aus, nachdem der Ausgleich hergestellt ist, in die   Rohrstränge   7.

   Nachdem das Arbeitsmittel durch die   Rohrstränge   7 den Strahlungsraum zum zweiten Male durchströmt hat und die Dampfbildung beendet ist, gelangt es in einen Sammler   8,   von dem aus es durch die Leitung 9 dem Überhitzer oder den Verbrauchern zugeführt wird. Von dem Mischraum 6 geht eine Entschlammungsleitung 10 ab, die ins Freie mündet und mit der die einzelnen Parallelstränge verbunden werden können. Im Mischraum ist gemäss der Erfindung eine drehbare Verteilerscheibe 11 angebracht, die jedes Rohr durch eine Leitung 12 mit der Entschlammungsleitung 10 verbinden kann.

   Die übrigen Rohre, die nicht an die Entschlammungsleitung angeschlossen sind, bleiben durch Leitungen 15 mit dem Mischraum in Verbindung, so dass unabhängig davon, ob irgendein Rohr   entschlammt   wird, der Inhalt der übrigen Rohre gemischt werden kann. 



   Bei der dargestellten Anordnung wird der Teil   y   der Parallelstränge so entschlammt, dass das Arbeitsmittel in der der normalen Strömung entgegengesetzten Richtung die Rohre   durchfliesst.   Für die Teile 5 ist eine entsprechende Einrichtung im Verteiler 4 angebracht, mittels derer eine Verbindung mit der Entschlammungsleitung 13 möglich ist. Man könnte die Einrichtung auch so gestalten, dass das Arbeitsmittel während des Entschlammungsvorganges das zu entschlammende Rohr in derselben Richtung 
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 der Rohre an den   Mischbehälter,   für den Teil 7 an den Sammler 8 anzuschliessen. 



   In den Fig. 2 und 3 ist eine besondere Ausführungsform des Mischtopfes mit. der Verteilerscheibe zur Darstellung gekommen ; für die gleichen Teile sind dieselben Bezugszeichen gewählt wie in der Fig. 1. 



  Im Misehtopf 6 befindet sich ein scheibenförmiger Körper   11,   der eine Bohrung 12 besitzt, mit deren Hilfe eine Verbindung zwischen einem der Rohre. 7 mit der Entschlammungsleitung 10 hergestellt werden kann. Ausserdem sind in der Verteilerscheibe Öffnungen 15 in einer Zahl angebracht, die der Anzahl der in den Mischtopf mündenden Rohre entspricht. Die Bohrungen 15 gestatten, dass der aus den Rohren 5 kommende Dampf sich im Mischraum 16 mischt und auf die   Parallelstränge verteilt   wird ohne Rücksicht darauf, ob eins von diesen Rohren gerade entschlammt wird. Ist die   Entschlammung. eines Rohrstranges   beendet, so wird der Körper 11 weitergedreht, um den nächsten Rohrstrang mit der Entschlammungsleitung zu verbinden.

   Zur genauen Einstellung der Verbindungsleitung 12 über dem nunmehr zu entsehlammenden Rohr dient eine Teilscheibe 19 mit Bohrungen   20,   in die Teilstifte 21 eingreifen. Zur Verdrehung der Scheibe 11 und der Teilscheibe 19 dient ein Handrad   22.   Der Scheibenkörper 11 wird von einer Spindel 17 getragen, die mit Hilfe eines Handrades 18 gehoben werden kann, falls eine Entschlammung sich nicht als nötig erweist. 



   Die Fig. 2 zeigt eines der Rohre 7   während-des Entschlammens.   Dabei muss das Ventil 23 in der   Entsehlammungsleitung geöffnet   sein. 



   Fig. 3 zeigt die Entschlammungsvorrichtung in der angehobenen Stellung, in der sämtliche Rohre 
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 geschlossen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung   zum Entschlammen   von aus mehreren parallel geschalteten Rohrsträngen bestehenden Dampferzeugern, bei denen in die einzelnen Parallelstränge   Misch-oder Ausgleichsbehälter eingeschaltet   sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Entschlammungsleitung unmittelbar an den   Mischbehälter   angeschlossen ist und das Schaltorgan, mit dessen Hilfe jeder beliebige Rohrstrang an die Entschlammungsleitung angeschlossen werden kann, innerhalb des Mischbehälters liegt.

Claims (1)

  1. 2. Anordnung nach Anspruch l, gekennzeichnet durch einen als Schaltorgan dienenden Verteilerkörper ), durch den die einzelnen Parallelrohre wahlweise an die Entschlammungsleitung (10) angeschlossen werden können.
    3. Anordnung nach Anspruch l oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zu entschlammenden Rohre in den Boden eines zylinderförmigen Behälters (6) münden und dass über dem Boden eine mit Bohrungen (12, 15) versehene drehbare Scheibe (11) liegt, die einen Verbindungskanal (12) zur Entschlammungsleitung (10) enthält.
    4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch. gekennzeichnet, dass die Scheibe (11) mit Hilfe einer Teilvorrichtung (19, 20, 21) auf die zu entschlammende Leitung einstellbar ist.
    5. Anordnung nach Anspruch'3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe (11) z. B. mit Hilfe einer Spindel (1) angehoben werden kann.
AT118335D 1928-06-16 1929-06-15 Abschlammeinrichtung an Röhrenkesseln. AT118335B (de)

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