<Desc/Clms Page number 1>
Pneumatische Bogenanlegevorrichtung.
EMI1.1
steigern.
Hiezu war nötig, Vorkehrungen dafür zu treffen, dass der Maschine ein möglichst hoher Bogenstapel vorgelagert werden kann, weil jede Neubeschickung des Stapeltisches mit einer längeren Arbeitspause verknüpft ist, durch die selbstverständlich die Arbeitsleistung vermindert wird.
Je. höher aber der Stapel geschichtet wird, um so grösser ist die Möglichkeit, dass bei wiederholt zu bedruckenden Bogen die Oberfläche des Papierstapels Unebenheiten erheblicher Art zeigt und infolgedessen beim Niederbewegen der Saugerstange auf dem Stapel nicht alle Sauger so, wie es notwendig ist, mit dem obersten Bogen in unmittelbare Berührung kommen, um diese Unebenheiten auszugleichen, verwendete man bereits Sauger, die mit. der Saugerstange in nachgiebiger Verbindung stehen.
Durch die nachgiebigen Sauger, insbesondere durch die zu ihrer Führung notwendigen Haltekörper, wird jedoch die Saugerstange erheblich stärker belastet als bei Anwendung starrer Sauger und diese Mehrbelastung steigert die Erschütterungen, die auftreten, wenn die Kippung der Sauerstange mit den bisher bei starren Saugern angewendeten Mitteln erfolgt, die stossweise arbeiten. Heftige Stösse stören aber die Bogenabnahme und da die Stösse um so stärker auftreten, je rascher sich die Arbeitsvorgänge abwickeln, kann von Saugerstangen, die mit nachgiebigen Saugern besetzt sind und ihre Kippbewegung durch die übliche Stosskippung erhalten, nur Gebrauch gemacht werden, so lange es sich um mässige Leistungen handelt.
Dadurch nun, dass erfindungsgemäss die mit nachgiebigen Saugern besetzte Saugerstange mit einer stossfrei arbeitenden Kippvorrichtung in Verbindung gebracht wird, werden auch diese Übelstände beseitigt, so dass nun die Bogenanlegevorrichtung befähigt wird, selbst unter den ungünstigen Bedingungen störungsfrei zu arbeiten, d. h. es wird die Höchstleistung in der Bogenförderung erzielt, ohne dass nachteilige Erscheinungen auftreten.
Die nachgiebigen Sauger gestatten ein hohes Stapeln der Bogen, so dass weniger Arbeitspausen entstehen, die unvermeidlich sind, wenn ein neuer Bogenstapel aufgelegt wird und das stossfrei arbeitende Kippgestänge sichert der pneumatischen Bogenabhebevorrichtung eine jederzeit störungsfreie Wirkungsweise.
In der Zeichnung veranschaulichen die Fig. 1-4 Teile der Saugerstange mit nachgiebigen Saugern verschiedener Ausgestaltung und die Fig. 5-8 veranschaulichen die Einrichtung zum Kippen der Sauger, u. zw. zeigt Fig. 5 eine Seitenansicht des Bewegungsgestänges bei auf den Bogenstapel aufgesetzten Sauger, Fig. 6 einen. Grundriss der Fig. 5, Fig. 7 die Stellung des Bewegungsgestänges bei in Kipplage befindlichen Saugern und die Fig. 8 eine teilweise Vorderansicht der Saugerstange.
Die Sauger b werden auf ihrer Tragstange, d. i. der Saugerstange a von Gabelstücken 2 gehalten, in denen sie sich in Achsrichtung also auf und ab verschieben können. Innerhalb der Gabelstücke 2 sind über die Sauger b, Federn. 3 geschoben, die sieh gegen einen Bund 4 der Sauger b legend, diese in bestimmte Lage nach abwärts verschieben. Mit der als Saugrohr dienenden Saugerstange a sind die Sauger durch biegsame Schläuche 5 verbunden (s. Fig. 1 und 2), wobei über der Saugerstange a an der Anschlussstelle für den Schlauch 5 ein Hahn 6 vorgesehen ist, so dass die jeweils nicht benötigten Sauger b ausser Wirksamkeit gesetzt werden können.
Die Zapfstelle 6 befindet sich seitlich zu den Saugern b, so dass letztere nach Bedarf in Achsrichtung der Saugerstange a verschoben werden können, zu welchem Zweck die Saugerstange a auf der Oberfläche mit einer Längsnut versehen ist, in die sieh die zum Feststellen der
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
sich in gleiche Ebene zueinander einstellen.
Wird die Saugerstange a nicht als Saugleitung benutzt, so dass sie nur als Träger für die Sauger b dient, so können die biegsamen Schläuche 5 nach einer ortsfestgelagerten Saugstange a'führen (Fig. 3). Wenn Bogen anzulegen sind, die sich mit metallishen Saugern infolge ihrer besonderen Eigenschaft nicht sicher erfassen lassen, können die Sauger als Doppelsauger ausgebildet werden (Fig. 4), indem der eine Teil b aus Metall besteht und der andere'Teil b'eine Fussplatte 9 aus Gummi erhält, so dass nun mit einem solchen Sauger alle Papierarten sicher vom Stapel abgehoben und der Arbeitsmaschine zugeführt werdenkönnen.
Ein in die Saugerkanäle dieses Saugerseingebauter Dreiweghahn Mbietet die Möglichkeit, ganz nach Bedarf den Saugweg nach dem Metallfuss oder auch nur nach dem Gummifuss 9 freizugeben oder auch beide Kanäle mit der Saugleitung in Verbindung zu bringen.
Bekanntlich arbeiten die pneumatischen Bogenanlegevorrichtungen in der Weise, dass die Saugerstange zwei senkretht zueinander gerichtete Bewegungen ausführt, u. zw. wird sie, nachdem sie über dem Bogenstapel angekommen ist, auf diesen niedergesenkt, so dass sich die Sauger b auf den Bogenstapel aufsetzen und infolge ihrer nachgiebigen Lagerung den Unebenheiten des Bogenstapels anpassen, so dass der Bogen von allen auf der Saugerstange a befindlichen Saugern b erfasst wird. Nach dieser Aufsetzbewegung erfolgt ein Kippen der Sauger um ihre hintere Kante, worauf die Saugerstange vom Bogenstapel wieder abgehoben und in Längsrichtung der Maschine bewegt wird, damit der Bogen einer andern Fördervorrichtung übergeben werden kann.
Unmittelbar hierauf geht die Saugerstange in ihre Anfangslage wieder zurück und das Spiel beginnt von neuem.
Damit die Kippbewegung sich, so wie es die nachgiebigen Sauger erfordern, stossfrei vollzieht, erhalten sie ihre Bewegung durch das nachfolgend beschriebene Bewegungsgestänge.
Die Stange a, auf der die Sauger b über die ganze Breite der Maschine verteilt befestigt sind, ist an beiden Enden mit kurbelartigen Armen a versehen, deren Kurbelzapfen d'sich über beiderseitigen Bahnen g'bewegen, die senkrecht über dem Papierstapel in einer gegen die Bahn g offenen Pfanne g' endigen. Diese Bahn g wird in bekannter Weise durch das um die Achse h schwingbare Gestänge k, k' gehoben und gesenkt bzw. um die Achse m auf- und. abwärts geschwungen. Auf dem Kurbelzapfen d'sind
EMI2.2
gleichen Kurbelzapfen auch die Zugstangen p angreifen. Letztere dienen durch Vermittlung der um die Achse r schwingbaren Hebel s und der Kurvenbahn t dazu, die Saugerstange a taktmässig vor und zurück über die Bahn g zu bewegen.
Mit der Kurvenbahn t ist auf der gleichen Welle l'eine zweite Kurvenbahn v befestigt, die durch die Stange w und den Hebel x mit der Zugstange y in Verbindung steht. Die Zugstange y greift an den schlitzförmig gestalteten Hebel z an, der um einen an der Zugstange p angebrachten Zapfen i schwingt und in dessen Schlitz'dix an den Arm o angelenkte Zugstange y'derart verstellbar
EMI2.3
Schlitz z' der Ausschlag des Armes a nahezu bis auf Null vermindert werden kann, was zur Folge hat, dass auch die Saugstange a eine angemessene Kippbewegung ausführt. Die Verstellung der Zugstange y' in dem S hlitz z'des Hebels z kann mittels Mutterschraube f erfolgen (Fig. 7).
Bei der Einstellung der Zugstange y'gemäss der Fig. 5 erhält die Saugstange ihren stärksten Ausschlag (Fig. 8).
Erfahrungsgemäss liegen die Bogen nicht immer völlig eben, sondern es treten Fälle ein, in denen die vordere Kante der Bogen eine gewölbte oder auch vertiefte Form besitzen und diesen Verhältnissen muss sich die Saugerstange anpassen lassen in solcher Weise, dass sich beim Senken der Saugerstange auf
EMI2.4
aufsetzt.
Aus diesem Grunde ist es notwendig, dass sich die Arme o auf den Kurbelzapfen d'mit Hilfe der
EMI2.5
die verstellbar miteinander verbunden werden.