AT11860U1 - Verfahren zur herstellung einer wanne für eine duschtasse aus keramikmaterial - Google Patents
Verfahren zur herstellung einer wanne für eine duschtasse aus keramikmaterial Download PDFInfo
- Publication number
- AT11860U1 AT11860U1 AT0001910U AT192010U AT11860U1 AT 11860 U1 AT11860 U1 AT 11860U1 AT 0001910 U AT0001910 U AT 0001910U AT 192010 U AT192010 U AT 192010U AT 11860 U1 AT11860 U1 AT 11860U1
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- trough
- plate
- ceramic material
- shower tray
- producing
- Prior art date
Links
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A47—FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
- A47K—SANITARY EQUIPMENT; ACCESSORIES THEREFOR, e.g. TOILET ACCESSORIES
- A47K3/00—Baths; Showers; Appurtenances therefor
- A47K3/28—Showers or bathing douches
- A47K3/40—Pans or trays
Landscapes
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Public Health (AREA)
- Epidemiology (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Furnace Charging Or Discharging (AREA)
Abstract
Bei dem Verfahren zur Herstellung einer einem Abflussbereich mit Gefälle zulaufenden Wanne (3) für eine Duschtasse aus Keramikmaterial, wird eine plane Keramikplatte (5) auf Randstützen (9) aufgelegt und dann auf eine Verformungstemperatur im Bereich von 700 bis 900° C, vorzugsweise 800° C erhitzt, sodass sie sich von den Randstützen (9) ausgehend, insbesondere unter ihrem Eigengewicht und vorzugsweise bis zur Auflage auf weitere die jeweilige auch das Gefälle bestimmende Endform definierende Abstützungen (10) zur Wanne (3) durchbiegt bzw. wölbt, wobei im Abflussbereich bereits in der planen Platte oder nach der Abkühlung der geformten Wanne ein Abfluss (2) angebracht wird.
Description
österreichisches Patentamt AT 11 860 U1 2011-06-15
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer einem Abflussbereich mit Gefälle zulaufenden Wanne für eine Duschtasse aus Keramikmaterial.
[0002] Duschtassen aus Keramikmaterial sind als einteilige gebrannte und vorzugsweise glasierte Formstücke bekannt, die aufgrund der Herstellungsweise entsprechend relativ große Wandstärken und daher auch ein entsprechend großes Eigengewicht aufweisen müssen. Damit ergibt sich auch für den eigentlichen Wannenbereich ein entsprechende Dicke, die es schwierig oder unmöglich macht, die Wanne in gleicher Höhe mit einem anschließenden Boden des Duschraumes anzubringen, um einen stufenlosen Eintritt zur Duschtasse zu ermöglichen.
[0003] Aus dem Stand der Technik sind Duschtassen mit Wannen aus Natur- oder Kunststeinen bekannt (DE 20 2004 013 374 U1), bei welchen Wannen zur Bildung eines Gefälles in Richtung eines Abflusses verschiedenste Natur- oder Kunststeinplatten zu Polygonen geschnitten und dann zusammengeklebt werden. Von Nachteil bei derartigen Duschtassen ist deren Konstruktionsaufwand, wodurch diese auch ein aufwendiges Fertigungsverfahren bedürfen und daher kostenintensiv sind. Außerdem sind derartige Duschtassen vergleichsweise bruchempfindlich und bedürfen einer vergleichsweise sorgfältigen Verarbeitung. Hinzu kommt, dass trotz genauem Polygonzuschnitt eine gewisse Fugenbildung nicht ausgeschlossen werden kann, so dass neben störenden Kanten im Gefälle der Wanne auch ein dichter Wasserabschluss nicht gewährleistet werden kann.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren der eingangs genannten Art zu schaffen, das es ermöglicht, insbesondere die Wanne der Duschtasse relativ dünnwandig und dabei stabil einteilig herzustellen, wobei die Herstellung möglichst kostengünstig sein soll und auch verschiedene Formen der Wanne sowie verschiedene Größen und verschiedene Möglichkeiten über die Anordnung des Ablaufbereiches und des Gefälles mit einfachen Mitteln verwirklicht werden sollen.
[0005] Das erfindungsgemäßes Verfahren zeichnet sich im Wesentlichen dadurch aus, dass eine plane Keramikplatte auf Randstützen aufgelegt und dann auf eine Verformungstemperatur im Bereich von 700 bis 900° C, vorzugsweise 800° C erhitzt wird, sodass sie sich von den Randstützen ausgehend, insbesondere unter ihrem Eigengewicht und vorzugsweise bis zur Auflage auf weitere die jeweilige auch das Gefälle bestimmende Endform definierende Abstützungen zur Wanne durchbiegt bzw. wölbt, wobei im Abflussbereich bereits in der planen Platte oder nach der Abkühlung der geformten Wanne ein Abfluss angebracht wird.
[0006] Es hat sich überraschend gezeigt, dass mit diesem relativ einfachen Verfahren alle gestellten Anforderungen befriedigt werden können und insbesondere eine relativ dünne Wanne mit geringem Eigengewicht in den verschiedensten geforderten Formen herstellbar ist. Die Biegefähigkeit einer kalten Keramikplatte ist an und für sich beschränkt, sodass erst durch die Erfindung die Möglichkeit besteht, ohne zusätzliche Maßnahmen Gefälle von mehr als 2 mm, sogar bis 5 mm einzuhalten, wodurch der Ablauf wesentlich beschleunigt wird. Vorzugsweise wird die Wanne beim Einbau in ein Mörtelbett bzw. in eine Ausschäumung eingelegt und damit ausreichend trittfest. Je nach der angestrebten Endform genügt es, bei einfachen Formen nur eine Zusatzstütze zur Definierung des Ablaufbereiches und damit der tiefsten Stelle vorzusehen. Kompliziertere Formen werden durch entsprechend geformte Abstützungen ermöglicht. Auch durch die Randstützen kann ein Randgefälle vorbestimmt werden. Wenn eine Abflussöffnung bereits in der planen Platte angebracht wird, kann man während des Erhitzungsvorganges eine die Öffnungsform definierende und ein Verziehen verhindernde Einlage in der Öffnung vorsehen. Einfacher ist es aber meist, die Öffnung erst nachträglich anzubringen.
[0007] Nach einer derzeit bevorzugten Ausführung sieht das erfindungsgemäße Verfahren die Verwendung einer Keramikplatte mit einer Dicke von 2 bis 5 mm, vorzugsweise 3 mm aus feinkörnigem Keramikmaterial mit einer maximalen Korn- bzw. Kristallgröße von 20 % der Dicke der Platte, insbesondere zwischen 0,1 und 0,3 mm, vor. 1/5 österreichisches Patentamt AT 11 860 U1 2011-06-15 [0008] In den meisten Fällen wird es sich überdies empfehlen, die Wanne wenigstens nach einer Teilabkühlung außenseitig mit einer Armierung, vorzugsweise aus einem Kunststoff- oder Metallnetz zu versehen. Eine Armierung aus Kunststoffmaterial kann noch an die nur teilweise abgekühlten Wanne durch Aufsiegeln angebracht werden.
[0009] Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes entnimmt man der nachfolgenden Zeichnungsbeschreibung.
[0010] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht. Es zeigen [0011] Fig. 1 eine verbaute stufenlose Duschtasse, [0012] Fig. 2 schematisch eine vor dem Erhitzungsvorgang auf Randstützen aufgelegte Kera mikplatte im Schnitt und [0013] Fig. 3 in der Darstellungsweise nach Fig. 2 die zur Duschwanne verformte Platte auf ihren Abstützungen.
[0014] Die Fig. 1 besitzt eine nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Duschtasse 1 einen bereits in der planen Platte oder erst nach der Formgebung angebrachten Abfluss 2 und eine Wanne 3, die mit Gefälle 4 in Richtung des Abflusses 2 zu läuft. Das Gefälle 4 ist nur angedeutete und kann sich in einer Größenordnung von wenigstens 2 %, insbesondere 3 bis 5 % bewegen. Die Wanne 3 ist aus einer Keramikplatte 5 geformt und kann an ihrer Unterseite eine (nicht dargestellte) Armierung aus einem Gewebe- oder Metallnetz aufweisen. In der dargestellten Einbaustellung nach Fig. 1 grenzt die Duschtasse 1 an eine Wand 6 an, wobei die Wanne 3 für einen stufenlosen Eintritt in die Duschtasse 1 mit dem anschließenden Boden 7 auf gleicher Höhe angebracht und über eine Fuge 8 abgeschlossen ist, wobei in diese Fuge 8 eine Abdichtung eingebracht werden kann.
[0015] Für die Herstellung wird die Keramikplatte 5 gemäß Fig. 2 auf Randstützen 9 aufgelegt und in diesem Zustand, beispielsweise in einen Brennofen verbracht, und in diesen auf beispielsweise 800° C erhitzt. Durch diese Erhitzung wird eine leichte Verformungstemperatur erreicht, sodass die Platte 5 sich unter ihrem Eigengewicht bis zur Auflage auf eine oder mehrere weitere formgebende Stützen durchbiegt oder wölbt, wie dies in Fig. 3 schematisch veranschaulicht wurde. Nach einer vollständigen oder teilweisen Abkühlung wird die nun zur Wanne 3 verformte Platte 5 mit einer Außenarmierung versehen. Wie schon erwähnt wurde, kann die Ablauföffnung 2 bereits in der Platte 5 oder erst nach deren Verformung zur Wanne 3 angebracht werden.
[0016] Neben der dargestellten einfachen Wannenform mit quadratischem Grundriss können auch andere z. B. ganz oder teilweise gerundete Formen der Wanne 3 hergestellt werden. Danach richten sich dann auch der Zuschnitt der Platte 5 und die Stützen 9, 10 oder entsprechende größere, also über weitere Abschnitte der Wannenunterseite reichende Abstützungen. Besonders bei komplizierteren Formen ist es auch möglich, einen auf die Oberseite der Wanne wirkenden Gasüberdruck zu erzeugen, um eine bessere Anpassung an die formgebenden Abstützungen zu erzielen. 2/5
Claims (3)
- österreichisches Patentamt AT 11 860 U1 2011-06-15 Ansprüche 1. Verfahren zur Herstellung einer einem Abflussbereich mit Gefälle zulaufenden Wanne für eine Duschtasse aus Keramikmaterial, dadurch gekennzeichnet, dass eine plane Keramikplatte (5) auf Randstützen (9) aufgelegt und dann auf eine Verformungstemperatur im Bereich von 700 bis 900° C, vorzugsweise 800° C erhitzt wird, sodass sie sich von den Randstützen (9) ausgehend, insbesondere unter ihrem Eigengewicht und vorzugsweise bis zur Auflage auf weitere die jeweilige auch das Gefälle bestimmende Endform definierende Abstützungen (10) zur Wanne (3) durchbiegt bzw. wölbt, wobei im Abflussbereich bereits in der planen Platte oder nach der Abkühlung der geformten Wanne ein Abfluss (2) angebracht wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Keramikplatte (5) mit einer Dicke von 2 bis 5 mm, vorzugsweise 3 mm aus feinkörnigem Keramikmaterial mit einer maximalen Korn- bzw. Kristallgröße von 20 % der Dicke der Platte (5), insbesondere zwischen 0,1 und 0,3 mm.
- 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wanne (3) wenigstens nach einer Teilabkühlung außenseitig mit einer Armierung, vorzugsweise aus einem Kunststoff- oder Metallnetz versehen wird. Hierzu 2 Blatt Zeichnungen 3/5
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT0001910U AT11860U1 (de) | 2010-01-14 | 2010-01-14 | Verfahren zur herstellung einer wanne für eine duschtasse aus keramikmaterial |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT0001910U AT11860U1 (de) | 2010-01-14 | 2010-01-14 | Verfahren zur herstellung einer wanne für eine duschtasse aus keramikmaterial |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT11860U1 true AT11860U1 (de) | 2011-06-15 |
Family
ID=43825199
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT0001910U AT11860U1 (de) | 2010-01-14 | 2010-01-14 | Verfahren zur herstellung einer wanne für eine duschtasse aus keramikmaterial |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT11860U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US12201249B2 (en) * | 2017-01-20 | 2025-01-21 | Seranit Granit Seramik Sanayi Ve Ticaret Anonim Sirketi | Inclined ceramic shower tile |
-
2010
- 2010-01-14 AT AT0001910U patent/AT11860U1/de not_active IP Right Cessation
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US12201249B2 (en) * | 2017-01-20 | 2025-01-21 | Seranit Granit Seramik Sanayi Ve Ticaret Anonim Sirketi | Inclined ceramic shower tile |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE202008003050U1 (de) | Duschrinnenanordnung | |
| DE69711658T2 (de) | Selbsttragendes bauelement aus expandiertem plastik, insbesondere für die herstellung von bodenplatten und gebäudewänden im allgemeinen | |
| EP1891875A3 (de) | Bauplatte, insbesondere Möbelplatte | |
| DE102012221746B4 (de) | Wandheizelement | |
| DE102014111784B4 (de) | Vorrichtung für einen beabstandet zu einer Wand im Boden eines Raumes angeordneten Bodenablauf | |
| DE19961255A1 (de) | Sanitärgegenstand | |
| DE19633350C1 (de) | Montagebaustein für die Sanitärinstallation und Verfahren zur Herstellung desselben | |
| EP2372267A2 (de) | Haltegestell für Solarmodule | |
| DE102009050873A1 (de) | Duschbodenablaufrinnensystem | |
| DE102009020728A1 (de) | Bausteine für Lüftungskanäle | |
| DE102013200221A1 (de) | Industriell vorgefertigtes Gebäude-Deckenelement mit Komponenten einer Versorgungstechnik-Einrichtung für ein Gebäude und Verfahren zur Herstellung eines solchen Deckenelements | |
| DE19945482A1 (de) | Mauerstein integrierter Vakuumdämmung und Verfahren zur Herstellung einer Wand mit diesem Mauerstein | |
| AT12602U1 (de) | Abgehängte kühl-/heizdecke | |
| DE202009003121U1 (de) | Befliesbare Stützvorrichtung | |
| DE202011001658U1 (de) | Tiefziehvorrichtung und mit der Tiefziehvorrichtung hergestellte Wanne | |
| EP1760197A2 (de) | Gestaltungs- oder Schmuckelemente aus Metall | |
| DE102023002231A1 (de) | Duschboden in leichtbauweise | |
| DE202023001201U1 (de) | Duschboden in Leichtbauweise | |
| DE102015102691A1 (de) | Verfahren und Umformwerkzeug zur Herstellung eines thermisch geformten Bauteils | |
| DE10155022B4 (de) | Bausatz und Verfahren zum Ausrichten und Aufstellen von Wannenträgern, Wannenträgeranordnungen und /oder diesen zugeordneten Funktionskörpern | |
| DE69521059T2 (de) | Aussenverputz und dessen herstellung | |
| DE202010004816U1 (de) | Vorrichtung zum Herstellen eines Skelettbausegments, ein Skelettbausegment, das mittels dieser Vorrichtung hergestellt wurde und ein Gebäude, das dieses Skelettbausegment umfasst | |
| DE202008001531U1 (de) | Duschbodenaufbau mit einem Duschbodenelement und einem Ablauf | |
| DE1921353B1 (de) | Moebelwandteil mit einer aufgeschaeumten,ornamentale Verzierungen aufweisenden Kunststoffschicht | |
| DE202023001202U1 (de) | Bodenelement in Leichtbauweise |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| MM01 | Lapse because of not paying annual fees |
Effective date: 20180131 |