AT118874B - Audionröhre. - Google Patents

Audionröhre.

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AT118874B
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Austria
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tube
coating
grid
control electrode
capacitor
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Inventor
Siegmund Dr Loewe
Horst Dr Ing Rothe
Original Assignee
Siegmund Dr Loewe
Horst Dr Ing Rothe
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Description


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    Andionröhre.   



   In der drahtlosen Telegraphie wird bekanntlich das Audion zur Gleichrichtung und Verstärkung hochfrequenter Wellenzüge benutzt. Dabei wird die Steuerelektrode einer normalen Entladungsröhre durch einen Kondensator mit parallel liegendem Ableitewiderstand blockiert. Während die Hochfrequenz ungehindert durch den Kondensator hindurchtreten kann, können die Elektronen, die während der positiven Halbwelle an das Gitter gelangen, nur langsam über den Ableitwiderstand abfliessen, wodurch sich
Gitter und Gitterkondensator negativ aufladen. Ist die Amplitude der Hochfrequenz moduliert, so rufen diese Amplitudenschwankungen ebensolche Schwankungen des Gitterpotentiales hervor, die dann im
Anodenkreis verstärkt dem Telephon bzw. der nächsten Röhre zugeführt werden. 



   Jedoch bringt der Kondensator und der Ableitwiderstand bei dieser Schaltung stets eine Anzahl
Fehlerquellen mit sich. 



   So soll z. B. der Kondensator möglichst gross sein, damit die volle Wechselspannung am Gitter liegt ; er darf aber auch eine gewisse Grösse nicht überschreiten, da er sonst den Amplitudenschwankungen der Hochfrequenz nicht momentan folgen kann, wodurch die Signale verzerrt werden. Ähnliche Fehlerquellen bringt auch der Ableitwiderstand mit sich. Dieser soll möglichst hoch sei n-es ist jedoch praktisch schwer, einwandfreie Widerstände von solcher Grösse herzustellen. Diese verändern sich leicht, haben grosse Eigenkapazität, wodurch die Lautstärke schwanken kann bzw. Störgeräusche entstehen. 



   Diese Nachteile werden erfindungsgemäss beseitigt, indem Kondensator und Ableitwiderstand ganz fortgelassen werden und dafür die betreffende Elektrode, z. B. die Steuerelektrode einer normalen Dreielektrodenröhre, mit einem in bestimmter Weise bemessenen Überzug eines schlecht leitenden Materials versehen wird. 



   Es ist bereits bekannt, durch Umkleidung der Elektroden insbesondere der Steuerelektrode mit einem isolierenden Material den Stromzufluss zum Gitter vollständig zu unterbinden (siehe z. B. französische Patentschrift Nr. 584253) oder durch Zwischenstellung einer isolierenden Platte die Steuerelektrode vor dem Auftreffen von Elektronen zu schützen. 



   Gegenstand der Erfindung ist eine   Audionsschaltungsanordnung,   mit Verwendung einer an sich bekannten Elektronenröhre, bei der eine oder mehrere Elektroden mit einem Überzug eines Materials von geringer Leitfähigkeit versehensind, wobei aber dieser Überzug derart bemessen ist, dass die für eine Audionwirkung nötigen Widerstands-und Kapazitätsverhältnisse an den Elektroden selbst gegeben sind. 



  Durch passende Wahl der Grösse des Schichtwiderstandes soll erreicht werden, dass bei geeigneter positiver Vorspannung der Steuerelektrode gerade an der Stelle stärkster Krümmung der Gitterstromkennlinie gearbeitet werden kann. Um die Leitfähigkeit der Schicht entsprechend diesen Bedingungen variieren zu können, werden den Isoliermitteln in bekannter Weise leitfähige Stoffe in fein verteilter, gelöster oder zerstäubter Form beigemischt. 



   Es lässt sich als Umhüllungsschicht Isolierlack, Wasserglas oder ein sonstiges Isoliermittel, dem ein gewisser Teil Graphit oder eines fein zerstäubten Metalles beigemischt ist, verwenden. Die Steuerelektrode braucht dabei nur an den Stellen überzogen zu sein, an denen sie von Elektronen getroffen werden kann. 



  Dieses Entladungsrohr arbeitet dann also genau wie ein normales Rohr in der   Audionschaltung, jedoch   sind die Nachteile dieser Schaltung vermieden. Der   Blockkondensator   ist vollkommen fortgefallen, daher liegt stets die volle Wechselspannung am Gitter. Da jetzt nur noch die geringe Kapazität zwischen Kathode 

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 dauernd, da er im Hochvakuum liegt. 



   Die Wirkungsweise dieser Anordnung lässt sich noch erweitern, indem auf den schlecht leitenden Überzug, mit dem die Steuerelektrode versehen ist,. erfindungsgemäss ein zweiter metallischer Überzug aufgebracht wird, in an sich bekannter Weise z. B. durch Zerstäuben von Magnesium. Dadurch werden Unregelmässigkeiten in dem ersten schlecht leitenden Überzug ausgeglichen, ausserdem lässt sich auch das Kontaktpotential, das   zwischen verschiedenen Stallen besteht,   ausnutzen. Ist die Steuerelektrode mit dem positiven Ende der Kathode verbunden, so lässt sich der metallische Gitterüberzug, der ja mit dem Gitter selbst nur über einen hohen Widerstand verbunden ist, durch die aufliegenden Elektronen negativ auf und das   Rohrarbeitet als Audionrohr",   ohne dass in der äusseren Schaltung etwas weiteres geändert zu werden-braucht. 



     PATENT-ANSPRÜCHE   :
1. Audionschaltungsanordnung, gekennzeichnet durch die Verwendung einer an sich bekannten Elektronenröhre, bei der   eine oder'mehrerer Elektronen'mit einem Überzug   eines Materials von geringer Leitfähigkeit versehen sind, und durch eine derartige Bemessung dieses Überzuges, dass die für eine Audionwirkung nötigen   Widerstands-und Kapazitätsverhältnisse   an den Elektroden selbst gegeben sind.

Claims (1)

  1. 2. Elektronenrohre, für die Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der schlecht leitende Überzug der Elektrode einen metallischen Überzug besitzt.
AT118874D 1925-12-10 1926-11-29 Audionröhre. AT118874B (de)

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DE118874T 1925-12-10

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