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Einrichtung zur Erzeugung scharfer Röntgenbilder.
Um bei der Herstellung von Röntgenbiidern die Röntgenröhre stärker belasten zu können und dadurch die Intensivität der Röntgenstrahlung zu erhöhen, wird vorteilhaft ein grosser Brennfleck auf der Anode erzeugt. Je grösser aber der Brennfleck ist, desto unschärfer werden die Bilder, wenn nicht
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Objektpunkt wirkt.
Nach der Erfindung ist dies durch die gleichzeitige Anwendung zweier Massnahmen erreicht, indem der auf der Anode erzeugte Brennfleck in einem so kleinen Winkel zu einer senkrecht zur Achse
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flecks quer dazu durch die Blende erfolgt, wobei das Mass des wirksamen Brennflecks in dieser Querriehtung durch Anordnung und Bemessung der Blendenspalten gegeben ist.
Es kann hiedurch erreicht werden, dass der Brennfleck auf den abzubildenden Objektpunkt so wirkt, als wenn er punktförmig wäre, obgleich er eine Grösse hat, welche eine hohe Belastung der Röhre gestattet
Es ist bereits bekannt, bei Röntgenröhren mittels einer Blende nur einen Ausschnitt des Brennflecks zur Wirkung zu bringen, jedoch ist bei den bekannten, mit einer Blende versehenen Röntgen- röhren die Anodenfläche, auf welcher der Brennfleck entsteht, unter einem Winkel von 45 zur Bildebene angeordnet. Durch die bekannten Röntgenröhren kann daher nicht der Brennfleck auf den abzubildenden Objektpunkt so zur Wirkung gebracht werden, als wenn er punktförmig wäre.
Durch die Erfindung ist der Vorteil erzielt, dass der Brennf ! eck in möglichst kleinem Massstabe auf den jeweils abzubildenden Objektpunkt zur Wirkung gebracht wird, ohne dass die Klarheit des Röntgenbildes durch die sogenannte Stielstrahlung beeinträchtigt wird. Die Stielstrahlung entsteht dadurch, dass die Kathodenstrahlen beim Auftreffen auf den Brennfleck Sekundärelektronen freimachen, die in mehr oder weniger kurzer Bahn zur Anode zurückkehren, sie aber nicht am Brennfleck sondern an irgendeiner beliebigen andern Stelle treffen. Bei ihrem Auftreffen entstehen naturgemäss wiederum Röntgenstrahlen.
Da diese aber nicht vom Brennfleck ausgehen, sondern von andern Orten, entsteht eine das eigentliche Röntgenbild Überlagernde unscharfe Röntgenstrahlung, die nur eine überflüssige Schwärzung und Verschleierung der Zeichenschärfe des scharfen Fokus herbeiführt. Beim Erfindungsgegenstand wird jedoch nur die vom Brennfleek ausgeblendete, das scharfe Röntgenbild erzeugende Strahlung zur Bildgebung verwendet. Der Erfindungsgegenstand bietet auch den Vorteil, dass möglichst nur die bilderzeugenden Nutzstrahlen das Röntgenrohr verlassen, während andere Strahlen, die eine Schädigung des Bedienungspersonals und der Patienten herbeiführen können, ohne sonst von Nutzen zu sein, ausgeschaltet sind.
Der Brennfleck kann nach der Erfindung jede beliebige Gestalt haben, die Erzielung sehr scharfer
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schon in der Richtung, in welcher er durch die Blende verkürzt wird. eine kleinere Abmessung als in der andern Richtung hat, also z. B. bandförmig ist. Durch die Blende ist dann nur eine kleinere Abmessung des Brennflecks zu verkürzen.
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Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Einrichtung nach der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 zeigt die Einrichtung sehematisch im Grundriss bei senkrechter Draufsicht auf die Anodenfläche, Fig. 2 zeigt einen Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 1 und Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf die Anodenfläche vom Patienten aus gesehen, Fig. 4 zeigt die senkrechte Draufsicht auf die Anodenfläche bei bandförmigem Brennfleck
In Fig. 1 ist in der Röntgenröhre a die Anode b mit einem verhältnismässig grossen Brennfleck c
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mellen, die z. B. aus Blei bestehen, sind in an sich bekannter Weise radial zum Ausgangspunkt der Röntgen- strahlen gerichtet. Die Blende f, g kann während der Aufnahme im Sinne des Pfeiles hin Fig. 1 konzen- trisch um den Brennfleek c bewegt werden.
Bei der dargestellten Röntgenröhre a stehen sich die Anode b und die Kathode 1n in der Achse der Röhre einander gegenüber, wobei die Anodenfläche mit der Bildebene einen grossen Winkel bildet.
Die Kathode m ist dabei so ausgestaltet, dass der auf der Anode b erzeugte Brennfleck e die Gestalt eines
Quadrates hat, wie aus Fig. 1 hervorgeht.
Vom Objekt aus gesehen, ist der Brennfleck c stark perspektivisch verkürzt, wie Fig. 3 zeigt.
Der Brennfleck ist daher in Richtung der Ebenen, die durch die Längsachse der Röntgenröhre a gehen, stark verkleinert. Quer zur Richtung Objektbrennfleck wird der auf eine Linie zusammengeschrumpfte
Brennfleck c durch die Spalten ül, dz gus... der Blende f, g verkürzt, wobei diese Verkürzung durch die
Bemessung der Breite der Spalten sowie deren Anordnung soweit getrieben werden kann, dass der Brennfleck beliebig zusammenschrumpft. Der Brennfleek wirkt daher auf den abzubildenden Punkt 1 des
Objektes d (Fig. l und 2) fast wie ein Punkt.
Die Erzielung scharfer Röntgenbilder ist somit durch die gleichzeitige Anwendung der perspekti- vischen Verkürzung des Brennflecks in einer Richtung und der Verkürzung mittels der Blende in der Richtung quer dazu gesichert. Der Brennfleck e kann dabei verhältnismässig grosse Abmessungen haben, die eine starke Belastung der Röhre gestatten.
Die Verkürzung des Brennfleeks durch die Blende in der einen Richtung kann noch dadurch unterstützt werden, dass die Kathode ? ? so ausgestaltet ist, dass auf der Anode b ein Brennfleck n erzeugt wird (Fig. 4), der die Gestalt eines schmalen Rechtecks hat, dessen längere Seite quer zu der Bildebene, also der Platte e, gerichtet ist. Durch die Schräglage des Brennfleeks n ist dessen längere Seite in der Richtung Objekt-Brennfleck gesehen perspektivisch verkürzt, so dass durch die Blende nur noch die schon sehr schmale andere Seite des Rechtecks auf ein noch geringeres Mass zu bringen ist.
Für die Wirkung der Blende zur Verkürzung des Brennfleeks ist es natürlich gleichgültig, ob die Blende, wie bei der dargestellten Ausführungsform der Einrichtung, ausserhalb der Röhre liegt oder im Innern der Röhre angebracht ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Erzeugung scharfer Röntgenbilder, dadurch gekennzeichnet, dass der auf der Anode (b) erzeugte Brennfleek (e) in einem so kleinen Winkel zu einer senkrecht zur Achse der Anode gerichteten Ebene steht, dass er in bezug auf die Bildebene in einer Richtung perspektivisch verkürzt ist, und in der quer dazu stehenden Richtung mittels einer an sich bekannten Schlitzblende (f, g) verkürzt wird.