AT121078B - Verfahren zur Verbesserung der Gärung von Maischen aller Art sowie zur Herstellung einer vitaminreichen und haltbaren Preßhefe. - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung der Gärung von Maischen aller Art sowie zur Herstellung einer vitaminreichen und haltbaren Preßhefe.

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AT121078B
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  Verfahren zur Verbesserung der   Gärung   von Maischen aller Art sowie zur Herstellung einer vitaminreichen und haltbaren Presshefe. 



   Die bisher bekannten   Methoden der Gärungsfiihrung   von Maischen aller Art basieren auf der guten Ernährung der Mutter (Anstellhefe) und deren   sorgfältiger   Reinhaltung   vor Infektion.   Zum grössten Teil sind dieselben verhältnismässig kostspielig und erfordern eine peinliehe Wartung und Beobachtung der gesamten   Gärungsführung   und genaue Einhaltung der verschiedenen   Vorschriften. Auch mittels   chemisch wirksamer, insbesondere ultravioletter Strahlen der Quarzlampe wurde versucht, die Gärungführung günstig zu beeinflussen, der erwartete praktische Erfolg blieb indessen aus. 



   Auch das Verfahren nach der   britiselwn Patentsehrift Nr. 226634   befasst sich mit der Behandlung von Flüssigkeiten, in welchen ein   photokatalytiseher   Effekt   erwünscht   wird. Allerdings verwendet dieses Verfahren Salzlösungen von Uran, Mangan. Eisen oder Nickel oder eine Mischung von diesen Salzen, welche in einer nicht näher bezeichneten Menge zuerst bestrahlt werden, um dann in der Flüssigkeit, zu der sie zugesetzt werden, den   gewünschten   aktivierenden oder retardierenden Einfluss auszuüben. Für die Zwecke, welche jedoch vorliegendes Verfahren im Auge hat, das ist die hochempfindliche Gärung 
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   Vorliegende Erfindung beruht nun auch auf speziellen Eigenschaften der ultravioletten Strahlen, schaltet jedoch die grossen Gefahrenmomente gegenüber den genannten Verfahren völlig aus, bei welchen sogar der Fall der   Verzögerung   und   auch   Unterdrückung der Gärung eintreten kann, wie der Erfinder experimentell feststellte.

   Die Erfindung beruht auf der Eigenschaft der chemisch wirksamen, insbesondere ultravioletten Strahlen, schon das zur   Einmaisehung der Stellhefen   nötige Wasser und Maische durch genau vom Erfinder experimentell festgelegte dosierte Bestrahlung in einen gewissen   ionisierten   Zustand zu versetzen, wobei der in der Flüssigkeit enthaltene Sauerstoff der Luft ozonisiert und dadurch aktiv wird, welcher auf das Wachstum der mit dem behandelten Wasser oder Maische gemengen Anstellhefe den günstigsten Einfluss hat. Diese Art der Vorbehandlung des Wassers oder Maische hat den Vorteil, dass die hochempfindliche Hefe nicht unmittelbar der Wirkung der Strahlen ausgesetzt wird und eine Verbrennung respektive   Schwächung   derselben unmöglich ist.

   Ganz abgesehen von der allgemein bekannten Tatsache, dass das Wasser oder die noch   hefefreie Maisehe durch die   ultravioletten Strahlen fast vollständig entkeimt werden und auch damit einer reinen und daher guten Gärung vorgearbeitet wird. 



   Das Verfahren beginnt schon mit der Behandlung von Wasser und Maische für den Hefeimpfkolben und begleitet die   ganze Dauer der Maischezuführung in   die Bottich bis zum Ende der Gärung. 



  Wichtig ist die nicht allzu intensive und allzu lang andauernde Bestrahlung des Wassers und der Maische, eventuell innerhalb grösserer Zeitabschnitte, um einem Zuviel von Bestrahlung vorzubeugen und nur, 
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 Dabei kann sinngemäss eine Unterstützung, wie sie in dem Gärungsbetrieb speziell bei der Presshefefabrikation ohnehin geiibt wird, die Wirkung verbessert werden. wenn Wasser oder Maische gelüftet werden ; oder aber auch vorteilhaft durch Zugabe von Sauerstoff abspaltenden der Gärung nicht hinder- 
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 werden. Eine eventuelle Nachhilfe kann durch kurze, nur   minutendauernde,     Naehbestrahlung   der gärenden   Maisehe   in langen Intervallen (nach   4-6   Stunden) erfolgen.

   Speziell beim Endprodukt der Hefefabrikation, wo das noch von der Presse ablaufende und zum Waschen der Hefe benötigte Waschwasser nochmals kurz bestrahlt wird. 



   Beispiele für die technische Durchführungsmöglichkeit :   1. Wasser   und Maischen werden im Wasserreservoir, respektive Maischen im   Verdünnungsbottieh.   
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   2. Das zur Verdünnung notwendige Betriebswasser läuft nach einem der bekannten Verfahren für Milch und Trinkwasser in   gleichmässigem   Strom an einer ultravioletten Quelle konstant vorbei. ebenso die verdünnte Melassemaisehe, welche in den Bottich hineinfliesst. 



   Der nach diesem Verfahren arbeitende Betrieb ergibt eine kräftige gesunde Hefe mit allen mikroskopischen Merkmalen einer solchen und ist dieselbe dauerhafter und triebkräftiger als die normale Hefe. 



  Der heutige Stand der Wissenschaft und die hierüber geführten Versuche   im grossen in Deutschland   lassen es als sicher gelten, dass diese Hefe durch die Behandlung nach vorliegendem   Verfahren   besonders reich an Vitaminen und dadurch eben kräftiger und widerstandsfähiger bei der Gärung ist wie auch das Endprodukt (Presshefe) dauerhafter ist. Schliesslich ist bei dieser Art der   Gärungsführung'eine,   auch vom Erfinder experimentell festgesetzte, weniger teure Ernährung der Hefe notwendig und ist auch die peinliche Wartung wegen Reinhaltung nicht in dem Masse erforderlich. wie sonst, welche beide   Momente   immerhin Ersparnisse im Betrieb bedeuten. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Verbesserung der Gärung von Maischen aller Art sowie zur Herstellung einer   vitaminreichen   und haltbaren Presshefe, dadurch gekennzeichnet, dass das zur Hefe vom Anbeginn der Gärung   zugeführte   Wasser und die noch liefefreie Melasse-Getreide-Frucht-Maische einer dosierten Behandlung mit chemisch wirksamen, insbesondere ultravioletten Strahlen unterworfen wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zu den obgenannten Flüssigkeiten (Wasser oder Maisehe) Sauerstoff abspaltende organische oder anorganische Salze, welche nicht gärungshemmend sind, zugeführt werden, bei gleichzeitiger dosierter Behandlung mit chemisch wirksamen Strahlen.
AT121078D 1929-09-28 1929-09-28 Verfahren zur Verbesserung der Gärung von Maischen aller Art sowie zur Herstellung einer vitaminreichen und haltbaren Preßhefe. AT121078B (de)

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