AT121141B - Verfahren zur Herstellung mehrfarbiger photographischer Kopien. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung mehrfarbiger photographischer Kopien.

Info

Publication number
AT121141B
AT121141B AT121141DA AT121141B AT 121141 B AT121141 B AT 121141B AT 121141D A AT121141D A AT 121141DA AT 121141 B AT121141 B AT 121141B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
silver
image
bleaching
photographic prints
potassium
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Richard Michel
Original Assignee
Richard Michel
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Richard Michel filed Critical Richard Michel
Application granted granted Critical
Publication of AT121141B publication Critical patent/AT121141B/de

Links

Landscapes

  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



     Einfarbig getonte, monochrome photographische   Kopien auf Entwicklungspapieren wurden bisher nach drei Methoden erhalten :
1. Es wurde das fertig entwickelte Bild in Tonbäder gebracht, durch die sich geeignete, färbige
Verbindungen in der Schicht niederschlugen : Schwefel-, Selen-, Uran-, Kupfer-, Eisentonung usw. ;
2. Es wurde bei Herstellung des Bildes länger, also   stärker belichtet   und in verdünnterem Ent- wickler herausgebracht ;
3. Es wurde das fertig entwickelte Bild ausgebleicht, d. h. das elementare Silber des Bildes wurde in Silberhalogen oder ein anderes lichtempfindliches Silbersalz   überführt   und dann im Licht wieder ent- wickelt. 



    Als Bleichbäder   kommen für letztere Methode alle bekannten Kombinationen in Betracht, die lösliche Chloride oder Bromide neben Oxydationsmitteln und gegebenenfalls andern Zusätzen enthalten. 



   Geeignete Bäder ergeben beispielsweise folgende Ansätze :
1. 100   eem   Wasser 2 g Natriumchlorid oder Kaliumbromid
2 g Kupfersulfat
2   g   Citronensäure
2. 100   cm s   Wasser 4 g Kaliumbromid 
 EMI1.2 
 



    1. 5 g Kaliumpermanganat  
5. 100   e < M   Wasser 2 g Kaliumbromid
2 g Kaliumbichromat. 



   In eines dieser Bleichbäder werden die ausfixierten, fertig gewaschenen Bilder bei Zimmertemperatur nass eingebracht und bis zum völligen Verschwinden jeder Bildspur behandelt. Trockene Bilder werden vorher in Wasser genetzt. 



   Bei der Arbeitsweise der Methode 3 wird das im normalen Schwarzbild niedergeschlagene Silber in ein Gel höheren Dispersionsgrades überführt und man erhält Schichten, die eine spezifische Färbung besitzen, wie sie dem so gebildeten Gel zu eigen ist. 



   Es wurde nun gefunden, dass man mehrere, verschiedene Farbtöne auf photographischen Entwicklungspapieren   Íl1   ein und demselben Bild erzeugen kann, wenn man die die Farbwirkung bedingenden Silbergele so beeinflusst, dass mehrere Gele verschiedener Dispersionsgrade entstehen, die sich in der Trägerschicht neben-oder übereinander lagern. Man kann dieses in überaus einfacher Weise erreichen, indem man das bekannte, oben geschilderte Ausbleichverfahren so modifiziert, dass man das Bleichen in Bädern vornimmt, die Salze von zwei oder mehr Halogenen, gegebenenfalls neben andern Zusätzen, enthalten. 



  Besonders wertvolle zwei-oder mehrfarbige Tonungen erhält man, wenn dem Bleichbade neben andern Halogensalzen   lösliche   Jodsalze wie Alkalijodide zugesetzt sind. Derartige Tonungen zeichnen sich durch besondere Tiefe und Plastizität der Schatten aus und ergeben insofern eigenartige Wirkungen, als Lichter, Halbtöne und Schatten in ver schiedenen Farben erscheinen. 



   Zur Erzielung eines Mehrfarbeneffektes genügen sehr geringe Mengen Jodkalium, die je nach dem Charakter des Bildes und dem   gewünschten   Farbton abgestimmt sein müssen, um das für die jeweilige Kopie beste Resultat zu ergeben. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



  Für 100    Bleichbad,   enthaltend
2 g Kaliumbromid
2 g Kupfervitriol
2   g     Citronensäure,   
 EMI2.1 
 



   Die Konzentration des Bleichbades kann variiert, Kaliumbromid mit   Kalium-oder Natriumchlorid   in verschiedenen Verhältnissen gemischt und mit Kaliumjodid versetzt werden, wobei sich neue Farbentöne und   Tonstellungen   ergeben. 



   Wesentlich ist die Zeit des Ausbleiehens, weil sie den Ton des künftigen Bildes stark beeinflusst. 



  Im allgemeinen ist eine Minute über die doppelte Zeit nötig, die bis zum völligen Verschwinden des Bildes verstreicht, d. s. 3-5 Minuten, wenn das Bild in 1-2 Minuten verschwunden war, doch kann sie je nach Kopie, hell oder dunkel, bunt   (Methode 2)   oder schwarz, je nach Zusammensetzung und Temperatur des Bleichbades unter-oder überschritten werden. 



   Kürzeres Ausbleichen und niedrigere als Zimmertemperatur lassen den Endton dunkler, schwärzer werden, längeres Bleichen sowie Temperaturen des Bleichbades über   200 C ziehen   ihn nach Rot bzw. 



  Gelb. Nach dem Bleichen ist gut zu spülen (30-40 Minuten in fliessendem Wasser). 
 EMI2.2 
   bei sehr starkem, künstlichem Licht.   Dabei kommt das Bild mehr oder weniger deutlich und kräftig hervor. Bei klarem, sonnigem Himmel sind zirka   5--10   Minuten erforderlich, bis das Bild in allen Details erschienen ist. 



   Je länger die Einwirkung des Lichtes bzw. je aktiniseher die Lichtquelle, desto mehr nach Rot bis Gelb wird der Endton gezogen und umgekehrt. 



   Das folgende Wiederentwiekeln geschieht in einem beliebigen Entwickler bei zerstreutem Tagesoder künstlichem Licht. Im allgemeinen sind alle gebräuchlichen Entwickler verwendbar. Die Art derselben hat auf den Bildton keinen besonderen Einfluss. Vorzuziehen sind langsam arbeitende und verdünntere, bromkalihaltige Entwickler, weil sie lebhaftere, mehr gegen Rot spielende Töne geben, z. B. 



  Glycin,   Brenzeateehin   oder   metal   ohne Alkali usw. 
 EMI2.3 
 vorher zu belichten, bei dem gleichen Tageslicht direkt entwickelt. 



   Nach dem Entwickeln wird wie üblich in einem verdünnten Säure bad unterbrochen und sodann in einem der bekannten Fixiermittel naehfixiert und fertig gewaschen. Gutes Fixieren ist für die Haltbarkeit der Bilder Bedingung. 



   Dass zeigen die so umgetonten Bilder stark abweichende, viel gelbere Farben ; sie trocknen erheblich dunkler röter auf. 



   Die meisten Bleichbäder sind gut haltbar und können unter Ergänzung der verbrauchten Mengen der Halogene, insbesondere des Kaliumjodids, für   die gleiche Farbenstellung   wieder benutzt werden. 



   Auch kann das beschriebene Umtonverfahren mit demselben Bild wiederholt werden, falls die erzielte Farbenstellung nicht anspricht. Man geht dann in das alte Bleichbad zurück, gegebenenfalls unter neuerlichem Zusatz von Jodkalium allein, um wesentlich lebhaftere und sattere Töne gegen Rot bzw. Gelb zu erreichen. Belichten, Entwickeln und Fixieren folgen sinngemäss. 



   Bei diesem neuen Umtonverfahren wird der Farbton der ersten Kopie, der Urton, sehr stark ver- ändert bzw. wesentlich vertieft ; das Bild wird ausdrucksvoller, plastischer bei gleichzeitiger Änderung der Gradation gegen hart. Deshalb geben im allgemeinen weichere Bilder bessere Resultate als harte. 



   Geeignet ist für dieses Verfahren jedes Entwicklungspapier von beliebiger Lichtempfindlichkeit, nur geben die verschiedenen Papiere entsprechend ihrer Zusammensetzung verschiedene Farbtöne. 



   Für die Erzeugung mehrfarbiger Töne ist es nicht erforderlich, das Jod in Form eines   löslichen   Salzes dem Bleichbad zuzusetzen ; man kann es auch in Form von Jodsilber mit der Emulsion in die lichtempfindliche Schicht der Papiere bringen, oder durch ein Vorbad der   Bromsilber-bzw. Chlorbrom-   silberpapiere in verdünnter Kaliumjodidlösung einführen. Ein solches Vorbad der Papiere, Trocknen im Dunkeln und folgendes Kopieren ergibt nach dem neuen Umtonverfahren die gleichen   mehrfarbig getonten   Kopien und erzielt darüber hinaus noch oft erwünschte, weichere Bilder. 



   Eine Variation des Umtonverfahrens beruht auf Anwendung der physikalischen Entwicklung. 
 EMI2.4 
 und schliesslich unter Zusatz von Silbernitrat entwickelt. 



   Bei der   Überführung   des Silbers des Ausgangsbildes in verschiedenfarbige Silbergele unter Einwirkung des Lichtes gemäss dem oben beschriebenen Verfahren beruht die farbgebende Wirkung des Kaliumjodids im Bleichbad auf der Bildung von Jodsilber, sei es direkt aus dem metallischen Silber des Bildes oder durch Umsetzung aus dem sich beim Ausbleichen zuerst bildenden Chlor-und Bromsilber. 



   Diese Umsetzung und Anlagerung von Jodsilber neben Chlor-und Bromsilber vollzieht sich schichtenweise mit den Lichtern beginnend und schreitet fort, je länger gebleicht wird. Je grösser der Kaliumjodidzusatz und je länger die Behandlung, desto mehr Jodsilber kann sich bilden und desto grössere Farbenunterschiede beim nachfolgenden kräftigen Belichten und Entwickeln des Bildes treten auf. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 



   PATENT-ANSPRÜCHE
1. Verfahren zur Herstellung   mehrfarbiger photogTaphischer   Kopien auf silbersalzhaltigen Entwicklungspapieren, dadurch gekennzeichnet, dass man in   derselben Trägerschieht   mehrere   Silbers : ele   verschiedener Dispersionsgrade entstehen lässt und   neben-oder übereinander   lagert.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man ein in üblicher Weise auf Ent- wicklungspapier erhaltenes Positiv in Gegenwart der Salze von zwei oder mehr Halogenen, wovon eines Jod sein muss, ausbleicht, belichtet, wiederentwiekelt und fixiert.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man vor Herstellung EMI3.2 und fixiert.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Wiederentwicklllng des ausgebleichten Positivs nach dem physikalischen Entwicklungsverfahren mit Silbernitrat im Entwickler erfolgt.
AT121141D 1929-08-20 1929-08-20 Verfahren zur Herstellung mehrfarbiger photographischer Kopien. AT121141B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT121141T 1929-08-20

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT121141B true AT121141B (de) 1931-02-10

Family

ID=3632348

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT121141D AT121141B (de) 1929-08-20 1929-08-20 Verfahren zur Herstellung mehrfarbiger photographischer Kopien.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT121141B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE678456C (de) Verfahren zur Herstellung von photographischen oder kinematographischen Bildern mit und ohne Tonaufzeichnungen, bei denen Farbstoffbilder mit einem Silberbilde vereinigtwerden
DE608171C (de) Verfahren zum Herstellen von lichtempfindlichen photographischen Schichten
DE854888C (de) Verfahren zur Herstellung von umgekehrten photographischen Bildern
AT121141B (de) Verfahren zur Herstellung mehrfarbiger photographischer Kopien.
DE721610C (de) Verfahren zur Herstellung von Naturfarbenbildern durch Umkehrentwicklung von Mehrschichtenfilmen mit Emulsionsschichten auf beiden Seiten des Schichttraegers
DE564944C (de) Verfahren zur Herstellung mehrfarbiger photographischer Kopien durch Wiederentwicklung ausgebleichter Entwicklungspapiere
DE593839C (de) Verfahren zur Behandlung von Silberbildern, insbesondere von Umkehrbildern
DE504142C (de) Verfahren zur Herstellung von Farbbildern auf photographischem Wege
DE335088C (de) Verfahren zur Herstellung von photographischen Dreifarbenaufsichtsbildern durch UEbereinanderkopieren der drei durch Farbfilteraufnahme erhaltenen Monochrom-Negative
DE1062112B (de) Verfahren zur Erzielung von Schwarz- bzw. Blauschwarztoenen beim photo-graphischen Direktpositivverfahren und dazu dienendes Bildempfangsmaterial
DE635990C (de) Verfahren zur Erzeugung von Mehrfarbenbildern auf Aluminium oder seinen Legierungen
DE879361C (de) Verfahren zur Herstellung von Farbphotographien
DE955925C (de) Verfahren zur Umkehrentwericklung fotografischer Aufnahmen
DE743535C (de) Verfahren zur Herstellung farbiger Bilder mit ueberlagertem Korrekturbild in einem mehrschichtigen photographischen Material mit Farbstoffbildnern
DE895246C (de) Verfahren zur Herstellung photographischer Positivbilder nach dem Reflexkopierverfahren
AT21214B (de) Verfahren zur Herstellung von Pigmentbildern.
DE153439C (de)
DE391052C (de) Photographische Emulsion und Verfahren zu deren Herstellung
DE729268C (de) Verfahren zur Herstellung von positiven, subtraktiven Mehrfarbenfilmen
DE297802C (de)
AT156682B (de) Verfahren zur Erzeugung von Kontrasten mittels einer Diazoniumverbindung und dazu geeignete Schichten.
DE681840C (de) Verfahren zur Herstellung photographischer Farbstoffbilder
DE749864C (de) Verfahren zur Herstellung direkter Positive mit Hilfe des Sabattier-Effektes
DE327591C (de) Verfahren zur Herstellung farbiger photographischer Bilder
DE326710C (de) Verfahren zur Herstellung von Farbenphotographien mittels Mehrfarbenraster