AT121163B - Elektrische Schaltvorrichtung. - Google Patents
Elektrische Schaltvorrichtung.Info
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Description
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Elektrische Schaltvorrichtung.
Man hat bereits versucht, die Unterbrechungslichtbogen von Schaltvorrichtungen durch Kühlung der Elektroden zu löschen. Bei einer bekannten Anordnung wird z. B. zu diesem Zweck Druckluft aus einer Düse gegen die frei im Raum angeordneten Elektroden geblasen. Da jedoch die Düsen in einem gewissen Mindestabstand vom Lichtbogen bleiben müssen, so ist der Druck bzw. die Geschwindigkeit I der geblasenen Luft am Lichtbogen selbst bereits verringert. Ferner kann hiebei der Lichtbogen auch ausweichen und an solchen Stellen der Kontakte Fuss fassen, welche dem Kühlmittelstrahl nicht ausgesetzt sind. Infolgedessen lässt sich mit einer derartigen Anordnung eine nennenswerte Kühlwirkung nicht erzielen.
Es sind weiter Anordnungen bekanntgeworden, bei welchen die Kontakte rohrförmig ausgebildet und frei im Innern eines Gefässes angeordnet sind. Das Gefäss ist hiebei mit komprimierter Luft gefüllt, die bei der Kontakttrennung den Unterbrechungslichtbogen in den oder die hohlen Kontakte hineintreiben und dadurch zum Erlöschen bringen soll. Auch hier sind die Kräfte, die auf den eigentlichen Lichtbogen wirken sollen, nicht so im Zusammenhang mit dem Lichtbogen geführt, dass die volle Kraft auf den Lichtbogen wirkt und der Lichtbogen nicht ausweiehen kann.
Insbesondere ist bei dieser bekannten Anordnung die Geschwindigkeit des Löschmittel infolge des grossen Volumens des Behälters an der Unterbrechungsstelle nahezu gleich Null, so dass auf den Lichtbogen lediglich der statische Druck des Löschmittel einwirkt, der bei grösseren Leistungen keinesfalls ein Zerreissen des Lichtbogens bewirken kann.
Um tatsächlich eine gute Kühlung und eine sichere Löschung des Lichtbogens zu erzielen. ist es unbedingt erforderlich, das zur Kühlung und Löschung dienende Medium so an die Kontaktstelle heranzuführen, dass es die Fusspunkte des Lichtbogens intensiv kühlt, den Lichtbogen selbst voll erfasst und seinen weiteren Weg bestimmt. Die Erfindung betrifft somit eine elektrische Schaltvorrichtung mit Lichtbogenlöschung durch gasförmige Kühlmittel und Anordnung der Kontakte in einer Hülle, bei welcher erfindungsgemäss die Hülle nach Art einer Löschkammer ausgebildet ist und die Kontakte derart umgibt, dass das eingeblasene Kühlmittel, z. B. Kohlensäure oder schnell bewegte Luft, auf den Lichtbogen zerreissend wirkt.
In diesem Fall werden die Kontakte intensiv gekühlt und durch die gleichzeitige Blaswirkung des Kühlmittel der Lichtbogen in kürzester Zeit zum Abreissen gebracht.
Unter Löschkammer ist dabei eine Kammer zu verstehen, die den festen Kontakt eng umgibt, während der bewegliche Kontakt nach der Unterbrechung aus einer Utinung derJKammer herausbewegt wird.
Die Verwendung von Löschkammer ist zwar bei Ölschaltern an sich bekannt. Neu ist dagegen I ihre Verwendung bei solchen Schaltern, bei denen gasförmige Kühlmittel benutzt werden, und ferner ist neu, in Kombination hiemit die besondere Führung des in die Löschkammer eingeblasenen Kühlmittels derart, dass es auf den Lichtbogen zerreissend wirkt. Erst diese Kombination ermöglicht den Bau von öllosen Schaltern für sehr hohe Leistungen.
Soll das Kältemittel auch zur inneren Kühlung der Kontakte verwendet werden, so wird man es auch während der Einschaltzeit durch die Kontakte hindurch zirkulieren lassen. Dabei kann die Kühlung so eingerichtet werden, dass sie bei starker Belastung bzw. Überlastung intensiver wirkt, d. h. dass dann das Kühlmittel schneller zirkuliert oder tiefer gekühlt wird. Diese Vorkühlung der Kontakte hat die vorteilhafte Wirkung, dass die Konta1. ttemperatur bei Beginn des Ausschaltvorganges tiefer liegt, als es der Raumtemperatur entspricht, wodurch die Verdampfung von Kontaktmaterial und damit die Licht- bogenbildung noch weiter herabgemindert wird.
Wenn Schwierigkeiten bestehen, die Hauptkontakte zu kühlen, so können auch statt der Kühlung der Hauptkontakte gekühlte Hilfskontakt Verwendung finden.
Der wesentliche Vorteil der Anordnung besteht darin, dass das Kältemittel nicht nur zur Kühlung benutzt wird, sondern auch zur Lichtbogenzerreissung dadurch, dass es in einer Löschkammer auch zwischen die Kontakte geleitet wird.
Dieser Vorteil wird besonders gross, wenn zur Kühlung und zur Löschung des Lichtbogens licht- bogenerstickendes Gas, z. B. Kohlensäure oder schnellbewegte Luft, verwendet wird.
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Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Elektrische Scha1tvorrichtung mit Lichtbogenlöschung durch gasförmige Kühlmittel und Anordnung der Kontakte in einer Hülle, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle nach Art einer Löschkammer ausgebildet ist und die Kontakte derart umgibt, dass das eingeblasene Kühlmittel, z. B. Kohlensäure oder schnell bewegte Luft beim Austreten des bewegten Kontaktes aus der Öffnung der Löschkammer auf den Lichtbogen zerreissend wirkt. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE121163X | 1926-08-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT121163B true AT121163B (de) | 1931-02-10 |
Family
ID=5656806
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT121163D AT121163B (de) | 1926-08-25 | 1927-08-25 | Elektrische Schaltvorrichtung. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT121163B (de) |
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1927
- 1927-08-25 AT AT121163D patent/AT121163B/de active
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