AT12117U1 - Möbelbeschlag zum verbinden zweier möbelteile - Google Patents

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AT12117U1
AT12117U1 AT0803811U AT80382011U AT12117U1 AT 12117 U1 AT12117 U1 AT 12117U1 AT 0803811 U AT0803811 U AT 0803811U AT 80382011 U AT80382011 U AT 80382011U AT 12117 U1 AT12117 U1 AT 12117U1
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furniture
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Blum Gmbh Julius
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    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16BDEVICES FOR FASTENING OR SECURING CONSTRUCTIONAL ELEMENTS OR MACHINE PARTS TOGETHER, e.g. NAILS, BOLTS, CIRCLIPS, CLAMPS, CLIPS OR WEDGES; JOINTS OR JOINTING
    • F16B12/00Jointing of furniture or the like, e.g. hidden from exterior
    • F16B12/10Jointing of furniture or the like, e.g. hidden from exterior using pegs, bolts, tenons, clamps, clips, or the like
    • F16B12/12Jointing of furniture or the like, e.g. hidden from exterior using pegs, bolts, tenons, clamps, clips, or the like for non-metal furniture parts, e.g. made of wood, of plastics
    • F16B12/14Jointing of furniture or the like, e.g. hidden from exterior using pegs, bolts, tenons, clamps, clips, or the like for non-metal furniture parts, e.g. made of wood, of plastics using threaded bolts or screws
    • F16B12/18Jointing of furniture or the like, e.g. hidden from exterior using pegs, bolts, tenons, clamps, clips, or the like for non-metal furniture parts, e.g. made of wood, of plastics using threaded bolts or screws using drawing bars
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47BTABLES; DESKS; OFFICE FURNITURE; CABINETS; DRAWERS; GENERAL DETAILS OF FURNITURE
    • A47B88/00Drawers for tables, cabinets or like furniture; Guides for drawers
    • A47B88/90Constructional details of drawers
    • A47B88/941Drawers being constructed from two or more parts
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47BTABLES; DESKS; OFFICE FURNITURE; CABINETS; DRAWERS; GENERAL DETAILS OF FURNITURE
    • A47B2230/00Furniture jointing; Furniture with such jointing
    • A47B2230/15Joining of sectional members by means of inner tensioning rods

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Description

österreichisches Patentamt AT12 117U1 2011-11-15
Beschreibung [0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Möbelbeschlag zum Verbinden zweier Möbelteile, mit zumindest einer Zugstange, über welche die beiden Möbelteile im Wesentlichen rechtwinklig zueinander fixierbar sind, wobei sich die Zugstange im Wesentlichen über die gesamte Länge eines Möbelteiles erstreckt und wobei die Zugstange über einen Beschlagkörper mit dem anderen Möbelteil verbindbar ist.
[0002] Im Weiteren bezieht sich die Erfindung auf eine Schublade, wobei wenigstens eine Schubladenseitenwand mit einer Schubladenfrontblende und/oder mit einer Schubladenrückwand über wenigstens einen Möbelbeschlag der zu beschreibenden Art verbunden ist.
[0003] Ferner bezieht sich die Erfindung auf ein Möbel mit wenigstens einer Schublade der vorstehend genannten Art.
[0004] Gattungsgemäße Möbelbeschläge sind beispielsweise aus der US 2,102,437 A sowie aus der FR 2 204 957 A bekannt geworden. Bei diesen Dokumenten des Standes der Technik werden die Schubladenseitenwände mit der Frontblende sowie mit der Rückwand über Schraubstangen bzw. Gewindestangen fixiert, welche die Anzugskraft der zu verbindenden Möbelteile hersteilen. Die Schraub- bzw. Gewindestangen erstrecken sich dabei über die gesamte Länge der Schubladenseitenwand und sind dabei jeweils in Längsnuten der Schubladenseitenwand mit Spiel geführt. Bei diesen Lösungen gemäß dem Stand der Technik handelt es sich also um eine starre Verbindung der Möbelteile zueinander. Wenn nun die Schublade über ein gemäß dem Stand der Technik bekanntes Schubladenführungssystem ohne Schließdämpfung bewegt wird, so wird diese starre Verbindung der Möbelteile aufgrund der auftretenden Aufschlagkräfte stark belastet.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen verbesserten Möbelbeschlag der eingangs erwähnten Gattung vorzuschlagen.
[0006] Dies wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Unteransprüchen angegeben.
[0007] Gemäß der Erfindung ist also vorgesehen, dass eine Federvorrichtung zur Vorspannung der Zugstange vorgesehen ist, sodass die beiden Möbelteile durch Federkraft aneinander pressbar sind. Auf diese Weise ist ein Anpressdruck generierbar, sodass die beiden zu verbindenden Möbelteile in Montagelage durch Federkraft aneinander gezogen werden. Auch können sich die zu verbindenden Möbelteile (z.B. durch allmähliches Lockern der Zugstange) nicht voneinander ablösen, wobei zudem auch ein allfällig auftretendes Spiel (z.B. aufgrund von Fertigungstoleranzen) zwischen den zu verbindenden plattenförmigen Möbelteilen kompensierbar ist.
[0008] Ein weiterer Vorteil ergibt sich dadurch, dass eine Montage einer Schubladenfrontblende und/oder einer Schubladenrückwand problemlos möglich ist, indem das zu montierende Möbelteil in einfacher Weise auf die vorgespannte Zugstange oder auf den frontseitigen Beschlagkörper derselben aufschraubbar oder aufpressbar ist.
[0009] In diesem Zusammenhang kann es vorteilhaft sein, wenn an dem zu montierenden Möbelteil wenigstens eine Bohrung vorgebohrt wird, wobei anschließend das Möbelteil mit der Bohrung auf den frontseitigen Beschlagkörper der vorgespannten Zugstange aufgepresst werden kann. Der Eindringweg des Beschlagkörpers in das zu montierende Möbelteil kann dabei dem Federnennweg zur Erreichung der gewünschten Anpresskraft der beiden zu verbindenden Möbelteile entsprechen. Somit kann auf diese Weise ein ausreichender Einpressweg sichergestellt werden. Außerdem ergibt sich bei einer solchen Ausgestaltung der Vorteil, dass an dem zu montierenden Möbelteil kein separates Halteteil vormontiert werden muss.
[0010] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass die Zugstange zumindest abschnittsweise ein Gewinde aufweist oder als Gewindespindel ausgeführt ist. Durch das 1/11 österreichisches Patentamt AT12117U1 2011-11-15 vorgesehene Gewinde kann die Zugstange relativ zum Beschlagkörper verstellt werden, wodurch auch der Anpressdruck der zu verbindenden Möbelteile veränderbar einstellbar ist. Der Beschlagkörper kann einen Dübel aufweisen, der - wie an sich bekannt - in einer vorgebohrten Bohrung eines Möbelteils einsetzbar, einpressbar und/oder in der vorgebohrten Bohrung auf-spreizbar ist, sodass eine zuverlässige Fixierung des Dübels relativ zum Möbelteil herbeigeführt werden kann. Der Dübel kann an seiner Umfangsfläche zur verbesserten kraftschlüssigen Fixierung auch Riffelungen, Verzahnungen und/oder wenigstens eine Schneidefläche aufweisen.
[0011] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass die Zugstange mit dem Beschlagkörper - insbesondere auch einstückig - verbunden ist oder mit dem Beschlagkörper lösbar verbindbar, insbesondere darin einschraubbar, ist. Selbstverständlich ist es auch möglich, dass die Zugstange mit dem Dübel über eine Schnappverbindung lösbar verrastbar ist.
[0012] Zur Aufbringung der Federkraft kann es günstig sein, wenn die Federvorrichtung mit einem Ende an einem - insbesondere möbelfesten - Anschlag abstützbar ist. Gemäß einem möglichen Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass der Anschlag von einer vorgesehenen Anschlagfläche eines Möbelteils gebildet wird, an der sich die Federvorrichtung mittelbar oder unmittelbar abstützen kann.
[0013] Bei einer besonders platzsparenden Ausführung kann vorgesehen sein, dass die Federvorrichtung die Zugstange umgibt. Die Zugstange kann hierbei also die Federwindungen durchsetzen, wobei die Federvorrichtung mit einem ersten Ende möbelfest abstützbar und mit einem zweiten Ende die Zugstange beaufschlagt. In diesem Zusammenhang kann es günstig sein, wenn die Federvorrichtung mit dem zweiten Ende gegen einen verbreiterten Kopf der Zugstange drückt.
[0014] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass die Federvorrichtung zumindest eine Druckfeder aufweist. Selbstverständlich können auch eine Zugfeder oder eine Torsionsfeder verwendet werden, sodass die erforderliche Anpresskraft der beiden Möbelteile im Montagezustand erzeugbar ist.
[0015] Bei einer möglichen Weiterbildung der Erfindung kann die Vorspannung der Federvorrichtung durch eine Einstellvorrichtung veränderbar einstellbar sein. Bei einer konstruktiv einfachen Lösung kann die Einstellvorrichtung die Zugstange und den Beschlagkörper umfassen, wobei die Federvorspannung durch Verstellen der Zugstange relativ zum Beschlagkörper veränderbar ist. Auch kann die Einstellvorrichtung ein Verstellelement in Form einer Spindelmutter umfassen, durch welche die Federvorspannung einstellbar ist.
[0016] Die erfindungsgemäße Schublade ist dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Schubladenseitenwand mit einer Schubladenfrontblende und/oder mit einer Schubladenrückwand über wenigstens einen Möbelbeschlag der beschriebenen Art verbunden ist.
[0017] In diesem Zusammenhang kann es günstig sein, wenn die Schubladenseitenwand, die Frontblende oder die Schubladenrückwand eine über ihre Länge erstreckende Ausnehmung aufweist, in der die Zugstange mit Spiel geführt ist. Die Ausnehmung kann dabei als Längsnut ausgebildet werden, welche sich im Wesentlichen über die gesamte Länge der Schubladenseitenwand erstreckt. Auch kann es hierbei günstig sein, wenn die Zugstange an einer Stirnseite der Schubladenseitenwand in die Ausnehmung einführbar und über den Beschlagkörper mit der Rückseite der Frontblende und/oder der Schubladenrückwand verankerbar ist.
[0018] Der vorgeschlagene Möbelbeschlag ist insbesondere dazu geeignet, eine aus einem Holzmaterial bestehende Schubladenseitenwand mit einer Frontblende und/oder mit einer Schubladenrückwand zu verbinden, die ebenfalls aus einem Holzmaterial hergestellt ist bzw. sind.
[0019] Die Schubladenseitenwand kann jedoch auch als Hohlprofil aus (vorzugsweise extrudiertem) Kunststoff oder aus (insbesondere stranggepresstem) Metall hergestellt sein. Unter einem Hohlprofil wird generell ein Profil verstanden, welches im Querschnitt zumindest einen Hohlraum aufweist. Alternativ kann die Schubladenseitenwand auch aus wenigstens zwei mit- 2/11 österreichisches Patentamt AT12 117U1 2011-11-15 einander zu verbindenden Teilen bestehen. Eine mögliche Ausführungsform sieht hierbei vor, dass die Schubladenseitenwand zwei über ihre Länge zu verbindende Holzprofile umfasst, zwischen denen die Ausnehmung in Form der Längsnut ausgebildet ist. Auch ist es möglich, die Längsnut nur in einem einzigen Holzprofil auszubilden, wobei ein Abdeckprofil aus Kunststoff oder aus Metall auf dieses Holzprofil aufschiebbar ist, sodass die Längsnut durch das Abdeckprofil abdeckbar ist und so von außen gar nicht in Erscheinung tritt.
[0020] Das erfindungsgemäße Möbel ist durch wenigstens eine Schublade der vorstehend genannten Art gekennzeichnet.
[0021] Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der nachfolgenden Figurenbeschreibung erläutert. Darin zeigt: [0022] Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Möbel mit Schubladen, welche relativ zu einem Möbelkorpus verfahrbar gelagert sind, [0023] Fig. 2 [0024] Fig. 3 [0025] Fig. 4 [0026] Fig. 5 eine schematische Seitenansicht der Schublade, eine perspektivische Darstellung der Schublade mit der zu montierenden Frontblende, eine perspektivische Darstellung der Schublade im zusammengebauten Zustand, eine perspektivische Darstellung eines beispielhaften Möbelbeschlages.
[0027] Fig. 1 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Möbels 1, wobei Schubladen 3 relativ zu einem Möbelkorpus 2 verfahrbar gelagert sind. Die Schubladen 3 weisen in herkömmlicher Weise eine Frontblende 4, einen Schubladenboden 5, Seitenwände 6 sowie eine Schubladenrückwand 7 auf, wobei diese plattenförmigen Möbelteile der Schublade 3 über zumindest einen noch zu beschreibenden Möbelbeschlag miteinander verbindbar sind. Die Schubladen 3 können auch über eine Schubladenausziehführung 8 bewegt werden. Die Schubladenausziehfüh-rung 8 weist in der gezeigten Figur eine am Möbelkorpus 2 zu befestigende Korpusschiene 8a und eine Ladenschiene 8c auf, wobei zwischen der Korpusschiene 8a und der Ladenschiene 8c eine Mittelschiene 8b verschiebbar gelagert ist, um so einen Vollauszug der Schublade 3 relativ zum Möbelkorpus 2 zu ermöglichen.
[0028] Fig. 2 zeigt eine schematische Seitenansicht der Schublade 3, wobei die Verbindung zweier Möbelteile - im vorliegenden Fall die Verbindung zwischen der Schubladenseitenwand 6 und der Schubladenfrontblende 4 - gezeigt ist. Die Frontblende 4 ist relativ zur Seitenwand 6 über zwei Möbelbeschläge 9 fixiert. Der Möbelbeschlag 9 weist eine Zugstange 10 auf, die in einer Ausnehmung 13 der Seitenwand 6 mit Spiel geführt ist. Die Ausnehmung 13 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel als Längsnut ausgebildet und erstreckt sich im Wesentlichen über die gesamte Länge der Seitenwand 6. Am frontseitigen Ende der Zugstange 10 ist ein Beschlagkörper 11 in Form eines Dübels ausgebildet, der in einer an der Rückseite der Frontblende 4 angeordneten Bohrung 12 eingesetzt ist. Der Beschlagkörper 11 kann mit der Zugstange 10 entweder einstückig ausgebildet sein oder mit der Zugstange 10 lösbar verbindbar - insbesondere verschraubbar - sein. Am rückseitigen Ende der Seitenwand 6 weist die Ausnehmung 13 einen verbreiterten Abschnitt in Form einer Nut oder Bohrung auf, wobei in diesem verbreiterten Abschnitt eine Federvorrichtung 14 in Form einer Druckfeder gelagert ist. Durch diesen verbreiterten Abschnitt bildet sich ein Anschlag 15 in Form einer Stufe aus, an der sich die Federvorrichtung 14 mit einem Ende abstützen kann. Das andere Ende der Federvorrichtung 14 drückt gegen einen verbreiterten Kopf 16 der Zugstange 10, sodass die Zugstange 10 (und damit die Frontblende 4) durch die Kraft der Federvorrichtung 14 in Richtung des Pfeiles X gezogen wird. Der verbreiterte Kopf 16 kann entweder einstückig mit der Zugstange 10 verbunden sein oder -wie in der Figur gezeigt - als eine auf die Zugstange 10 aufschraubbare Hülse, welche einen Schlitz zur Aufnahme eines Schraubendrehers aufweist. Der verbreiterte Kopf 16 bildet also Teil einer Einstellvorrichtung 18, durch welche die Vorspannung der Federvorrichtung 14 und damit der Anpressdruck der Frontblende 4 relativ zur Stirnseite der Seitenwand 6 veränderbar einstellbar ist. Durch die Federvorrichtung 14 ist es also möglich, dass die Frontblende 4 an der Stirnseite der Seitenwand 6 mit einem vorgegebenen oder vorwählbaren Anpressdruck stets 3/11 österreichisches Patentamt AT12 117U1 2011-11-15 satt anliegen kann. Mit dem Bezugszeichen 17 ist ein Verstellrad gekennzeichnet, wodurch die Lage der Frontblende 4 im verspannten Zustand relativ zur Seitenwand 6 einstellbar ist. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Verstellrad 17 als doppelgängiger Schraubzylinder ausgebildet, also als eine Schraube mit zwei voneinander gesonderten Schraubengängen, wobei in einem ersten Schraubengang die obere Zugstange 10 und in einem zweiten Schraubengang die untere Zugstange 10 aufgenommen ist. Durch eine Verdrehung des Verstellrades 17 können also die beiden mit Spiel geführten Zugstangen 10 relativ zur Schubladenseitenwand 6 zumindest in einer quer zur Längsrichtung der Zugstange 10 verlaufenden Richtung bewegt werden, wobei diese Verstellbewegung im Wesentlichen senkrecht zur Längsrichtung der Zugstange 10 erfolgen kann. Auf diese Weise ist es also möglich, die Frontblende 4 in Montagelage in seitlicher Richtung relativ zur Seitenwand 6 der Schublade 3 zu verstellen und damit das Fugenbild anzupassen. Selbstverständlich kann auch eine weitere Verstellmöglichkeit vorgesehen werden, durch die eine Höhenverstellung der Frontblende 4 relativ zur Seitenwand 6 herbeigeführt werden kann.
[0029] Fig. 3 zeigt eine perspektivische Darstellung der Schublade 3, wobei die Frontblende 4 mit den Schubladenseitenwänden 6 zu verbinden ist. Zur Befestigung der Frontblende 4 werden im gezeigten Ausführungsbeispiel vier Möbelbeschläge 9 (Fig. 2) verwendet, deren Zugstangen 10 jeweils in einer längs verlaufenden Ausnehmung 13 der Schubladenseitenwand 6 geführt sind. Bei der Montage der Frontblende 4 wird diese zunächst auf den Boden gelegt, anschließend können die frontseitigen Beschlagkörper 11 in Form der Dübel in vorgebohrten Bohrungen 12 (Fig. 2) der Frontblende 4 eingebracht werden, indem die am rückseitigen Teil der Seitenwand 6 vorgesehenen Köpfe 16 eingeschlagen und/oder eingeschraubt werden, sodass frontseitig die Befestigungskörper 11 in die Frontblende 4 eindringen. Wenn nun die Verbindung zwischen den Zugstangen 10 und den frontseitigen Beschlagkörpern 11 als Schraubverbindung ausgeführt ist, so können die Beschlagkörper 11 bei der Demontage der Frontblende 4 in dieser verbleiben, während die Zugstangen 10 aus den Beschlagkörpern 11 herausgeschraubt werden können. Bei einer erneuten Montage der Frontblende 4 können dann die Zugstangen 10 problemlos wieder in die in der Frontblende 4 vorbefestigten Beschlagkörper 11 eingeschraubt werden.
[0030] Fig. 4 zeigt eine perspektivische Darstellung der Schublade 3 mit fertig montierter Frontblende 4. Die Anpresskraft der Frontblende 4 im Montagezustand kann durch die am Kopf 16 der Zugstange 10 angeordnete Einstellvorrichtung 18 in veränderbarer Weise eingestellt werden. Eine Verstellung der Frontblende 4 relativ zu den Seitenwänden 6 kann durch das Verstellrad 17 herbeigeführt werden, welches vom Inneren der Schublade 3 her zugänglich ist, da die Außenseite der Seitenwand 6 aus Gründen der Optik durch ein (hier nicht dargestelltes) Abdeckprofil (aus Holz, Kunststoff oder Metall) abdeckbar ist. Erkennbar ist auch der in der Längsnut 13 der Seitenwand 6 angeordnete Anschlag 15, an dem sich die Federvorrichtung 14 abstützen und dadurch gegen den Kopf 16 der Zugstange 10 drücken kann.
[0031] Fig. 5 zeigt ein mögliches Ausführungsbeispiel eines Möbelbeschlages 9 in einer perspektivischen Darstellung. Der Möbelbeschlag 9 weist eine Zugstange 10 auf, die in einer Längsnut eines ersten plattenförmigen Möbelteiles (der Schubladenseitenwand 6) mit Spiel anzuordnen ist. Mit der Zugstange 10 ist ein Beschlagkörper 11 in Form eines Dübels verbunden oder lösbar verbindbar, wobei der Beschlagkörper 11 im zweiten plattenförmigen Möbelteil (der Schubladenfrontblende 4) zu versenken ist. Der Beschlagkörper 11 zur Verbindung mit dem Möbelteil 4 ist an einem ersten Ende der Zugstange 10 angeordnet, während im Bereich des gegenüberliegenden zweiten Endes der Zugstange 10 die Federvorrichtung 14 gelagert ist. Die Federvorrichtung 14 in Form einer Druckfeder liegt mit einem Ende an einem Anschlag 15 (Fig. 2) an, das andere Ende der Federvorrichtung 14 drückt gegen einen Kopf 16, der Teil der Einstellvorrichtung 18 zum Verändern der Federvorspannung ist. Der Möbelbeschlag 9 weist ferner eine Befestigungseinrichtung 19 zur - vorzugsweise lösbaren - Verbindung mit der Schubladenrückwand 7 auf. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Befestigungseinrichtung 19 als - vorzugsweise aufspreizbarer -Dübel ausgebildet, der in einer korrespondierenden Bohrung 12 (Fig. 2) der Schubladenrückwand 7 einzusetzen ist. Diese Konstruktion hat den Vorteil, 4/11

Claims (15)

  1. österreichisches Patentamt AT12 117U1 2011-11-15 dass die Federvorrichtung 14 nicht nur die Frontblende 4 relativ zur Seitenwand 6 verspannt, sondern auch die Schubladenrückwand 7 relativ zur Seitenwand 6. Somit ist es möglich, dass mithilfe des gezeigten Möbelbeschlages 9 die Frontblende 4 relativ zur Rückwand 7 verspannbar ist. Die Zugstange 10 kann gemäß einem möglichen Ausführungsbeispiel als Gewindespindel ausgeführt werden. Die Zugstange 10 weist eine Länge von mindestens 10cm auf. Die Länge der Zugstange 10 kann dabei der Nennlänge der Schubladenseitenwand 6 entsprechen, wobei die Länge der Zugstange 10 auch zwischen 20cm und 70cm betragen kann. [0032] Die vorliegende Erfindung beschränkt sich nicht auf die gezeigten Ausführungsbeispiele, sondern umfasst bzw. erstreckt sich auf alle Varianten und technischen Äquivalente, die in die Reichweite der nachfolgenden Ansprüche fallen können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie zum Beispiel „oben", „unten", „seitlich", usw. auf die übliche Einbaulage der verwendeten Bauteile sowie auf die dargestellte Figur bezogen und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen. Schließlich sei noch angemerkt, dass die Zugstange 10 auch zur Übertragung von Druckkräften vorgesehen werden kann, zumal sich Zugspannungen und Druckspannungen im physikalischen Sinn nur in ihrer Wirkungsrichtung bzw. im Vorzeichen unterscheiden. Ansprüche 1. Möbelbeschlag zum Verbinden zweier Möbelteile, mit zumindest einer Zugstange, über welche die beiden Möbelteile im Wesentlichen rechtwinklig zueinander fixierbar sind, wobei sich die Zugstange im Wesentlichen über die gesamte Länge des einen Möbelteiles erstreckt und wobei die Zugstange über einen Beschlagkörper mit dem anderen Möbelteil verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Federvorrichtung (14) zur Vorspannung der Zugstange (10) vorgesehen ist, sodass die beiden Möbelteile (4, 6) durch Federkraft aneinander pressbar sind.
  2. 2. Möbelbeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Beschlagkörper (11) zur Verbindung mit dem Möbelteil (4) an einem ersten Ende der Zugstange (10) angeordnet ist und dass im Bereich des gegenüberliegenden zweiten Endes der Zugstange (10) die Federvorrichtung (14) angeordnet ist.
  3. 3. Möbelbeschlag nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugstange (10) zumindest abschnittsweise ein Gewinde aufweist oder als Gewindespindel ausgeführt ist.
  4. 4. Möbelbeschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Beschlagkörper (11) als Dübel ausgebildet ist, der in einer korrespondierenden Bohrung (12) eines Möbelteiles (4) einsetzbar ist, wobei der Dübel mit der Zugstange (10) verbunden oder lösbar verbindbar ist.
  5. 5. Möbelbeschlag nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugstange (10) in den Dübel (11) einschraubbar ist.
  6. 6. Möbelbeschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Federvorrichtung (14) mit einem Ende an einem - vorzugsweise als Stufe in einer Nut oder Bohrung eines Möbelteiles (6) ausgebildeten - Anschlag (15) abstützbar ist.
  7. 7. Möbelbeschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Federvorrichtung (14) die Zugstange (10) umgibt.
  8. 8. Möbelbeschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorspannung der Federvorrichtung (14) durch eine Einstellvorrichtung (18) einstellbar ist.
  9. 9. Möbelbeschlag nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellvorrichtung (18) die Zugstange (10) und den Beschlagkörper (11) umfasst, wobei die Vorspannung der Federvorrichtung (14) durch Verstellen der Zugstange (10) relativ zum Beschlagkörper (11) veränderbar ist. 5/11 österreichisches Patentamt AT12 117U1 2011-11-15
  10. 10. Schublade mit einer Schubladenseitenwand, welche über einen Möbelbeschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 9 mit einer Schubladenfrontblende (4) oder mit einer Schubladenrückwand (7) verbunden ist.
  11. 11. Schublade nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Schubladenseitenwand (6), die Schubladenfrontblende (4) oder die Schubladenrückwand (7) eine über ihre Länge erstreckende Ausnehmung (13) aufweist, in der die Zugstange (10) mit Spiel geführt ist.
  12. 12. Schublade nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugstange (10) an einer Stirnseite der Schubladenseitenwand (6) einführbar und über den Beschlagkörper (11) mit der Rückseite der Frontblende (4) oder mit der Schubladenrückwand (7) verankerbar ist.
  13. 13. Schublade nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schubladenseitenwand (6) aus wenigstens zwei miteinander zu verbindenden Teilen besteht.
  14. 14. Schublade nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Teil und der zweite Teil etwa die gleiche Länge aufweisen und miteinander verbunden oder miteinander lösbar verbindbar sind.
  15. 15. Möbel mit wenigstens einer Schublade nach einem der Ansprüche 10 bis 14. Hierzu 5 Blatt Zeichnungen 6/11
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