AT121207B - Einrichtung zur Kommutierung von Strömen in Mehrphasenwicklungen. - Google Patents

Einrichtung zur Kommutierung von Strömen in Mehrphasenwicklungen.

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AT121207B
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  Einrichtung zur Kommutierung von Strömen in Mehrphasenwicklungen. 
 EMI1.1 
 

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 und deren Ausnutzung verbessert (vgl. Fig. 4). Dies ist eine Folge der Wirkung der Saugdrosseln, die darin besteht, dass bestimmte Gruppen von Oberwellen in den   Phasenströme   durch die Reaktanz der
Saugdrosselspulen unterdrückt werden. 



   Bei Wicklungen an Gleichstrommotoren mit in sich geschlossenen Kreisen (vgl. Fig. 1 und 2) muss verhütet werden, dass durch das Feldsystem in den in sich geschlossenen Kreisen   Ausgleichsströme   entstehen. Um dies zu erreichen, muss theoretisch die induzierte Umlaufspannung in jedem dieser Kreise in jedem Moment gleich Null sein, d. h. die   räumliche   Feldkurve darf keine Oberwellen enthalten, deren Summenspannung in den geschlossenen Stromkreisen der Wicklung von Null verschieden wird. Die Ordnung dieser zu unterdrÜckenden Oberwellen ist durch die Form der Spannungsvektorpolygone der geschlossenen Kreise eindeutig festgelegt. 



   Die Kommutierung des Arbeitsstromes in einem Sektor der Arbeitswicklung zwischen zwei benachbarten Speisepunkten geht nun um so leichter vor sich, je kleiner die Selbstinduktivität des betreffenden Sektors ist. Da anderseits bei der Kommutierung durch gesteuerte Ventile die Zahl der Ventile, verglichen mit der Zahl der üblicherweise bei hohen Spannungen vorhandenen   Kommutator-   lamellen, sehr klein ist, so wird umgekehrt die Selbstinduktivität der einzelnen Wicklungssektoren sehr gross. Es ist daher wichtig, zur Erleichterung der Kommutierung die nunmehr sehr grosse Selbstinduktivität der Wieldungssektoren auf ein Minimum zu erniedrigen. Zu diesem Zweck eignet sich nun eine Dämpferwicklung, die mit dem kommutierenden Wieklungssektor möglichst eng gekoppelt ist.

   Da nun aber dieser letztere gegenüber dem Feldsystem, von kleinen periodischen Schwankungen abgesehen, in unveränderter gegenseitiger Lage bleibt, so ist es   zweckmässig,   diese   Dämpferwielklung   in Form einer kurzgeschlossenen Spule auf dem Feldsystem anzubringen, derart, dass sie mit dem   kommutierenden   Wicklungssektor der Arbeitswicklung möglichst eng gekoppelt ist. Dann wird die Variation des Stromes in diesem letzteren während der Kommutierung in der   Dämpferwieklung   einen Induktionsstrom hervorrufen, durch dessen Wirkung die resultierende Selbstinduktivität des kommutierenden Wicklungsektors der Arbeitswieklung auf einen geringen Bruchteil seines früheren Wertes erniedrigt wird.

   Diese   Dämpferwicklung   kann gleichzeitig als   Primärwicklung   zur Erzeugung des Hilfsweehselstromes in den kommutierenden Wieklungssektoren ausgebildet werden. Diese wird dann beim Anlassen des Motors an die Hilfswechselstromquelle angeschlossen. Sobald der Motor eine gewisse Tourenzahl erreicht hat, wird die Wicklung von der Hilfsweehselstromquelle abgeschaltet und kurzgeschlossen, um als Dämpferwicklung zu wirken. Diese   Dämpferwicklung   wird konstruktiv zweckmässig aus mehreren parallel geschalteten Stromzweigen gebildet, die über die ganze während der Kommutierung von den   kommu-   tierenden Wieklungsteilen über dem Feldsystem bestrichen Zone verteilt sind. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Kommutierung von Strömen   in Mehrphasenwicklungen nach Patent Xr. l] 5165,   bei der die verschiedenen Speisepunkte der Wicklung nacheinander unter Vermeidung mechanischer Kommutatoren über Ventile oder   Lichtbogen   mit der   Gleichstromzu-oder Ableitung verbunden werden   und bei der in dem durch die kommutierenden Wicklungsteile und die zugehörigen Ventile gebildeten Stromkreis ein Hilfsweehselstrom erzeugt wird, der dem Arbeitsstrom in den Ventilen Überlagert ist und diesen periodisch auf den   Wert Null bringt, dadurch gekennzeichnet,   dass die   Zuführung des Arbeits-   stromes (c) im Sternpunkt (o) der Mehrphasenwieklung erfolgt.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahl der Phasen der zu einem Sternpunkt (o) zusammengefassten Wicklungsteile (b) kleiner als die Zahl der Speisepunkte (1 bis 12, Fig. 1) der Mehrphasenwieklung ist.
    3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zu einem Sternpunkt zusammengefassten Wicklungsteile (b, Fig. 1 und 3) in Zickzack geschaltet sind. EMI2.1
    5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Mehrphasenarbeitswicklung durch Einschaltung einer Saugdrossel (e, Fig. 4) in mehrere elektrisch parallel arbeitende Systeme ,. aufgeteilt ist.
    6. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Anwendung auf Gleichstrommotoren die Feldwicklung des Motors derart angeordnet ist, dass die räumliche Feldkurve keine Oberharmonischen enthält, die in den Stromkreisen der Arbeitswicklung innere Ausgleichströme erzeugen können.
    7. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Feldsystem der als Gleichstrommotor arbeitenden Maschine gegenüber den kommutierenden Spulen der Arbeitswieklung Dämpfervorrichtungen angebracht sind, die die resultierende Selbstinduktivität der kommutierenden Wicklungsteile vermindern.
    8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Feldsystem kurzgeschlossene Dämpferspulen angebracht sind.
AT121207D 1927-10-15 1930-01-16 Einrichtung zur Kommutierung von Strömen in Mehrphasenwicklungen. AT121207B (de)

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