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Es ist bekannt, die Last-oder Hubtraverse von Kranen, bei welchen die Bewegungsrichtungen des Kranes (Kranbrücke) und der Katze aufeinander senkrecht stehen, mittels zweier in parallelen Ebenen befindlichen gespreizten Hubseilpaaren aufzuhängen und zu führen, von denen jedes aus zwei zu einem Punkt der Traverse schräg zusammenlaufenden Seilen besteht. Durch diese Aufhängungsart ist eine sogenannte starre Führung der Hubtraverse, d. i. eine solche, bei welcher auch bei verschieden grossen Geschwindigkeiten des Kranes und der Katze nur eine lotrechte Hebung und Senkung der Last erfolgt, nicht gegeben.
Es ist ferner bei solchen Krantypen bekannt, die Hubtraverse mittels der Hubseile in der Weise aufzuhängen und zu führen, dass an jedem Ende der Hubtraverse je drei in einem Punkt zusammenlaufende Hubseile gleichzeitig auf-oder abgewunden werden. Diese Aufhängung und Führungsart hat aber die Anordnung der drei Seile entsprechend den Kanten einer gleichseitigen Pyramide zur Voraussetzung, damit sich die Seilspannungen beim Lastheben und Lastsenken im Verhältnis zueinander nicht ändern und sich die Last senkrecht bewegt. Da aber das Widerstandsmoment eines gleichseitigen Dreieckes in bezug auf zwei senkrecht zueinander stehende Achsen sich verhält wie 0'86 : 1, so kann von einer Anpassung keine Rede sein.
Werden aber die Seile in die Kanten einer ungleichseitigen Pyramide verlegt, so kann die Last keine lotrechte Bewegung ausführen und die Kraftverhältnisse in den Seilen ändern sieh.
Auch ein Zusammenlaufen dreier Seile in einem Punkt ist nicht möglich, schon deshalb nicht, weil sich die Seilwinkel während der lotrechten Lastbewegung ändern ; es sind daher statt Seildreiecke Seiltrapeze vorhanden.
Die Erfindung betrifft demgegenüber eine wirklich starre Aufhängung und Führung der Lasttrageinrichtung von Kranen für verschieden grosse Geschwindigkeiten und für beide Bewegungsrichtungen der Last. Der Erfindung gemäss ist die Lasttrageinrichtung an mindestens drei gespreizten Hubseilpaaren aufgehängt, die sich in mindestens zwei verschiedenen Ebenen befinden. Ist dabei die Lasttrageinrichtung eine Hubtraverse, dann erhält sie ein oder mehrere Gelenke, wobei in jedem Gelenk ein gespreiztes Hubseilpaar angreifen kann. Die Lasttrageinrichtung kann aber auch z. B. von einer dreieckigen Hubplatte gebildet werden, an deren Ecken die drei gespreizten Hubseilpaare angreifen ; diese Platte kann eine Hubtraverse mit einem Gelenk ersetzen.
Die Zeichnung stellt mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung dar, u. zw. zeigen die Fig. 1 und 2 die eine in Ansicht und Kreuzriss, Fig. 3 eine zweite in Ansicht, Fig. 4 eine dritte in der Draufsicht und Fig. 5 eine vierte in der Ansieht. Fig. 6 veranschaulicht das Kräfteschema eines gespreizten Hubseilpaares.
Gemäss der Darstellung in Fig. 6 kann eine Führung mittels gespreizter Hubseile 1, 2 nur so lange starr sein, bis die auftretenden Horizontalkräfte (Massenkräfte u. dgl. ) die aus der Last sich ergebenden Zugspannungen in einem der beiden Seile bis auf Null reduzieren, so dass sodann das zweite Seil die Last allein trägt und später aussehwingt. Jeder Horizontalkraft H entspricht sonach bei gegebener lotrechter Belastung L des Seildreieckes eine bestimmte Spreizung gemäss Winkel ?. Zu berücksichtigen ist dabei, dass die Geschwindigkeiten für die Kran-und Katzfahrt bei verschiedenen Hebezeugen dem Zweck ent- sprechend voneinander verschieden sind.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 und 2 sind. 3 die auf der Kranbrücke angeordneten Laufschienen für die Katze, die aus dem verbundenen Laufwerk 4 und der aufgehängten und geführten Trageinrichtung besteht. Die Trageinrichtung besteht aus der Hubtraverse 5, die von drei gespreizten Hub-
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seilpaaren getragen wird, u. zw. an ihren Enden von zwei Hubseilpaaren 6,7, die sich in zur Laufrichtung der Katze parallelen Ebenen befinden und von einem dritten Hubseilpaar 8, das sieh in einer zur Ebene der Hubseilpaare 6,7 senkrechten Ebene befindet und in einem Gelenk 9 der zu einem Gelenkträger ausgebildeten Traverse 5 angreift. An den beiden Teilen des Gelenkträgers greifen die Tragarme 10, 10 für die Last an.
Die Seile laufen über Rollen 11 zu Trommeln 12.
Durch diese Anordnung ist es möglich, die lotrechten Belastungen und Spreizungen der Seildreiecke den auftretenden Horizontalkräften bzw. Geschwindigkeiten genau anzupassen (statisch zu bestimmen). Kleine Unterschiede in den Seilgesehwindigkeiten, die beim Heben oder Senken der Last durch die sich ergebenden verschiedenen Spreizwinkel der Seilpaare entstehen, werden, soweit sie nicht durch eine Änderung der Übersetzung im Hubwerk aufgenommen werden, vom Gelenk 9 der Traverse 5 aufgenommen, wie z. B. in Fig. 1 aus der mit strichpunktierten Linien gezeigten geknickten Stellung der Traverse 5 ersichtlich ist.
Fig. 3 zeigt die Ausbildung der Hubtraverse mit zwei Gelenken 9, 9', an denen je ein gespreiztes Hubseilpaar 8 bzw. 8'angreift. Die beiden äusseren Teile 5', 5'der Traverse tragen die Last und der mittlere Teil 5" bewirkt die Verbindung der beiden Gelenke 9,9'.
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einander vertauscht werden. Ferner können diese Hubseilpaare in beliebig anderen Ebenen angeordnet werden. Es kann sich auch jedes Hubseilpaar in einer andern Ebene befinden.
Den letztgenannten Fall zeigt Fig. 4 im Grundriss, bei dem statt einer Traverse eine dreieckige Platte. M benutzt wird, an deren Ecken die drei gespreizten Hubseilpaare 6,7 und 8 angreifen, die in drei verschiedenen Ebenen liegen ; die Platte ersetzt somit eine Traverse 5 mit einem Gelenk 9 (Fig. 1).
Kommt die Hebung mehrerer Lasten in Betracht, dann wird eine Hilfstraverse benutzt. Fig. a zeigt die mit einem Gelenk 9 versehene Hubtraverse J, an welche eine Hilfstraverse 14 angehängt ist, die mit einer Anzahl Lasthaken 15 od. dgl. für mehrere Lasten ausgerüstet ist ; die Traverse J dient in
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dienen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Starre Aufhängung und Führung der Lasttrageinrichtung von Kranen mit zwei Fahrtrichtungen der Last, mit Hilfe gespreizter Hubseilpaare, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Gelenke aufweisender Lastträger an mindestens drei gespreizter Hubseilpaaren aufgehängt ist, die sich in mindestens zwei verschiedenen Ebenen befinden.