AT121656B - Verfahren zur Herstellung photoelektrischer Zellen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung photoelektrischer Zellen.

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AT121656B
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Ver Gluehlampen & Elec Ag
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur   Herstellung   photoelektrischer Zellen. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung photoelektrischer Zellen. 



   Bekanntlich zeichnen sich die Alkali- sowie die Erdalkalimetalle durch ihre hohe lichtelektrische Empfindlichkeit aus, so dass für die Kathoden von Photozellen fast   ausschliesslich   diese Metalle verwendet werden. Auch ist es bekannt, dass die elektrolytische Leitung des gewöhnlichen Glases es ermöglicht. in ein abgesehmolzenes, evakuiertes   Glasgefäss durch   die Wandung desselben ein   Alkalimetal],   z. B. Natrium elektrolytisch einzubringen. Zu diesem Zwecke wird in dem   Glasgefäss   ein   Glühfaden, z.   B. ein 
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 geschmolzenes NaNO2, eingetaucht.

   Erbitzt man den   Glühfaden mittels   eines elektrischen Stromes auf eine Temperatur, bei welcher er als Glühkathode funktioniert und schaltet eine entsprechende Gleichspannung (etwa 100 bis   300 Volt) zwischen Glühfaden und Schmelze # mit   dem positiven Pol an die   letztere #,   so entsteht ein Strom zwischen dem   Glithfaden   und der   Schmelze, wobei die Leitung durch   das Vakuum die aus dem   Glühfaden   austretenden Elektronen, die Leitung durch die Kolbenwand hingegen die im Glas vorhandenen   positiven Metallionen vermitteln. Letzere wandern dabei nach dem   Inneren des Kolbens, werden dort frei und schlagen sich an den kältesten Stellen der inneren Glasfläche nieder. 



   Man hat diesen Vorgang bereits für die Herstellung photoelektrischer Zellen verwendet. Dadurch aber, dass diese bisher bekannten photoelektrischen Zellen für die   Massenfabrikation   nicht geeignet und folglich verhältnismässig teuer waren, war ihr Anwendungsgebiet trotz ihrer anerkannt vorzüglichen Eigenschaften ein ziemlich   beschränkte.   



   Gemäss der Erfindung werden die photoelektrischen Zellen zuerst ganz nach dem bei der   Glüh-   
 EMI1.2 
 Sockeln usw.) als Glühlampe fertiggestellt, bei der sämtliche Zuleitungen einschliesslich der Kathodenzuleitung in einem Gestell angeordnet sind. und dann die   Alkalimetallkathode   durch Glaselektrolyse derart in den Kolben eingeführt, dass das an der Innenwand des Kolbens sieh niederschlagende Kathodenmaterial mit der Kathodenzuführung des Sockels in Kontakt kommt und dadurch die Glühlampe in eine lichtelektrische Zelle umgewandelt wird.

   Durch dieses Verfahren ist es   ermöglicht,   solche Zellen als Massenprodukt wie gewöhuliche Glühlampen herzustellen. wodurch nicht nur die Herstellungskosten wesentlich verringert werden. sondern gleichzeitig auch die erforderliche Qualität und   Gleichmässigkeit   der Zellen gewährleistet ist. 



   In der Zeichnung sind die einzelnen Stufen der Herstellung der Photozellen nach dem erfindungs- 
 EMI1.3 
   GlÜhfaden 2,   die dritte   Elektrode. . welche   die   Zuführung   an die auf der inneren Wandung des Glasgefässes herzustellende Metallschicht zu bilden bestimmt ist, ist seitwärts ausgebogen und mit einem dünnen Draht   4   aus Kupfer, Nickel od. dgl. so verlängert, dass diese   Verlängerung   bis an den Rand der teller-   förmigen   Erweiterung des Gestellrohres reicht, wie dies aus der Fig. 1 ersichtlich ist.

     (Der Übersicht-   
 EMI1.4 
 

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Mit Hilfe dieser Anordnung wird es erreicht, dass bei der   üblichen   Einschmelzung des Gestelles in den Kolben die Verlängerung 4 von selbst mit der Kolbenwand in der Nähe der   Einschmelzstelle a   in Berührung kommt und nach Beendigung der Einschmelzung an die innere Oberfläche der Wandung angeschmolzen wird. Fig. 2 stellt den üblicherweise entlüfteten und abgeschmolzenen Kolben mit der an die innere Oberfläche der Kolbenwand angeschmolzenen Kathodenzuleitung 4 dar. Wie ersichtlich, unterscheidet sich der bisherige Arbeitsvorgang in keiner Weise von der üblichen Herstellung einer Glühlampe.

   Die Lampe (Zelle) wird jetzt gesoekelt, wozu sich die für   V erstärkerröhren gewöhnlih   verwendeten Sockel gut eignen mit der kleinen Abänderung, dass die Sockel ausser dem am Boden   eingebrachten   zentralen Loch 6 noch weitere, seitlich angebrachte Bohrungen 7. 7'usw. aufweisen. Die Zuleitungen des Glühfadens werden mit den hiezu dienenden zwei Stiften 8 und   8',   die Zuleitung der Elektrode 4 zweckmässig mit dem Anodenstifte 9 verbunden, der für das Gitter vorgesehene Stift 10 bleibt leer bzw. wird gar nicht angebracht oder schon früher entfernt. 



   Bei der Ausführung der Glaselektrolyse wird die in Fig. 4 dargestellte Steckfassung 11 mit einem Gasstrom, z. B. Luftstrom, gekühlt. Steekfassung 11 enthält die zur Aufnahme der Sockelstifte dienenden und mit   Anschlusssehrauben   versehenen Hülsen   12', 12"und   das Rohr   1. 3, welches   zum Zwecke des Luftzutrittes während der Elektrolyse in die zentrale Bohrung des   Fassungskörpers   eingesetzt ist. Die Elektrolyse wird mit Hilfe der in Fig. 5 dargestellten Anordnung ausgeführt. Die in die Fassung 11 eingesteckte Lampe 14 taucht mit ihrem unteren Teil in die z. B. natriumhaltige Schmelze 15, welche zweckmässig mit dem Deckel 16 zugedeckt ist, um den oberen Teil des Kolbens vor der Erwärmung möglichst zu schützen. Der   Glühfaden   wird z.

   B. durch einen Transformator 17 gespeist und zwischen   Glühfaden   und Schmelze eine Gleichspannung von 100-300 Volt unter Zwischenschaltung eines als Sicherung dienenden Widerstandes 19 gelegt (der positive Pol an die Schmelze). Die hier sieh abspielenden Vorgänge wurden schon oben beschrieben : Um das eingewanderte Alkalimetall (Natrium, Kalium   usw.)   an der gewünschten Stelle, d.   h,   am oberen Teil des Kolbens, zur Kondensation zu bringen, lässt man 
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 der Fassung ausströmt und den oberen Kolbenteil ständig kühlt. Das eingewanderte Natrium schlägt sieh dann als zusammenhängender Belag 18 an dem oberen Teil des Kolbens nieder und kommt mit dem an die Oberfläche der inneren Kolbenwand angeschmolzenen Verlängerungsdraht 4 in leitende Verbindung. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von photoelektrischen Zellen mit durch die Kolbenwand elektrolytisch eingeführter Alkalimetallkathode und als Glühfaden ausgebildeter Anode, dadurch gekennzeichnet,   dass   die Zelle zuerst ganz nach dem bei der   Glühlampenfabnkation   üblichen Arbeitsprozess (GestellHerstellung, Montieren, Einschmelzen, Entlüften, Sockeln) als Glühlampe fertiggestellt wird.

   bei der   sämtliche Zuleitungen einschliesslich   der Kathodenzuleitung in einem Gestell angeordnet sind und dann die Alkahmetallkathode durch Glaselektrolyse derart in den Kolben eingeführt wird, dass das an der Innenwand des Kolbens sich   niederschlagende   Kathodenmaterial mit der Kathodenzuführung des Sockels in Kontakt kommt und dadurch die Glühlampe in eine lichtelektrische Zelle umgewandelt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Herstellung photoelektriseher Zellen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kathodenzuleitung gleichzeitig mit dem Einschmelzen der übrigen Zuführungen an die Kolbenwand angeschmolzen wird.
    3. Verfahren zur Herstellung von photoelektrischen Zellen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet lass während der Elektrolyse ein Teil des Kolbens durch einen Gasstrom, z. B. Luftstrom, gekühlt wird.
AT121656D 1929-01-02 1929-01-02 Verfahren zur Herstellung photoelektrischer Zellen. AT121656B (de)

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