AT121694B - Nebensprechdämpfungsmesser mit unmittelbarer Ablesung. - Google Patents

Nebensprechdämpfungsmesser mit unmittelbarer Ablesung.

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Fritz Dr Ing Haas
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Siemens Schuckertwerke Wien
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  Nebensprechdämpfungsmesser mit unmittelbarer Ablesung. 



   Die bisher bekannten   Messeinrichtungen zum   Bestimmen des Nebensprechens und für andere
Dämpfungsmessungen in Fernsprechanlagen beruhen meist auf dem Vergleich von Spannungen   (Strömen),   die sich ergeben, indem man   die Messspannung (den Messstrom)   einmal auf dem in bezug auf Dämpfung zu messenden Wege, also z. B. von der störenden zur gestörten Leitung, das anderemal über eine Kunst- leitung dämpft. Sowohl bei akustisch (mittels Fernhörer) als auch bei optisch (nach erfolgter Gleich- richtung mittels Galvanometer) ausgeführten Messungen wurden bisher beide gedämpften Spannungen nacheinander oder nebeneinander beobachtet. Als   Messstrom   kann ein rein sinusförmiger oder mehrwellig zusammengesetzter Wechselstrom oder auch die Sprache selbst verwendet werden. 



   Alle andern bisher vorgeschlagenen Verfahren können nicht allgemein, d. h. für beliebig zusammengesetzte Messströme, angewendet werden. Nach einem bekannten Verfahren wird bei der Messung zwar die Spannung der gestörten Leitung und die Spannung über die Dämpfungsschaltung (regelbare   Eieh-   leitung) differential an ein akustisches Anzeigeinstrument gelegt. Dieses zeigt jedoch nur die Über- einstimmung oder Nichtübereinstimmung beider an. Die Dämpfung wird dagegen nicht an ihm abgelesen. sondern aus der Einstellung der Eichleitung bei Nullanzeige des Instrumentes auf diese geschlossen. 



  Es muss während der Messung nicht nur die Eichleitung eingestellt werden, sondern auch eine Phasenausgleichsehaltung, um zur richtigen Anzeige zu gelangen. Da die Ausbildung einer phasenschiebenden
Schaltung für einen grösseren Frequenzbereich (für die Sprache) nicht ohne weiteres möglich ist, keinesfalls aber für die Nebensprechdämpfungsmessung an längeren   Kabelstrecken,   so bleibt die Anwendbarkeit des Verfahrens auf eine einzelne, wenn auch veränderbare Frequenz beschränkt. 



   Bei einem andern bekannten Verfahren zur Übersprechmessung wird an das eine der einander beeinflussenden Aderpaare eine Gleichspannung, an das andere Aderpaar ein   Gleichstrominstrument   zur Messung des übertragenen Gleichstroms gelegt. Das Gleichstrominstrument steht lediglich unter der Einwirkung des    Stromes ; aus   dem gestörten Aderpaar. Die zahlenmässige Grösse des   Nebensprechens   kann dabei nur durch eine ziemlich umständliche Rechnung aus der Grösse der Messspannung, aus dem Ausschlag und der Empfindlichkeit des   Gleichstrommessgerätes   und aus einer Vergleichsmessung zur Ermittlung des als konstant vorausgesetzten Verhältnisses zwischen Kapazität und Ableitung ermittelt werden.

   Das Verfahren hat auch den Nachteil, dass in die Messung vorwiegend die Ableitungen eingehen, so dass eine richtige Nebensprechmessung dadurch nicht zustandekommt. 



   Diese Messverfahren entsprechen daher nicht der Forderung, dass unter Verwendung eines einwelligen oder eines beliebig zusammengesetzten mehrwelligen Wechselstromes die Ablesung der Nebensprechdämpfung unmittelbar, und ohne Einstellung von Hilfsgeräten (etwa einer Eichleitung) für jede einzelne Messung, erfolgen kann. 



     Erfindungsgemäss lässt   man die beiden zu vergleichenden gedämpften Spannungen gleichzeitig auf dasselbe Messgerät (Galvanometer) wirken, das (etwa durch den Ausschlag eines Zeigers) unmittelbar die gesuchte Dämpfung angibt. Der Fortschritt besteht in der Einfachheit und Sicherheit der Messung. 



  Man braucht nicht mehr wie bisher mehrmalig den Fernhörer oder Galvanometersatz an die zu vergleichenden Spannungen abwechselnd anzulegen und gleichzeitig die Kunstleitung bis zur Gleichheit der beiden gedämpften Spannungen verändern oder nach dem zuerst erwähnten bekannten Verfahren gleichzeitig die Kunstleitung und die phasenschiebende Schaltung bis zur Stromlosigkeit im Anzeigeinstrument verändern, sondern kann sofort nach dem Einschalten die gesuchte Dämpfung an einer 

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