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Fahrsperre für Fahrzeuge.
Gegenstand des Stammpatentes Nr. 11161. 2 ist eine Einrichtung zum selbsttätigen Stillsetzen von elektrischen Fahrzeugen mittels eines Fahrsperrventils von der Strecke aus, bei der zwischen Fahrsperrventil und Bremsleitung eine druckluftgesteuerte Schaltvorrichtung (Rückschlagabsperrorgan) angeordnet ist. Bei der Entlüftung des Fahrsperrveiitils wird die Schaltvorrichtung entlüftet und hiedureh zunächst die Energiezufuhr gesperrt und darauf die Bremsleitung entlüftet, so dass die Bremsen anziehen. Hiebei ist die Anordnung so getroffen, dass zwischen dem
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sich befinden. so dass das Auslösen der Bremse und das Abschalten der Energie eine gewisse Zeit beansprucht.
Die Erfindung betrifft nun eine Einrichtung, bei der das Abschalten der Energiezufuhr in einfacherer Weise als bisher herbeigeführt wird und deren Gesamtanordnung eine kurze einfache Leitungsanordnung ermöglicht. Sie beseitigt ferner den Nachteil bekannter Einrichtungen. bei denen der Fahrzeugführer die selbsttätige Bremsung und Energieabsperrung von Hand, noch ehe das Fahrzeug zum Stillstand gekommen ist oder eine bis auf ein ungelährliches Mass herab gedrückte Geschwindigkeit angenommen hat, wieder rückgängig machen kann.
Gemäss der Erfindung wird die gesamte Sperreinrichtung, die Bremseinrichtung und die Energieabschaltung, erst nach völliger Entleerung der Bremsleitung bei ihrer Wiederauffüllung, u. zw. durch diese Wiederauffüllung selbsttätig wieder in ihre Betriebsbereitsehaft zurückgefiihrt.
Im Sinne der Erfindung ist unmittelbar mit dem Auslöseventil ein Sperranker verbunden, der die Energiezufuhr beeinflusst. Das Auslöseventil steht mit der Bremsleitung in Verbindung und trägt einen Auslösehebel. der beim Auflaufen auf eine neben dem Gleis befindliche Sperrschiene das Auslöseventil öffnet. Der Sperranker kann mechanisch oder durch Druckluft oder zugleich auf beiden Wegen mit dem Auslöseventil und dessen Auslösehebel verbunden sein. Z. B. kann die Anordnung so getroffen sein. dass der Sperranker durch eine Feder gespannt ist und durch die Bewegung des Auslosehebels freigegeben wird oder auch so, dass der Sperranker durch Druckluft bewegt werden kann, die vor oder hinter dem Auslöseventil bzw. an mehreren Stellen zugleich aus der Bremsleitung entnommen werden kann. Der Sperranker hat dabei die Aufgabe, über z.
B. ein Relais ein die Energiezufuhr zur Antriebsmaschine überwachendes Organ zu beeinflussen.
Einige Ausfühmngsbeispiele der Erfindung sind in den Abbildungen gezeichnet.
In Fig. 1 ist 2 die Bremsleitung, die durch einen Dreiwegehahn 3 mit der zum Auslöser führenden Leitung 4 verbunden werden kann. Durch Drehen des Drehvegehahnes 3 um 90 kann die Bremsleitung auch mit der Leitung : verbunden werden, an die die Bremsleitung der folgenden Wagen angeschlossen ist. Die Leitung 4 führt über ein Ventil 6, das mit Kontakten 7 versehen ist, zum Fahrsperrventil 8, das zwei Kammern 9 und 10 hat, die durch einen durch die Feder 12 auf den Sitz 13 gedrückten Ventil teller 11 voneinander
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Stellung des Kolbens 15 die Kammer 16 oder die Kammer 10 mit der Aussenluft.
Die Kolbenstange 18 ragt mit ihrem unteren Ende aus dem VentDgehäuse heraus und wird durch den Nocken 19 des um den Zapfen 20 drehbaren Hebels 21 angehoben. Der Auslöschebel 22 ist drehbar um den Punkt 23 am Hebel 21 gelagert und stützt sich mit seinem Fuss. 2- gegen den Hebel 21. Der Hebel 21 hat eine Knagge. 25. die den Sperranker 26 festhält.
27 ist eine Feder. die die Kontakte 28 und 29 durch Drehen des Sperrankers 26 verbindel.
Der Sperranker 2ss ist drehbar um den Punkt 30 und hat einen Fortsatz 31. an dem ein
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beweglich angeschlossen. 84 ist eine Rückstellfeder. die den Kolben 33 in die gezeichnete Stellung stets zurückführt. Der Rückstellzylinder 35 ist mit dem Steuerzylinder 36 durch den Kanal 37 verbunden. Der Stenprzylinder 36 ist seinerseits mit dem Auslöseventil 8 durch den Kanal 38 verbunden.
Die Vorrichtung zum Abstellen der Energiezufuhr zur Antriebsmaschine des Fahrzeuges ist nur schematisch angedeutet. Die Kontakte, 2. 9/, 29 liegen in einem Steuerstromkreis. der über das Relais 42 und den Kontakt 7 des Ventiles 6 fuhr) und durch das Relais 42 die
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Die Einrichtung wirkt wie folgt :
Durch Einlassen von Druckluft in die ssremsleitung. 3 wird auch die anschliessende Leitung 4 bis zu der Kammer 9 des Auslöseventils 8 mit Druckluft gefüllt. Ausserdem fliesst die Druckluft durch den Kanal 3R in die Kammer 36 des Steuerzylinders. Feder 1 : 2 und Luftdruck pressen den Ventilteller 11 auf seinen Sitz. Die Anlage ist jetzt betriebsbereit.
Beim Überfahren des geschlossenen Signals wird der Hebel. 22 von der Sperrschiene-3 in der Pfeilrichtung 39 umgelegt, wodurch der Nocken 19 den Kolben 15 des Ventils 8 so weit verschiebt, dass die Öffnung 17 die Kammer 10 mit der Aussenluft verbindel. Gleichzeitig hebt
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zieht sich zusammen, dreht den Sperrhebel um seine Achse 30 und schliesst den Kontakt. 28/. 29. wodurch in an sich bekannter Weise der Motor von der Fahrleitung abgeschaltet wird. Der sich drehende Sperranker 26 zieht gleichzeitig den Steuerkolben 32 so weit mit sich, dass durch den Kanal 37 der Teil 35 des Rückstellzylinders mit der Kammer 9 des Auslöseventils in Verbindung gesetzt wird.
Die Rückstellfeder 34 ist jedoch so stark. dass der inzwischen
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Kolben 33 entgegen der Kraft der Rückstellfeder 34 zu bewegen. Nachdem alle Luft aus der Bremsleitung entwichen ist, schliesst sich das Fahrsperrventil 8 selbsttätig durch die Feder J)
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lösen. Die Druckluft strömt durch die Leitung 4 bis in die Kammer 9 des Auslöseventil.
Der Ventilteller 11 ist inzwischen durch die Feder 12 wieder auf seinen Sitz gedrückt worden. so dass die Luft nicht mehr entweichen kann. Der Luftdruck steigt an und die durch die Leitungen 38 und 39 fliessende Luft tritt hinter den Kolben 33. Die Kraft der Rückstellfeder 34 ist so bemessen. dass beim höchsten Druck in der Bremsleitung die Feder zusammengedrückt wird und der Kolben den Sperranker 2 (j in die gezeichnete Lage zurückführt, in der er sich an der Knagge des Hebels 21 verriegelt.
Gleichzeitig wird durch die Bewegung des Sperr- ankers der Steuerkolben 3. 2 in die gezeichnete Lage zurückgeführt. Hiedurch wird die Bremsleitung wieder abgeschlossen und der Raum 35 hinter dem Rückstellkolben 33 durch den Kanal 37 mit der Aussenluft verbunden. Die Rückstellfeder 34 schieht den Kolben 33 in die gezeichnete Lage und die Anlage ist wieder betriebsbereit.
Ist ein Signal nicht in Ordnung, so muss es möglich sein, auch ein geschlossenes Signal
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Stellung, wie gezeichnet, der Luft freien Durchgang von Leitung 4 zu Leitung 41 gewährt. Soll das Signal auf Befehl überfahren werden. so wird durch Drehung des Kükens die Zuleitung zum Fahrsperrventil 8 abgesperrt und dieses über die Öffnung 40 mit der Aussenluft verbunden. so dass vom Fahrsperrventil aus nicht mehr gebremst werden kann. An dem Ventil 6 ist ausserdem ein Kontakt 7 angebracht. der beim Drehen des Kükens die Leitung Zl1 dem Schalter 28/29 unterbricht. Der durch Umlegen des Hebels 21 und des Sperrankers 26 gebildete Steuerstromkreis über das Relais 42 ist also unterbrochen, so dass der Motorstrom nicht abgeschaltet wird.
Beim Überfahren eines auf stehenden Signals kann daher der Hebel, 22 umschlagen, ohne dass die selbsttätigen Einrichtungen arbeiten. Sobald das Gentil ss in die Arbeitsstellung zurückgedreht ist, wird der Sperranker selbsttätig wieder zurückgeführt. so dass die Anlage wieder betriebsbereit ist.
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Das Ventil 6 ist ausserdem noch so eingerichtet, dass es mit einem besonderen Schlüssel in dieser Absperrstellung festgehalten werden kann, wodurch die Möglichkeit gegeben ist, bei einem Defekt in der Auslösevorrichtung diese von der Bremsleitung vollständig dauernd abzutrennen.
Eine andere Ausführung zeigt die Fig. 2. in der die gleichen Gegenstände mit den gleichen Zahlen bezeichnet sind. Abweichend von der Fig. 1 ist der Steuerzylinder 5C durch einen Kanal 50 mit dem Raum 10 des Auslöseventils 8 verbunden. Ein zweiter Kanal 51 verbindet den mittleren Teil des Zylinders 36 mit der Leitung 41. Ferner wird der Sperr-
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hebel 22 gehalten.
Die Einrichtung wirkt folgendermassen :
Nachdem der Hebel 22 durch Überfahren der Sperrschiene in Richtung 39 umgelegt ist. hebt der Nocken 19 den Ventilteller 11 an. so dass Druckluft in den Raum 10 tritt und durch den Verbindungskanal 50 hinter den Kolben 3. 3 tritt, wodurch der Kolben. 3. 8 in Richtung des Pfeiles 33 verschoben wird. Der Mitnehmer 54 dreht den Sperranker . 26 um seinen Drehpunkt 30 und schliesst den Kontakt 28/29, wodurch in gleicher Weise wie in Fig. 1 der Motorstrom ausgeschaltel wird. Die Bremsleitung entlüftet sich nunmehr durch die Kammer 10 und die Öffnung 17. nachdem der Kolben 15 diese Öffnung 17 freigegeben hat.
Ist die Luft aus der Bremsleitung entwichen, so schliesst sich das Fahrsperrventil 8 selbsttätig durch die
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