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Verfahren zur dielektrischen Verlustmessnng.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur dielektrisehen Verlustmessung, insbesondere an Mehrphasenkabeln.
Die dielektrische Verlustmessung an Mehrphasenkabeln wurde bisher im allgemeinen mit einphasiger Wechselspannung ausgeübt. Die dabei erzielten Werte sind jedoch nur angenähert richtig. So hat sich z. B. herausgestellt. dass bei Messungen der dielektrischen Verluste an Drehstromkabeln unter direkter Dreiphasenbeanspruchung der lonisierungspunkt erst bei höherer Spannung gefunden wird als bei der Messung in einphasiger Ersatzschaltung.
Nach der Erfindung werden diese Nachteile dadurch vermieden, dass man die einzelnen Kabeladern gleichzeitig an die betriebsmässigen Mehrphasenspannungen legt und die Messapparate (Wattmeter, Scheringsche Hochspannungsbrücke od. dgl.) nacheinander oder gleichzeitig in jede der einzelnen Phasen so einschaltet, dass der Strom und die Spannung einer Phase zur Messung benutzt wird, wobei dann die Summierung der Phasenverluste aus den einzelnen Messungen die wahren Gesamtverluste des Mehrphasenkabels ergibt und das Mittel des Vellustwinkels aus den einzelnen Messungen dem wahren Verlustwinkel entspricht.
Befindet sieh dabei üblicherweise der Sternpunkt des Transformators und der Kabelmantel auf Erdpotential, so kann man die Messapparate an eine hochgespannte Phasenklemme des Transformators oder in die Sternpunktsleitung legen.
Letztere Anordnung ist jedoch nur möglich, wenn die Nullpunktklemmen des Hochspannungtransformators aus dem Transformatorgehäuse herausgeführt sind. Legt man die Messapparate auf die Hochspannungsseite, so muss man zum Schutze des Beobachters besondere Vorrichtungen treffen. Nach der Erfindung werden die Messungen aus diesem Grunde in einem von Ende isolierten Faraday'sehen Käfig vorgenommen, der jedesmal mit derjenigen Phase verbunden wird, an der die Messapparate angeschlossen sind.
Kann man das Kabel isoliert aufstellen, so kann erfindungsgemäss die Anordnung so getroffen werden, dass jeweils eine Phasenklemme des Transformators mit angeschlossenen Messapparaten geerdet wird, wodurch Sternpunkt und Kabelmantel auf Hochspannung kommen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt Fig. 1 der Zeichnung.
Die Phase 1 der Hochspannungswicklung eines Transformators : 2 liegt über das Wattmeter 3 an der Ader 4 des Kabels 5, dessen Mantel mit dem Sternpunkt des Transformators verbunden und geerdet ist, während die andern Kabeladern gleichzeitig unmittelbar mit den andern Phasen der Hoch-
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über einen Spannungswandler 6 an der Phasenspannung der Phase 1 : parallel zur Spannungsspule liegt ein Voltmeter 7, in Serie mit der Stromspule ein Amperemeter 8. Die ganze Messapparatur ist in einem von Erde isolierten Faradayschen Käfig 9 eingebaut, der mit der Transformatorklemme 1 elektrisch leitend verbunden ist.
Durch Einschaltung der Messapparate in alle drei Phasen erhält man verschiedene Messresultate, wobei die Summierung der Phasenverluste die wahren dielektrischen Gesamtverluste des Mehrphasenkabels und das Mittel des Verlustwinkels den wahren Verlustwinkel ergibt.
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phasige Transformatoren und Generatoren zur einphasigen Benutzung umzuschalten. Hiedureh werden die oft sehr erheblichen Schwierigkeiten bei der Umschaltung von Transformatoren und ferner insbesondere bei Generatoren die Gefahren des inversen Feldes vermieden.
Das Verfahren nach der Erfindung lässt sich. soweit es die Verwendung des Faradaysehen Käfigs betrifft, mit Vorteil auch bei einphasigen Messungen, z. B. an Kabeln, verwenden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur dielektrischen Verlustmessung, insbesondere an Mehrphasenkabeln. dadurch gekennzeichnet, dass man die einzelnen Kabeladern gleichzeitig an die betriebsmässigen Mehrphasen- spannungen legt und die Messapparate (Wattmeter, Schering'sehe Hochspannungsbrücke od. dgl. ) nach- einander oder gleichzeitig in jede der einzelnen Phasen so einschaltet, dass der Strom und die Spannung je einer Phase zur Messung benutzt werden, wobei dann die Summierung der Phasenverluste aus den einzelnen Messungen die wahren Gesamtverluste des Mehrphasenkabels ergibt und das Mittel des Verlustwinkels aus den einzelnen Messungen dem wahren Verlustwinkel entspricht.