AT122206B - Verfahren zum Zerlegen schwer kondensierbarer Gasgemische, wie Luft od. dgl., mittels partieller Kondensation. - Google Patents

Verfahren zum Zerlegen schwer kondensierbarer Gasgemische, wie Luft od. dgl., mittels partieller Kondensation.

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AT122206B
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Rudolf Karl Eduard Mewes
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  Verfahren zum Zerlegen schwer kondensierbarer Gasgemische, wie Luft od. dgl., mittels partieller Kondensation. 



   Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Zerlegen schwer kondensierbarer Gasgemische, wie Luft od. dgl., mittels partieller Kondensation. Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass zur Deckung der unvermeidlichen Kälteverluste eine Flüssigkeit benutzt wird, die in einem besonderen Behälter in einem   Hochdruckkreislauf   erzeugt wird. Dadurch wird eine wesentliche Vereinfachung der Anlage erzielt. Eine weitere Ausbildung der Erfindung besteht darin, dass nach erfolgter partieller Kondensation das Gasgemisch noch einer Rektifikation unterworfen wird. um das aus der partiellen Kondensation erhaltene, an   schwersiedenden   Bestandteilen reiche Gemisch von den in ihm noch befindlichen 
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 erläutert werden.

   In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele von Vorrichtungen dargestellt, mittels derer das Verfahren sieh   durchführen   lässt. 



   In Fig. 1 ist   mit 1 dir VerfIüssigungsvorrichtung bezeichnet,   in die   bei 2   die zu zerlegende Luft mit etwa 4-6 Atm. Überdruck eingeführt wird. Die aufsteigende Luft verflüssigt sich zum Teil an den Innenwandungen des   Rohrbündels J,   so dass sich in dem   unteren Teile- des Verflüssigers   ein sauerstoffreiches Gemisch ansammelt, das mittels der   Leitung. 5,   in die das Entspannungsventil 6 eingebaut ist, in den Verdampfungsraum 7 des Verflüssigers 1 gelangt. Der obere Teil des Verflüssiger 1 ist zu einer Haube 8 ausgebildet, in die die zur Deckung der Kälteverluste dienende Flüssigkeit, als welche zweckmässig Stickstoff verwendet werden kann, eingegeossen wird. 



   Der Kälet(Flüssigkeits)ersatz erfolgt mittels   Zweistufenentspannung in   der Art, dass der durch den mit 15 angedeuteten Kompressor auf einen hohen Druck, beispielsweise auf 150-200   Atm.,   ver- dichtete Stickstoff mittels des in die Leitung 12 eingebauten Entspannungsventils 13 auf ungefähr 50 Atm. in das Gefäss 9 entspannt wird. Der in diesem Gefäss verflüssigte Teil des Stickstoffes wird mittels Leitung   10,   in welche das Entspannungsventil 11 eingebaut ist, in die   Rucklaufsäule,   gegebenenfalls bei dem in dieser   Rücklaufsäule   herrschenden Druck, entspannt. Der in dem Gefäss 9 gasförmig verbliebene Teil des Leichtsiedenden wird mittels der Leitung 14 dem   Koj pressor 7-5 zugefuhrt, wo   der Stickstoff erneut auf hohen Druck gebracht wird. 



   Aus der Leitung 16 entweicht der gasförmige Teil des Stickstoffes und bei 17 am Kopfe des Verflüssigers ein   sauerstoffreiches   Gemisch. 



   Wenn die Zerlegungsprodukte. Sauerstoff und Stickstoff, in reinem Zustande gewonnen werden sollen, muss, wie Fig. 2 zeigt. mit einem zweiten Verfliissiger 18 gearbeitet werden. Die zu zerlegende Luft wird zweckmässig mit etwa 6-9 Atm. Überdruck in den Verflüssiger 1 eingeleitet. Der Vorgang 
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 erhaltene sauerstoffreiche Flüssigkeit wird durch die Leitung   5   mittels des darin eingebauten Entspannungsventils 6 auf den in diesem Verflüssiger 1 herrschenden Druck in den Verdampferraum 7 entspannt. Dieses sauerstoffreiche Gemisch wird nach der Verdampfung mittels der Leitung 19 in den zweiten Verflüssiger 18 eingeblasen und durchstreicht hier das Rohrbündel 20.

   Das in dem Verdampfer 21 des Verflüssigers 18 erhaltene sauerstoffreiche Gemisch wird in dem Rohre   22   mittels des Entspannungs- 
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 was wieder eine grössere Sauerstoffanreicherung der Flüssigkeit bedingt. 



   Der technische Vorteil dieser   Abänderung   besteht darin, dass die gesamte zu trennende Luft nur auf Niederdruck gebracht zu werden braucht und der Stickstoff unter Druck gewonnen wird. so dass ein beträchtlicher Teil der aufgewandten Energie zurückgewonnen werden   kann. während   bei der zweistufigen Rektifikation der Stickstoff auf Atmosphärendruck entspannt werden muss und keine Energie zurückgewonnen werden kann. 



   Der Kälte   (Flüssigkeitsjersatz   erfolgt in der gleichen Weise wie bei Fig.   l,   nur wird die in dem Gefäss 9 gewonnene Flüssigkeit mittels der in die Leitung 10 eingebauten Entspannungsventile 11 bzw.   11'   nach dem Kondensator 8 des   Verflüssigers   1 und in den Kondensator, 24 des Verfliissigers   M geführt   und auf den dort herrschenden Druck entspannt. 



   Endlich kann eine   Abänderung   des Verfahrens dadurch erzielt werden, dass das aus der partiellen Kondensation erhaltene, an Sauerstoff reiche Gemisch von den in ihm noch befindlichen Bestandteilen von Stickstoff mittels Rektifikation gereinigt wird. Die hiefür dienenden   Vorrichtungen sind   in   Fig. 3   und 4 schematisch dargestellt. 



   Mit 28 ist der Verflüssiger bezeichnet, in den die zu trennende Luft bei 29   eingeführt   wird. In dem Kondensator. 30 wird die Luft einer teilweisen Kondensation unterworfen. Die herabfallende sauerstoffreiche Flüssigkeit wird in der Rektifikationssäule. 31 durch den aus dem Verdampfer. 32 aufsteigenden 
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Stickstoff in den   Kondensator.'30   des   Verflüssigers   28 entspannt werden kann, wodurch der Kondensator im Betrieb erhalten wird. Der Kälte(Flüssigkeits)ersatz erfolgt in gleicher Weise wie bei der Vorrichtung gemäss Fig. 1 und 2. Bei   38   wird der gewonnene Stickstoff abgezogen, während bei   9   der verdampfte
Stickstoff des Kreislaufes den Kondensator verlässt.

   Das Verfahren kann auch in der Weise durchgeführt werden, dass die Zerlegungsprodukte bei 33, 38 und 39 abgesaugt werden, so dass also das Trennungsverfahren mit Unterdruck erfolgt. 



   Bei der Vorrichtung gemäss Fig. 4 endlich ist der   Kondensator. 30   in die beiden Teile 40   und. J1   geteilt. Diese Ausführung wird dann notwendig, wenn die Zerlegung des Gasgemisches unter einem Überdruck von beispielsweise 4-6 Atm. durchgeführt werden soll. Der in dem Verdampfer.' ? sich ansammelnde flüssige Sauerstoff wird mittels der Leitung   4' ?, in   die das Entspannungsventil 43 eingebaut ist, in den Kondensatorteil 41 entspannt, so dass bei 44 reiner dampfförmiger Sauerstoff entnommen werden kann. Unterhalb des Kondensatorteils 41 sind Schalen angeordnet, so dass die sieh dort ansammelnde Flüssigkeit   in gleichmässiger Verteilung   auf die Rektifikationssäule herabfliesst und gegebenenfalls aus dem Verflüssiger entnommen werden kann.

   Die zum Kälteersatz dienende Flüssigkeit kann auch an anderer Stelle als gezeigt in den eigentlichen Verflüssiger eingegossen werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren   zum Zerlegen seliver   kondensierbarer Gasgemische, wie Luft od. dgl., mittels partieller Kondensation, bei welcher Leichtsiedendes als Kälteersatz benutzt und in einer besonderen Vorrichtung gewonnen wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Verflüssigung des als   Waschflüssigkeit   dienenden Leichtsiedenden in einem besonderen   Hoehdruckkreislauf   mittels Zweistufenentspannung bewirkt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zerlegung des Gasgemisches mittels partieller Kondensation in zwei hintereinander geschalteten Rückläufen (1, 18) erfolgt, in weichen verschiedener Druck herrscht (Fig. 2).
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Verdampfungs- EMI2.3
AT122206D 1924-11-18 1925-04-20 Verfahren zum Zerlegen schwer kondensierbarer Gasgemische, wie Luft od. dgl., mittels partieller Kondensation. AT122206B (de)

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