AT122507B - Verfahren zur Konservierung von Holzwaren, insbesondere Gartenmöbeln. - Google Patents

Verfahren zur Konservierung von Holzwaren, insbesondere Gartenmöbeln.

Info

Publication number
AT122507B
AT122507B AT122507DA AT122507B AT 122507 B AT122507 B AT 122507B AT 122507D A AT122507D A AT 122507DA AT 122507 B AT122507 B AT 122507B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sassolin
glycerine
acid
preservation
garden furniture
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
August Sachseneder
Original Assignee
August Sachseneder
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by August Sachseneder filed Critical August Sachseneder
Application granted granted Critical
Publication of AT122507B publication Critical patent/AT122507B/de

Links

Landscapes

  • Chemical And Physical Treatments For Wood And The Like (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Konservierung von Holzwaren, insbesondere Gartenmöbeln. 



   Gartenmöbel und Holzgegenstände, die viel im Freien stehen, leiden sehr bald an den Verbindungstellen und überhaupt an den   Querschnittflächen   des Holzes, an welchen die Nässe am besten haftet, infolge Zersetzung durch   Fäulniserreger   und Spaltpilze. 
 EMI1.1 
 servierungsmittel versetzt sind. 



   Vorliegend beschriebene Erfindung bringt eine Konservierung des Holzes auf solche Art, dass dabei ein übler Geruch vermieden wird und die   Abwehrtätigkeit   der konservierenden, fäulnisverhindernden Stoffe zunimmt, wenn die Gefährdung des Holzes infolge Nässe grösser wird. Wir verwenden als Konservierungsmittel bei der Porenfüllung Sassolin. Salicylsäure und Tannin und als Zugabe zum Leim Sassolin oder Salicylsäure. 



   Man wählt   zunächst   zur   Durchtränkung trocknend gemachtes Leinöl,   dem man durch einen Gehalt an Sassolin konservierende Eigenschaft gibt. Nun erweist sich das Sassolin, die Orthosäure des Bors, 
 EMI1.2 
 Zweck wegen seines vorteilhaften, hohen Siedepunktes den dreiwertigen Alkohol, das Glyzerin   CH2OH.     CHOH. CH2OH.   Glyzerin löst eine grosse Menge Sassolin klar auf und lässt sieh aber selbst mit Leinöl nicht lösend mischen, sondern nur fein verquirlen. Es besteht jedoch gemäss seiner Abkunft die Löslichkeit und Verbindungsfähigkeit mit Ölsäuren, unter anderem auch mit Leinölsäure.

   Der Erfinder benutzt diese Eigenschaft und gibt dem warmen Leinöl ein Quantum Ölsäure eines trocknenden Öles, am besten Leinölsäure, bei, etwas mehr, als bei der Abspaltung des Leinöls zur Erlangung desselben Quantums Glyzerin an Fettsäure theoretisch verblieben ist. Leinöl enthält gewöhnlich   11'5% Glyzerin   von   28    nebst ungefähr 2% freier Fettsäure, welche man kaum für vorliegenden Zweck in Betracht ziehen kann. 



  Man nehme also, da man mit der fragwürdigen Bindefähigkeit der enthaltenen   200 freier   Fettsäure nicht rechnen kann, als Zugabe für jedes Kilogramm Glyzerin mindestens 7'50 kg freie Leinölsäure, zu dem Zweck, das zugegebene Glyzerin langsam zu binden und das Sassolin in feinster Verteilung in der verharzenden Leinölmasse unterzubringen. 



   Der Vorgang, den wir bei der Konservierung vornehmen, ist folgender : Man erhitzt das durch Oxydationsmittel troeknend gemachte Leinöl auf 102 . versetzt es unter stetem   Umrühren   mit 7'5% Leinölsäure und gibt dann der Lösung eine Menge von   100   der Leinölmenge an Glyzerin bei, indem man so viel Sassolin gelöst hat, als darin im kalten Zustand löslich bleibt. Die Lösung erhält man am besten durch Dampfheizung bei der angegebenen, gleichbleibenden Temperatur. Die Holzteile werden nun 
 EMI1.3 
 später an der Luft nach und nach verharzt und das in ungemein feiner Verteilung enthaltene Sassolin in sich eingeschlossen hält. Das Glyzerin selbst verbindet sich langsam wieder mit der zugegebenen freien Leinölsäure durch Synthese zu Leinöl. seine   Wasserlöslichkeit   schwindet und wirkt nicht mehr störend.

   Die feine Verteilung des   H3B03 bewirkt   nun einen Schutz gegen das Eindringen und gegen die Wirkung der Spaltpilze und Fäulniserreger, und der Schutz verstärkt sich durch die   Wasserlöslichkeit   seiner kleinen Teilchen so, dass die Konservierungstätigkeit bei der Gefährdung durch Nässe selbständig zunimmt. Vermehrte Nässe, also vergrösserte Wassermengen. bringen das wohl fein verteilte, aber in 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 festem Zustand doch unwirksame Sassolin   zur Lösung,   und eben die wässerige Lösung beginnt die Abwehrtätigkeit gegen die Fäulniserreger usw. Beim Schwinden des Wassers wird das Konservierungsmittel wieder trocken und bleibt dort an Ort und Stelle bereit, um bei neuem Eindringen von Nässe seine Abwehr-   tätigkeit   wieder zu beginnen. 



   Anstatt Leinöl lassen sich natürlich alle andern   trocknenden Öle. wie chinesisches Holzöl, Perillaöl   usw., und deren Fettsäuren in gleicher Weise verwenden und anstatt Sassolin die in Glyzerin ebensogut 
 EMI2.1 
 



   Ebenso kann man für   Holzgegenstände   wachsartige Stoffe, die bei einer Temperatur von   zu   dünnflüssig sind, für die   Konservierung durch Porenfüllung   auf die gleiche Art verwenden. Man benutzt aber dann als Lösungsmittel für Sassolin nicht Glyzerin, sondern einen noch höheren Alkohol, den Cetylalkohol,   CJ6H33. OH,   oder den   Myrieylalkohol,     C3oR61.   OH, welche man in Form ihrer Ester, also in Form von Spermazet, letzteren in Form von Bienenwachs, als Lösungsmittel für Sassolin benutzen und in die wachsartige Masse einführt. 



   Beim Leimen der Holzteile bildet die Leimsehichte infolge ihrer   hygroskopischen   Eigenschaften und weil Leim gleich der Gelatine direkt ein   Nährboden   für Bakterien ist, eine empfindliche Stelle. Zur Abhaltung der eindringenden Fäulniserreger und Spaltpilze versetzt man die Leimsehichte gleichfalls mit einem geruchlosen, nicht verdunstenden Konservierungsmittel und wählt zu diesem Zweck auch die Zugabe einer wässerigen Lösung von Sassolin oder Salieylsäure. weil diese beiden Stoffe   geruchlos   sind und den Leim nicht färben, ebenso nicht gerben oder härten wie z. B. Tannin oder Karbolsäure. 



   Der Erfinder bringt das Konservierungsmittel aber auch wieder gelöst in Glyzerin in die Masse und versetzt diese noch mit einer zur Bindung des Glyzerins nötigen Menge freier Fettsäure eines trocknenden Öles. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Konservieren von Holzwaren, insbesondere Gartenmöbel, nach welchem die Poren durch verharzende oder wachsartige, mit einem Konservierungsmittel versetzte Stoffe gefüllt werden, dadurch gekennzeichnet. dass die konservierende Beigabe von Sassolin oder Salicylsäure in einem mindestens dreiwertigen Alkohol, besonders in Glyzerin gelöst, in das trocknende Öl gerührt wird und der Masse eine für die chemische Bindung der Glyzerinmenge theoretisch erforderliche Menge freier Fettsäure zugegeben wird.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Porenfüllung mit wachsartigen Massen als Lösungsmittel von Sassolin oder Salieylsäure noch höhere Alkohole. nämlich Cetylalkohol oder-Myrieylalkohol, angewendet werden, auch in Form ihrer Ester als Spermazet oder Bienenwachs.
    3. Ausführungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ausserdem auch der Leim für die Bindungsstellen mit Sassolin oder Salieylsäure versetzt wird unter Zuhilfenahme von Glyzerin als Lösungsmittel für diese Stoffe und weiterer Zugabe von freier Fettsäure zur Bindung dieses Glyzerins.
AT122507D 1928-12-24 1928-12-24 Verfahren zur Konservierung von Holzwaren, insbesondere Gartenmöbeln. AT122507B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT122507T 1928-12-24

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT122507B true AT122507B (de) 1931-04-25

Family

ID=3632957

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT122507D AT122507B (de) 1928-12-24 1928-12-24 Verfahren zur Konservierung von Holzwaren, insbesondere Gartenmöbeln.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT122507B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT391761B (de) * 1988-12-29 1990-11-26 Haltmeier Georg Verfahren zum pruefen des zustandes von holz und mittel zur verwendung bei diesem verfahren
EP0451435A1 (de) * 1990-04-09 1991-10-16 Georg Dipl.-Ing. Haltmeier Mittel zum Imprägnieren von Holz

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT391761B (de) * 1988-12-29 1990-11-26 Haltmeier Georg Verfahren zum pruefen des zustandes von holz und mittel zur verwendung bei diesem verfahren
EP0451435A1 (de) * 1990-04-09 1991-10-16 Georg Dipl.-Ing. Haltmeier Mittel zum Imprägnieren von Holz

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT122507B (de) Verfahren zur Konservierung von Holzwaren, insbesondere Gartenmöbeln.
CH620588A5 (de)
DE972266C (de) Verfahren zur Herstellung von nicht poroesen harten Faserplatten
DE1807012A1 (de) Seifenmischung fuer Scheuerballen
AT204838B (de) Verfahren zum Haltbarmachen natürlicher Pflanzen, Blumen und Blätter
DE634597C (de) Verfahren zur Gewinnung von faserigem Fuellmaterial fuer Polsterzwecke
DE4301297C2 (de) Wasserabweisendes Pflegemittel
DE653249C (de) Zusatzmittel fuer Anstrichstoffe
AT127369B (de) Wachsmassen.
DE1492511C3 (de) Verfahren zum Trocknen von mit einer Lösung von konservierenden Stoffen imprägniertem Holz
AT134283B (de) Insektenvertilgungsmittel.
DE2002824A1 (de) Verfahren zu der Behandlung von Harnstoffkoernern
AT109404B (de) Verfahren zur Herstellung von Fettlösungsmittel enthaltenden Seifen.
DE746280C (de) Betonentschalungsmittel
DE964199C (de) Verfahren zur Steigerung der Aromabestaendigkeit von Kaffee
DE605890C (de) Verfahren zur Verhinderung unerwuenschter Austrocknung von Beton, Holz und anderen Stoffen
DE148794C (de)
DE763974C (de) Verfahren zur Konservierung von Holz
DE102022107750A1 (de) Verfahren zum Beschichten oder zur Herstellung eines Behälters aus einem essbaren oder zumindest biologisch abbaubaren Material
DE2341938A1 (de) Verfahren zur herstellung eines mittels zur luftauffrischung
AT54879B (de) Verfahren zur Darstellung einer trockenen Formaldehydverbindung.
AT132834B (de) Verfahren zur Herstellung fester, haltbarer Gemische von Pflanzenpräparaten mit aktiven Sauerstoff enthaltenden Verbindungen.
AT130240B (de) Stempelfarbe.
DE1470863C (de) Holzschliff-Preßformling und Verfahren zu seiner Herstellung
AT157409B (de) Wasserdichtmachende Flüssigkeit zur Tränkung fertiger Gegenstände.