AT122646B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Tunneln, Druckstollen od. dgl. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Tunneln, Druckstollen od. dgl.

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AT122646B
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  Verfahren und   Vorrichtung zur Herstellung von Tunneln, Druckstollen od.   dgl. 



   Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Herstellung von   Tunneln,   Druckstellen od. dgl. durch unmittelbare Einwirkung elektrischer Energie. Es besteht darin, dass ein Lichtbogen gegen die 
 EMI1.1 
 Mittel erfolgen, auch können dabei die Elektroden unmittelbar auf das Gestein aufgesetzt werden, um eine zusätzliche Wirkung durch die Entwicklung   Jouleseher   Wärme im Gestein zu erreichen. 



   Als Blasmittel kann Gas oder Dampf benutzt werden, dessen Moleküle im Lichtbogen unter Wärmeaufnahme dissoziieren und an der kälteren Arbeitsstelle unter Wärmeabgabe sich wieder ver- 
 EMI1.2 
 werden. Ebenso kann die Wirkung durch elektrische   Stossentladungen   und durch Zuführung eines Flussmittels unterstützt werden. 



   Zweckmässig kann das Verfahren auch in der Weise durchgeführt werden, dass die Elektroden auf einem drehbaren Elektrodenträger selbsttätig vorwärts bewegt werden, wobei ein   kreisringförmiger,   enger Kanal im Gestein entsteht. 



   Wird die elektrische Energie in ganz kurzen Zeiten, beispielsweise durch Kondensatorentladungen, zur Wirkung gebracht, so kann durch diese Stossentladungen der Effekt durch Stosswirkung   vergrössert   werden. 



   Die Elektroden können an einem von Hand bedienten Gerät angeordnet sein, zweckmässig werden jedoch selbsttätig arbeitende Vorrichtungen verwandt. Dann sind die Elektroden an einem Träger angeordnet, der mechanisch selbsttätig entsprechend der zu erzeugenden Profilform des Hohlraumes bewegt wird. Soll der Tunnel oder Stollen Kreisquerschnitt erhalten, so wird der Elektrodenträger 
 EMI1.3 
 eines zylindrischen Mantels vorgetrieben, innerhalb dessen ein zylindrischer Kern zunächst stehen bleibt, der nachher in an sieh bekannter Weise, z. B. durch Sprengung, entfernt werden kann. Bei der Herstellung von Hohlräumen nach dem neuen Verfahren können die an sieh bekannten Hilfsmittel zum Wegräumen des geschmolzenen oder abgesprengten Gesteins benutzt werden, wie Druckluft, Druckwasser od. dgl. 



   Um das Schmelzen des Gesteines durch Hitzewirkung zu erleichtern, kann den bearbeiteten 
 EMI1.4 
 durch das Blasgas zur Lenkung oder   Verstärkung   des Lichtbogens mitgeführt und gegen das Gestein geblasen wird. Die Elektroden können gekühlt sein. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Tunneln, Druckstellen od. dgl. in Gestein durch unmittelbare   Einwirkung   elektrischer Energie, dadurch gekennzeichnet, dass ein zwischen zwei oder mehreren   Elek-   'roden gezogener Lichtbogen durch magnetische oder pneumatische   Blaswirkung gegen   die zu bearbeitenlen Stellen gerichtet wird oder durch Aufsetzen der Elektroden auf das Gestein das zwischen den Strom-   Ibergangspunkten     befindliehe   Material durch   Joulesehe   Wärme erhitzt wird. 

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Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Blasgas ein dissoziierbares oder trennbares Gas oder Dampf, gegebenenfalls unter Zusatz von Sauerstoff, benutzt wird.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass den zu erhitzenden Stellen des Gesteins ein Flussmittel zugeführt wird.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Gestein Stoss- 'ntladungen, beispielsweise Kondensatorentladungen zuführt.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden auf EMI1.5 in kreisringförmiger, enger Kanal entsteht und der stehengebliebene Kern durch Einwirkung elektrischer Energie oder in an sich bekannter Weise fortgeschafft wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT122646D 1929-06-13 1930-06-11 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Tunneln, Druckstollen od. dgl. AT122646B (de)

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