AT122663B - Glimmlichtverstärkerröhre. - Google Patents
Glimmlichtverstärkerröhre.Info
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Description
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Glimmlichtrerstärkerröhre.
Es ist wiederholt vorgeschlagen worden, zur Verstärkung schwacher Wechselströme eine Glimm- lichtröhre zu verwenden, an Stelle der bekannten Elektronenladung im Hochvakuum, die mittels glühender
Kathode hergestellt wird. Es ist aber bisher nicht gelungen, eine Glimmlichtröhre zu bauen und auf den
Markt zu bringen, die als Verstärkerröhre einwandfrei wäre. Alle Vorschläge, die bisher nach dieser . Richtung hin gemacht worden sind, sind rein theoretischer Art geblieben.
Demgegenüber besteht die Erfindung in einer Glimmliehtentladungsröhre, welche tatsächlich praktisch verwertbare Verstärkereffekte ergibt, in gleicher Weise, wie die zur Zeit auf den Markt befind- lichen, mit Glühkathode arbeitenden Verstärkerröhren. Im übrigen ist die Glimmlichtröhre, die den
Gegenstand der Erfindung bildet, zur Zeit üblichen Verstärkerröhre in vielfacher Beziehung ausserordent- lich überlegen. Die Vorteile bestehen in erster Linie in dem Fortfall der Kathodenheizung und somit der lästigen Heizbatterie. Ferner ist festzustellen, dass die neue Röhre in bezug auf Steilheit und Leistungs- hergabe bei gegebenem Eigenverbrauch und gegebener Spannung wesentlich über die Verstärkerröhren mit Kathodenheizung hinausragt.
Ein besonders ins Gewicht fallender praktischer Vorteil liegt in der
Verwendung der neuen Röhre beim Betrieb aus Starkstromnetzen für Gleichstrom und Wechselstrom.
Die bis jetzt auf den Markt gebraehten Netzanschlussgeräte, z. B. für Rundfunk, leiden noch immer an dem Übelstand, dass die Störgeräusche nicht vollkommen zu beseitigen sind, was hauptsächlich auf die direkte Heizung der Glühkathode zurückzuführen ist.
Die neue Glimmlichtverstärkerröhre ist unter anderem ganz besonders dort geeignet und vorteil- haft, wo es sich darum handelt, Radioempfangsapparate oder andere Geräte, die mit Röhren arbeiten, aus Starkstromnetzen zu speisen. Die Bauart und Wirkungsweise der neuen Glimmlichtröhre ist folgende :
Zwischen einer als Kathode und einer als erste Anode bezeichneten Elektrode wird eine Glimm- lichtentladung erzeugt. In dem Raum zwischen der Kathode und dieser Anode bewegen sich sowohl
Elektronen wie auch Ionen. Aus dem Entladungsraum werden nun mittels einer hinter der ersten liegenden zweiten Anode die vorzugsweise ein höheres Potential hat als die erste Anode, die Elektronen gewisser- massen herausgesaugt, so dass sie zu ihr übergehen und durch eine netzartige Zwischenelektrode in der an sich bekannten Weise gesteuert werden.
Als sehr wichtig hat es sich erwiesen, die erste Anode nicht als engmaschiges Gitter auszubilden, wie dies bereits von anderer Seite vorgeschlagen worden ist, sondern als Platte, u. zw. derart, dass durch ihre massive Fläche bzw. Flächenteile die Verstärkerelektroden (zweite Anode und Steuerelektrode) gegenüber der Glimmkathode abgeschirmt werden.
Die Zeichnung enthält einige Ausführungsbeispiele der Erfindung. Die erste von den Erfindern
EMI1.1
sich in der Nähe des Randes ein Rahmen r, der als Steuerorgan dient. Sämtliche Elektroden sind an einem Fusse t befestigt. Mit dieser Einrichtung wurden bereits Verstärkerwirkungen erzielt, obgleich diese verhältnismässig gering waren. Die Steilheit der Anordnung betrug 0-3 mA pro Volt und der Durchgriff 40%.
Ein Gitterstrom, der von positiven Ionen herrührt, war nicht vorhanden.
Eine Verbesserung wurde gemäss Fig. 2 erzielt, indem das Steuerorgan s als ein Netz ausgebildet wurde, das etwas grösser war als die plattenförmige Anode al und die Anode U2'Die Fläche der Platten k,
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EMI2.1
Eine weitere Verbesserung wurde erzielt, durch die Anordnung gemäss Fig. 3, welche sich von der Anordnung nach Fig. 2 dadurch unterscheidet, dass die Anode a2 doppelseitig von dem Steuerorgan s,
EMI2.2
Die Fig. 6 und 7 zeigen ein Beispiel weiterer Elektrodenformen, die, zur Vergrösserung der Randwirkung, aus mit einer Anzahl von Fenstern versehenen Platten bestehen. Die sämtlichen beschriebenen Elektrodenformen kommen in erster Linie für die beiden Entladungselektroden k und a1 in Betracht, jedoch ist es von Vorteil-schon im Hinblick auf die Herstelung - auch die zweite Anode ag in der gleichen Weise zu gestalten.
Im Rahmen der Erfindung ist es fernerhin auch möglich, die Entladungselektroden k und a1 so anzubringen, dass das Hauptentladungsfeld nicht wie vorher senkrecht, sondern parallel zur Fläche der Anode a2 verläuft. erartige Anordnungen sind in den Fig. 8 und 9 beispielsweise dargestellt. Nach
EMI2.3
Einer der Grunde, aus denen die früher vorgeschlagenen Anordnungen nicht im gewünschten Sinne arbeiteten, ist vermutlich auch der gewesen, dass man das Steuergitter mit einer zu geringen Maschenweite versah. Infolgedessen griff die zweite Anode a2 nicht genügend nach der Entstehungsstelle der Elektronen durch. Durch weitere Versuche wurde daher festgestellt, dass eine Maschenweite von mehreren Millimetern, z. B. von 4 mm und mehr, befriedigende Ergebnisse lieferte. Die richtige Maschenweite
EMI2.4
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Claims (1)
- der Glimmstrecke aus hinter der Glimmanode liegenden Anode übertretende Elektronen durch ein Steuerorgan beeinflusst werden, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Anode derart flächenförmig aus- <Desc/Clms Page number 3> gebildet ist, dass durch ihre massive Fläche bzw. Flächenteile die Verstärkerelektroden (zweite Anode und Steuerelektrode) gegenüber der Glimmkathode abgeschirmt werden.2. Glimmlichtverstärkerröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede der beiden Glimmelektroden aus mehreren, gegebenenfalls untereinander zusammenhängenden massiven Flächen- teilen besteht, derart, dass jeder einzelne massive Fläehenteil der Kathode durch einen entsprechenden massiven Fläehenteil der ersten Anode abgeschirmt wird.3. Glimmlichtverstärkerröhre nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jede der beiden Glimmelektroden aus einer Platte besteht, die parallel zueinander angeordnet sind und mit etwa form-und lagegleiehen Öffnungen oder Einschnitten versehen sind.4. Glimmlichtverstärkerröhre nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerelektrode als Rahmen ausgebildet ist, der sieh zwischen der Entladungsanode und der zweiten Anode befindet und etwa deren Plattengrösse besitzt.5. Glimmlichtverstärkerröhre nach Anspruch 1 oder folgende, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerelektrode spiralförmig ausgebildet ist und die Verstärkeranode umgibt.6. Glimmlichtverstärkerröhre nach Anspruch 1 oder folgende, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuleitungen zu den Elektroden innerhalb der Röhre von Isolierhüllen umgeben sind.7. Schaltung für Glimmlichtverstärkerröhren nach Anspruch 1 oder folgende, dadurch gekennzeichnet ; dass zwischen den beiden Entladungselektroden eine Spannung von etwa 200 Volt liegt, wobei die Steuerelektrode gegen die erste Anode einige Volt negativ, die zweite Anode gegen die erste Anode einige Volt positiv vorgespannt ist. EMI3.1
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE122663T | 1928-10-17 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT122663B true AT122663B (de) | 1931-05-11 |
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ID=29277284
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| AT122663D AT122663B (de) | 1928-10-17 | 1929-09-02 | Glimmlichtverstärkerröhre. |
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| AT (1) | AT122663B (de) |
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1929
- 1929-09-02 AT AT122663D patent/AT122663B/de active
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