AT122663B - Glimmlichtverstärkerröhre. - Google Patents

Glimmlichtverstärkerröhre.

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AT122663B
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AT
Austria
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anode
glow
light amplifier
amplifier tube
electrodes
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Georg Dr Seibt
Hellmuth Dr Bley
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Georg Dr Seibt
Hellmuth Dr Bley
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  • Gas-Filled Discharge Tubes (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Glimmlichtrerstärkerröhre.   



   Es ist wiederholt vorgeschlagen worden, zur   Verstärkung   schwacher Wechselströme eine Glimm-   lichtröhre   zu verwenden, an Stelle der bekannten Elektronenladung im Hochvakuum, die mittels glühender
Kathode hergestellt wird. Es ist aber bisher nicht gelungen, eine Glimmlichtröhre zu bauen und auf den
Markt zu bringen, die als Verstärkerröhre einwandfrei wäre. Alle   Vorschläge,   die bisher nach dieser . Richtung hin gemacht worden sind, sind rein theoretischer Art geblieben. 



   Demgegenüber besteht die Erfindung in einer   Glimmliehtentladungsröhre,   welche tatsächlich praktisch verwertbare Verstärkereffekte ergibt, in gleicher Weise, wie die zur Zeit auf den Markt befind- lichen, mit Glühkathode arbeitenden   Verstärkerröhren.   Im übrigen ist die   Glimmlichtröhre,   die den
Gegenstand der   Erfindung bildet, zur Zeit üblichen   Verstärkerröhre in vielfacher Beziehung ausserordent- lich überlegen. Die Vorteile bestehen in erster Linie in dem Fortfall der Kathodenheizung und somit der lästigen Heizbatterie. Ferner ist festzustellen, dass die neue Röhre in bezug auf Steilheit und Leistungs- hergabe bei gegebenem Eigenverbrauch und gegebener Spannung wesentlich über die Verstärkerröhren mit Kathodenheizung hinausragt.

   Ein besonders ins Gewicht fallender praktischer Vorteil liegt in der
Verwendung der neuen Röhre beim Betrieb aus Starkstromnetzen für Gleichstrom und Wechselstrom. 



   Die bis jetzt auf den   Markt gebraehten Netzanschlussgeräte,   z. B. für Rundfunk, leiden noch immer an dem Übelstand, dass die   Störgeräusche   nicht vollkommen zu beseitigen sind, was hauptsächlich auf die direkte Heizung der Glühkathode   zurückzuführen   ist. 



   Die neue   Glimmlichtverstärkerröhre   ist unter anderem ganz besonders dort geeignet und vorteil- haft, wo es sich darum handelt, Radioempfangsapparate oder andere Geräte, die mit Röhren arbeiten, aus Starkstromnetzen zu speisen. Die Bauart und Wirkungsweise der neuen Glimmlichtröhre ist folgende :
Zwischen einer als Kathode und einer als erste Anode bezeichneten Elektrode wird eine Glimm- lichtentladung erzeugt. In dem Raum zwischen der Kathode und dieser Anode bewegen sich sowohl
Elektronen wie auch Ionen. Aus dem Entladungsraum werden nun mittels einer hinter der ersten liegenden zweiten Anode die vorzugsweise ein höheres Potential hat als die erste Anode, die Elektronen gewisser- massen herausgesaugt, so dass sie zu ihr übergehen und durch eine netzartige Zwischenelektrode in der an sich bekannten Weise gesteuert werden. 



   Als sehr wichtig hat es sich erwiesen, die erste Anode nicht als engmaschiges Gitter auszubilden, wie dies bereits von anderer Seite vorgeschlagen worden ist, sondern als Platte, u. zw. derart, dass durch ihre massive Fläche bzw.   Flächenteile   die Verstärkerelektroden (zweite Anode und Steuerelektrode) gegenüber der Glimmkathode abgeschirmt werden. 



   Die Zeichnung enthält einige Ausführungsbeispiele der Erfindung. Die erste von den Erfindern 
 EMI1.1 
 sich in der Nähe des Randes ein Rahmen r, der als Steuerorgan dient. Sämtliche Elektroden sind an einem   Fusse t befestigt. Mit   dieser Einrichtung wurden bereits Verstärkerwirkungen erzielt, obgleich diese verhältnismässig gering waren. Die Steilheit der Anordnung betrug   0-3 mA   pro Volt und der Durchgriff   40%.   



  Ein Gitterstrom, der von positiven Ionen herrührt, war nicht vorhanden. 



   Eine Verbesserung wurde gemäss Fig. 2 erzielt, indem das Steuerorgan s als ein Netz ausgebildet wurde, das etwas grösser war als die plattenförmige Anode al und die Anode   U2'Die Fläche   der Platten k, 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
Eine weitere Verbesserung wurde erzielt, durch die Anordnung gemäss Fig. 3, welche sich von der Anordnung nach Fig. 2 dadurch unterscheidet, dass die Anode a2 doppelseitig von dem Steuerorgan s, 
 EMI2.2 
 



   Die Fig. 6 und 7 zeigen ein Beispiel weiterer Elektrodenformen, die, zur   Vergrösserung der   Randwirkung, aus mit einer Anzahl von Fenstern versehenen Platten bestehen. Die sämtlichen beschriebenen Elektrodenformen kommen in erster Linie für die beiden Entladungselektroden k und a1 in Betracht, jedoch ist es von Vorteil-schon im Hinblick auf die Herstelung - auch die zweite Anode ag in der gleichen Weise zu gestalten. 



   Im Rahmen der Erfindung ist es fernerhin   auch möglich,   die Entladungselektroden k und a1 so anzubringen, dass das Hauptentladungsfeld nicht wie vorher senkrecht, sondern parallel zur Fläche der Anode a2 verläuft. erartige Anordnungen sind in den Fig. 8 und 9 beispielsweise dargestellt. Nach 
 EMI2.3 
 



   Einer der Grunde, aus denen die früher vorgeschlagenen Anordnungen nicht im gewünschten Sinne arbeiteten, ist vermutlich auch der gewesen, dass man das Steuergitter mit einer zu geringen Maschenweite versah. Infolgedessen griff die zweite Anode a2 nicht genügend nach der Entstehungsstelle der Elektronen durch. Durch weitere Versuche wurde daher festgestellt, dass eine   Maschenweite   von mehreren   Millimetern, z.   B. von 4   mm   und mehr, befriedigende Ergebnisse lieferte. Die richtige Maschenweite 
 EMI2.4 
 

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Claims (1)

  1. der Glimmstrecke aus hinter der Glimmanode liegenden Anode übertretende Elektronen durch ein Steuerorgan beeinflusst werden, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Anode derart flächenförmig aus- <Desc/Clms Page number 3> gebildet ist, dass durch ihre massive Fläche bzw. Flächenteile die Verstärkerelektroden (zweite Anode und Steuerelektrode) gegenüber der Glimmkathode abgeschirmt werden.
    2. Glimmlichtverstärkerröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede der beiden Glimmelektroden aus mehreren, gegebenenfalls untereinander zusammenhängenden massiven Flächen- teilen besteht, derart, dass jeder einzelne massive Fläehenteil der Kathode durch einen entsprechenden massiven Fläehenteil der ersten Anode abgeschirmt wird.
    3. Glimmlichtverstärkerröhre nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jede der beiden Glimmelektroden aus einer Platte besteht, die parallel zueinander angeordnet sind und mit etwa form-und lagegleiehen Öffnungen oder Einschnitten versehen sind.
    4. Glimmlichtverstärkerröhre nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerelektrode als Rahmen ausgebildet ist, der sieh zwischen der Entladungsanode und der zweiten Anode befindet und etwa deren Plattengrösse besitzt.
    5. Glimmlichtverstärkerröhre nach Anspruch 1 oder folgende, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerelektrode spiralförmig ausgebildet ist und die Verstärkeranode umgibt.
    6. Glimmlichtverstärkerröhre nach Anspruch 1 oder folgende, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuleitungen zu den Elektroden innerhalb der Röhre von Isolierhüllen umgeben sind.
    7. Schaltung für Glimmlichtverstärkerröhren nach Anspruch 1 oder folgende, dadurch gekennzeichnet ; dass zwischen den beiden Entladungselektroden eine Spannung von etwa 200 Volt liegt, wobei die Steuerelektrode gegen die erste Anode einige Volt negativ, die zweite Anode gegen die erste Anode einige Volt positiv vorgespannt ist. EMI3.1
AT122663D 1928-10-17 1929-09-02 Glimmlichtverstärkerröhre. AT122663B (de)

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