AT122893B - Verfahren und Vorrichtung zur Messung der inneren Reibung von Flüssigkeiten, insbesondere von Schmiermitteln und der Reibung zwischen Flüssigkeiten und festen Körpern. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Messung der inneren Reibung von Flüssigkeiten, insbesondere von Schmiermitteln und der Reibung zwischen Flüssigkeiten und festen Körpern.

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AT122893B
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    Verfahren und Vorrichtung zur Messung   der inneren   Reibring   von   Fliissigkeiten,   insbesondere von Schmiermitteln und   (ler   Reibung zwischen Flüssigkeiten und festen
Körpern. 



   Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Messung der inneren Reibung einer Flüssigkeit oder auch der Reibung zwischen einer Flüssigkeit und einer festen Fläche, u. zw. in erster Linie, aber nicht   ausschliesslich,   zur Bestimmung des Reibungskoeffizienten von Schmiermitteln, insbesondere von   Schmierölen.   Sie bezweckt, diese Bestimmung insbesondere für grosse lineare Geschwin-   I digkeiten verlässlich durchführen   und im Gegensatz zu bekannten Vorrichtungen die Flüssigkeit- reibung und die Reibung zwischen Flüssigkeit und festem Körper gesondert untersuchen zu können. 



   Zu diesem Zwecke wird eine Einrichtung benutzt, wie sie im grossen und ganzen für ähnliche Zwecke bereits bekannt ist. Diese besteht aus zwei, meist zylindrischen, um eine gemeinsame lotrechte Achse drehbaren Teilen, von welchen der eine leer läuft, während der andere mechanisch angetrieben wird und die beide zwischen sich einen meist ringförmigen, die zu untersuchende Flüssigkeit aufnehmenden
Hohlraum belassen. Im Sinne der Erfindung sind, je nachdem die innere Reibung der Flüssigkeit oder die Reibung an einer festen Fläche geprüft werden soll, auf der arbeitenden Fläche der beiden erwähnten
Teile oder des einen derselben Hohlräume von solcher Form vorgesehen, dass die diese Hohlräume aus- füllenden Teile der   Flüssigkeit   mit dem betreffenden sich drehenden Teil gewissermassen einen einzigen   i Umdrehungskörper   bilden.

   Bei der Drehung der Teile werden also sozusagen von dem   Flüssigkeit-   körper eine bzw. zwei Schichten oder Mäntel abgeschnitten, die als umlaufende flüssige Wände betrachtet werden können. 



   Von dem in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zum
Messen der inneren Reibung einer Flüssigkeit zeigt Fig. 1 zur Hälfte die Seitenansicht, zur Hälfte einen aufrechten Schnitt durch die Achse und Fig. 2 die Draufsicht, wobei einige in Fig. 1 ersichtliche Teile weggelassen sind. 



   Von den beiden umlaufenden Teilen ist a der innere Zylinder und b die ihn gleichachsig umgebende
Trommel. Der ringförmige, für die Aufnahme der Flüssigkeit dienende Zwischenraum zwischen beiden kann durch Auswechseln eines der Teile oder beider verändert werden. An den arbeitenden Mantel- flächen der Teile a und b sind durch zweckmässig symmetrische knapp nebeneinander angeordnete Riefen, 
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 Trommel b läuft leer, u. zw., ebenso wie a, mit   möglichst   geringer Reibung, zu welchem Zwecke beide Teile auf Kugeln oder Rollen gelagert sind, so dass man z. B. den Zylinder a mit einer Umfangsgeschwindigkeit bis zu 12   m/see   laufen lassen kann.

   Bei der Drehung der Teile um die Achse d wird also durch die Hohlraumränder ein schmaler Flüssigkeitsring herausgeschnitten, der innen und aussen durch sich drehende flüssige Wände begrenzt wird. Durch Messen der Kraft, mit welcher die Trommel mitgenommen wird, kann man daher die innere Reibung bestimmen. Um diese Kraft zu messen, kann man beispielsweise die Trommel durch einen Faden e od. dgl. so fest halten, dass sie sich nicht drehen kann und den Zug des Fadens in bekannter Weise durch Gewichte oder durch ein Dynamometer messen. 



   Um die Reibung einer Flüssigkeit an einer festen Fläche zu untersuchen, wird ein Zylinder a verwendet, dessen Mantel derart behandelt wurde,. dass er genau so beschaffen ist wie die in Frage kommende 

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 falls bei der zu untersuchenden Fläche vorkommen. Die Trommel b bleibt so, wie sie für die vorerst vorzunehmende Messung der inneren Reibung der Flüssigkeit verwendet wurde. 



   Die nunmehr gemessene Arbeit ist daher nicht jene, welche sich aus der Reibung an zwei gleichachsigen, nämlich die Hohlraumkanten bei al und   b1   verbindenden Flächen ergibt, sondern die Summe der Arbeit, welche erforderlich wird durch die innere Reibung in der   Flüssigkeitsfläche   an den Hohlraumkanten der Trommel b und die Reibung an der Wand des Zylinders a. 



   Die letztere kann man errechnen, indem man von dem gemessenen Gesamtwert die Hälfte des bei der Messung der inneren Reibung erhaltenen Wertes mit einer entsprechenden kleinen Korrektur 
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 ausgewechselt. 



   Zweckmässig werden auch Mittel zum Messen der Temperatur des Öles und der Flächen sowie Einrichtungen zum Erwärmen oder Kühlen vorgesehen, um so genau jene Bedingungen schaffen zu können, wie sie in der Praxis vorkommen. Die Temperatur des zulaufenden Öles kann durch ein an die Zulaufleitung c angeschlossenes Thermometer f gemessen werden. 



   Es kann auch die Trommel angetrieben und der innere Zylinder durch die Flüssigkeit mitgenommen werden, oder die beiden Teile a und b können durch. zwei Scheiben ersetzt werden, von denen eine mit einem Rand versehen, also tassenförmig ausgebildet ist, wobei der Durchmesser dieser Scheiben genügend   gross   sein muss, so dass man die Reibung der Flüssigkeit an der seitlichen Tassenwand vernachlässigen kann. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :   - 1.   Verfahren   zur Messung   der inneren Reibung von Flüssigkeiten, insbesondere von Schmiermitteln, oder der Reibung zwischen Flüssigkeiten und festen Körpern vermittels zweier um eine gemeinsame lotrechte Achse drehbarer und zwischen sich einen ringförmigen Zwischenraum für die Aufnahme der Flüssigkeit belassender Teile, dadurch gekennzeichnet, dass man für die Bestimmung der inneren Reibung die den   Arbeitsflächen   beider Teile zunächst liegenden Flüssigkeitsschichten und für die   Bestimmung   der Reibung zwischen festem Körper und Flüssigkeit die der   Arbeitsfläche   des einen Teiles   zunächst   liegende   Flüssigkeitssehichte   von den entsprechenden Teilen so mitnehmen lässt,

   dass diese   Flüssigkeitssehichte   mit diesem Teil gewissermassen einen einzigen   Umdrehungskörper   bildet.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass auf der arbeitenden Fläche der beiden drehbaren Teile oder nur eines derselben Hohlräume von solcher Form vorgesehen sind, dass die diese Hohlräume ausfüllenden Teile der Flüssigkeit die Geschwindigkeit der Arbeitsfläche des betreffenden Teiles annehmen und gewissermassen eine flüssige Wand bilden.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlräume durch knapp nebeneinander angeordnete, symmetrische Riefen, Zähne, Ölnuten od. dgl. mit scharfkantigen Rändern ge- bildet werden.
AT122893D 1928-02-03 1928-02-15 Verfahren und Vorrichtung zur Messung der inneren Reibung von Flüssigkeiten, insbesondere von Schmiermitteln und der Reibung zwischen Flüssigkeiten und festen Körpern. AT122893B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3423579C1 (de) * 1984-06-27 1985-08-22 Nukem Gmbh, 6450 Hanau Rotationsviskosimeter
DE102007011985A1 (de) * 2007-03-09 2008-09-11 Greim, Markus Mörtelmesszelle für Rotationsviskosimeter

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE3423579C1 (de) * 1984-06-27 1985-08-22 Nukem Gmbh, 6450 Hanau Rotationsviskosimeter
DE102007011985A1 (de) * 2007-03-09 2008-09-11 Greim, Markus Mörtelmesszelle für Rotationsviskosimeter
DE102007011985B4 (de) 2007-03-09 2022-10-20 Markus Greim Mörtelmesszelle für Rotationsviskosimeter

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