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EIektromagnetischer Schittelmotor.
Die Erfindung betrifft einen elektromagnetischen Schüttelmotor, der ein rasches Schiitteln oder
Vibrieren des beweglichen Teiles des Motors hervorruft.
Der Motor lässt sich überall dort anwenden, wo eine Sehüttel-oder Vibrationsbewegung erforderlich ist, er findet seine wichtigste Anwendung beim Schütteln, Vibrieren, Oszillieren oder Kreisen von Gliedern zur Behandlung von Gut, wie von Sieben bei Schüttelseparatoren oder Kenzentrierapparaten für Erze od. dgl., der Backen bei Erz-, Stein- oder andern Brechern, von Köpfen bei Kreiselzerkleinerern. Die
Erfindung ist aber nicht auf die genannten Anwendungen beschränkt.
Der Hauptzweck der Erfindung ist, einen elektrischen Schüttelmotor von ausserordentlich ein- facher Bauart in sehr gedrungener Gestalt zu schaffen, der ein Höchstmass von Leistung abgibt und mit geringstem Kraftbedarf eine beliebige Zahl von Sehüttel-oder Vibrationsbewegungen in einer gegebenen
Zeit hervorbringt und der insbesondere geeignet ist, Sehüttel-oder Vibrationsbewegungen von höherer
Frequenz als sie bisher auf verschiedenen Gebieten erreichbar war, z. B. beim Betrieb von Apparaten zur Gutbehandlung, Bohr-oder Nietmaschinen, Massagegeräten od. dgl., zu erzeugen.
Der elektromagnetische Schüttelmotor besitzt ein Schüttelelement und eine Elektromagnet- anordnung, die diesem Element Bewegungen von einer bestimmten Frequenz verleiht, sowie mit diesem
Element verbundene Teile, die eine natürliche Sehwingungsperiode synchron mit der Frequenz der dem
Element durch die elektromagnetische Einwirkung erteilten Bewegungen besitzen.
Bei weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes sind Einrichtungen vorgesehen, um die natürliche Periode der Schwingung oder des Schütteln einstellbar oder veränderlich zu machen, um sie in Synchronismus mit verschiedenen Frequenzen der dem Sehüttelelement durch die Elektromagnet- anordnung verliehenen Bewegung zu bringen. Dies lässt sich dadurch erreichen, dass die Spannung geändert wird, unter der sich die Anordnung befindet, oder dass man die wirksame Länge ändert, die der Schwingung oder Sehüttelbewegung frei ausgesetzt ist.
In einer vorteilhaften Ausführungsform besitzt die Einrichtung eine Spannstange, die an ihren
Enden gehalten oder verankert und zwischen ihren Enden mit dem Schüttelelement verbunden ist, wobei sich die Länge der Spannstange regeln und eine bestimmte Länge für das freie Schwingen oder
Vibrieren festlegen lässt.
Die Erfindung umfasst auch einen elektromagnetischen Schüttelmotor mit zusammenarbeitenden elektromagnetischen Einrichtungen, von denen eine fest angebracht ist, während die andere mit einem
Schüttelelement in Verbindung steht, wobei Wechselstrom dem einen der elektromagnetischen Teile zugeleitet und ein anderer in der Phase verschiedener Strom den andern Teil speist. Der letztere Strom kann Wechselstrom von abweichender Phase oder Gleichstrom sein.
In den Zeichnungen ist die Erfindung beispielsweise durch mehrere Ausführungsformen veranschaulicht ; es stellt dar : Fig. 1 eine teilweise Seitenansicht einer Ausführungsform des Motors, anwendbar auf ein Schüttelsieb zum Sieben von beliebigem Gut, Fig. 2 einen teilweisen Längsschnitt eines Teils des
Rahmens mit dem Spannkörper und Einrichtungen zu dessen Einstellung, Fig. 3 einen Schnitt nach 111-111 von Fig. 2, Fig. 4 eine Hälfte eines Querschnittes nach IV-IV von Fig. 1, Fig. 5 eine Hälfte einer Aufsicht mit teilweisem Schnitt für eine Seite des Rahmens des Schüttelsiebes, Fig. 6 eine Seitenansieht einer abweichenden Form des Motors, Fig. 7 eine Endansicht zu Fig. 6, Fig. 8 ein Schaltung-
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einen Gestein-od. dgl. Brecher mit schwingender Backe.
Bei der Ausführungsform der Fig. 1-5 besteht ein festes Rahmenwerk 1 aus Seitenteilen 2 und Endteilen 3 von U-förmigem Querschnitt, zweckmässig an den Stossstellen 4 (Fig. 5) miteinander verschweiss. In einem Abstand von den Seitenteilen 2 befindet sich ein anderer gleichfalls U-förmiger Rahmenteil 5, der an seinen Enden z. B. durch Schweissung mit den Rahmenendteilen- vereinigt ist.
Die Rahmenteile 2 und 5 sind, wie aus den Fig. 3 und 4 zu ersehen ist, mit ihren U-förmigen Querschnitten gegeneinander gerichtet, so dass sie ein Gehäuse für eine nachgiebige Spannstange bilden. Dieser im wesentlichen rechteckige feste Rahmen wird in geneigter Lage (Fig. 1) von Ständern 6 getragen. die in Fig. 1 strichpunktiert angedeutet sind. Locher ?'nehmen die Befestigungsschrauben auf.
Das Siebzeug 8 (Fig. 4) ist an einem Rahmen, z. B. aus Holz, angebracht, der aus Seitenteilen. 9 und Endteilen 10 unter Verstärkung der Ecken durch Winkel 11 besteht. Das Sieb S ist über dem Rahmen gespannt und an diesem etwa durch Stifte befestigt.
Der Siebrahmen 9, 10 wird durch den elektromagnetischen Schiittelmotor wie folgt in Schwingung versetzt : Auf den seitlichen Rahmenteilen 2 und 5 des festen Rahmens ist ein U-förmiger Träger 20 befestigt. der oben unter dem Steg mit einer U-förmigen Schiene 21 aus nicht permeablem Material, z. B. Messing. versehen ist und mittels Bolzen, Nieten od. dgl. 22 einen U-förmigen lamellierten Kern 2. 3 mit nach unten gerichteten Polen 24 trägt. Jeder dieser Pole ist mit einer Erregerspule 25 ausgerüstet, die Spulen sind in Reihe mit einer Stromquelle verbunden.
Unter dem Kern 2. 3 befindet sich ein anderer lamellierter Kern 26, dessen Pole 27 in einem Abstand von den Polflächen der Pole 24 angebracht sind und der in der Mitte eine an eine Stromquelle ange-
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Das hin und hergehende Glied oder die Stütze 31 ist an der Innenseite mit einem Traganguss oder Flansch : 12 versehen, auf dem das benachbarte Seitenglied 9 des Siebrahmens ruht, wobei die Befestigung beispielsweise durch zwei der Bolzen 16 zu bewirken ist, die durch Löcher der Lappen hindurchtreten.
In dem umschliessenden Gehäuse, das von den Seitenrahmenteilen 2 und 5 gebildet wird, befindet sich als elastisches oder nachgiebiges Spannelement die Stange. 33, die an ihren entgegengesetzten Enden von den Endrahmenteilen 3 gehalten oder verankert ist. Das hin und her gehende Element oder die Stütze 31 ist mit der Spannstange 33 zwischen ihren Enden fest verbunden. Bei der dargestellten Ausführungsform besteht die Stiitze aus zwei Teilen 34, 3o, von denen der eine. 35, mit dem Traglapprn : 1'2
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umfassen, wenn die beiden Teile gegeneinandertreten, Fig. 4, und durch Bolzen. 36 od. dgl. zusammengezogen werden, worauf die Stütze als Ganzes von der Spannstange 3.') gehalten wird.
Ein elektromagnetischer Sehüttehnotor für das Schüttelsieb der Fig. 1-5 ist an jeder Seite des Siebaufbaues angebracht, so dass die beiden Seiten des Siebrahmens gleichmässig in Schiittelbewegung oder Vibration versetzt werden, und damit die beiden hin und her gehenden Stützen 31 in richtiger übereinstimmender Lage gehalten werden, sind Verspannungen 37 vorgesehen, die aus an ihren Enden eingeschraubten Rohrstücken bestehen.
Die Fig. 2,3 und 5 zeigen die Spannstange und die zugehörigen Teile. Die Spannstange ist an einem Ende durch eine Platte 38 mit Passstiften 39 an dem Rahmenteil-'j gehalten oder verankert. Die Platte 38 besitzt eine abgesetzte Bohrung für eine Büchse 40, die nach aussen hin für den kegelförmigen Kopf 41 der Spannstange 33 kegelförmig ausgesenkt ist. Am andern Ende des Tragwerkes sitzt eine Platte 42 mit Passstiften 43 auf dem Rahmenteil 3, ist mit Innengewinde für die Schraubbiichse 44 versehen, deren Kopf 45 vierkantige, sechskantige od. dgl. Gestalt aufweist.
Der Kopf trägt im Innern eine abgesetzte Bohrung zur Aufnahme einer Büchse 46, die innen gleichfalls abgesetzt ist, um den Kopf 47 der Spannstange 33 aufzunehmen. Bei dieser Anordnung bringt eine Einstellung der Büchse 44 in dem Gewinde der Platte 42 durch die Büchse 46 und den Kopf 47 eine Entfernung der Stangenenden voneinander hervor, so dass die Stange stärker gespannt wird. Umgekehrt kann durch Einstellung der Büchse 44 nach innen die Spannung der Stange verringert werden. Die Büchsen 40 und 46 werden vorteilhaft geteilt ausgeführt, damit man die Köpfe 41 und 47 durch die Bohrungen der Platten : 38 und 44 stecken, dann die Büchsen an ihre Stelle bringen und die Teile zusammenspannen kann.
Es versteht sieh, dass das Spannelement, die Spannstange 33, die an ihren beiden Enden verankert ist, eine bestimmte Eigenschwingungszahl besitzt und dass sich diese durch die Erhöhung oder Erniedrigung der Spannung in gewissen Grenzen ändern lässt.
Zum Einstellen der Eigensehwingungszahl des Spannelementes in weiteren Grenzen oder in feinerer Abstufung sind weitere Massnahmen vorteilhaft, um eine feste bestimmte Länge des Spannelementes zu erzielen, bei der es frei zu schwingen vermag. Mittel hiezu sind in den Fig. 2,3 und 5
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dargestellt. Eine Platte 48 ist z. B. durch Niete mit den Flanschen der Seitenteile 2 und 5 verbunden. Die Platte hat nahe den Enden des Rahmens je einen Längssrl1litz 49. An der oberen Seite des Rahmens ist eine Platte 50 auf Stiften il angebracht, denen Öffnungen in den Rahmenteilen 2 und 5 entsprechen. Die Platte 50 besitzt ähnliche Längsschlitze 52 über den Schlitzen 49.
Nach unten durch den Schlitz 49 und nach oben durch den Schlitz 52 treten die Schafte der beiden Augenbolzen 52, 53, deren Augen das Spannelement mit Spielraum umgeben. Muttern 54 mit Unterlagsscheiben 55 dienen zum Anziehen der Augenbolzen an den Platten 48, 50. Beim Anziehen der Muttern 54 wird der Augenbolzen 52 nach oben, der Augenbolzen 5 ; ; nach unten gegen die Spannstange angezogen, und bei der unmittelbaren Nachbarschaft der beiden Bolzen wird die Spannstange dort sicher gehalten oder festgeklemmt.
Mit Hilfe der beiden Sätze von Augenbolzen nahe entgegengesetzten Enden des Spannelementes lässt sich so eine bestimmte Länge zwischen den Bolzensätzen freigeben, und durch Lösen der Muttern 54, Verstellung der Augenbolzensätze zu-oder voneinander lässt sich die freie Länge der Spannstange in weiten Grenzen ändern. Dadurch wird die freie sehwingungsfähige Länge des Spannelementes leicht eingestellt und verschiedene Schwingungszahlen erhalten.
In Fig. 8 ist die Schaltung der Elektromagnete voll ausgezogen dargestellt, wobei die Kerne und Spulen der Elektromagnete ebenso wie in Fig. 1 und 4 bezeichnet sind. Die Spulen 25 auf dem Kern 23 sind in Reihe mit einer Weehselstromquelle geeigneter Frequenz verbunden, die als EinzelphasenWeehselstromgenerator dargestellt ist und deren Anschluss durch einen Schalter 58 hergestellt wird.
Wird der Elektromagnet 26, 28 erregt, so erhält der Kern 26 konstante Polarität, z. B. links einen Nordpol, rechts einen Südpol, und wenn der Elektromagnet 23, 23 erregt wird, erhält der Kern wechsel- weise gleiche und entgegengesetzte Polarität zu dem Kern 26, d. h. fliesst der Strom in einer Richtung, so wird der rechte Pol 24 ein Nordpol, der linke Pol 24 ein Südpol, so dass die beiden Kerne angezogen werden, während, wenn der Strom in der entgegengesetzten Richtung fliesst, der linke Pol 24 Nordpol. der rechte Pol Siidpol wird, so dass die Kerne einander abstossen. Da nun der Kern 23 durch die Stütze 20 festgehalten ist, wird der bewegliche Kern 26 an dem hin und her gehenden Stück 31 abwechselnd von dem Kern 23 mit einer gegebenen Frequenz angezogen und abgestossen.
Wird der Kern 26 angezogen, so wird das mit 31 verbundene Spannelement., : 3 aus seiner mittleren Ruhelage nach oben durchgebogen, und wenn der Kern 26 abgestossen ist, wird das Element vermöge der abstossenden Kräfte zurückbefördert und über die Mittellage hinaus in die entgegengesetzte durchgebogen Lage schwingen. Das Element schwingt so mit gegebener Frequenz.
Mit Hilfe der einstellbaren Spannbüchse 44 oder der einstellbaren Augenbolzen oder mit Hilfe dieser beiden Vorkehrungen kann man die natürliche Schwingungsperiode des Spannelementes sehr genau einstellen, um sie in Synchronismus mit den Schwingungen des hin und her gehenden Teiles 31 zu bringen, die von der Erregung der Elektromagnete bewirkt werden, damit, solange die Magnete erregt werden, das hin und her gehende Element mit einer bestimmten vorgeschriebenen gleichmässigen Geschwindigkeit in Schwingung versetzt wird.
Dadurch, dass das Spannelement so in Synchronismus mit der dem Schüttelglied erteilten Bewe- gung gebracht wird, entfällt jede Möglichkeit, dass die Bewegungen des Schüttelelementes langsamer werden, und es wird das Element mit vorgeschriebener gleichmässiger Geschwindigkeit fortgesetzt geschüttelt. Der Rahmen geht mit dem Element 31 hin und her, und das Gut wird der Sehüttelbewegung des Siebes unterworfen.
Der beschriebene Motor arbeitet wirksam mit einem sehr geringen Kraftbedarf, weil die nachgiebigen Spannkörper synchron mit den wiederkehrenden Treibkräften tätig sind, die dem schwingenden Element durch die Elektromagnete zugeführt werden.
Der der Spule 28 zugeleitete Gleichstrom kann durch einen Gleichstromgenerator geliefert werden oder auch durch denselben oder einen andern Wechselstromerzeuger, wobei der Strom auf irgendeine bekannte Art umzuwandeln ist.
Es kann auch nach Bedarf der Wechselstrom der Spule 28, der Gleichstrom den Spulen 25 zugeführt werden oder statt der beiden Spulen 25 auf dem Kern 23 eine einzige Spule in der Mitte auf diesem
Kern vorgesehen werden, ähnlich wie die Spule 28 auf dem Kern 26.
Der Motor lässt sich auch durch Zuführung von Gleichstrom zu den Spulen der beiden Kerne zu und 26 betreiben, wobei die Stromzufuhr in passenden Zwischenräumen unterbrochen wird. damit aufeinanderfolgende anziehende und abstossende Kräfte auf das Schwingelement 31 übertragen werden, indem das Spannelement die Bewegung des Schwingelementes entgegengesetzt zu derjenigen Richtung hervorbringt, in der das Element durch die anziehenden oder abstossenden Kräfte und synchron zu deren Frequenz bewegt wird.
Durch Unterbrechung des Gleichstroms und abwechselnde Änderung der Stromrichtung in den
Spulen können die Kerne so magnetisiert werden, dass sie einander abwechselnd anziehen und abstossen.
Solche wiederkehrende anziehende oder abstossende Kräfte lassen sich auch dadurch erzeugen, dass man Wechselstrom der Spule oder den Spulen eines Kernes und Wechselstrom einer entgegengesetzt gewickelten Spule oder solchen Spulen auf dem andern Kern zuführt oder indem man Wechselstrom gleich gewickelten Spulen auf beiden Kernen zuführt und den Strom in geeigneten Zwischenräumen
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unterbricht oder indem man Wechselstrom oder unterbrochenen Gleichstrom der Wicklung oder den Wicklungen eines Kernes zuführt, die Wicklung oder Wicklungen des andern Kernes auslässt oder die Stromzufuhr zu letzterer Wicklung oder Wicklungen unterbricht, wobei dann die Spannstange tätig wird, um das Schwingelement in einer der Bewegung, die von den wiederkehrenden Kräften herrührt,
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wie durch Betätigung des Schalters 58 in Fig. 8, so kann der Strom der Spule durch einen zweckmässig veränderlichen Widerstand 59 geschlossen werden.
Führt man zwei Wechselströme von verschiedener Frequenz, z. B. einen Strom von 60 Schwin- gungen zu den Spulen 25 und von 30 Schwingungen zu der Spule 28 oder umgekehrt oder irgend zwei andere Frequenzen, die in demselben Verhältnis stehen, so wird dieselbe Wirkung erreicht wie durch die
Anwendung der Wechsel-und Gleichströme bei diesen Spulen.
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geliefert, wobei Strom einer Phase durch Schalter 61 den Spulen 25 und Strom der andern Phase durch
Schalter 62 der Spule 28 zugeleitet wird. Hier werden aufeinanderfolgende anziehende und abstossende
Kräfte auf das hin und her gehende Element ausgeübt.
Es ist auch möglich, die Wechsel-und Gleichstrome durch einen Transformator zu mischen und dann den resultierenden Strom durch die Spule oder die Spulen auf einem der Kerne 28, 26 zu senden. um die wiederkehrenden antreibenden Kräfte auf das Element 31 wirken zu lassen.
In der abgeänderten Ausführungsform nach Fig. 6 und 7 ist ein dritter Kern 2. 3', ähnlich dem
Kern 2. 3, aber in umgekehrter Lage, unterhalb des Kernes 26 angebracht und mit Spulen 25'auf dem Pol 24'versehen. Bei dieser Bauart lassen sich die Kerne 23, 23'durch Bolzen od. dgl. 63 an U-förmigen
Gliedern 21', zweckmässig aus Messing, befestigen unter Anbringung an einem Joch 64, das seinerseits von einem Rahmenteil 65 als Teil eines festen Ständers nach Art des Rahmenwerks 1 in Fig. l-5 gehalten wird. Der Kern 26 ist an einem hin und her gehenden Element, vorzugsweise aus Messing, angebracht und besitzt zwei halbe Stützen 66, die von Bolzen 67 auf der Spannstange 33 festgeklemmt werden.
Die
Stange ist wieder an ihren Enden im Gestell verankert, von dem das Glied 65 einen Teil bildet, während verstellbare Spannvorrichtungen oder Vorkehrungen zum Einstellen der freien Länge dienen. Das hin und her gehende Element 66 kann mit dem anzutreibenden Teil verbunden sein, z. B. mit einem Siebrahmen 68, Fig. 7.
Bei dieser geänderten Ausführungsform lassen sieh, wie Fig. 8 darstellt, die Spulen 25'mit Strom derselben Phase wie die Spulen 25 durch einen Schalter 69 speisen, wobei die Spulen so gewickelt sind, dass jeder Pol 24'entgegengesetzte Polarität zu dem Pol 24 an dem gleichen Ende des Kerns 26 erfährt, damit beim Anziehen des Kernes 26 durch einen der Kerne 2. 3 oder 23'der Kern 26 von dem ändern Kern abgestossen wird. Bei der Anordnung in Fig. 9 werden die Spulen 25'mit Strom von gleicher Phase wie dem der Spulen 25 durch den Schalter 70 beschickt, wobei die Spulen so gewiekelt sind, dass sie entgegengesetzte Polaritäten auf den Kernen 23, 23'schaffen.
Wenn es erwünscht ist, eine ungleichmässige Schwingung des hin und her gehenden Elementes hervorzurufen, also etwa eine grössere Kraft nach oben als nach unten oder umgekehrt auszuüben, kann man einen oder den andern der Kerne 23 oder 23'allein erregen, während die Stromzufuhr zu den Spulen des andern Kerns 23, 23'unterbrochen wird, indem man den entsprechenden Schalter 56, 61, 69 oder 70 öffnet.
Diese einseitige Bewegung ist für das Sieben gewisser Stoffe erwünscht. Werden beide Kerne 2. 3, 2. 3' erregt, so tritt eine gleichförmige Schwingungsbewegung ein ; soll jene einseitige Bewegung eintreten, so wird der Kern 26 nicht erregt, die Stromzufuhr zu Spule 28 unterbrochen, indem man den Schalter 5S oder 62 öffnet und, wenn nötig, den Stromkreis dieser Spule durch den Schalter schliesst.
Bei der Ausführungsform der Fig. 10 ist ein Tragrahmen 71 mit einem Spannelement 72 versehen. dessen Enden in dem Rahmen verankert sind, wobei eine verstellbare Büchse in dem Rahmen eingeschraubt ist, ähnlich wie bei der Bauart von Fig. 1 bis 3. Verstellbare Teile zur Bestimmung der freien Länge des Spannelementes sind gleichfalls in Gestalt von Bolzen 74 vorgesehen, die oben die Spannstange umfassen, unten durch Schlitze 75 in der Rahmengrundplatte 76 treten und durch Muttern 77 befestigt werden. Werden die Muttern angezogen, so wird das Spannelement fest zwischen dem oberen Teil der Bolzen, Blöcke 78, eingespannt, durch den die Bolzen gehen. Die Verstellung der Bolzen an den Schlitzen 75 gestattet, eine bestimmte freie Länge der Spannstange einzustellen.
Die Spannung des Elementes lässt sich durch die Büchse 73 regeln.
Ein hin und her gehendes Element 79 ist auf den mittleren Teil der Spannstange geklemmt ; es trägt oben einen Kern 80 mit Spule 81. Ein Kern 82 von U-Form mit nach unten gekehrten Schenkeln ist im oberen Teil 83 des Rahmens 71 angebracht und mit Spulen 84 versehen, oder es kann eine einzelne Spule in der Mitte dieses Kernes angebracht sein.
Die Spulen 84 und 81 lassen sich mit Strom in einer der beschriebenen Arten speisen, um Schwingbewegung des Elementes 79 hervorzubringen, und dieses Element kann mit dem zu behandelnden Körper durch einen Flansch 85 verbunden werden.
Manchmal ist es erwünscht, das Schüttelelement über den Rahmenaufbau zu erstrecken, indem man die Spulen 84 und den oberen Teil 83 des Rahmens gabelt und diesen erhöhten Teil des Elementes
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verbunden sein.
Eine andere Anordnung der Kerne oder Elektromagneten ist in Fig. 11 dargestellt. Hier sind
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wesentlichen von C-Form vorgesehen, deren Pole 89 sich an entgegengesetzten Seiten der beiden Enden des Kerns 86 befinden. Auf jedem Pol 89 kann eine Spule 90 oder es kann eine einzelne mittlere Spule M für jeden Kern 88 vorgesehen sein. Die Kerne 88 sind durch ein geeignetes Rahmenwerk gehalten und
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während diese Stange an ihren Enden durch den Rahmen gehalten und mit Einrichtungen zum Regeln der Spannung und der freien Sehwingungslänge versehen ist.
Das Element 92 eignet sich auch zur Ver- bindung mit dem in Schwingung zu versetzenden Korper, etwa durch den Flansch 94, und dieses Element lässt sich nach der ändern Seite des Kerns 86 erstrecken und mit einem zweiten Spannelement und mit einem ändern Behandlungskörper verbinden.
Wenn Wechselstrom den Spulen 90 oder der Spule 91 und Gleichstrom der Spule 87 zugeleitet wird, so besitzt der Kern 86 gleichbleibende Polarität und die Spule 89 jedes Kerns 88 entgegengesetzte
Polarität, wobei die Polarität der beiden Kerne 88 dieselbe ist und die Polarität bei jeder Umkehr des
Wechselstrom geändert wird. Die Wicklung der Kerne 88 ist dementsprechend so angeordnet, dass die
Pole 89 auf dem Kern 86 den Kern 88 anziehen, während die Pole darunter diesen Kern abstossen und umgekehrt.
Der Strom kann, entsprechend dem vorher Gesagten, den Spulen auch in anderer Art zugeführt werden.
Die Bauart nach Fig. 12 ist im allgemeinen derjenigen nach Fig.] und 10 ähnlich, nur besitzt der untere Kern 95 tj-Form und ist mit stehenden Polen 96 ausgerüstet, die sich unterhalb der Pole 97 des U-förmigen Kerns 98 an dem oberen Teil der Tragstütze 99 befinden. Die Spulen 100 sind auf den
Polen 96 und die Spulen 101 auf den Polen 97 angebracht, diese Spulen lassen sich mit Strom speisen, um ihre Kerne auf eine der für die Spulen 25 und 28, Fig. 1, beschriebenen Arten zu magnetisieren. Statt der Spulen auf den Polen der Kerne 9fui, 98 lässt sich eine zentrale Spule auf jedem Kern anbringen, wie dies punktiert angedeutet ist.
Der hin und her gehende Teil 102 wird auf einer Spannstange 103 befestigt, ähnlich denjenigen bei Fig. 1 und 10 beschriebenen ; das Element kann auch mit einem Verbindung- flansch 104 versehen werden.
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Eine Spannstange 109 ist auch hier mit ihren Enden in dem Rahmen 108 verankert, mit einstellbaren Spannteilen oder regelbaren Vorkehrungen zur Längsänderung oder mit beidem wie bei den früheren Anordnungen. Ein hin und her gehender Teil. HO ist zwischen den Enden der Spannstange 109 befestigt, und die beiden Enden des hin und her gehenden Teiles ragen in die Spulen 105, 106. Das Element selbst ist mit Spulen 111 versehen.
Wenn die Spulen 111 Gleichstrom erhalten, bewahrt das hin und her gehende Element 110 konstante Polarität, und wenn Wechselstrom den Spulen 70J, 706 zufliesst, entsteht ein magnetisches Feld, bei dem die aufeinanderfolgenden Stromwendungen bewirken, dass das hin und her gehende Element relativ zu den Spulen 10. 5, 106 bewegt wird. Die Spannstange 109 lässt sich synchron mit den wiederkehrenden, treibenden, von den Spulen 105, 106 ausgeübten Kräften einstellen, wie an Hand der früheren Figuren beschrieben wurde.
Man kann auch den Spulen 105, 106 Gleichstrom zuführen und Wechselstrom den Spulen 111 oder man kann beiden Spulensätzen Wechselstrom von geeigneter Phase zuführen.
Fig. 14 und 15 zeigen schematisch in Grund-und Aufriss die Anwendung des elektromagnetischen Schüttelmotors auf die Betätigung von beweglichen Backen eines Brechers für Erze oder anderes Gut.
Die Anordnung und Bezeichnung der Kerne oder Spulen entspricht derjenigen der Fig. 1.
Die Kerne 23 sind an und zwischen Lappen 112 befestigt, die von den Seitenwänden 113 des Brechergestelles einwärts reichen, während sieh die Kerne 26 an und zwischen Lappen 114 der beweglichen Brechbacken 775 befinden. Diese Backen werden in Augen 116 auf den Spannstangen 117 getragen, wobei für jede Brechbacke zwei Spannstangen vorhanden sind, die an ihren Enden in den Stirnwänden 118 des Brechergestells verankert sind. Jede Stange ist wieder mit Einrichtungen zur Spannungsregelung, zum Einstellen oder Abstimmen ihrer freien Länge versehen oder mit beidem, wie bei Fig. 1 beschrieben wurde. Diese sind in den Figuren der Deutlichkeit halber nicht dargestellt.
Zwei Sätze von Kernen
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Strom, wie an Hand der Fig. 1 beschrieben, so werden die Backen 115 vermöge der wiederkehrenden anziehenden und abstossenden Kräfte in Verbindung mit der Spannung der Stangen 117 einander genähert und voneinander entfernt, so dass Steine oder anderes Gut, das sich zwischen den Backen befindet, der Breehwirkung ausgesetzt wird.
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Die dargestellten und erläuterten Ausführungsformen sollen nur dazu dienen, die Erfindung zu veranschaulichen, die keineswegs auf diese besonderen Bauarten beschränkt ist.
Der Spannkörper muss nicht die Gestalt einer elastischen metallenen Stange besitzen : auch anderer Stoff, z. B. Holz, ist anwendbar, ebenso sind die Einrichtungen für das Regeln der Spannung und das
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektromagnetischer Sehüttelmotor, dadurch gekennzeichnet, dass die Sehütteleinriehtung (8, 9, 10) mit der Mitte eines schwingfähigen an seinen Enden eingespannten oder festgelagerten Teiles (. 33) verbunden ist und von ihr getragen wird, der so ausgebildet und angeordnet ist, dass er selbst imstande ist, die vorbestimmte Masse mit vorbestimmter Frequenz in Schwingung zu erhalten, und dass die elektromagnetische Einrichtung (2 ?-) mit diesem schwingfähigen Teil in seiner Mitte zusammengebaut ist und dahin wirkt, diesen Teil mit dieser vorbestimmten Frequenz in Schwingung versetzen und darin zu erhalten.