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Schmelz- und Raffinier-Kupolofen.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Abänderung des Schmelz-und RaffinierKupolofens gemäss Stammpatent Nr. 120137, die darin besteht, dass ein oder mehrere äussere Ölbrenner in den um den unteren Teil des Kupolofens gebauten kreisförmigen Raum derart einmünden, dass deren Flammen, unmittelbar von aussen kommend, durch diesen umbauten Raum hindurch unter stetiger Bestreichung des in diesem befindlichen flüssigen Eisens und durch die oberen Durchbrüche im Kupolofenschacht-Mauerwerk durch das aufgegebene feste Schmelzgut in den Kupolofen-Schmelzschaeht eintreten.
Ausserdem sind am oberen Teil des im Ofen stehenden ausziehbaren Ofeninnenteiles satteldachförmige Auflageansätze derart angebracht, dass darauf das Schmelzgut lagert und durch die zwischen je zwei Auflageansätzen befindlichen Kanäle, welche strahlenförmig von der Kopfmitte des Ofeninnenteiles ab auslaufen, die aus dem Raffinierherd hoehkommenden Flammen im Gegenstrom zu dem geschmolzenen abfliessenden Eisen in den Schmelzschacht treten. Bei dem Schmelz-und Raffinier-Kupolofen gemäss Stammpatent Nr. 120137 werden sowohl der Gebläsewind als auch der Ölbrennstoff bzw. die Ölflammen von innen durch den als Brennergehäuse-Windmantel ausgebildeten ausziehbaren Ofeninnenteil in den Ofen eingeführt.
Bei kleineren Öfen und vorwiegend bEi solchen, die mit vereinigter Koks-und Ölfeuerung betrieben werden sollen, kann man mit Rücksicht auf die kleinen Durchmesser des Ofeninnern und des ausziehbaren Ofeninnenteiles gemäss vorliegender Erfindung die Ölflammen auch ausschliesslich von aussen her durch den Raffinierherd hindurch in den Kupolofen-Sehmelzsehacht führen, während durch den Ofeninnenteil nur atmosphärische Luft, kalter oder warmer Gebläsewind für die restlose Verbrennung der Brennstoffe eingeführt werden kann. Diese Abänderung hat den Vorteil, dass durch die bedeutend kleineren Durchmesser eine nicht unerhebliche Baumaterial-und Brennstoffersparnis erzielt wird.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung bildet die besondere Ausbildung des Kopfes vom ausziehbaren Ofeninnenteil als Sehmelzgut-Lagerfläche mit satteldachförmigen Auflageansätzen und mit zwischen je zwei Auflageansätzen befindlichen Kanälen, welche strahlenförmig von der Mitte des Kopfes ab auslaufen.
Durch diese Einrichtung wird zum Vorteil des Ofens der äussere Durchmesser des oberen Teiles des ausziehbaren Ofeninnenteiles vergrössert. Durch diese sehr wichtige Änderung wird das mitunter noch vorkommende Durchrutschen von stückigem Schmelzgut zwischen Schmelzschachtmauerung und Ofeninnenteil verhütet sowie das schleunige Abfliessen des geschmolzenen Eisens durch die Kanäle wesentlich sicherer gestaltet. Dadurch, dass das flüssig werdende Material im wahren Gegenstrom zu den hochkommenden Flammen durch die zwischen je zwei Auflageansätzen befindlichen Kanäle, die strahlenförmig von der Kopfmitte des Ofeninnenteils ab auslaufen, bei innigster Berührung mit den ölflamme hindurchgeleitet wird, erfährt das fliessende Material eine gute Erhitzung, die im Raffinierherd noch weiter erhöht wird.
In der Zeichnung ist ein erfindungsgemäss abgeänderter Schmelz-und Raffinier-Kupolofen beispielsweise dargestellt. Fig. 1 zeigt einen solchen Schmelz-und Raffinier-Kupolofen im Längsschnitt E-F und Fig. 2 teils den Querschnitt A-B mit Draufsicht auf den besonders ausgebildeten Kopf des Ofeninnenteils, teils den Querschnitt C-D. Ein oder mehrere Spezialbrenner k zur Erzeugung der Ölflammen sind am Umfang des Raffinierherdes g in geeigneter Weise angebracht. Auf dem Kopf und am Umfang des ausziehbaren Ofeninnenteiles a sind die satteldaehförmigen Auflageansätze m mit
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den dazwischenliegenden, strahlenförmig auslaufenden Kanälen n zu ersehen.
Auf den satteldaehförmigen Auflageansätzen lagert sich das von der Gichtbühne aus mittels zweckentsprechender Vorrichtung aufgegebene Schmelzmaterial.
Beim Betrieb des Ofens treten die Flammen erst in den Raffinierherd g, erhitzen dort das flüssige Bad und gelangen dann durch die Durchbriiche'1', dem abfliessenden Eisen entgegenziehend und mit diesem in stetiger innigster Berührung, durch die strahlenförmig laufenden Kanäle n in den Schmelzsehaeht f. Aus diesem gelangen die heissen Gase in den Kamin, von wo dieselben zur eventuellen weiteren Verwertung in geeigneter Weise abgeführt werden. Auch bei diesem Schmelz-und Raffinier-Kupolofen kann-wie auf der Zeichnung schematisch angedeutet-ein Innenfeuerungs-Mehrdüsenölbrenner Verwendung finden.
Das ununterbrochene Beschicken und der Srhmelz- und Raffiniervorgang vollzirhen sich bei diesem Ofen genau wie bei dem Ofen nach dem Stammpatente, nur mit dem Unterschied, dass die Heizflammen von aussen her durch den Raffinierherd in den Kupolofen gelangen, anstatt von innen her durch den Schacht in den Raffinierherd einzufallen.
Der vorliegende Schmelz- und Raffinier-Kupolofen kann zur Erzeugung von Stahlguss, Temperguss, Grauguss und Metallguss Verwendung finden, sowie auch in der keramischen Industrie gebraucht werden, wie beispielsweise zum Schmelzen von Glas und Emaille aller Art. An Stelle der Ölbrenner könnten bei diesem Srhmelz- und Raffinier-Kupolofen auch Kohlenstaubbrenner verwendet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schmelz-und Raffinier-Kupolofen nach Stammpatent Nr. 120137 mit einem oder mehreren in die Mantelwand des um den unteren Teil des Kupolofens gebauten kreisförmigen Raumes einmündenden Brennern, dadurch gekennzeichnet, dass die äusseren Brenner (k) so angeordnet sind, dass die ihnen ent- strömenden Heizflammen von aussen her durch den umbauten Raum (g) hindurch unter stetiger
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Kupolofensehaeht-Mauerwerk durch das aufgegebene feste Schmelzgut und in stetiger unmittelbarer Berührung mit demselben in den Kupolofen-Schmelzschacht (f) eintreten.