AT123334B - Elektrisch betriebenes Fahrzeug. - Google Patents

Elektrisch betriebenes Fahrzeug.

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AT123334B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
   jlektrisch betriebenes Fahrzeug.   



   Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung zur Strom-und Spannungsbegrenzung bei der Leistungssehaltung von Bahnmotoren. In elektrischen Bahnen müssen Motoren grosser Leistung mit Strömen bis 10.000 Ampere geschaltet werden. In Anbetracht der hohen Betriebsspannung macht daher die Abschaltung der Motoren Schwierigkeiten, zumal die Grösse der Schalter durch den zur Verfügung stehenden Raum begrenzt ist. 



   Die Anfahrwiderstände der Motoren pflegte man bisher stufenweise durch elektromagnetisch oder pneumatisch gesteuerte Schütze zu schalten. Man konnte eine Strombegrenzung vor der Abschaltung der Motoren durch Einschaltung des Anfahrwiderstandes erreichen, musste jedoch zu diesem Zweck   eine grosse Anzahl   von Schützen vorher betätigen. Dies erforderte komplizierte Sondereinrichtungen mit zahllospn   Hilfsleitungen,   für die auf den Lokomotiven der notwendige Raum, abgesehen von den hohen Kosten, nicht zur Verfügung steht. 



   Nach der Erfindung wird bei Bahnmotoren die Strom-und Spannungsbegrenzung bei der Abschaltung unter   Zuhilfenahme   durch Druck stetig geregelter Kohlensäulenwiderstände vorgenommen. 



   In der Abbildung ist ein Fahrzeug mit Einrichtungen nach der Erfindung dargestellt. 



   Der von der Fahrleitung 11 aus gespeiste Motor 10 wird durch eine   Schaltwalze   12 gesteuert. 



  Im Hauptstromkreis des Motors liegt der normale Anfahrwiderstand   13,   der durch ein Schütz 14 überbrückt wird. Das Schütz 15 dient zur Ein-und Ausschaltung des Motors. Der von ihm abzuschaltende Strom sowie auch die an seinen Kontakten liegende Spannung wird durch den Kohlensäulenwiderstand 16 verringert, der im Hauptarbeitsstromkreis liegt. 



   Der nach der Erfindung zur Verwendung kommende Kohlensäulenwiderstand zeichnet sich durch seine geringe Grösse trotz hoher Belastungsfähigkeit aus. Da sein Widerstand durch veränderlichen Druck auf die Kohlenplatten stetig geregelt werden kann, eignet er sich besonders zur Verwendung auf Fahrzeugen, bei denen ein häufiges   Ein- und Ausschalten erwünscht   und eine grosse Widerstandsfähigkeit des Widerstandes daher erforderlich ist. 



   Die Zusammenpressung der Kohlenplatten geschieht unter Zuhilfenahme einer mit Druckluft gesteuerten Einrichtung. 



   Der Zylinder 17 ist durch ein elektromagnetisch gesteuertes Ventil19 mit der Druckleitung 20 ver- 
 EMI1.1 
 die Federn schützen die Kohlenplatten gegen Stösse beim Ein-und Ausschalten der Druckluft ; mit der Kolbenstange 25 des Kolbens 18 sind Kontaktscheiben 23 und 24 verbunden. Der Kontakt 24 ist an der Kolbenstange 25 unter Zuhilfenahme einer Feder 26 nachgiebig gelagert, er kann sich also relativ zu der Kolbenstange   26   bewegen. 



   Die Inbetriebnahme des Fahrzeuges mit den Einrichtungen nach der Erfindung spielt sich nun folgendermassen ab : Der Walzenschalter wird zunächst in die Stellung 1 gebracht. Hiedurch wird der 
 EMI1.2 
 



   Das Ventil 19 öffnet sich nun, so dass Druckluft in den Zylinder einströmt und den Kolben langsam nach oben drückt, so dass die Kohlenplatten zusammengedrÜckt werden. Der Kontakt 24 schliesst hiebei den Stromkreis 34 für das Schütz 15 und dieses legt den Motor an Spannung. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Durch den Kolben 18 wird nun der Widerstand 16   allmählich   verringert, während der Motor anläuft. Hat der Widerstand seinen Mindestwert erreicht, so wird die Leitung 40 durch die Kontakte 23 geschlossen. Das Schütz   : ; 9   erhält Arbeitsspannung und schliesst den Widerstand 13 kurz. 



   Wird die Schaltwalze 12 in die zweite Stellung gebracht, so erhält   Schutz. M   Spannung und schliesst den Widerstand 13 ebenfalls kurz. Zur   Abschaltung   des Motors wird die Schaltwalze wieder in die Nullstellung gebracht. Die Schützen öffnen sieh dann in der umgekehrten Reihenfolge, so dass der Widerstand 16 durch seine allmähliche Vergrösserung die Abschaltung des Motorstromkreises erleichtert, die durch Lösung des Kontaktes 24 erfolgt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektrisch betriebenes Fahrzeug, gekennzeichnet durch einen in Reihe mit   den Fahrmotoren   liegenden Kohlensäulenwiderstand, der vor Ein-und Abschaltung der Fahrmotoren durch Änderung des Druckes auf die Kohlenplatten verringert bzw. vergrössert wird.

Claims (1)

  1. 2. Fahrzeug nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen hydraulisch betätigten Kolben zur Regelung des Druckes auf die Kohlenplatten. EMI2.1
AT123334D 1929-05-27 1930-05-27 Elektrisch betriebenes Fahrzeug. AT123334B (de)

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