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Verfahren zur Aufnahme und Wiedergabe von Phonofilmen und sprechenden Filmen.
Bei der Aufnahme von SchalHi1men oder sprechenden Filmen ist es üblich, das gesamte zur Registrierung kommende Frequenzband der Sprache oder Musik entweder als variable Schwärzung oder als variable Strichlänge in einem einzigen Streifen festzuhalten. Dies bedingt, dass sowohl bei der Aufnahme als auch bei der Wiedergabe bei vorgegebener Filmtransportgeschwindigkeit und oberer Frequenzgrenze der Belichtungsspalt eine bestimmte Grösse nicht übersehreiten darf.
Durch Festlegung der Spaltgrösse ist aber gleichzeitig die für die Belichtung und Reproduktion mögliche Gesamtlichtintensität gegeben und damit auch bei der Wiedergabe das Verhältnis der photoelektrisch erzielbaren Nutzamplitude zu den unvermeidlichen Störamplituden der Gesamtanordnung (vom Film stammende Geräusche, Verstärkerrauschen usw. ).
Eine Vergrösserung der photoelektrisell erhaltenen Steuerspannung lässt sich bei gegebener Flächen- helligkeit der zur Wiedergabe benutzten Lichtquelle nur durch Vergrössern des für die Durchleuchtung benutzten Spaltes erreichen, wodurch jedoch eine Einschränkung des verfügbaren Frequenzbandes nach oben hin bedingt ist.
Dieser Kompromiss zwischen Spaltbreite, Lichtintensität und wiedergegebener Frequenzbandbreite lässt sich erfindungsgemäss dadurch vermeiden, dass das gesamte zu registrierende Frequenzband in mehreren Teilbänder zerlegt wird, die als räumlich nebeneinander angeordnete Streifen gleichzeitig auf den Film aufgenommen und bei der Wiedergabe gleichzeitig mittels räumlich getrennter Spalte reproduziert werden. Die Spaltbreiten für die einzelnen Teilfrequenzbänder können nun dem Umfang der letzteren angepasst werden, d. h. für die tieferen Frequenzen kann die zulässige Spaltbreite wesentlich grösser als für die höheren gewählt werden. Für Sprach-und Musikaufnahme wird es im allgemeinen genügen, das gesamte Frequenzgebiet von 25 bis zu 10.000 Perioden in zwei Streifen unterzubringen.
Man wird dabei zweckmässigerweise in dem einen Streifen etwa die Frequenzen von 25 bis zu 2500, in dem andern diejenigen von 2500 bis zu 10.000 registrieren. In diesem Falle kann der Spalt für das tiefere Frequenzband bei gleicher Exaktheit der Wiedergabe zehnmal breiter sein als der für Registrierung und Wiedergabe der hohen Frequenzen dienende. Bei gleicher Flächenhelligkeit der beiden zur Wiedergabe der zwei Teilfrequenzbänder benutzten Lichtquellen beträgt dann der nutzbare Lichtstrom für das tiefere Frequenzband das Zehnfache gegenüber Werten, die man bei dem bisher benutzten Verfahren erhält.
Um bei diesem Verfahren jedoch höhere Frequenzen relativ zu den niedrigen in bezug auf ihre Amplitude nicht zu benachteiligen, wird man zweckmässig gleich bei der Aufnahme durch enstprechende erhöhte Verstärkung des Bandes der höheren Frequenzen deren Amplitude gegenüber denjenigen des tieferen Frequenzbereiches willkürllieh vergrössern. Zum Schluss muss natürlich bei der Wiedergabe das ursprüngliche Verhältnis der Amplituden aller getrennten Frequenzbereiche wieder hergestellt werden, was durch Wahl der Spaltbreiten bei der Wiedergabe, durch Variation der Lichtgemenge oder durch selektive Verstärkung erreicht werden kann.
Die Trennung der einzelnen zur Registrierung gelangenden Frequenzbänder kann bereits am Aufnahmemikrophon erfolgen oder bei gemeinsamem Aufnahmemikrophon und Vorverstärker durch Siebketten vor der Registrierung. Im letzteren Falle bedarf es nur einer Siebkette, die die tiefen Frequenzen von dem schmaleren, für die Aufnahme der höheren Sehwingungszahlen bestimmten Lichtspalt fernhält, während die höheren Frequenzen durch den weiteren Spalt, der die tieferen registriert, rein optisch unterdrückt werden. Bei der Wiedergabe kann die Vereinigung der Frequenzbänder entweder durch
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Benutzung einer gemeinschaftlichen Photozelle für alle Registrierstreifcn oder durch Benutzung von getrennten Photozellen und gemeinsamen Verstärkern oder Wiedergabeorganen erfolgen.
Die Trennung kann aber auch bis zum Lautsprecher vollständig aufrechterlialten werden, so dass die Vereinigung erst im Ohr vollzogen wird. Das vorliegende Verfahren lässt sich auf alle Arten von Phonofilmen anwendet). also sowohl auf solche, bei denen ein Spalt veränderlicher Helligkeit auf dem Film abgebildet wird. oder aber eine Lichtlinic von variabler Länge (Amplitudenfilm), schliesslich auch noch auf die Kombination beider Systeme.
Eine Ausführungsform der Erfindung ist in den Fig. 1 und 2 dargestellt. 1 bezeichnet das Anfnahme- mikrophon, S einen Vorverstärker für alle Frequenzen, 3 eine Siebkette, welche die tiefen Frequenzen
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abbildende optische Systeme mit sphärischen Linsen 16, 11 und Zylinderlinsen 18, 19, welche vorgesehen sind, um die Spalte 20 und 21 homogen auszuleuchten. Diese Spalte sind zweckmässig fein einstellbar, u. zw. ist, wie die Zeichnung zeigt, 20 schmal im Vergleich zu 21.
Die gleichmässig beleuchteten Spalte werden dann durch Abbildungsobjektive 22 und 23 auf den Film 24 projiziert und erzeugen hier gleichzeitig räumlich voneinander getrennte Tonbandaufnahmen, von denen die dem Spalt 20 zugeordnet ! - die hohen Frequenzen, zweckmässig stark verstärkt, enthält, während das dem Spalt zugeordnete Band nur die tiefen Frequenzen wiedergibt.
Bei Verwendung des Liehtspaltes einer Kerrzelle entsteht auf dem Film ein Tonband konstanter Breite, in welchem die Helligkeit der aneinandergereihten Spaltbilder entsprechend den momentanen Amplituden des Lichtes wechselt. Die Erfindung beschränkt sich aber, wie gesagt, nicht auf solche sogenannte Schwärzungsfilme", sondern ist ebenso anwendbar auf Filme, bei denen ein Schwärzungsband
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