AT123626B - Verfahren zur Herstellung von Zellulosehäutchen beliebiger Länge aus wässerigen Zelluloselösungen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Zellulosehäutchen beliebiger Länge aus wässerigen Zelluloselösungen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung von Zelhllosehäutchen beliebiger'Länge aus wässerigen Zelhiloselösungen. Vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Zellulosehäutchen beliebiger Länge aus wässerigenZelluloselösungen, insbesondere aus einer Viskoselösung, durch Eintretenlassen der betreffenden Lösung in dünner Schicht in eine Koagulationsflüssigkeit. Die Erfindung bezweckt die Behandlung der durch das Eintreten der Lösung in die Koagulationsflüssigkeit entstandenen Häutchen zu erleichtern und besonders Betriebsstörungen bei der Weiterbehandlung der Filme durch Härte-, Wasch-, Bleichu. dgl. Flüssigkeiten zu vermeiden. Einen wichtigen Punkt bei der Weiterleitung des aus dem Koagulierungsbad kommenden Films bildet die Anpassung an die sich einstellende und in den verschiedenen Phasen verschiedene Schrumpfung des Films. Diese Schrumpfung des Films macht die Anwendung von Leitbändern untunlich, da in diesem Fall der Film in der ganzen Ausdehnung des Leitbandes die gleiche Transportgeschwindigkeit erhalten muss, was bei grosser Bandausdehnung der ungleichen Schrumpfung zuwider ist. Wenn anderseits der Transport des Films ohne Leitband erfolgen und dabei behufs Anpassung an die verschiedenartige Schrumpfung eine Schlupfbewegung der Leitwalzen möglich sein soll, dann stört, sofern keine besonderen Massnahmen getroffen werden, die Reibung zwischen der Leitwalze und dem über sie laufenden Film. Diese Schwierigkeit wird gemäss der Erfindung dadurch vermieden, dass die Leitwalzen mit glatt polierter Oberfläche versehen werden und dass der Film über die Leitwalzen so geführt wird, dass er dauernd mit der gleichen Fläche anliegt, so dass eine Aufrauhung der Fläche, welche in Berührung mit den Walzen der Anlage kommt, durch Einwirkung von Flüssigkeit vermieden wird. Wenn so verfahren wird, dann ist es möglich, die verschiedenen Walzen nach Bedarf mit Einzelantrieben zu versehen, entsprechend der in den verschiedenen Filmabsehnitten eintretenden Schrumpfung, wobei die zwischen dem gewählten Einzelantrieb und der tatsächlich eintretenden Schrumpfung eventuell verbleibenden Differenzen durch Schlupfbewegung zwischen den polierten Walzenflächen und der zunehmend glatter werdenden Filmfläche ohne Gefahr einer Verletzung des Films ausgeglichen werden können. Zur näheren Erläuterung der Erfindung ist auf der beigefügten Zeichnung eine dem Vorstehenden gemäss ausgebildete Einrichtung veranschaulicht. Dieselbe weist eine Mehrzahl von nebeneinanderliegenden Walzen auf, von denen jede in einem besonderen Behälter umläuft, welche Behälter zusammen einen etwa 20-25 m langen Trog bilden. Die Behälter sind mit 1-4 und 9 und 10 bezeichnet, wobei vorausgesetzt ist, dass zwischen den beiden in der Abbildung erscheinenden Apparatabschnitten noch Behälter 5-8 liegen, in denen ebenfalls Walzen laufen. Die Behälter dienen gruppenweise zur Aufnahme von Flüssigkeiten zum Fällen, Härten, Waschen, Bleichen und Färben. In jeden der Behälter taucht ein drehbarer Zylinder B ein. Sämtliche Zylinder B haben zweckmässig dieselbe Grösse, besitzen eine glatt polierte Oberfläche und sind sowohl auf ihrer Oberfläche als auch an den Stirnenden vollkommen dicht. Jeder von diesen Zylindern B besitzt eine An-und Abnahmewalze c von geringerem Durchmesser. Nach den einzelnen Arbeitsvorgängen des Fällens, Härtens, Waschens usw. sind Pressen d angeordnet, deren Druck und Druckwinkel einstellbar sind. Die zur Verarbeitung reife Viskose wird durch einen Giesser zu auf die in der Reihe erste Walze B aufgebracht. Der rotierende Zylinder B führt die auf ihm haftende Viskoseschicht mit sich in die Fäll- <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 Walze B, wonach der Film bei seinem Austritt durch die Presse d ausgepresst wird, um darauf der im Säurebehälter 4 laufenden Walze B zugeführt zu werden. Der Film durchwandert dann nacheinander die verschiedenen Behälter und gelangt schliesslich aus dem Behälter 10 heraus und, nachdem er wiederum durch eine Presse d ausgepresst worden, über Leitwalzen e auf eine Rollstange f, wo er in noch feuchtem Zustande aufgewickelt wird. Die Walzen B sind entweder sämtlich oder teilweise mit Einzelantrieben versehen, wobei die Einzelantriebe für sich in der Weise einstellbar sind, dass die Transportgeschwindigkeit des Films in seinen verschiedenen Abschnitten durch die Apparatur hindurch nach Bedarf entsprechend der eintretenden Schrumpfung eingestellt werden kann. Man erkennt aus der Zeichnung, dass der Film auf seinem ganzen Wege durch die Apparatur mit der gleichen Seite an den Walzen B anliegt, so dass er durch die Anpressung gegen die glatt polierten Walzenoberflächen eine Glättung erfährt, welche es ermöglicht, dass bei erforderlich werdendem Schlupf die Walzen mit ihrer polierten Oberfläche auf der glatten Filmfläche ohne übermässige Reibungswidamg. gleiten können. Der Antrieb der Wickelstange G erfolgt zweckmässig durch eine Friktionskupplung, wodurch ein, straffes Aufwickeln des Films erzielt werden kann.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Zellulosehäutehen beliebiger Länge aus wässerigen Zelluloselösungen, insbesondere aus einer Viskoselösung durch Eintretenlassen der betreffenden Lösung in dünner Schicht in eine Koagulationsflüssigkeit, z.B. Ammoniumsalzlösung, und unmittelbar im fortlaufenden Arbeitsgang erfolgendes Weiterführen des so entstehenden Hütchens unter aufeinanderfolgender Behandlung mit einer Mehrzahl von Flüssigkeiten (Härteflüssigkeit, Waschflüssigkeit, Bleiehflüssigkeit usw. ), dadurch gekennzeichnet, dass der Film der Reihe nach über eine Mehrzahl von Transportwalzen mit glatt polierter Oberfläche geführt wird, welche wenigstens teilweise mit einstellbaren Einzel- antrieben versehen sind und an welchen der Film während der ganzen Behandlungszeit mit der gleichen Seite anliegt. EMI2.2
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