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Es sind bereits verschiedene Schaltvorrichtungen für den bedienungslosen Betrieb von Kühlanlagen bekannt geworden. Man hat z. B. vorgeschlagen, den Kühlwasserzufluss und den Motor der Kältemaschine durch Hilfsmotoren elektrisch zu steuern ; der Hilfsmotor für das Zuflussventil in der Kuhlwasserleitung wird dabei durch einen Thermostaten im Kühlraum und der Hilfsmotor für das Anlassen der Kältemaschine durch das die letztere durchfliessende Kühlwasser eingeschaltet.
Weiter ist eine hydraulisch in Abhängigkeit vom Druck in der Kühlwasserleitung wirkende Einrichtung vorge-
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im KÜhlraum unmittelbar gesteuert, der Motor der Kältemaschinen aber durch den Druck in der Kühlwasserleitung mit Hilfe eines Steuerventils, das einen Schalter trägt betätigt.
Diese bekannten Schaltvorrichtungen besitzen den Nachteil, dass die Wirksamkeit der Anlage abhängig ist von der Zufuhr bzw. dem Druck des Kühlwassers, so dass auch bei kurzzeitigen, für die Kältemaschine unschädlichen Unterbrechungen der Kühlwasserzufuhr ein Abschalten ihres Antriebsmotors erfolgt. Dieses Abschalten des Motors kann aber unter Umständen zu Betriebsstörungen führen.
Um diesen Mangel zu beseitigen, hat man ein zusätzliches Sicherheitsmittel verwendet, indem man auch in dem gebrauchten Kühlwasser einen Thermostaten anordnete, der den Motorstromkreis unterbricht. Während bei diesen Einrichtungen der Antriebsmotor in Abhängigkeit von dem Kühl- wasserthermostaten ein-und ausgeschaltet wird, sind anderseits Einrichtungen bekannt, bei denen der Antriebsmotor durch einen Thermostaten wohl eingeschaltet wird, während die Ausschaltung durch einen Schwimmer im Kühlwasser oder durch ein besonderes Zeitelement erfolgt. Bei allen bekannten
Einrichtungen wirkt ausserdem der Thermostat durch zusätzliche Übertragungsglieder, wie z. B. Relais,
Drehmagnete usw., auf den Motorschalter bzw. das Kühlwasserventil ein.
Alle diese Einrichtungen sind kompliziert und teuer und mit Fehlerquellen behaftet, die einen ordnungsgemässen Betrieb der Kälte- erzeugungsanlage unmöglich machen.
Gemäss der Erfindung werden alle Nachteile der bisherigen Einrichtungen dadurch vermieden, dass die Schalter im Motorstromkreis durch Thermostaten unmittelbar gesteuert werden, wobei durch
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wird die Anlage vereinfacht und die Herstellungskosten verbilligt, wobei gleichzeitig Gewähr für den selbsttätigen Betrieb der Anlage gegeben ist.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, u. zw. zeig Fig. 1 die Schaltvorrichtung unter Verwendung von je einem Schalter für jeden Thermostaten und Fig. 2 die Verwendung eines für beide Thermostaten gemeinsamen Schalters.
In Fig. 1 ist a der in den Kühlraum bzw. das Kühlmittel eintauchende Thermostat mit grosser Ausdehnungsfähigkeit, der die Stange b hebt oder senkt. Der von diesem Thermostat beeinflusste Schalter ist mit e bezeichnet ; er wird betätigt durch einen aus dem bei g gelagerten Gewiehtshebel e und der
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an, die das Zuflussventil i in der Kühlwasserleitung steuert. Der in den Behälter für das gebrauchte Kühlwasser eintauchende Thermostat k wirkt mittels der Stange l und des gewiehtsbelasteten, um Punkt p drehbaren Kniehebelgestänges m, n, o"o, auf den Schalter o. Die Schalter liegen in Reihe im Motor-
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stromkreis.
Die Gewichte an den Hebeln e und 1n sind zweckmässig verstellbar befestigt, um die Hebel ausbalancieren zu können.
Die Zeichnung stellt die Lage der einzelnen Teile der Schaltvorrichtung dar, die sie einnehmen, so lange in dem zu kühlenden Raum bzw. in dem Kühlmittel und dem gebrauchten Kühlwasser die zulässigen niedrigen Temperaturen herrschen. Steigt die Temperatur des Kühlraumes, so wird die Stange b des Thermostaten a gehoben und damit der Gewichtshebel e um seinen Drehpunkt g gedreht und die
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der Lenkerhebel t durch die Feder f um seinen Lagerpunkt gedreht, und die Stange C2 bringt das Schaltmesser c mit momentaner Bewegung in die Einsehaltstellung. Der Antriebsmotor q der Kältemaschine
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in der Kühlwasserleitung geöffnet worden, so dass Kühlwasser der Kältemaschine zufliesst.
Die Kälte- maschine arbeitet nun so lange, bis die zulässige niedrige Temperatur im Kühlraum wieder erreicht ist.
Dann bringt der Thermosat a, unterstützt durch den Gewichstshebel e, den Schalter c wieder in die Aus- schaltstellung, so dass sowohl der Motor für die Kältemaschine als auch das Kühlwasser wieder abgeschaltet werden.
Tritt anderseits bei eingeschaltetem Antriebsmotor für die Kühlmasehine und bei geöffnetem Zuflussventil für das Kühlwasser eine Stockung im KÜhlwasserzufluss ein, so arbeitet die Anlage ruhig weiter bis zu dem Augenblick, wo das gebrauchte Kühlwasser die zulässige Temperaturgrenze über- schreitet. Dann tritt der Thermostat k in Wirkung und bringt den Schalter o mittels der Stande 1 und des Kniehebelsystems m, n und der Lenkerhebel 01'02 in die Ausschaltstellung. Der Antriebsmotor bleibt nun so lange ausgeschaltet, bis wieder Kühlwasser zufliesst und das gebrauchte Kühlwasser in dem Behälter auf die zulässige Temperatur abgekühlt ist.
Dabei kann durch Bemessung des Aufnahmebehälters für das gebrauchte Kühlwasser entsprechend den örtlichen Verhältnissen die Einrichtung so getroffen werden, dass ein zeitweiliger Betrieb der Kältemaschine möglich ist, ohne dass Kühlwasser neu hinzugeführt wird bzw. bei kurzzeitigem Ausbleiben des Kühlwassers. Der Behälter muss dabei so gross bemessen sein, dass keine Erwärmung des gebrauchten Kühlwassers über das zulässige Mass stattfindet.
Die Sehaltvorriehtung gemäss der Erfindung arbeitet also vollkommen selbsttätig und erfüllt alle an selbsttätig arbeitende Kältemaschinen gestellten Bedingungen.
Eine Drosselung des Zuflussventils und damit eine Verringerung der Kühlwasserzufuhr bei sinkender Temperatur im Kühlraum ist unmöglich, da das Ventil erst dann geschlossen wird, wenn die zulässige tiefste Temperatur erreicht ist. Die Kühlmaschine arbeitet also stets mit der erforderlichen Kühlung, so dass eine Beschädigung der Anlage ausgeschlossen ist.
Bei der selbsttätigen Schaltvorrichtung nach Fig. 2 wirken beide Thermostaten a und k auf den gemeinsamen Schalter s im Motorstromkreis. Die Figur stellt die Lage der Teile bei eingeschaltetem Motor q und geöffnetem Kühlwasserzuflussventil i dar. Die gleichen Teile sind mit den gleichen Bezeichnungen wie in Fig. 1 versehen und die Wirkungsweise ist die gleiche wie oben beschrieben. Der Schalter s wird durch Wirkung der Feder r in der Schliessstellung gehalten. Die Verbindungsstangen e. o, zwischen Schalter und den Lenkerhebeln müssen mit Schlaufen versehen sein, die eine freie Bewegung des Sehalters s zulassen, so dass er durch die Thermostaten a, k geöffnet werden kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Selbsttätige Schaltvorrichtung für bedienungslos arbeitende Kälteerzeugungsanlagen, bei denen ein erster Thermostat in Abhängigkeit von der Temperatur des zu kühlenden Raumes bzw. des Kältemittels und ein zweiter Thermostat in Abhängigkeit von der Temperatur des gebrauchten Kühlwassers den Antriebsmotor ein-und ausschalten, dadurch gekennzeichnet, dass beide Thermostaten in an sich bekannter Weise unmittelbar, d. h. nur durch Hebelgestänge mit je einem Momentschalter im Stromkreis des Antriebsmotors gekuppelt sind und dass mit dem Hebelgestänge des erstgenannten Thermostaten das Antriebsorgan eines den Kühlwasserzufluss regelnden Ventils gekuppelt ist.
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