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Einrichtung zum Einstellen des Schneidmittels entsprechend der einzustellenden Zigarettenlänge bei Strangzigarettenmaschinen.
Bekanntlich erfolgt das Abtrennen der Zigaretten vom Zigarettenstrang dadurch, dass dieser eine Schneidtube durchläuft, in deren Schlitz die Sehneidkante eines kreisenden Messers eintaucht und hiedurch den Schnitt bewirkt. Da sich der Strang ständig vorwärtsbewegt, müssen sieh auch Messer und Tube während des Schneidvorganges in Richtung und mit Geschwindigkeit des Stranges vorwärtsbewegen, damit kein Stauen des Stranges eintritt.
Um die durch den Strangvorschub bedingte Hin-und Herbewegung des Schneidmittels zu vermeiden, ist vorgeschlagen worden, das Messer ortsfest anzuordnen und in einer schräg zur Längsrichtung des Zigarettenstranges gerichteten Ebene kreisen zu lassen, damit die Schneidkante während des Abtrennens dem Strangvorschub folgen kann. Die schräg gestellte Schneidkante bildet hiebei den Teil einer Schraubenlinie, deren Mittellinie mit der Messerwellenachse zusammenfällt (vergl. amerikanische Patentschrift Nr. 627462).
Den durch die Schrägstellung des Messers bedingten schrägen Schnitt hat man dadurch vermieden, dass man die Messerdrehachse in bezug auf den Strang selbst schräg anordnete.
Will man nun die Länge der herzustellenden Zigarette ändern, so muss dem Strang eine erhöhte bzw. verminderte Geschwindigkeit erteilt werden, wenn die Stüeldeistung der Maschine konstant bleiben soll. Während nun in gleichem Masse eine Änderung der Tubengeschwindigkeit eintreten muss, bleibt die Umdrehungsgeschwindigkeit des Schneidmittels unverändert. Die Schrägstellung des Messers erfährt dagegen eine entsprechende Änderung, damit die Schneidkante der veränderten Bewegung der Tube
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Zigarettenlänge eine Verstellung des ortsfest gelagerten Sichelmessers erfolgt.
Bei diesen Maschinen ist das Messer in einem Messerträger eingespannt, der auf einer in bezug auf den Strang schrägen Messerkopfwelle derart schräg gestellt ist, dass die Schneidkante des Messers während des Schnittes in Richtung und mit Geschwindigkeit des Stranges bewegt wird und zugleich einen senkrechten Schnitt ausführt.
Durch seine Schrägstellung fÜhrt der Träger eine sogenannte" Taumelbewegung" aus, d. h. die Messerkopfwelle und die Messerhalterachse fallen nicht zusammen, vielmehr ändert die letztere während einer Umdrehung dauernd ihre Lage-sie taumelt, während die Messerkopfwelle in ihrer ortsfesten Lage verharrt.
Diese taumelnde Anordnung des Messerhalters auf der Messerkopfwelle hat den grossen Nachteil,
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auftreten, die sich bei Vergrösserung des Haltereinstellwinkels ausserordentlich steigern. Diese Erschütterungen wirken sich sehr nachteilig auf das Abtrennen aus, da ein glatter Schnitt nicht mehr gewährleistet ist. Infolge der Massenwirkung der sehr schnell laufenden Schneidmechanismen wird ferner ein ständiger einseitiger Druck auf die Feststellungsorgane für das Schneidmittel ausgeübt, so dass bei Dauerbetrieb ein Selbstverstellen des Halters erfolgt.
Tritt dies aber ein, so gelangt das Messer nicht mehr in den Schlitz der Tube, sondern stösst auf die Tubenränder und zerbricht. Schiesslich unterliegen die dauernd erschütterten Teile einem schnellen Verschleiss und es besteht die Gefahr der Lockerung der verschiedenen Verbindungselemente wie Sehrauben od. dgl., was zu Schädigungen der Maschine führen kann.
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Die Erfindung bezieht sieh auf eine Einrichtung zum Einstellen des Schneidmittels entsprechend der einzustellenden Zigarettenlänge bei Strangzigarettenmaschinen mit zum Strang schräg liegender Messerkopfwelle und einem Messerkopf, der aus einem auf der Messerkopfwelle festsitzenden und einem gegenüber diesem verstellbaren Teil besteht (vergl. amerikanische Patentschrift Nr. 627462). Die Erfindung besteht darin, dass das Messer in dem auf der Messerkopfwelle festsitzenden Teil des Messerkopfes gelagert und in dem verstellbaren, den Messerhalter bildenden Teil geführt ist, der um eine zur Messerkopfdrehachse senkrecht stehenden Achse verdreht werden kann.
Durch Verdrehen des Messerhalters ändert sieh die Schräglage des in ihm geführten Messerblattes, dessen Schneidkante nunmehr einen Teil der neuen Schraubenlinie bildet. Durch eine am Messerkopf angeordnete Feineinstellung lässt sich der Messerhalter schnell und auf den Bruchteil eines Millimeters
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während des Arbeitens möglich ist, da infolge der Massenverteilung die Fliehkräfte allseitig und gleichmässig angreifen.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes durch Fig. l in Vorderansicht und Fig. 2 in Seitenansicht und Fig. 3 in teilweisem Schnitt dargestellt, wobei der Messerkopf gegenüber Fig. 2 um 900 verdreht ist.
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ist. Auf dem Wellenende ist eine Scheibe 1n zentriseh aufgezogen, die mit dem Messerkopf a in fester Verbindung steht. Zwischen Lagerbüchse i und Messerkopf a ist ein Kugellager H angeordnet (Fig. 3). Ein Teil des Messerkopfes a ist als Kopfplatte b ausgebildet, deren ebene Fläche parallel zur Messerkopf- drehaehse k liegt. (Fig., 2). Auf der Kopfplatte b sitzt eine Halterplatte e, die in Führungen w der Kopfplatte gleitet.
Die Halterplatte c ist mit einem senkrecht zur Fläche der beiden Platten b, c angeordneten Messerhalter verbunden, der sich zusammen mit der Halterplatte c um eine senkrecht zur Messerkopf- drehachse & liegenden Mittellinie drehen lässt. Zur Verdrehung dient eine Feingewindesehraube f, deren Ende in einem Ansatz o der Halterplatte c lose drehbar lagert. Der Schraubenschaft p ist in einem Ge- windestück q geführt, das schwenkbar um einen Zapfen r an einer Nase s der Kopfplatte b angeordnet ist.
Das Messerblatt e ist in bekannter Weise in einem im Messerkopf a angeordneten Messerträger t eingespannt, der sich im vorliegenden Ausführungsbeispiel um die Achse einer Schraubenspindel u schwenken lässt. Erfolgt also durch Betätigung der Feineinstellung eine Verdrehung des Messerhalters d, so verdreht sich in gleichem Masse das Messerblatt e zusammen mit dem Messerträger t ; die gemeinsame Drehachse von Messer e, Messerhalter cl, Halterplatte c und Messerträger t bildet die Mittellinie der Sehraubenspindel u.
Durch Betätigung der Feineinstellung ändert sieh die Schräglage der sichelförmigen Schneidkante des Messerblattes e in bezug auf die Längsrichtung des im Sinne des Pfeiles fortlaufenden Zigarettenstranges Z. Hiedurch ist einwandfreies Zusammenarbeiten von Messer e und Sehneidtube g möglich, deren Vorsehubgesehwindigkeit entsprechend der veränderten Länge der herzustellenden Zigaretten erhöht bzw. vermindert worden ist. Die Schneidkante des sichelförmigen Messers e tritt während des Sehneidvorganges durch den Schlitz v der Schneidtube g und bewirkt das Abtrennen der Zigaretten vom Strang Z.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Einstellen des. Schneidmittels entsprechend der einzustellenden Zigarettenlänge bei Strangzigarettenmasehinen mit zum Strang sehrägliegender Messerkopfwelle und einem Messerkopf, der aus einem auf der Messerkopfwelle festsitzenden und einem gegenüber diesem verstellbaren Teil besteht, dadurch gekennzeichnet, dass das Messer (e) in dem auf der Messerkopfwelle (k) festsitzenden Teil (a, b) des Messerkopfes gelagert und in dem verstellbaren, den Messerhalter bildenden Teil (c, d) geführt ist, der um eine zur Messerkopfdrehachse senkrecht stehende Achse (it) verdreht werden kann.