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Schloss, insbesondere für die T'üren von geschlossenen Automobilen.
Zur Erreichung einer möglichst grossen Durchsiehtsfläche bei Automobiltüren ist man bestrebt, sich annähernd über die ganze Türbreite erstreckende Fenster zu verwenden. Um nun bei derartigen sich annähernd über die ganze Türbreite erstreckenden, lotrecht auf und ab bewegbaren Fenstern trotzdem das Öffnen der Tür von der Innen- und Aussenseite zu ermöglichen, sind besondere Schlosskonstruktionen 'vorgeschlagen worden, bei welchen ein die Fensterebene kreuzender Teil um die Bewegungsbahn des Fensters herumgeführt ist.
Die bisher vorgeschlagenen Sehlosskonstruktionen dieser Art hatten besonders den Nachteil, dass sie aus mehreren Teilen bestanden. die einzeln in die Tür bzw. den Türpfosten eingesetzt werden mussten, wobei vielfach noch der Einbau von besonderen Lagern zur Aufnahme des die Fensterebene kreuzenden Teiles des Schlosses notwendig war. Durch diesen getrennten Einbau der einzelnen Teile des Schlosses wurden die Einbaukosten erhöht, und es wurde das gute Zusammenarbeiten der einzelnen Teile erschwert.
Die vorliegende Erfindung besteht nun darin, dass bei einem Schloss für eine Tür mit sich annähernd über die ganze Türbreite erstreckendem Fenster und je einer äusseren und inneren Öffnungsvorrichtung alle Teile des Schlosses (mit Ausnahme des äusseren Handgriffes) von einer Grundplatte getragen und zusammen mit dieser Grundplatte als Ganzes in der Tür befestigt sind.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung. In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand mehrerer Ausführungsbeispiele dargestellt. Die Fig. 1 bis 5 zeigen ein Ausführungsbeispiel des Schlosses, u. zw. zeigt Fig. 1 das Schloss, von oben gesehen, Fig. 2 eine Seitenansicht des ganzen Schlosses, von aussen gesehen, Fig. 3 den inneren Teil des Schlosses in Seitenansicht, vom Türinneren aus gesehen, Fig. 4 eine Seitenansicht des äusseren Teiles des Schlosses, vom Türinneren aus gesehen, Fig. 5 eine Seitena. nsciht des Schlosses, von der Schlagleiste her gesehen.
Fig. 6 zeigt im Schnitt eine etwas abgeänderte Lagerung für die Verbindungsspindel.
Die Fig. 7-11 zeigen ein anderes Ausführungsbeispiel des Schlosses, u. zw. zeigt Fig. 7 die Gesamtanordnung des Schlosses in der Tür, von der Schlagleiste her gesehen, Fig. 8 den in Fig. 7 dargestellten oberen Teil des Schlosses in vergrössertem Massstabe, Fig. 9 einen Schnitt nach der Linie 19-19 der Fig. 11, Fig. 10 das Schloss, von oben gesehen, Fig. 11 eine Seitenansicht des Schlosses von aussen gesehen.
Die Fig. 1-5 zeigen ein Ausführungsbeispiel, bei dem die vorliegende Erfindung auf Schlosskonstruktionen angewendet ist, bei denen der die Fensterebene kreuzende Teil des Schlosses aus einer neben der Seitenkante des Fensters gelagerten, teilweise aus der Ebene der Schlagleiste der Tür hervorragenden Spindel besteht. Bei dieser Ausführung ist in der Aussenseite des Fensters ein besonderer Mechanismus vorgesehen, durch den die Bewegung vom äusseren Handgriff auf die Verhindungsspindpl übertragen wird. Im Gegensatz zu früheren Ausführungen der gleichen Art wird das Lager für die Verbindungsspindel zusammen mit der Spindel vor dem Einsetzen des Schlosses in die Tür und auch der äussere Bewegungsmechanismus mit dem iibrigen Schlossmechanismus vereinigt und dann erst als Ganzes in die Tür eingesetzt.
Die Querspindel 67 wirkt mittels eines Armes 68 auf einen Ansatz 61 des mit-dem- Riegel 6 fest verbundenen Schiebers 7 ein. Der Schieber 7 ist gleitend auf einer Grundplatte 4 gelagert. Diese Grundplatte 4 hat U-förmige Gestalt, wobei ihr mittlerer Teil 5 die Fensterebene kreuzt und dicht an der
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Teil 88 besteht. Das äussere Ende der Spindel trägt nicht direkt den äusseren Handgriff, sondern ist mit einem Hebel 89 verbunden, dessen freies Ende unter Vermittlung pines ZwischenstÜckes 90 mit einem von der Spindel des äusseren Handgriffes getragenen Hebel 92 in Verbindung steht.
Der Drehzapfen 91 für die äussere Spindel. sowie eine mit ihrem einen Ende gegen den Hebel 92 anliegende Feder 93 werden von dem äusseren Arm 5' der U-förmigen Schlossgrundplatte getragen. wobei noch eine das innere Ende
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Ausführungsbeispiel eine Spindel 84 mit einem drehbaren Handgriff vorgesehen, die unter Vermittlung eines auf ihr befestigten Hebels 85 und eines Zwischengliedes 86 am Schieber 7 angreift. Um nun die Bewegung des Riegels 6 und des mit demselben verbundenen Schiebers 7 beim Zuschlagen der Tür bzw. beim Öffnen der Tür mittels des äusseren Handgriffes zu gestatten, ohne dass der auf der Spindel 84
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malen Stellung eine Feder 101 befestigt ist.
Zum Sperren des äusseren Handgriffes dient ein senkrecht auf und ab bewegbarer Schieber 102.
Wird der Schieber 702 mittels eines auf seinem oberen Ende aufgesetzten (nicht dargestellten) Stiftes
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Der Schieber ist mit einem Vorsprung versehen. mit dem er in seinen Endstellungen unter Vermittlung der Feder 104 in eine der entsprechenden Vertiefungen 107 oder 108 der Grundplatte 4 einspringt.
Fig. 6 zeigt eine etwas andere Lagerung für die Verbindungsspindel 67. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist ein eine Bohrung 67 zur Aufnahme der Verbindungsspindel enthaltender Teil 69 mit seitlichen
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einen Ausschnitt im Arm. ? der Grundplatte hindureh. und die Schlosseiste 2 der Tür weist einen den Lagerteil 69 umschliessenden Vorsprung 72 auf.
Bei dem in den Fig. 7-11 dargestellten Ausführungsbeispiel findet eine ähnlich gestaltete und angeordnete Gehäusplatte 4, 5, 5' Verwendung wie bei dem vorigen Ausführungsbeispiel. Jedoch dient als Verbindungsglied nicht eine an der Seitenkante des Fensters drehbar in dem Teil 5 der Gehäuseplatte
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Ende unmittelbar das obere Ende des Schenkels-HO des Verbindungsgliedes angelenkt ist und an dem eine Feder 93 zum Halten in der normalen Lage angreift.
Das obere Ende des andern Schenkels 111 des Verbindungsgliedes ist an einem von der Gehäuse-
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angeordnete Feder 7-J.
Zur Zurückziehung des Riegels 6 von der Innenseite her wird eine senkrechte Spindel 115 von der Grundplatte 4 getragen. Diese Spindel wirkt mittels eines mit ihrem unteren Ende verbundenen Hebels 116, der durch einen Schlitz im Schieber 7 hindurchtritt, auf den Schieber 7 ein. Das obere Ende der Spindel trägt einen Handgriff 127. Die Führung der Spindel in der Grundplatte 4 geschieht zwischen aus der
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der Grundplatte 4 verbundener Teil 121, während zum Festhalten in den Endstellungen eine auf der Grundplatte 4 befestigte Feder 122 mit ihrem einen Ende in entsprechend gestaltete Einschnitte des Schiebers 120 eintreten kann.
Ein waagerechter Arm 72. 3 des Schiebers 120 umgreift die Innenseite der Spindel 115 und ist an seiner Unterseite mit einer schrägen Fläche versehen, gegen die ein von der
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Spindel 115 getragener Stift 124 sich anlegen kann. Auf der Oberseite des Armes 723 des Schiebers 720 liegt eine auf der Spindel 77a senkrecht auf und ab bewegliche Hülse 72a mit einem Flansch 126 auf. Zur Bewegung der Hülse 125 dient ein Knopf 127, der auf einem in einer Bohrung im oberen Ende der Spindel 77J geführten Stift 128 befestigt ist. Dieser Stift 128 ist mit einem zweiten Stift verbunden, der durch in der Spindel 115 vorgesehene Langlöcher 129 (Fig. 8) hindurchtritt und fest in der Hülse 125 eingesetzt ist.
Durch Herunterdrücken des Schiebers 720 mittels des Knopfes 127 wird die eine untere Ecke des Schiebers in die Bahn des Hebels 113 gebracht und dadurch die Bewegung des Hebels 113 und das Zurückziehen des Riegels 6 mittels des äusseren Handgriffes unmöglich gemacht. Die Aufhebung der Sperrung wird durch Drehung der Spindel mittels des auf ihrem oberen Ende befestigten Griffes 130 dadurch bewirkt, dass bei der Drehung der Spindel 115 der mit ihr verbundene Stift 124 gegen die schräge Fläche des Armes 72. 3 anläuft und dadurch den Schieber 720 nach oben aus der Bahn des Hebels 113 herausbewegt.
Zum Halten der Spindel 77 J in der normalen Stellung liegt eine an der Grundplatte 4 befestigte Flachfeder 131 in der Ruhestellung der Spindel 116 auf einer Abflachung der Spindel auf.
Der mittlere Teil. ? der Gehäuseplatte ist entsprechend der Querschnittsform der Schlagleiste der Tür gestaltet und mit einer Durchtrittsöffnung für den Riegel 6 versehen. Die Fensterführung kann unmittelbar am Teil 6 angeordnet sein. Zum Halten der verschiedenen Teile auf der Grundplatte 4 kann ein Abdeckblech 132 vorgesehen sein. Das untere Ende des Verbindungsbügels 110, 111 kann in Bohrungen eines mit der Türverkleidung bzw. dem Türrahmen verbundenen Pressteiles 133 geführt sein. Zur Einstellung des Bügels kann in dem einen Airn 777 ein Spannschloss 734 angeordnet sein.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schloss für Automobiltüren mit voneinander getrennten, zu beiden Seiten der auf und ab beweglichen, vorzugsweise sich annähernd über die ganze Breite der Tür erstreckenden Fensterscheibe angeordneten Drückern, zwischen die ein ausserhalb der Fensterbahn liegender, die Falle bewegender Kupplungsteil eingeschaltet ist, gekennzeichnet, durch eine im wesentlichen U-förmig gestaltete Grund-
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des Fensters und der Schlagleiste der Tür angeordnet ist und auf der die verschiedenen Teile des Schlosses, wie Falle, Drückernuss usw., einschliesslich des Kupplungsteiles angeordnet sind, so dass das Schloss vor dem Einbau in die Tür zu einer Einheit vereinigt und dann als Ganzes in die Tür eingefügt werden kann.